Transfergerüchte / Spielervorschläge rund um den FCB

  • Teil 2


    »Nachweislich falsch«


    Nach dem Werner-Deal, so behauptet Förster, wollte er von Lokurlu nichts mehr wissen. Es sei ein »Testfall« gewesen, um auszuloten, ob man nach Försters Karenzzeit gemeinsam arbeiten könne. Er habe aber erkannt, dass ein Pakt mit Lokurlu »wegen unterschiedlicher Berufsauffassung keinen Sinn machen würde«. Förster habe kein Vertrauen zu Lokurlu gehabt, nachdem dieser »mit seinen Zahlungen immer wieder in Verzug geriet«, so der Wortlaut des Schriftsatzes. Deshalb habe er die späteren Transfers von Timo Werner, der 2016 von Stuttgart nach Leipzig und 2020 weiter zum FC Chelsea wechselte, als alleiniger Berater abgewickelt, ohne Lokurlu. Werner, so steht es in der Klage, »wollte nicht vom Beklagten vertreten werden«.

    Im Dezember 2020 antwortete der Anwalt des vermeintlich nicht vertrauenswürdigen Lokurlu auf die Klageschrift und bestritt Försters Ansprüche. Es sei »nachweislich falsch«, dass die beiden Berater nach dem ersten Werner-Vertrag nicht weiter zusammengearbeitet hätten. Im Gegenteil.

    Bis ins Jahr 2020 hinein, so heißt es in der Erwiderung, hätten die beiden in einer – mündlich beschlossenen – Gesellschaft arbeitsteilig Spieler beraten und vermittelt, wobei meist Förster derjenige gewesen sei, der letztlich als Vertragspartner bei den Fußballvereinen auftrat. Dies sei indes unerheblich, da an der Zusammenarbeit kein Zweifel bestanden habe und Lokurlu an gemeinsamen Geschäften zu 50 Prozent zu beteiligen sei. Leider warte er bis heute darauf, dass Förster ihm seinen Anteil aus etlichen Vermittlungshonoraren ausbezahle: etwa die Provisionen aus den Transfers von Timo Werner. Und auch bei Niklas Süles Wechsel von Hoffenheim zu Bayern München 2017 habe Lokurlu mitgewirkt. Zusammen geht es um viele Millionen Euro Honorar.

    Um die Ansprüche seines Mandanten zu untermauern, listet Lokurlus Rechtsvertreter sowohl in der Klageerwiderung als auch in einem weiteren Schriftsatz, der vor wenigen Tagen bei Gericht einging, zahlreiche Anekdoten, Kuriositäten und pikante Details aus der mutmaßlich gemeinsamen Beratertätigkeit auf.

    Allein die Ausführungen zu Timo Werner füllen, inklusive der ebenfalls eingeführten Beweismittel, Hunderte Seiten. Sie beschreiben, wie Lokurlu über Jahre hinweg mit mehreren ausländischen Topvereinen in Kontakt stand, um einen möglichen Transfer des Stürmers nach England oder Spanien vorzubereiten. Es geht um angebliche Absprachen mit dem FC Barcelona, ein angebliches Treffen mit Vertretern von Manchester United in einem Ferienhaus nahe Berlin und WhatsApp-Nachrichten, in denen offenbar millionenschwere Vertragsangebote übermittelt wurden. Vieles davon sei diskret im Hintergrund abgelaufen, schließlich verbieten die Statuten des Weltverbands Fifa, dass Vereine mit potenziellen Neuzugängen verhandeln, ohne den aktuellen Arbeitgeber des Spielers darüber zu informieren.



