Fatal Madrid

  • Zum Abschluss noch einige Worte zu unseren doch ach so fairen und gerechten Lizenzierungsverfahren:


    Versucht einer offiziell und/oder auf legalen Weg was duchzusetzen... wird dieser niedergeschmettert und zum Buhmann der Nation abgestempelt. Siehe Hannover / Martin Kind bezüglich der 50 + 1 - Regel zur Beschaffung von Fremdkapital.


    Schafft es aber jemand die DFL über inoffizielle Wege zu verar*chen, auch wenn für jedermann ersichtlich, dann ist das kein Problem.


    Bayer stopft seit Jahren die Bilanzlöcher in Leverkusen....


    ...Hopp pumpt der TSG, unter den breitgefächerten und doch so "solidarischen" Schirm der regionalen "Sporthilfe", die Kohle in den Allerwertesten ...


    ...und Wolfsburg bekommt auch dieses Jahr 30 Mio. € von VW für Neuverpflichtungen.



    Alle wissen, dass VW, Bayer oder Hopp bei den Vereinen nicht 50+1 das sagen haben, sondern zu 100%... aber da sie es schaffen, die Strukturen zu umgehen und gekonnt zu verarschen (natürlich inoffiziell) ist das natürlich legitim. Frei nach dem Motto:


    "Leute, seid nicht dumm und erlernt die inoffizielle Kriminalität und ihr habt bei uns Narrenfreiheit!"

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  • Der Ausdruck "inoffizielle Kriminalität" war natürlich etwas übertrieben... aber zum "Veständnis" hilfreich.

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  • Ist es nicht so, dass es bei diesen Klubs Ausnahmen gibt. Ein "Sponsor" muss über 20 Jahre hinweg nachweisen, dass sein Engagement langfristiger Natur ist. So in etwa lauten die Begründungen ja.


    Wenn Kind ernst machen sollte und vor ein ordentliches Gericht geht, wird der DFB bzw die DFL schon ins Schwitzen geraten. Fragt sich nur, ob er das wirklich durchzieht, vorallem aber auch mit welchem Interesse er das tut.


    Naja egal. Übrigens teile ich die Auffassung nicht, dass Chelsea keine Tradition habe. Der Verein steht nicht aufgrund der letzten 4, 5 Jahre unter den Top 5 der ewigen Bestenliste in England. Man gewann vor Abramowitsch vielleicht nie viele Titel, aber so ganz aus dem Nichts aufgetaucht ist der Klub nun auch nicht. Man stand doch Ende der 90er auch mal im Europapokalfinale gegen Stuttgart und gewann, wenn ich nicht irre. Da war noch kein Roman A. da.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Übrigens teile ich die Auffassung nicht, dass Chelsea keine Tradition habe.</span><br>-------------------------------------------------------


    Diese Auffassung vertreten auch nur solche, die keine wirkliche Ahnung von englischer Fussballgeschichte haben, aber gerne labern, weil es halt gut in ihre vorgefertigte Polemik passt :x :x

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Wenn man azadis Beitrag durchliest, war dieser eigentlich nicht von vorgefertigter Polemik geprägt. Ganz im Gegenteil... inhaltlich sogar ziemlich "fair".


    Es wäre unfair, seinen, eigentlich sehr fundierten Beitrag, auf diese Aussage zu reduzieren.


    Natürlich sind Man City und Chelsea grosse Traditionsvereine... auch wenn traditonell nicht die erfolgreichsten Vereine. Selbst in ihren Städten standen sie da im Schatten anderer Vereine. Ich denke und gehe davon aus, dass er dies auch so gemeint hat.


    Zumindest bevorzuge ich zuerst diese Version, als jemanden, aufgrund einer (vielleicht missveständlichen) einzelnen Aussage jenes und dieses vorzuwerfen.

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  • @deydel, wenn der Kind das wirklich durchziehen sollte, wird die DFL nicht nur schwitzen.... die wird zwangsläufig niedergestreckt.

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  • camadu


    Naja, wenn ich das aktuelle interview von Robben lese scheint es nicht ganz so toll um die Finanzen getsanden zu haben bei Real. Aber traue keiner Bilanz die du nicht selber gefälscht hast, nicht wahr?! ;-)


    Auszug aus dem Interview:
    “They said only: ‘We want to sell you because we need money.’ The football aspect was not talked about there, only the financial aspect was relevant to those responsible.


    On the one hand, they saw that only Wesley Sneijder and I could bring money into the club, on the other they have spent huge amounts.”


    Also gesundes wirtschaften hört sich für mich anders an - und sportliche Belange scheinen dort nicht sehr zu interessieren so lange man einen Namen haben kann der Trikots verkauft.


