Herbert Hainer

  • Uli Hoeneß kann nie von Einfluss lassen. Dafür ist er als Persönlichkeit gar nicht gemacht und die vergangenen 42 Jahre im Geschäft haben diesen Charakterzug wesentlich geprägt. Da können wir uns noch jahrelang immer wieder im Kreis drehen. So lange Hoeneß das kann, wird er in irgendeiner Form immer wieder dabei sein, gefragt werden oder auch ungefragt seine (zum Teil sicher undifferenzierten) Meinungen äußern. Genauso wird Hoeneß immer ein Bauchmensch bleiben. Kann man mögen oder auch nicht, aber ist eben so. Mir persönlich reicht es aktuell schon, dass er nicht, wie zum Teil zwischen 2016 und 2019, beinahe täglich seine Ansichten mitteilt. Vielleicht wird auch er in den kommenden Jahren ruhiger, aber ich bin absolut sicher, dass Hoeneß, so lange er körperlich hierzu in der Konstellation sein wird, immer seine Hände beim FC Bayern im Spiel hat.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Keiner spricht ihnen die Kompetenz ab, aber uli hat auch schon genau hingeschaut wen er holt und das er da weiterhin mitreden kann.

    Hainer z. B. hat ja schon mal in einem Interview gesagt das er selbstverständlich sich in sachen Fußball von uli beraten lässt da er da nicht so viel ahnung hat wie er.

    Ich glaube, alles andere wäre auch völlig Banane. Uli war DER Macher des FcB und es ist daher völlig logisch, dass er Leute holt, die sein Lebenswerk fortführen. Natürlich holt er Leute, die keine völlig andere Sicht auf Fußball haben.

    Aber „mitreden“? Einen Rat wird sich Hainer ab und an einholen, aber ansonsten halte ich ihn von der ganzen Vita her nicht gerade für jemand, der sich sagen lässt, was er zu tun und zu lassen hat. Genau wie Kahn.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Finde es angenehm. Diese Ruhe hatte man zuletzt unter Hopfner

    Aber hopfner hat wenigstens mal was gesagt wenn er Interviews gegeben hat, bei Hainer hast du das Gefühl der kann 100 Stunden reden ohne was zu sagen.

    rot und weiß bis in den Tod

  • Das ist eben auch eine Kunst

    Zwischen den Zeilen kann man aber schon einiges heraushören.

    Es bedarf aber auch einen Interviewer mit etwas mehr Tiefgang

    Schade bei 1 Std live Exklusivzugang

  • Daraus wird klar:
    50+1 wird fallen

    FFP mit payroll cap wird effektiver


    Hainer


    Ich glaube, dass mehr Geld von außen reinkommen wird", sagte Präsident Herber Hainer vom FC Bayern München. Die Investoren könnten sich durchaus nicht nur für die Top-Vereine interessieren, sondern auch für die kleineren mit Potenzial, glaubt Hainer. "Es gibt unterschiedliche Motive. Aber wer auf Rendite schaut, geht dort rein, wo er Wachstumsmöglichkeiten sieht", sagte Hainer und sieht auch in der Einflussnahme ins Tagesgeschäft Vorteile für Vereine: "Wenn jemand weiß, wie man erfolgreich Unternehmen aufbaut, dieses Wissen weitergibt und nicht glaubt, er sei der bessere Trainer, dann ist das sehr Erfolg versprechend."

    Hainer wiederholte derweil seine Forderung nach einer Gehaltsobergrenze. "Es braucht eine Reglementierung bei Spielegerhaltern, Transfersummen und Beratergehältern", sagte er: "Es wurde schon lange darüber gesprochen, es ist nie passiert. Vielleicht ist die Krise eine Chance, das Thema jetzt anzupacken, damit der Sport überleben kann."


    https://www.sueddeutsche.de/sp…20090101-210908-99-140058

  • Wenn ich sowas lese stellen sich mir schon die Nackenhaare auf. Da kommt man doch wirklich nicht drauf, dass es da noch um Fußball geht. Besonders der letzte Halbsatz ist der Knaller "damit der Sport überleben kann". Da weiß ich gar nicht ob ich lachen oder weinen soll. "Der Sport" wird überleben, dass einzige was gefährdet sein könnte ist das Fußball dauerhaft zur Gelddruckmaschine wird und man das Rad immer weiter drehen kann. Ich habe mir ja schon lange keine Illusionen mehr gemacht, aber dieser Auszug zeigt doch überdeutlich, dass der Sport an sich in den Überlegungen der Vereine überhaupt keine Rolle mehr spielt und das Fußball als beliebig austauschbares Produkt gesehen wird.

  • Er hat doch Recht, die Gehälter und damit Beraterprovisionen steigen unvermindert weiter, während die Vereine massiv Umsatz verloren haben, auf gesunden Füßen kann dieses "Wachstum" also wohl kaum stehen.

  • Er hat doch Recht, die Gehälter und damit Beraterprovisionen steigen unvermindert weiter, während die Vereine massiv Umsatz verloren haben, auf gesunden Füßen kann dieses "Wachstum" also wohl kaum stehen.

    ich höre aber hauptsächlich nur die Vereine in Deutschland darüber jammern.