    Liverpool bot Werner angeblich zwölf Millionen Euro Jahresgrundgehalt


    Wie die Akten nahelegen, scheren sich viele Klubs aber nicht um solche Regeln. Anfang 2019, Werner stand damals bei RB Leipzigunter Vertrag, wurde demnach ein diskretes Meeting mit dem FC Liverpool in England vereinbart, um einen ablösefreien Wechsel des Stürmers zum Sommer 2020 zu besprechen. Lokurlu und Förster hätten »für und mit Wissen und Wollen des Timo Werner das geheime und verbandswidrige Gespräch mit dem FC Liverpool – der Arbeitgeber RB Leipzig wusste hiervon nichts – wahrgenommen«, heißt es in einem Schriftsatz, dem mehrere Ausdrucke mutmaßlicher Chatverläufe zwischen Lokurlu und hochrangigen Mitarbeitern des FC Liverpool beiliegen.

    Etwa zwei Wochen nach dem Treffen, am 11. sowie am 13. Februar 2019, habe Lokurlu aus Liverpool konkrete Angebote für Werner erhalten. Die Konditionen der zweiten, wohl nachgebesserten Offerte, soll Lokurlu von einem Vereinsoffiziellen per WhatsApp bekommen haben: Die Engländer boten Werner demnach ab Sommer 2020 einen Fünfjahresvertrag mit rund 12 Millionen Euro Jahresgrundgehalt. Dazu: mehr als 25 Millionen Euro Bonuszahlungen – und 12 Millionen Euro garantierte Vermittlungsprovision. Der Deal hätte die Berater reich gemacht.

    Doch er scheiterte. Weitere zwei Wochen später bekam Lokurlu laut Prozessakten eine Nachricht von Liverpools Sportdirektor: »Disaster …«, schrieb dieser auf Englisch. Demnach hätte sich Leipzigs Trainer Ralf Rangnick bei seinem Liverpooler Kollegen Jürgen Kloppgemeldet und ihm erzählt, dass der Berater Karlheinz Förster ihm von den eigentlich geheimen Verhandlungen der Engländer mit Timo Werner berichtet habe. »Ich bin mir nicht sicher, warum Karlheinz das getan hat«, so habe sich Liverpools Sportdirektor über diese Indiskretion gewundert. Und: »Es fühlt sich so an, als ob es auf Bayern hinausläuft und wir nur als Absicherung dienen.«

    Ein Anwalt lässt dazu in Försters Namen ausrichten, er könne »sich nicht an jedes Gespräch und dessen Inhalte erinnern«. Der FC Liverpool, Rangnick und Klopp wollten den Vorfall auf Anfrage nicht kommentieren.



    Unterschrieb Werner widerwillig einen Vertrag bei Bayern München?


    Stimmen Lokurlus Ausführungen gegenüber dem Gericht, waren die Sorgen des englischen Funktionärs 2019 berechtigt. In den Prozessunterlagen heißt es: »Timo Werner hatte still und heimlich auf Drängen des Klägers – der Spieler war davon nicht zu sehr begeistert – zwischenzeitlich bereits bei dem FC Bayern München einen befristeten Arbeitsvertrag … unterschrieben.« Demnach habe er zum 1. Juli 2020 wechseln sollen.

    Hatte Förster also Timo Werner einen Geheimvertrag in München vermittelt, obwohl dieser von einem Wechsel zum Rekordmeister nicht überzeugt war?

    Tatsache ist: Werner lief nie für die Münchner auf. Der Stürmer habe, nachdem er »widerwillig unterschrieben hatte«, davon erfahren, dass der damalige Bayern-Trainer Niko Kovač und Sportdirektor Hasan Salihamidžić gegen eine Verpflichtung gewesen seien. Den Vertrag habe der damals noch waltende Präsident Uli Hoeneß eingefädelt. Daraufhin habe Werner den Berater Förster »vehement« aufgefordert, den Vertrag rückgängig zu machen. »Dazu ist es dann auch gekommen«, heißt es in den Akten.


    Der ehemalige Weltklassespieler Förster, so der Eindruck, hatte damit innerhalb kürzester Zeit sowohl die Entscheidungsträger in Liverpool als auch die in München verärgert, zwei der größten Vereine im Weltfußball. Werner verlängerte 2019 in Leipzig.

