Politik und Co. 2.0

  • ich habe freunde in Ungarn, denen ist es auch peinlich
    nur wenn man ne grenze zu macht, Zäune aufbaut und auf der anderen seite Randalierer hat - ich weiß nicht - es sind nicht alle so - kein Thema, Ungarn ist nicht das reichste Land..und wenn du meinst bei uns ist alles toll, na dann gute nacht


    https://www.youtube.com/watch?v=fKL1vFqX5dM


    sowas meine ich und das geht gar nicht

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  • Was verstehen wir an dieser Stelle denn an daneben benehmen?


    Ungarn hat die Grenzen geschlossen (was ich vollkommen richtig finde), setzt das Militär zur Unterstützung der Polizei an diesen Grenzstellen ein und lässt vorerst niemanden mehr ins Land.


    Diese Politik setzen die Soldaten um und das zur Not auch mit dem entsprechenden Druck. Wer sich dem widersetzt gilt als Aggressor und muss mit entsprechenden Konsequenzen wie dem Einsatz von Wasserwerfern oder Pfefferspray rechnen.


    Etwas anderes könnte ich bisher nicht sehen und ich glaube, dass wir in unseren Medien sehr schnell seitenweise Informationen über etwas anderes bekämen.

  • Bei den Ungarn handelt es sich in dieser Szene augenscheinlich um eine Gruppe der Polizei.


    Verhalten sich die Flüchtlinge so gegen eine Gruppe des Militärs und stoßen dabei auf die "richtige" Einheit, wird es gewaltig scheppern - soviel ist sicher.

  • Bin da absolut bei dir.


    Grenzen dicht, Asylanträge genau prüfen und wer berechtigt ist, soll auch unsere Hilfe erfahren und das in vollem Umfang.


    Wer nicht berechtigt ist muss leider draußen bleiben.

  • ich rede nicht von dieser szene, sondern allgemein, was hier nicht zu sehen ist.
    macht es auch nicht zu leicht, und glaubt nur das was ihr sehen wollt und was euch vorgesetzt wird.
    mir gefällt diese entwicklung echt, ganz ehrlich.

  • Grenzen dicht ist purer Aktionismus und bringt mittel-u. langfristig gar nix wenn die Menschen weiter Krieg, Hunger, Elend und Verzweiflung etc ausgesetzt sind...


    Kontrollen sind gut und richtig nur der Ort ist leider falsch und zu spät

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  • Vorab muss ich leider mit dem auskommen, was die Medien uns an Informationen vorsetzen und dem, was ich für möglich halte und das ist eine ganze Menge. Von beiden Seiten übrigens.


    Idioten hast du in jeder Gruppe und leider sind es genau diese, die aus einem Wortgefecht eine handfeste Auseinandersetzung machen.


    In dem Video sehe ich aber nun mal eine Gruppe Polizisten, die ihre Grenzen schützt und eine Gruppe Aggressoren, die teilweise vermummt sehr aggressiv gegen die Sperren und die Beamten vorgeht. Sicher mögen diese Menschen verzweifelt sein, aber sie sollten daran denken, dass sie sich auf fremden Boden befinden und ihre Aktionen eine entsprechende Reaktion auslösen könnten.


    Wird bei solcher Randale am Grenzzaun ein Beamter verletzt, stehen anschließend Soldaten dort und was daraus entstehen kann, brauch ich wohl niemandem zu erklären.

  • gerade die Grenzen sind wichtig und richtig und ganz ehrlich EU ist das eine, aber die Grenzenkontrollen sollte jedes Land behalten - zusätzlich sollte man noch weiter Kontrollen einführen - doch das dürfte wieder eine Personalfrage sein

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  • ich hab ne "Allergie" gg künstliche Grenzen... ich habs schon öfter angemerkt wenn ich in der Situation dieser Flüchtenden sein sollte dann interessieren mich Grenzen, Mauern, Zäune, Minenfelder rein gar nix...

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  • Da halte ich den Einlass von 40k Flüchtlingen ohne Registrierung eher für Aktionismus.


    Und machen wir uns mal nichts vor... was glaubst du denn, wie viele Flüchtlinge tatsächlich direkt aus aus Krieg, Hunger und Elend kommen, und wie viele davon sich bereits in einem sicheren Drittland aufhielten?


    Dass wir mit den Kontrollen am falschen Ort und vor allem zu spät sind ist absolut richtig. Da hätte viel früher und an passender Stelle etwas passieren müssen!

  • in Ungarn, Griechenland, Italien... das sind EU-Staaten... als Flüchtling würde ich mich nicht wirklich sicher fühlen... ganz zu schweigen von Serbien, Mazedonien etc...


    die Definition sicherer Drittstaaten war der Versuch Deutschlands, Österreichs, Frankreichs etc sich um die Aufgabe zu drücken... gescheitert


    statt Woche für Woche irgendwelche Gipfel abzuhalten oder reaktionäre Maßnahmen zu ergreiffen würd ich lieber zb in Ungarn od Kroatien Camps auf die Beine stellen, von der EU finanziert, organisiert und betrieben und dort die Leute registrieren und dann verteilen... scheitert aber auch an den nationalen Egoismen.

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  • Grundsätzlich stimme ich dem zu.


    Aber warum sollte man sich in Italien z.B. nicht sicher fühlen, wenn man gerade aus einer Region kommt, aus der mich Krieg, Mord und Terror vertrieben haben?