    Hier das ganze Interview


    http://www.goal.com/en/news/17…ben-the-situation-at-real

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  • bzgl. Finanzen, Verschuldung etc. schaut Euch mal den von "makky" eingestellten Beitrag von frontal21 von gestern an - super Interessant.


    zu sehen im Spieler-Forum "FCB im allgemeinen"

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  • Naja man weiß nun nicht, ob man Robben und Sneijder das nicht auch gesagt hat, um sie zu einem Wechsel zu bewegen. Unterm Strich kann man viel rein interpretieren, de facto ist Real nicht der Pleiteklub, den viele in ihm sehen. Das trifft wohl eher auf die italienischen Klubs zu, die doch kaum mehr Spieler kaufen können, ohne Ratenzahlung ersuchen zu müssen.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Nun, @davor, habe vor ca. ´nem Jahr auch schn geschrieben, dass Reals Planungen nicht ganz aufgegangen sind. Bei den Summen die ausggeben wurden, haben die auch auf der anderen Seite mit aussergewöhnliche Einnahmen in Form von Spielerverkäufe gerechnet. Angepeilt waren da ca. 150 Mio. €. Die Rechnung is nicht aufgegangen und ein Grossteil der dann doch eingenommenen Summen, waren mehr oder weniger Last-Minute-Transfers. Siehe Robben oder Sneijder. Sie sahen sich schon auf einen riesigen Kader mit enormen Personalaufwand (Gehälter) sitzen. Letztendlich haben sie Spieler unter Preis verkaufen müssen. Siehe Sneijder für läppische 15 Mio. Euro. Robben stand eigentlich gar nicht auf der Liste... aber da sie andere Spieler nicht losgeworden sind (z.B. van der Vaart) musste ein "Baueropfer" herhalten. Robben war auch einer der wenigen, die den verwöhnten madrider Publikum sportlich nicht enttäuscht hatte (abgesehen von seiner "Verletzungsanfälligkeit").


    Aber unabhängig davon, haben die keinen Gläubiger gebraucht um die Kredite abzusichern. Das haben die aus eigener Kraft geschafft mit ihren TV-Verträgen als Sicherheit. Aufgrund der Krise wurden aber solche Summen, verständlicherweise, kritisch beobachtet - wohl auch zu Recht.


    Was man aber hier Real teilwise vorwirft, entbehrt einfach jeglicher Grundlage. Ich mag Real ja auch nicht. Aber es reicht mir Fan vom FC Bayern zu sein. Ich bin stolz Fan dieses Vereins zu sein. Es ist ein grosser Verein... auch ohne andere Vereine (teilweise sogar zu unrecht) niederzumachen. Darauf können wir alle stolz sein... wir brauchen auf niemanden neidisch zu sein, auch nicht auf Real. Aber es ist einfach nur beschämend, wie Fans unseres grossen FCB auf gleicher Weise reagieren... wie Fans anderer deutschen Vereine auf den FCB reagieren. Die kriechen vor Neid und das hat ein Fan des FCB einfach nicht nötig. Wir wollen doch nicht deren Lachnummer sein... oder?

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  • Und noch was:


    Es ist richtig, dass der FCB bei den Real Fans nicht besonders beliebt ist. Aber der FCB ist generell im Ausland nicht beliebt. Da sind die madridistas keine Ausnahme. Fakt ist aber auch, und da hatte azadis auch Recht... ob Fiorentino, ob Valdano oder ob ihre Vorgänger... keiner hat sich in die Politik des FCB jemals eingemischt. Keiner hat sich negativ über den FCB geäussert... ganz im Gegenteil... es wurde immer mit Respekt und grosser Anerkennung über den FC Bayern geredet. Das haben sie den Herren an der Säbener sicherlich voraus - eine gewisse Etikette, die unser Vorstand telweise vermissen lässt.

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  • Ganz genau Camadu, vielen dank du hast es auf den Punkt gebracht wie ich es nie treffender könnte. :)


    Ein Perez ist kein Idiot und kauft wie bekloppt ein und treibt Real Madrid in den Ruin und hat nichts von ne Ahnung, das ist einfach falsch und schlicht weg idiotisch sowas zu behaupten, wenn Perez was ist dann ist er Geschäftsmann, ich hab mal irgendwo gelesen das er mit 1 pesetas angefangen hat und sich dann sein Milliarden Vermögen aufgebaut hat mit mehr oder weniger legalen Mitteln wahrscheinlich, aber das sollte einem schon zu denken geben das er Finanziell und Wirtschaftlich was auf dem Kasten hat, wohl auch mehr als unser Ex Profi Fußball Präsident Uli Hoeness der hier auf einmal jeden Manager Preis abkassiert (aber auch zurecht ).
    ;-)
    Ich denke Perez Politik und seine Finanziellen Erfolge sprechen für sich bei Real Madrid. Ich denke man kann ihm eher was vorwerfen, das er mehr auf den Rubel schaut, als auf die Erfolge und die halt mehr auf der Strecke bleiben, Perez Fußballverstand soll ja eher dürftig sein.