    Der FC Bayern München ließ eine Anfrage des SPIEGEL hierzu unbeantwortet. Auch Werner äußerte sich nicht auf einen umfangreichen Fragenkatalog. Försters Anwalt teilte mit, sein »Mandant drängt grundsätzlich seine Kunden nicht dazu, Verträge zu unterschreiben. ... Unser Mandant hat ein sehr gutes Verhältnis zu Entscheidungsträgern in München und in Liverpool.«

    Wenige Monate später ging das Pokerspiel um den Stürmer von vorn los. Schließlich war in Werners neuem Vertrag eine Ablösesumme von 47,5 Millionen Euro festgeschrieben, für die er im Sommer 2020 den Klub verlassen durfte. Und der Stürmer wollte weg – nach England. Manchester United sei »mein Favorit«, schrieb er laut Unterlagen im November 2019 in einer Chatnachricht an Lokurlu, »weil das ja auch ein traumvereik von mir ist«. Als »super Alternativen« nannte er »auch Chelsea«.



    Lokurlu habe sich laut Försters Anwalt in »seiner Assistentenfunktion verselbstständigt«


    Die Akten legen nahe, dass in den Monaten darauf ein Hauen und Stechen um den Nationalstürmer entbrannte. Lokurlu und Förster trafen sich demnach mehrmals mit Manchester United, dem FC Chelsea und – nachdem sich dort die Gemüter wieder beruhigt hatten – erneut mit dem FC Liverpool.

    Im April 2020 schickte, so wird es vorgetragen, ein Manager von Manchester United ein Vertragsangebot per WhatsApp an Lokurlu, das Werner rund 13 Millionen Pfund, gut 15 Millionen Euro, pro Saison garantiert hätte. »Wir werden sehen …«, schrieb Lokurlu demnach auf Englisch zurück, schließlich stehe Chelseas Offerte bereits bei 14 Millionen Pfund.

    Später, so liest es sich in den Akten, versuchte Förster angeblich, die Verantwortlichen in Manchester davon abzubringen, weiter mit Lokurlu Kontakt zu halten. »Treuwidriges Verhalten« nennt Lokurlus Anwalt das in einem Schriftsatz, Förster habe wohl versucht, eine mögliche Vermittlungsprovision nicht mit Lokurlu teilen zu müssen. Försters Anwalt hingegen teilt mit, dass sich »Lokurlu im Rahmen seiner Assistentenfunktion verselbstständigte« und sich über den Kopf seines Mandanten hinweg als »eigenständiger Spielerberater« ausgegeben habe. Sein Mandant habe dies nicht akzeptieren können.


    Chelsea gewann schließlich den Poker, Werner unterschrieb in London einen Fünfjahresvertrag. Ein Transfer dieser Kategorie, so Lokurlus Rechtsvertreter, sei »das Ergebnis jahrelanger Arbeit der Berater im Hintergrund«.

    Das sieht Förster offenbar anders. Nachdem er zunächst behauptet hatte, nach 2014 keine geschäftlichen Deals mehr mit Lokurlu gemacht zu haben, räumte er in einer gerichtlichen Replik ein, dass sein ehemaliger Partner zumindest bei mehreren Geschäftstreffen mit englischen Vereinen dabei gewesen sei – nicht als Berater, sondern als Dolmetscher. Zudem habe es ein weiteres Vermittlungsgeschäft der beiden gegeben: für den ehemaligen serbischen Nationalspieler Neven Subotić, der 2017 beim 1. FC Köln unterschrieb.

  • Teil 3


    Hunderte Beweismittel sollen zeigen, dass das Duo zahlreiche weitere Spieler beriet


    Warum sich Förster dabei erneut auf den angeblich nicht vertrauenswürdigen Lokurlu einließ, beantwortete sein Medienanwalt nicht konkret. Im Falle von Subotić habe sein Mandant aber Lokurlu unter anderem deswegen hinzugezogen, um ihm »die Chance zu geben«, »eigenständig Einnahmen zu generieren«. Bis dahin sei er ja nur ein »Vermittler im Schwerpunkt der Regionalliga und dritten Liga« gewesen.