    Dann bin ich doch vor allem erst mal froh über ein dichtes Dach über dem Kopf, drei Mahlzeiten am Tag und die Gewissheit, dass ich den nächsten Morgen erlebe. Im weiteren Verlauf dann der Asylantrag, nach dessen Bestätigung ich mich um eine Wohnung und Arbeit kümmern kann. Sollte dies alles gegeben sein, kann ich mich anschließend immer noch um einen Wohnsitz und Arbeit in einem anderen Land kümmern.


    Wir haben es aber augenscheinlich in der Masse mit Menschen zu tun, die diesen Weg nicht gehen wollen. Man durchquert lieber Länder, die laut EU-Definition sichere Drittländer darstellen und will nach Deutschland, wo Milch und Honig fließen. Möchte dabei natürlich auch direkt denselben Standard, den viele Deutsche sich erarbeitet haben. So zumindest kommt es mir in vielen Fällen vor.


    Das kann und darf so aber nicht funktionieren.

  • die Verhältnisse in den Camps IT und GR sind aber nicht mit denen in D zu vergleichen. werden auch medial nicht transportiert... diese Masse an Menschen müssen diese Länder schon seit Jahren ohne jedwede Unterstützung durch andere EU-Partner bewältigen, mit den bekannten wirtschaftlichen und strukturellen Problemen dort... jahrelange auf sich allein gestellt, die Länder und die Fugees mit dem Hinweis auf Dublin und der Einstellung euer Problem und nicht eine EU-Aufgabe... so war es bisher vor allem aus deutscher Sicht...


    ja viele dieser Flüchtlinge haben ein verzerrtes Bild von Deutschland und den Chancen die sich ihnen bieten, wenn sie hier sind ist erst mal große Ernüchterung angesagt.


    Viele sind genügsamer als du glaubst, natürlich gibts auch solche und solche... aber Syrer gelten im Orient als die besten Händler und Kaufleute und sicher nicht als faul oder unmotiviert oder als Almosenempfänger


    ich weis wird schwierig aber nicht unmöglich die Aufgaben zu lösen und abzuarbeiten... nur funktioniert es nicht wie bisher jeder für sich sondern den achso schön posaunten angeblichen EU-Werten (nicht nur Euros) müssen auch mal Taten folgen nicht nur innerhalb Europas.... oder die EU abschaffen und zurück zu 1956

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  • Das Dubliner Abkommen ist für mich immer noch eines der größten Ärgernisse. Dadurch gibt es theoretisch überhaupt keinen legalen Weg, um in Deutschland Asyl zu beantragen und genau das war das Ziel. Nach der Devise: Sollen sich doch die Griechen und Italiener um das Problem kümmern, selber Schuld wenn sie unbedingt am Mittelmeer leben müssen. Und statt ein paar Millionen locker zu machen, um die Aktion "Mare Nostrum" fortzuführen, wird man lieber wieder knauserig, nachdem das öffentliche Interesse an Lampedusa abgebbt ist. Dass die Italiener und andere Staaten jetzt die Menschen weiter in den Norden ziehen lassen ist doch nur logisch. Dass jetzt jedoch plötzlich nur Deutschland, Österreich und Schweden die Last schultern sollen ist genauso falsch.
    Es muss endlich ein gemeinsames Vorgehen her, die EU muss in dieser Frage tatsächlich mal wieder das sein, was vorgibt zu sein: eine europäische Union, die an einem Strang zieht. Mir kann niemand erzählen, dass wir nicht genug finanzielle Mittel hätten! Durch Steuervermeidungstricks gehen Europa nach Schätzungen der EU jährlich 1000 Milliarden verloren, dagegen sind die Kosten für die Aufnahme geflüchteter Menschen ein Witz. Was fehlt, ist der politische Wille, nicht die Kraft.


    PS: Jemand sollte zudem dringend dem Antidemokraten Orban auf die Finger hauen.

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  • Die derzeitige Lage in Ungarn, Kroatien und Griechenland würde es nicht geben, wenn Deutschland bzw. die deutsche Politik nicht so eklatente Fehler gemacht hätte und das fatale Signal an den Flüchtlingsstrom geschickt hätte, dass wir jeden ohne Höchstgrenze aufnehmen und umsorgen. Vor allem Ungarn und Kroation müssen jetzt genau diese massiven Fehler ausbügeln und werden dafür zum Buh-Mann gemacht. Und dass diese heute bei einigen so dastehen ist weder korrekt noch angebracht.


    Nur und nur Deutschland und v.a. die Bundeskanzlerin trägt die Verantwortung für diese Zustände - kein anderer. Das Blut der dabei gestorbenen klebt ohne wenn und aber an Frau Merkels Händen.

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  • Auf jeden Fall trägt die Bundesregierung und eben v.a. auch Angela Merkel zumindest einen Großteil der Verantwortung für die aktuelle Situation. Das kann man erstmal ganz ohne jede Wertung feststellen. Gibt ja scheinbar auch Leute, die diese Völkerwanderung nun gut finden.


    Dass kaum einer dieser Flüchtlinge in den anderen EU-Ländern auf dem Weg nach Deutschland bleiben will (und es liegen ja nicht nur Kroatien bzw. Ungarn auf der Route), sondern sie nur ins gelobte Deutschland wollen, hat schon seinen Grund. Was Merkel gesagt hat, wurde durch die Schlepper diesen Menschen natürlich auch mitgeteilt. Im Prinzip hat sie diesen illegalen Machenschaften der Schlepper erst den Weg geebnet, dass das ganze so eskaliert, dafür trägt sie eine Schuld.

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