Transfergerüchte / Spielervorschläge rund um den FCB

  • https://www.kicker.de/772718/a…cht_mit_dem_30_juni_wenn_


    Meine Rechtsauffassung ist, dass sich ihr bisheriger Vertrag über den 30. Juni hinaus automatisch verlängert und erst mit tatsächlichem Saisonende endet, je nach Konstellation per Vertragsauslegung oder Störung der Geschäftsgrundlage. Erst am darauffolgenden Tag beginnt dann der Vertrag mit dem neuen Verein. Natürlich ist trotz dieser Einschätzung zu empfehlen, dass sich die Beteiligten abstimmen und rechtssichere Vereinbarungen treffen.

    Könnte die Liga, wie beispielsweise von Experten gefordert, einfach ihr Reglement ändern und Kontrakte einfach um zwei Monate verlängern?

    Ja und nein. Es ist zwischen Verbands- und Arbeitsrecht zu trennen. Verbände haben nicht die Möglichkeit, direkt in die Arbeitsverträge zwischen den Vereinen und Spielern "hineinzuregieren" und diese "per Order Mufti" zu verlängern oder auszusetzen. Aber es ist natürlich möglich und auch dringend zu empfehlen, dass die Verbände durch die Verschiebung der Transferfenster eventuelle verbandsrechtliche Hürden für konstruktive Lösungen beseitigen.


    Ganz interessant, der Artikel. Scheint ja durchaus unterschiedliche Auffassungen zu geben. Und das ist jetzt nur auf deutsches Recht und deutsche Vertragsgrundlagen bezogen. Könnte international noch spannender werden.

  • Finde die Quelle nicht mehr. Das war eine Auflistung der teuersten Profikader in Europa, für den FCB wurden 315 Millionen Personalkosten aufgeführt. Eingerechnet waren nur die Gehälter der Spieler.

    Auf der letzten JHV haben wir Personalausgaben von 336 Mio. ausgegeben, insgesamt. Niemals gehen davon 315 in den Kader.

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  • Laut GB 17/18 totaler Personalaufwand 315 Mio der wird letzte und diese Periode höher sein also sagen wir 330-340 Mio


    https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet


    c) Entwicklung der Aufwendungen

    Im Geschäftsjahr entwickelten sich die Aufwendungen wie folgt:

    Materialaufwand 37,0 Mio. € 38,5 Mio. € -4,0 %
    Personalaufwand 315,0 Mio. € 276,1 Mio. € + 14,1 %
    Abschreibungen 90,1 Mio. € 81,8 Mio. € + 10,2 %
    Übrige Aufwendungen 169,8 Mio. € 178,7 Mio. € -5,0 %
    Steuern 16,7 Mio. € 27,0 Mio. € -38,2 %
    Gesamt 628,6 Mio. € 602,2 Mio. € + 4,4 %
    Materialaufwand 37,4 Mio. € 38,8 Mio. € -3,6 %
    Personalaufwand 302,5 Mio. € 264,9 Mio. € + 14,2 %
    Abschreibungen 75,7 Mio. € 68,8 Mio. € + 10,0 %
    Übrige Aufwendungen 174,7 Mio. € 178,6 Mio. € -2,2 %
    Steuern 12,8 Mio. € 19,8 Mio. € -35,2 %
    Gesamt 603,1 Mio. € 570,9 Mio. € + 5,6 %
  • Die genaue Zahl der Personalkosten ist gar nicht so wichtig.


    Entscheidend ist, welches Minus wir in der aktuellen Situation Monat für Monat machen. Und da Spielen viel mehr Faktoren mit rein.


    Zum einen die laufenden Kosten (da machen natürlich die Gehälter den größten Posten aus, aber auch Mieten für Fanshops, Materialaufwand, etc.) und zum anderen die verringerten Einnahmen (weniger TV-Geld, weniger Siegprämien, weniger Sponsoring-Einnahmen, weniger Ticketverkäufe, weniger Fanartikelverkauf).



    Unterm Strich steht dann aktuell jeden Monat eine (aktuell sicher negative) Zahl. Wenn man diese Zahl dann mit unseren Reserven vergleicht, dann weiß man, wie lange wir ohne Wiederaufnahme des Spielbetriebs durchhalten können ohne auf Fremdkapital angewiesen zu sein.

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  • Kaderkosten 315 Millionen Euro pro Saison, macht 26,25 Millionen Euro pro Monat. Abzüglich 20 Prozent kostet der Kader also immer noch 21 Millionen Euro pro Monat. Das sollte der FC Bayern eine ganze Weile lang bezahlen können.

    Ja stimmt. Dann ist aber ein Sané oder Havertz für >100 Mio nicht mehr drin!

    Du magst zwar recht haben, aber meine Meinung gefällt mir trotzdem besser :S

  • Ja stimmt. Dann ist aber ein Sané oder Havertz für >100 Mio nicht mehr drin!

    Jetzt von irgendwelchen 100 Mio Transfers zu reden ist doch eh unsinnig.


    Solange man nicht weiß, wann wieder ein geregelter Spielbetrieb möglich ist, wird auch kein Verein teure Transfers tätigen.

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  • Der FCB wird sicherlich einer der Vereine sein, die diese Pause länger aushalten können als die meisten anderen Teams. Nichts desto trotz wird man auch bei uns keine Transfers durchdrücken, ohne dass klar ist, wie und wann es wieder los geht. Wenn Mediziner davon sprechen, dass an volle Fußballstadien in den nächsten 12 Monaten nicht zu denken sei, dann ist das ja nur eine Seite, die man betrachten muss. Auch wenn vor leerer Kulisse gespielt wird, wirkt sich das ja auch auf Sponsorengelder aus.