    Doch war es wirklich nur ein Einzelfall aus Gutmütigkeit? Lokurlu wiederum legte Hunderte Beweismittel vor, die zeigen sollen, dass es noch zahlreiche weitere Spieler gab, die er zusammen mit Förster beriet. In mehreren Stellungnahmen bezeugen danach Spieler, Vereinsfunktionäre, Berater und Trainer, dass sie das Duo Förster/Lokurlu stets als Geschäftspartner wahrgenommen haben.

    Wie so oft im Fußball, wenn es um die ganz großen Deals geht, wird es irgendwann dreckig. Lokurlus Anwalt schreibt, Förster habe Timo Werner zur Unterschrift einer vorformulierten eidesstattlichen Versicherung gedrängt. Er sollte bezeugen, dass Förster in dem strittigen Zeitraum sein alleiniger Berater gewesen sei. Laut den Akten habe Werner sich geweigert, das Papier zu unterschreiben.

    Vom SPIEGEL damit konfrontiert, ließ Förster ausrichten, dass sich Werner »empört darüber« gezeigt habe, von Lokurlu als Zeuge in dem Prozess genannt worden zu sein. Daher habe man mit Werner einen Weg gesucht, eine Zeugenvernehmung entbehrlich zu machen. »Zu diesem Zweck wurde eine eidesstattliche Versicherung für Timo Werner entworfen«, die er letztlich aber nicht unterschrieben habe. Werner »stehe grundsätzlich für beide Seiten nicht als Zeuge zur Verfügung«.

    Werner ließ hierzu alle Fragen des SPIEGEL unbeantwortet.


    »Super das wird geil«


    Anders war es bei Nationalverteidiger Süle. Dieser unterzeichnete am 19. Februar die eidesstattliche Versicherung, der zufolge Murat Lokurlu »für mich … nie tätig war«. Lokurlus Seite behauptet nun, Süle sei, wie schon Werner, ein vorformuliertes Dokument vorgehalten worden, das dieser nur noch habe signieren müssen. »Bedauerlicherweise« habe sich der Bayernprofi dann »zu einer solchen falschen eidesstattlichen Versicherung überreden lassen«.

    Von Försters Seite heißt es hierzu nun, die eidesstattliche Versicherung sei nach mehreren Telefongesprächen »für Herrn Süle entworfen und von Herrn Förster mit der Bitte um Prüfung und Korrektur überreicht« worden. »Nachdem sich Herr Süle beraten hatte, veranlasste er eine Korrektur und unterzeichnete die eidesstattliche Versicherung.«

    Als Beleg für die vermeintliche Falschbehauptung wird in den Prozessakten von Lokurlus Seite unter anderem aus WhatsApp-Nachrichten von Süle zitiert. Am 12. November 2018 schreibt dieser demnach an Lokurlu: »Check mal die Angebote aus England ob irgendjemand mich da will.« Und weiter: »Wenn einer sagt der würde mich nehmen von den großen Clubs sag mir Bescheid«, »Arsenal Liverpool Chelsea aber am liebsten Manu«, also Manchester United. »Im ernst?«, fragt Lokurlu. Süle: »Ja todernst«. Und später: »Okay super Murat wäre top wenn du das in Bewegung bringst«.

    Einen Tag später meldet sich Lokurlu bei Süle. Er habe mit Manchester United und Chelsea Kontakt gehabt, beide hätten Interesse. Für den 29. November wurde schließlich ein Treffen mit Manchester United vereinbart. »Danke Murat«, schrieb Süle danach, »Super das wird geil«.

