England - Premier League

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    • tm1416 schrieb:

      fcbeci schrieb:

      ist ja nicht so als ob er für diesen Druck fürstlich entlohnt werden würde.

      Ich hör die Chirurgen, Ärzte und Schichtarbeiter auch nicht jammern.
      Was für ein Argument. Dem darf es also nicht schlecht gehen, weil er ein Gehalt in astronomischen Sphären bezieht. Sorry, das ist doch Blödsinn.
      vorallem jammern die doch auch und das natürlich auch zurecht.
    • Tja, wer jetzt auf Mertesacker losgeht, hat aus der Causa Enke oder Deisler (!!!) rein gar nichts gelernt.

      Meinen Respekt hat er, is aber schon klar, dass alle Alphamännchen jetzt auf ihn losgehen.
      In diesem Zusammenhang ein Kommentar von - ausgerechnet - sport1:
      Matthäus hat einen Elfer verballert

      Laura Schlüter war mir bisher kein Begriff und von sport1 bin ich eigentlich nur noch Clickbait gewöhnt.
      Dieser Kommentar gefällt mir aber.
    • tm1416 schrieb:

      fcbeci schrieb:

      ist ja nicht so als ob er für diesen Druck fürstlich entlohnt werden würde.

      Ich hör die Chirurgen, Ärzte und Schichtarbeiter auch nicht jammern.
      Was für ein Argument. Dem darf es also nicht schlecht gehen, weil er ein Gehalt in astronomischen Sphären bezieht. Sorry, das ist doch Blödsinn.
      Das ist grundsätzlich richtig. Dennoch stellen sich dadurch einfach unweigerlich einige Fragen:

      - Warum spielte er in der Nationalmannschaft so lange, wenn er den Druck der Nation schon 2006 so furchtbar fand?

      - Warum hat er dann nicht wie Janssen relativ früh einen Schlussstrich unter die Karriere gezogen? Er hatte doch schon vor zehn Jahren mehr verdient als die allermeisten Menschen in ihrem ganzen Leben. Diese Möglichkeiten haben Ärzte, Schichtarbeiter etc. nicht.

      - Ist er dann so geldgeil, dass er sich das so lange angetan hat, obwohl er sogar hofft auf der Bank, noch lieber auf der Tribüne zu sitzen?

      - Wie will so jemand künftig jugendlichen den Beruf des Profifußballers näherbringen, wenn er ihn anscheinend selbst so furchtbar findet?

      Wie gesagt, ich verstehe, dass Geld nicht glücklich macht und mache ihm grundsätzlich keine Vorwürfe für seine Aussagen. Ganz nachvollziehen kann ich dann aber zv. nicht, dass er seine Karriere so in die Länge gezogen hat und vor allem hat er sich damit mMn. eigentlich für zukünftige Aufgaben im Fußball disqualifiziert.
    • songokuxl schrieb:

      @pieras_123 Er hat sich eben genau wegen dieser Aussagen für eine Aufgabe im Jugendbereich qualifiziert.

      Schau dir einfach die Aussagen von Gunesch in Bohndesliga an, die eine Seite vorher geposted wurden. Er hat Mertesacker Beweggründe perfekt erklärt und danach sollten eigentlich keine Fragen mehr offen sein.
      Das mag sein, dennoch frage ich mich, wie man in jugendlichen nach solchen Aussagen bzgl. Bank/Tribüne den nötigen Arbeitseifer vermitteln kann, der von Nöten ist um es zu schaffen.

      Es mag ja sein, dass er bei Arsenal eine Veränderung in der Jugendarbeit herbeiführen kann (wobei die Aussage nicht nur auf den Fußball zu setzen ja in Deutschland eigentlich schon die Regel ist), aber im Profigeschäft wird er ja trotzdem nichts ändern können.
    • pieras_123 schrieb:

      songokuxl schrieb:

      @pieras_123 Er hat sich eben genau wegen dieser Aussagen für eine Aufgabe im Jugendbereich qualifiziert.