    Ein europäischer Salary Cap hätte wahrscheinlich Schlupflöcher, so tief wie der Marianengraben. :)

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  • Wenn ich sowas lese stellen sich mir schon die Nackenhaare auf. Da kommt man doch wirklich nicht drauf, dass es da noch um Fußball geht. Besonders der letzte Halbsatz ist der Knaller "damit der Sport überleben kann". Da weiß ich gar nicht ob ich lachen oder weinen soll. "Der Sport" wird überleben, dass einzige was gefährdet sein könnte ist das Fußball dauerhaft zur Gelddruckmaschine wird und man das Rad immer weiter drehen kann. Ich habe mir ja schon lange keine Illusionen mehr gemacht, aber dieser Auszug zeigt doch überdeutlich, dass der Sport an sich in den Überlegungen der Vereine überhaupt keine Rolle mehr spielt und das Fußball als beliebig austauschbares Produkt gesehen wird.

    Dann gehe doch mal in die "Niederungen des Amateursports" und sieh dir mal spasseshalber so an, was der alleine der bayrische Landesverband da so an Gebühren für den Spielbetrieb nimmt.

    Die Zeiten, dass Städte und Gemeinden ihre Sportstätten mal so für umsonst den Vereinen überlassen, sind auch längst vorbei. Gehen dann die Eltern auch noch Klinken putzen, um Trikotsponsoren für Bambinis und Co. zu finden, dann hält danach der Verband erst mal die Hand auf.

    Nicht mal in der Kreisklasse auf dem "platten Land" kann ein Dorfverein mittlerweile ohne Geldgeber leben

    Welcher kleine Verein - und da reden wir mal nicht vom Profifußball oder Fußball kann denn heute überhaupt noch ohne Geldgeber existieren.

    Mitgliederbeiträge decken doch die Kosten schon lange nicht mehr.

    Die Zahl der Vereine - und nicht nur im Fußball - die nach dem Ausstieg der diversen Sponsoren/Geldgeber/Investoren völlig in der Versenkung verschwunden sind, ist doch schon seit Jahren erschreckend. Und da trifft es sowohl die Kleinen als auch die richtig Großen.

    Falls es dir was sagt - Atletico Madrid- Handball; insolvent. HSV Handball, CL-Sieger - Insolvent; BSC Saturn Köln, mehrfacher Meister und Europapokalteilnehmer - aufgelöst; Wo ist denn der ruhmreiche SB Rosenheim, nein, nicht StarBulls sonder Sportbund Rosenheim.

    Und diese Liste kann man ohne Ende verlängern.

    Nimm dir doch als Beispiel man die Regionalliga Bayern und sieh nach, wer den im Jahr des Aufstiegs unserer 2. Mannschaft überhaupt eine Lizenz beantragt hat.

    Da musstest du nicht Tabellenfüher werden, da reichte schon der 6. Platz. In anderen Ligen verzichten die Tabellenführer auf den Aufstieg, weil sie sich den -und auch die Auflagen des DFB - gar nicht leisten können oder gleich kaputt gehen.


    Der Sport kann nur überleben, wenn es Geldgeber gibt. Da hat der Mann aber sowas von recht!


    Bei uns gibt es ein sogenanntes Bundesleistungszentrum für Biathlon/Langlauf/ nordische Kombination/Skisprung.

    Blöd nur, dass z.B. die Schanzen seit Jahren nicht genutzt werden können, weil sie renoviert werden müssen. Deshalb dürfen die hier ansässigen Herren Wellinger und Eisenbichler halt zum Training ins schlappe 250 km entfernte Oberstdorf fahren. Von wegen Bundesleistungszentrum!

    Der DSV hat dem Verein vor Ort mitgeteilt, man könnte ja zumindest die kleinere Schanze renovieren, wenn der Verein schon mal mit mindestens 50.000 € in Vorleistung tritt.

    Und solange sich kein Geldgeber findet, werden die Schanzen eben nicht repariert. Wen interessiert das schon.

    Und bei den diversen Wettbewerben wird dann wieder genölt, dass es die Vereine ja nicht mal schaffen, Nachwuchs auf die Beine zu stellen.


    Und dann nimmst du dir noch den "popligen Fußballverein" aus der Kreisklasse, der 2 Herren- und 4 Jugendmannschaften hat. - dann beschaffe alleine für die mal, Bälle, Trikots, etc. von Geld für Trainer ganz zu schweigen. Dann ist die Kasse schon leer, ehe die Saison anfängt.

    Der Sport war schon vor über 30 Jahren ohne Geldgeber sehr schnell am Ende.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • ich höre aber hauptsächlich nur die Vereine in Deutschland darüber jammern.


    Ein europäischer Salary Cap hätte wahrscheinlich Schlupflöcher, so tief wie der Marianengraben.

    Tja, warum konnte sich Barca all die Jahre über einen teils höheren Gehaltsetat als den eigenen Umsatz leisten? Dass die Scheich-Clubs weiter einkaufen wie eh und je, wäre damit wohl auch nicht zu unterbinden.

  • Jetzt hast du so viel Mühe in den langen Beitrag gesteckt und der hat rein gar nichts mit dem zu tun was ich anspreche.