    2019 dann ein weiterer Anlauf. Am späten Abend des 4. Oktober schrieb Süle per WhatsApp an Lokurlu: »Kennst Du jemand von Tottenham?«. Drei Tage zuvor hatte Süle mit Bayern München in der Champions League beim Londoner Verein Tottenham Hotspur gespielt, Ergebnis: 7:2 für München. Der Berater bejahte, er telefoniere regelmäßig mit einem Entscheidungsträger des Vereins. Süle: »ich will zu Tottenham so ein geiler Club«. Und kurz darauf: »London geile Stadt Stadion Fans brutal«.

    »Ich will im Sommer eigentlich nach England nach der Em«


    Aus dem vorgelegten Nachrichtenverlauf wird deutlich, dass Lokurlu und Süle Optionen für einen möglichen Transfer nach England besprechen. Manchester United, Chelsea, Tottenham würde Süle demnach »direkt machen« und: »Vielleicht Arsenal sogar«. Denn, so hatte es der Verteidiger kurz zuvor an Lokurlu geschrieben: »Ich sag das dir du hast die Kontakte und du kannst mir dann sagen wie es ist«, »Dafür brauchen wir beide Karlheinz nicht«, »Ich will im Sommer eigentlich nach England nach der Em«, »keine Lust mehr hier will unbedingt nach England«. »Dann machen wir das«, schreibt Lokurlu. Der weitere Chatverlauf legt nahe, dass der Berater in den Folgetagen mehrere Gespräche mit englischen Vereinen führte. Dann aber riss Süle ein Kreuzband – und ein Wechsel von Bayern München nach England war kein Thema mehr.

    Auf Anfrage des SPIEGEL ließ Süle über einen Anwalt ausrichten, dass der aus den WhatsApp-Nachrichten ersichtliche Kontakt zwischen ihm und Lokurlu »rein informeller Natur« war. Es habe »zu keinem Zeitpunkt eine geschäftliche Beziehung« bestanden, es habe keinen Vertrag gegeben und entsprechend habe »Herr Lokurlu von Herrn Süle nie eine Vergütung erhalten«.

    Und Förster? Der »geht davon aus, dass die eidesstattliche Versicherung von Herrn Süle zutreffend ist«, schreibt sein Anwalt dem SPIEGEL. Gefragt nach dem Geschäftsverhältnis zwischen Förster und Lokurlu antwortet der Jurist, dass es keine »gelebte Gesellschaft« zwischen den Parteien gegeben habe: »Herr Lokurlu leistete gelegentliche Hilfsdienste im Sinne eines Assistenten, der Reisen organisierte, Korrespondenz führte und Übersetzungsdienste erbrachte.«

    Der Anwalt monierte zudem, dass es »aufgrund des Umfangs« der bei Gericht eingereichten Akten ausgeschlossen sei, eine »Stellungnahme zu dem Schriftsatz innerhalb von wenigen Tagen« abzugeben. DER SPIEGEL hatte Förster rund 50 Stunden zur Beantwortung eines Fragenkatalogs eingeräumt.

    Murat Lokurlus Anwalt teilte mit, dass sein Mandant aufgrund des laufenden Verfahrens »von einer Stellungnahme absehen muss«, verwies aber darauf, dass das Verfahren »ohnehin öffentlich« sei.

    Auch Manchester United und der FC Chelsea wollten auf Nachfrage die geschilderten Sachverhalte nicht kommentieren.

    Süle und Werner haben mittlerweile den Berater gewechselt.



  • Es gibt SMS und WhatsApp Verkehr, der den Auftrag von Süle an seinen Berater belegt. Ich gehe davon aus, dass es im Fall Werner ähnliche Belege gibt.

    Aber weil Werner ja noch einen gültigen Vertrag bei RBL hatte, der noch länger als ein halbes Jahr ging, konnten wir doch eh nur mit dem Berater verhandeln, und wenn der gegen den Willen seines Mandanten handelt, uns erzählt, Timo will unbedingt zu uns, obwohl es nicht den Tatsachen entspricht, sehe ich keinerlei Schuld bei uns diesbezüglich.