      Schau dir einfach die Aussagen von Gunesch in Bohndesliga an, die eine Seite vorher geposted wurden. Er hat Mertesacker Beweggründe perfekt erklärt und danach sollten eigentlich keine Fragen mehr offen sein.
      Das mag sein, dennoch frage ich mich, wie man in jugendlichen nach solchen Aussagen bzgl. Bank/Tribüne den nötigen Arbeitseifer vermitteln kann, der von Nöten ist um es zu schaffen.
      Warum sollten es Jugendspieler mit der Einstellung von Mertesacker nicht auch auf das Level von Mertesacker schaffen?

      Es ist ja nicht so, dass Mertesacker das beste Talent seiner Generation war und er sich nicht groß anstrengen musste, um letztendlich diese Karriere hinzulegen.
    • pieras_123 schrieb:

      songokuxl schrieb:

      Warum sollten es Jugendspieler mit der Einstellung von Mertesacker nicht auch auf das Level von Mertesacker schaffen?
      Würdest du deinem Ausbilder abnehmen unbedingt alles im Job zu geben, wenn der gleiche Kerl kurz vorher erzählt hat, dass er sich freut wenn er krank war oder er lieber daheim bleiben sollte?
      Nein. Das hat Mertesacker ja aber auch nicht gesagt. Von daher erübrigt sich die Frage.
    • pieras_123 schrieb:

      songokuxl schrieb:

      Nein. Das hat Mertesacker ja aber auch nicht gesagt. Von daher erübrigt sich die Frage.
      Kann es gerade nicht raussuchen, bin mir aber ziemlich sicher, dass er das gesagt hat.
      Dass er lieber krankfeiert? Das habe ich nicht gelesen.

      Gelesen habe ich, dass er, in Bezug auf sein letztes Profijahr als Backup, doch lieber auf der Bank oder Tribüne sitzt und nicht mehr der sein möchte, auf den der ganze Druck lastet.

      Selbst ein 16jähriger sollte aber verstehen, dass er in den Kinderschuhen seiner Karriere nicht nach den gemütlichen Pantoffeln greifen sollte.
    • the_sam schrieb:

      was man aber dennoch immer sagen muss... diese leuten stehen, trotz der dicken kohle, nunmal in der öffentlichkeit und geld alleine schafft dir weder das absolute selbstbewußtsein, noch nerven, wie drahtseile...

      wenn die kacke öffentlich am dampfen ist, schaust du auch nicht mehr auf ein dick gefülltes konto... dann bist du in solchen momenten auch nur ein mensch, wie jeder andere...

      wie gesagt... ich bin lieber anonym zwischen milliarden anderer, als dass meine lebensgeschichte und mein privatleben in der bild ausgeschlachtet werden, die ich mir dann morgens direkt zum frühstück reinziehen darf...
      da hilft dir auch das geld nur noch wenig...

      leute, die es imo wirklich geschafft haben, sind eher so im stefan raab style unterwegs... erfolg, geld, macht und absolut kein piep zu hören aus dem privatleben...
      Da stimme ich Dir zu. Auf der anderen Seite schafft Dir dieses Geschäft und die Kohle, die Du verdienst, aber auch die relativ leichte Möglichkeit, auszusteigen, wenn es Dir zu viel wird.

      Davon kann ein normaler Arbeitnehmer nur träumen, weil evtl. die finanzielle Existenz dran hängt, wenn er nicht mehr kann - und das passiert auch ganz ohne Öffentlichkeit.

      Insofern kritisiere ich nicht, die "Schwäche", die Mertesacker hier preisgibt. Das ist für ihn persönlich legitim, auch wenn ich das zum Karriereende dann auch nicht mehr bewundern muss.

      Was für mich aber nicht passt, ist, dass er dann trotzdem in diesem bösen Geschäft weitermachen will. Denn eines ist wohl klar. Die Mechanismen werden sich nicht ändern, weil das Kohle verdienen hier nur über die Öffentlichkeit funktioniert - der Druck gehört dann unweigerlich dazu.

      Daher frage ich mich, was er da erzählen will und wem das nützen soll, wenn er sich für das Profigeschäft entscheidet.