    Wie dem auch sei, ich für meinen Teil respektiere Real Madrid und alle anderen große Vereine, mögen tu ich sie nicht aber ich respektiere und mag es nicht wenn man gegen sie ohne grunde und vorallem ständig ohne Pause und wirklich permanent auf die eindrischt und sie völlig respektlos verspottet und im grunde haben sie uns nichts das geringste angetan, ausser das unsere Bilanz gegen sie 6:3 steht und eigentlich können wir ihnen sehr dankbar sein (Robben) . Rummenigge musste ja nach dem Robben Transfer auch müde eingestehen wie einfach Real es uns gemacht hat und wie freundlich und fortschrittlich die Gespräche verliefen.


    Ich will bloß keinen hier bekehren und will auch nicht das hier nur noch Liebesbekundungen für Real verfasst werden, aber das ist hier langsam echt ausgeartet. Am Ende fehlte nur noch ein Post" Hoffentlich brennt das Bernabeau bald ab und Perez, Ronaldo und Co. sitzen noch in der Kabine fest", oder so en Scheiß.




    Zu Chelsea und City. Mir ist natürlich nicht fremd das beide Teams keine Laufbahn alla Hoffenheim hinter sich haben und beide schon seit Jahrzehnten mittelmässiger Erstlige Clubs sind, aber trotzdem beide haben sich ihren Stellenwert, in Europas Top Klasse, erkauft und nicht erarbeitet, erspielt wie Milan, Juve, Inter, Bayern, Manu, Liverpool, Real oder Barca.
    Das meinte ich damit.
    Ich mochte Chelsea sogar mal sehr gern leiden damals 99 war das glaube ich oder so beim Europapokal Finale, noch mit Zola und Hasselbaink, coole Truppe war das damals.

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  • Für mich treffen all diese fundierten Informationen hier nicht des Pudels Kern. Real ist grossartig. Zumindest aus Sicht des FCB als Konkurrent. Hätten wir Real schlagen dürfen, so wäre unser Jubel grenzenlos gewesen. Leider nicht möglich, da wir nicht nach der Vorrunde das Losglück hatten. Und dies ... ist mein alleiniges Interesse an Real. Als Konkurrent. Sollte ich je die Madrilenen anhimmeln, was hier von einigen usern augenscheinlich verlangt wird, so begäbe ich mich sofort in psychotherapeutische Behandlung. Psychotische Episode als Verdachtsdiagnose.




    Und mit dem Laptop zur Beurteilung und dem Vergleich von Bilanzen werden Fans wohl hoffentlich nie ins Stadion gehen. Interessiert mich kaum. Was Reals derzeitiges Problem anbelangt, ihre selbst empfundene Lächerlichkeit, so ist das Ausscheiden im Achtelfinale und die Vizemeisterschaft nur der Anlass. Nicht die Ursache. In unserem Sinne: Ich hoffe Real macht weiter so:




    Das geteilte Europa


    Es ist kurios: Eine beträchtliche Zahl der Anhänger Madrids zieht einen Sieg der Bayern vor. Die bevorstehende Verpflichtung Mourinhos weckt im unaufgeregten Teil des Klubs Argwohn. Sie fühlen sich vom Ego des Florentino Pérez ausgelaugt und sie fürchten den vernichtenden Angriff der Eitelkeit des Portugiesen. Viele glauben, dass Madrid sich entmenschlicht hat und dafür einen enormen Preis zahlt. Vielleicht beobachtet genau deshalb eine breite Front des Madridismo, der Anhänger von Real, van Gaals neue Bayern mit Sympathie: Sie kommen ihnen menschlicher, näher und witziger vor.




    http://www.sueddeutsche.de/sport/468/511573/text/7/




    Gewinnt Madrid, so flögen uns dennoch die Herzen zu und formten einen moralischen Sieger. Gewinnen aber wir, so wäre deren "Schande" ähnlich grenzenlos wie unser Triumpf. Traumhafte Konkurrenz. Danke dafür. :D

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  • Oh man frontal21... BL scheiße und mogelt, Real Madrid das blühende Beispiel von Superwirtschaftlichkeit. Und Wettbewerbsverzerrung gibt es auch nicht in Europa... Deswegen wird wohl das Financial Fairplay eingeführt (bei dem dann auch deutsche Vereine Konzernabschlüsse vorlegen werden), weil es schon super fair auf dem europäischen Fußballmarkt zugeht... Dieser Beitrag war sicherlich hoch informativ. Der Schuldenverein Real Madrid ist nicht überschuldet. Danke für die Information.

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  • Und das beste ist wie sie KHR etwas in den Mund legen:


    KHR: "grenzwertig"
    frontal21 macht daraus: "wirft ihnen Wettbewerbsverzerrung vor".


    Deutscher TV-Schund!


    Werft den Fernseher aus dem Fenster!

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  • Möchte meine Hand jetzt nicht dafür ins Feuer legen, aber ist es nicht so, dass Perez Madrid das Geld schlichtweg schenkt, wohingegen Abramovich die Milliarden lediglich als Darlehen zur Verfügung stellt? Könnte das die extreme Differenz in der Bewertung begründen?


    Bilanzprüfung hin, Bilanzprüfung her, ich lass mich nicht von dem Glauben abbringen, dass Real sich seine Position nicht mit fairen Mitteln erarbeitet hat.

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