  • Aber weil Werner ja noch einen gültigen Vertrag bei RBL hatte, der noch länger als ein halbes Jahr ging, konnten wir doch eh nur mit dem Berater verhandeln, und wenn der gegen den Willen seines Mandanten handelt, uns erzählt, Timo will unbedingt zu uns, obwohl es nicht den Tatsachen entspricht, sehe ich keinerlei Schuld bei uns diesbezüglich.

    Hoeneß hat schlicht keinen Vertrag auszuhandeln.

  • Alter Schwede... da bin ich ja mal gespannt, ob in der Gerichtsverhandlung diese Geschichte auch geklärt wird. Ist halt die Frage, wer von unserer Seite aus diesen Vertrag unterschrieben hat und ob ein Vertrag, der im Laufe der Saison 2018/19 für den 01.07.2020 unterschrieben wird überhaupt gültig sein kann.

    Werner hatte doch vor der Vertragsverlängerung im Sommer 2019 noch eine AK im Vertrag. Der Arbeitsvertrag hätte wahrscheinlich dann automatisch Gültigkeit gehabt, wenn wir die Ausstiegsklausel gezogen hätten.

  • Hoeneß hat schlicht keinen Vertrag auszuhandeln.

    Aus dem von Konfuzius1900 geposteten Artikel geht doch hervor, wie es läuft: Man kennt irgendwen im Verein (bzw. wählt denjenigen, zu dem man den besten Kontakt hat), und darüber läuft es dann weiter. Wenn Försters bester Buddy hier Uli war, ist das so schon nachvollziehbar. Es zeigt aber auch auf, wie intransparent das alles läuft, wohl nicht zuletzt, um dann wie hier maximal Provision einzusacken, um die dann gerichtlich gestritten wird.

  • Werner hatte doch vor der Vertragsverlängerung im Sommer 2019 noch eine AK im Vertrag. Der Arbeitsvertrag hätte wahrscheinlich dann automatisch Gültigkeit gehabt, wenn wir die Ausstiegsklausel gezogen hätten.

    Werner hatte nach der Verlängerung eine AK im Vertrag. Das ist die, die Chelsea gezogen hat. Vorher hatte er meines Wissens keine AK. Und wenn doch, dann wäre die für uns egal gewesen, weil wir uns auf einen ablösefreien Wechsel 2020 mit ihm geeinigt hatten. Erst als das zerschlagen wurde (Herbst 2019, glaube ich), hat er bei Leipzig von 2020 auf 2023 verlängert. Mit der AK, die Chelsea dann gezogen hat. War wohl die Grundvoraussetzung dafür, dass er überhaupt bei Leipzig verlängert.


    Ulis „ihr glaubt gar nicht, wen wir schon alles sicher haben“ wurde im Februar 2019 getätigt. Laut Falk damals meinte er Hernandez und Werner. In den folgenden 6-7 Monaten muss sich das mit Werner dann zerschlagen haben und er verlängerte mit AK bei RBL. Als wir mit ihm einig waren, ging es also um einen ablösefreien Wechsel 2020 - also praktisch um einen direkten Abschlussvertrag an seinen damals bestehenden Leipzig-Vertrag.

  • Werner hatte nach der Verlängerung eine AK im Vertrag. Das ist die, die Chelsea gezogen hat. Vorher hatte er meines Wissens keine AK. Und wenn doch, dann wäre die für uns egal gewesen, weil wir uns auf einen ablösefreien Wechsel 2020 mit ihm geeinigt hatten. Erst als das zerschlagen wurde (Herbst 2019, glaube ich), hat er bei Leipzig von 2020 auf 2023 verlängert. Mit der AK, die Chelsea dann gezogen hat. War wohl die Grundvoraussetzung dafür, dass er überhaupt bei Leipzig verlängert.


    Ulis „ihr glaubt gar nicht, wen wir schon alles sicher haben“ wurde im Februar 2019 getätigt. Laut Falk damals meinte er Hernandez und Werner. In den folgenden 6-7 Monaten muss sich das mit Werner dann zerschlagen haben und er verlängerte mit AK bei RBL. Als wir mit ihm einig waren, ging es also um einen ablösefreien Wechsel 2020 - also praktisch um einen direkten Abschlussvertrag an seinen damals bestehenden Leipzig-Vertrag.