      Ich bin da nach wie vor der Ansicht, dass Du dafür hart sein musst. Daran führt nunmal auch kein Diskussionskeks vorbei.
      @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
      #Uliout - Schließt Euch an!
    • Es ist schon erstaunlich, dass zuweilen immer noch das Argument bedient wird, dass einer gefälligst die Klappe zu halten hat, welcher mit seinem Job Millionen verdient. Zum einen ist Wohlbefinden wie allgemein bekannt ja nicht vom Geld alleine abhängig. Wie alle anderen Menschen können auch die Reichen traurig sein, krank werden oder gar sterben.

      Darüber hinaus sollte man sich, wenn man der Hardliner-Fraktion angehört, auch Gedanken darüber machen, dass Wohlstand und -befinden etwas subjektives ist. In meiner Gesellschaft bin ich ein Durchschnittsverdiener, aber aus Sicht eines absoluten Grossteils der Weltbevölkerung bin ich enorm reich. Sollte ich deswegen keinen Druck oder Angst mehr empfinden dürfen, nur weil der Kollege im syrischen Hinterland mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat?

      Wenn jemand unglücklich ist, dann ist das für die betreffende Person immer ein Problem, egal wie sorgenfrei sein Leben von aussen ausschaut. Gerade darum finde ich die Aussagen von Mertesacker wichtig. Sie zeigen, dass auch jemand mit inneren Schwierigkeiten zu kämpfen hat, der sehr wohlhabend ist und von aussen betrachtet gut mit Druck zurecht kommt. Das hilft vielleicht auch dem ein oder anderen zu akzeptieren, dass es ganz normal ist, dass einem Druck zu Schaffen machen kann und dass man auch darüber sprechen darf. All die Hohlköpfe wie Matthäus fördern doch gerade die Denkweise, dass ein Fussballer keine Schwäche zeigen darf, weil er ja eigentlich gar keinen Druck empfinden sollte. Das mag schön und gut sein, wenn das bei Loddar so gewesen sein sollte, ist aber sicher nicht die Regel.

      Ich bin daher wie viele andere auch der Meinung, dass Merte gut in den Jugendbereich passt. Natürlich soll er den Jungs aufzeigen, dass sie seriös leben und hart trainieren müssen. Gleichzeitig kann er ihnen aber erklären, dass Fussball nicht alles ist und dass man dabei lernen muss, mit dem sehr grossen Druck umzugehen. Wie soll ihnen das jemand beibringen, der leugnet, dass man überhaupt Druck empfinden und davon gar krank werden kann?
    • pieras_123 schrieb:

      songokuxl schrieb:

      Dass er lieber krankfeiert? Das habe ich nicht gelesen.
      Er meinte, dass es nicht schlimm wäre verletzt zu sein, sondern eher eine willkommene Abwechslung.
      Auch das habe ich nicht gelesen, sondern das:

      „Wenn ich nicht mehr konnte, war ich verletzt, so war es immer. Ich behaupte sogar, dass viele wiederkehrende Verletzungen psychisch bedingt sind. Dass der Körper der Seele damit zu Ruhe verhilft. Aber das hinterfragt niemand.“In seiner Karriere habe sein Körper mindestens einmal im Jahr gestreikt. „Es denken alle, es wäre ein Drama, wenn du verletzt ausfällst - ist es nicht“, sagte Mertesacker: „Denn es ist der einzige Weg, eine legitimierte Auszeit zu bekommen, mal raus zu sein aus der Mühle.“
    • Das suggeriert halt irgendwie, dass Menschen wie Matthäus nun daran Schuld tragen, dass das Geschäft so ist.

      Das ist meines Erachtens aber nicht richtig. Das ist öffentlicher Profisport. Allein deshalb lässt sich dieses Geld nur verdienen.

      Ich will nicht darauf hinaus, dass man deswegen die Klappe halten muss. Aber ich halte es dann eben auch für völlig normal, dass Du dem daraus erwachsenen Druck gewachsen sein musst oder Dir einen anderen Job suchen solltest. Zudem kannst Du das ohnehin erst merken, wenn es mal soweit ist.