    Und auch dann muss erst einmal klar sein, wann wieder gespielt werden kann. Wer wie Calmund neulich im DoPa davon ausgeht, dass man im April oder Mai schon wieder spielen wird, der hat IMHO den Schuss nicht gehört. Die ganze Welt fährt im Moment die Wirtschaft gen Null, da wird der Fußball die allerletzte Branche sein, die irgendwann wieder hochgefahren wird.


    Ich schrieb es schon einmal, aber ich gehe davon aus, dass Sion nicht der letzte Klub gewesen sein wird, der Spieler fristlos entlässt. Selbst bei einigen Bundesligisten hieß es doch, dass diese maximal ein paar Wochen durchhalten können.


    Wie soll denn eine Saison zuende gespielt werden, wenn der Ball erst wieder in einigen Monaten rollen kann? Bis dahin werden vermutlich einige Klubs schon mit einem Bein im Grab stehen und Spieler sicherlich bereits entlassen sein. Auch das wirft ja in Sachen Meldung der Spieler schon wieder Fragen auf. Wer darf dann welche Spieler unter Vertrag nehmen? Haben dann manche Vereine überhaupt noch eine Mannschaft, mit der sie zu ende spielen können?


    Insofern bist du als Verein, noch dazu als AG, doch deinen Anteilseignern gegenüber verpflichtet, so konservativ wie möglich zu planen. Da wird es in den kommenden Wochen keine Transfers geben. Verlängerungen vielleicht, aber ganz sicher keine Transfers. Warum sollte man sich jetzt selbst seiner Mittel berauben, um dann vielleicht in ein paar Monaten Handlungsunfähig zu sein? Warum sollte man anderen Vereinen Mittel überweisen, wenn deren Not zu verkaufen, doch nur größer und die Preise dadurch geringer werden?


    Der Fußball wie auch die ganze Welt werden sich komplett neu aufstellen müssen und das passiert sicher nicht in ein paar Wochen.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Unsere netto Liquidität Stand 30.6. war ca 210 Mio

    Die wird bis Ende Februar angestiegen sein.


    Das positive ist wir zahlen keine Zinsen, Mieten etc weil im Prinzip alles uns gehört und abbezahlt ist.


    Neben den Personalkosten die sich durch die 20% signifikant vermindern haben wir natürlich andere laufende Kosten die sich aber durch die Einstellung des Spielbetriebs auch niedriger sind.


    Wir sind sehr gut aufgestellt und bin sicher das wir zumindest einen Web nicht beide Transfers realisieren Sane und Havertz.

  • Vor allem weiß man ja weder wann wieder gespielt wird, noch was dann gespielt wird.


    Kann sein, dass es irgendwann in einigen Teilen Europas wieder los geht, in anderen aber nicht. Was bedeutet das dann für CL und EL?


    Man kann aktuell nichts anderes machen als zu schauen, dass man sein Geld zusammenhält und, wo möglich, die laufenden Kosten drückt ohne dabei an Substanz (= u.a. gute Mitarbeiter) zu verlieren.



    Momentan ist von "mit einem blauen Auge davon gekommen" über "es gibt ein paar Gewinner und viele Verlierer der Krise" bis hin zu "Vollkatastrophe und Neustart bei 0" alles möglich.

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  • Die internationalen Bewerbe sind tot.

    Für diese Saison mit Sicherheit. Diese Saison ist es ja höchst fraglich, ob überhaupt noch eine der großen Ligen fertig wird. Stand heute eher nicht.


    Aktuell würde ich auch damit rechnen, dass es nächste Saison keine CL/EL gibt, was sich wiederum direkt auf die Einnahmen der Vereine auswirkt.

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  • Dank des Coronavirus werden die Transferpreise runter purzeln wie nach der Tulpenblase. Es wird auch Zeit. Es gibt keine Preissteigerung ohne Ende.

    Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.

  • … die finanzielle Lage der TSG: "Wir sind in finanzieller Hinsicht gut aufgestellt. Wir haben wirtschaftlich keinen unendlichen, aber einen langen Atem. Wir würden auch einen Saisonabbruch ohne Zuschüsse oder Fremdkapital überstehen. Bei uns ist Kurzarbeit derzeit kein Thema. Aber wir kennen alle nicht das Ausmaß dessen, was auf uns zukommt. Damit wissen wir auch nicht, was das wirtschaftlich bedeutet. Das Gute bei der TSG: Wir müssen nicht unter Druck und einer Notsituation heraus jetzt schon solche Themen aufmachen. Natürlich sind wir mit allen Mitarbeitern in einem Austausch. Aber nicht mit hektischer Betriebsamkeit, sondern wir werden immer wieder besonnen neu bewerten. Wir wollen keine Schritte einleiten, die sich dann als zu schwach oder zu stark erweisen. Wir wollen uns alle Optionen offenhalten.


    https://www.kicker.de/772733/a…ftlich_einen_langen_atem_


    Kristallisiert sich auch immer mehr heraus, dass ohne Spielbetrieb den Jahreswechsel wohl 6 Profivereine und "ein paar Zerquetschte" hierzulande überleben würden. ...

  • https://www.spox.com/de/sport/…skosten-im-jahr-2018.html


    Bezieht sich angeblich auf einen Report der UEFA. Demzufolge zahlte der FCB 2018 genau 315 Millionen Euro Gehalt für seine Lizenzspieler.

    die UEFA hat in ihrem Bericht vom Januar die Personalkosten von 16/17 gelistet mit 276 Mio angegeben genau wie in unserem GB. 17/18 laut GB 315 Mio dann wären 18/19 mit 330 Mio nicht unrealistisch.

    Aber immer gesamt und nicht der Kader.


    https://www.uefa.com/Multimedi…0/27/2594027_DOWNLOAD.pdf