    Ah. Ok. Hatte überlesen, dass es um einen ablösefreien Wechsel 2020 gehen sollte. Dachte, es wäre um einen Wechsel im Sommer 2019 gegangen. Danke :thumbup:

  • Die Frage ist wer den Vertrag auf Intervention von UH unterschrieben hat. UH hat das auch nicht alleine ausgehandelt und schon garnicht unterschrieben.

    Also müssen KHR und Dreesen dabei gewesen sein- interessant an dem Vorgang ist das UH KHR und Dreesen einen Vorvertrag mit Werner gemacht haben gegen die Überzeugungen von Salihamidzic und Kovac.


    Und dann wurde der Vertrag wieder aufgelöst? Merkwürdige Geschichte von A-Z

  • Ich verstehe nicht, wie man einen Vertrag gegen den eigenen Willen unterschreiben kann. Werner ist ein erwachsener Mann und wenn er nicht unterschreibt, unterschreibt er nicht.


    Sehr eigenartig ist das alles. Mal gucken, was davon stimmt.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Kann mir jemand erklären, weshalb Hoeneß Verträge unterschreibt? Er ist doch als Aufsichtsratsmitglied gar nicht mehr vertretungsberechtigt, oder?


    Sorry für den Fall, dass es schon geschrieben wurde, ich habe nicht alles nachgelesen.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Kann mir jemand erklären, weshalb Hoeneß Verträge unterschreibt? Er ist doch als Aufsichtsratsmitglied gar nicht mehr vertretungsberechtigt, oder?


    Sorry für den Fall, dass es schon geschrieben wurde, ich habe nicht alles nachgelesen.

    das ist ja der Punkt, er kann keinen Vertrag oder Vorvertrag unterschrieben haben, er kann es eigentlich nur eingefädelt haben.

    Unterschrieben haben Vorstände oder ein Vorstand und SD Salihamidzic.


    Völlig unmöglich das UH am Vorstand vorbei gehandelt hat.


    Davon unabhängig ist es unmöglich das UH sich in Kaderplanung einmischt und Spieler aktiv promoted oder verhindert.
    Sein Agieren, seine Aussagen waren und bleiben totaler Humbug.
    Hoffentlich hält er sich endgültig aus dem operativen Geschäft raus.

  • Wirklich??

    Wollte es gerade sagen. Den Uli hat es doch auch nicht interessiert, dass er als Präsident ein definiertes Aufgabenspektrum hatte.

    Dennoch war er bis zuletzt im Operativen ganz vorne mit dabei. Den scheren doch Bezeichnungen nicht.

  • Unser ZM ist sicher alles andere als schwach. Kimmich und Goretzka sind wohl eines der besten Duos weltweit, Sabitzer hat Qualität und ich bleibe weiterhin dabei, dass wir Neuhaus auf dem Zettel haben werden. Wenn unsere Finanzen es zulassen und/oder wir Coman verkauft bekommen, bin ich sicher, dass der bei uns auf dem Zettel ganz oben steht und das Quartett vollmachen wird.

    Wir haben ein sehr gutes ZM-Duo in Kimmich (kein DM, sondern ein Hybrid 6er /8er, ca 40% zu 60%) und Goretzka (8er). Sabitzer ist ein 8er. Nur in Roca haben wir einen reinen DM, dem völlig an Dynamik fehlt. Wir sind zu dünn besetzt und bei einen Ausfall von unserem besten ZM-Paar stehen wir auf schwächen Füssen. Mehr noch wird uns ein reiner 6er in Frühhahr und ab 1/4 CL fehlen. Es fehlt einfach ein Spielertyp wie Javi. Noch besser wäre seine moderne Variante, die Dynamik und Sicherheit im MF bringt.

    Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.