      Du kannst einem Soldaten auch nicht theoretisch erklären, wie es ist, wenn er seinen ersten Menschen tötet.
      @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
      #Uliout - Schließt Euch an!
    • songokuxl schrieb:

      pieras_123 schrieb:

      songokuxl schrieb:

      Dass er lieber krankfeiert? Das habe ich nicht gelesen.
      Er meinte, dass es nicht schlimm wäre verletzt zu sein, sondern eher eine willkommene Abwechslung.
      Auch das habe ich nicht gelesen, sondern das:
      „Wenn ich nicht mehr konnte, war ich verletzt, so war es immer. Ich behaupte sogar, dass viele wiederkehrende Verletzungen psychisch bedingt sind. Dass der Körper der Seele damit zu Ruhe verhilft. Aber das hinterfragt niemand.“In seiner Karriere habe sein Körper mindestens einmal im Jahr gestreikt. „Es denken alle, es wäre ein Drama, wenn du verletzt ausfällst - ist es nicht“, sagte Mertesacker: „Denn es ist der einzige Weg, eine legitimierte Auszeit zu bekommen, mal raus zu sein aus der Mühle.“
      Kein Drama ist jetzt was ganz anderes als nicht schlimm?
      @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
      #Uliout - Schließt Euch an!
    • Nun - der Druck scheint bei Mertesacker zumindest nicht groß genug gewesen zu sein, dass es fürs Aussteigen gereicht hat.

      Ansonsten ist es ja nicht nur ein Problem des Fußballes, sondern des gesamten (Berufs-) Lebens. Leistungsdruck oder damit verbunden auch Versagensängste gibt es überall, das fängt in der Schule an und geht im Beruf weiter. Viele können damit gut leben, andere reagieren darauf körperlich.

      Ist jetzt einer ein Schwächling, der zugibt, dass er ein Problem mit dem Leistungsdruck hatte und darauf auch körperlich reagiert hat...
    • geneviere schrieb:

      Nun - der Druck scheint bei Mertesacker zumindest nicht groß genug gewesen zu sein, dass es fürs Aussteigen gereicht hat.

      Ansonsten ist es ja nicht nur ein Problem des Fußballes, sondern des gesamten (Berufs-) Lebens. Leistungsdruck oder damit verbunden auch Versagensängste gibt es überall, das fängt in der Schule an und geht im Beruf weiter. Viele können damit gut leben, andere reagieren darauf körperlich.

      Ist jetzt einer ein Schwächling, der zugibt, dass er ein Problem mit dem Leistungsdruck hatte und darauf auch körperlich reagiert hat...
      Wenn Du mich meinst. Nein, das habe ich nicht gesagt. Eher das Gegenteil.

      Für mich ist es einfach nicht zu verhindern, wenn man Druck aushalten muss. Wenn das nicht klappt, ist das bedauerlich, aber zu ändern ist es nicht wirklich.

      Man sieht es doch exemplarisch an der Enke Geschichte. Die wurde reflexartig auf das Fußballgeschäft geschoben und alle sollte sich ändern.

      Das einzige, was sich geändert hat, ist, dass man offener drüber reden kann - und das ist auch gut so. Aber deswegen bleibt es trotzdem eine Angelegenheit mit speziellem öffentlichem Druck.
      @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
      #Uliout - Schließt Euch an!
    • morri schrieb:

      songokuxl schrieb:

      pieras_123 schrieb:

      songokuxl schrieb:

      Dass er lieber krankfeiert? Das habe ich nicht gelesen.
      Er meinte, dass es nicht schlimm wäre verletzt zu sein, sondern eher eine willkommene Abwechslung.
      Auch das habe ich nicht gelesen, sondern das:„Wenn ich nicht mehr konnte, war ich verletzt, so war es immer. Ich behaupte sogar, dass viele wiederkehrende Verletzungen psychisch bedingt sind. Dass der Körper der Seele damit zu Ruhe verhilft. Aber das hinterfragt niemand.“In seiner Karriere habe sein Körper mindestens einmal im Jahr gestreikt. „Es denken alle, es wäre ein Drama, wenn du verletzt ausfällst - ist es nicht“, sagte Mertesacker: „Denn es ist der einzige Weg, eine legitimierte Auszeit zu bekommen, mal raus zu sein aus der Mühle.“
      Kein Drama ist jetzt was ganz anderes als nicht schlimm?
      Es ist in der Tat kein Drama wenn man als Sportler verletzt ist.