Manchester United

  • Die Meisterschaft womöglich verspielt, das Aus in der Champions League vor Augen – im schlimmsten Fall könnte diese Saison so schlecht enden wie zuletzt keine andere. Weil Manchester United derzeit an vielen Fronten kämpfen muss, würde ein negatives Ergebnis im Viertelfinal-Rückspiel der Meisterliga an diesem Mittwoch gegen den FC Bayern die Lage zusätzlich belasten. Doch es geht in diesen Wochen um viel mehr als den sportlichen Erfolg eines Schwergewichts.


    Die Frage lautet: Wie sieht die Zukunft aus für einen der wirtschaftlich erfolgreichsten Fußballklubs der Welt? Die wichtigsten Entscheidungen fallen hier nicht auf dem Platz. Manchester United ist gar zum Thema des britischen Wahlkampfs geworden.


    Immer mehr Anhänger gehen in Opposition zum eigenen Klub. Eine Welle der Antipathie trifft die amerikanische Besitzer-Familie der Glazers. Das Sammelbecken des kritischen Fußballvolks, der Manchester United Supporters Trust, vermeldet inzwischen mehr als 150.000 Mitglieder. Das ist einmalig in der Fußballwelt. Und dass sich am Samstag während der 1:2-Niederlage im Meisterschaftsduell gegen Chelsea auf der Tribüne Ordner in den Weg stellten, damit nicht wieder Protestplakate entrollt werden konnten, wird von den Verantwortlichen des Widerstands öffentlichkeitswirksam ausgeschlachtet. Die Rede ist nun von einer „Gewalt gegen die eigenen Fans“.


    1998 stemmte sich der Manchester United Supporters Trust mit Erfolg gegen den Einstieg des Medienmoguls Murdoch; 2005 folgte die Niederlage gegen die Glazers, wofür sich alle nun revanchieren wollen. Fanfunktionär Sean Bones zieht große Vergleiche: „Die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten, wie damals, als die Berliner Mauer fiel.“ Demonstrativ tragen viele Anhänger nicht mehr Rot-Schwarz, sondern grün-goldene Schals oder Trikots. Es sind die Farben des Eisenbahnerklubs, des Vorgängervereins von United. Zusammen mit reichen Edelfans, die als Börsenmakler, Hedge-Fonds-Manager oder Banker zu Reichtum gekommen sind, will die Protestbewegung den Investoren aus Übersee ein Übernahmeangebot machen. Der Preis: rund 1,5 Milliarden Euro.


    Den Glazers wird vorgeworfen, den mehr als hundert Jahre alten Verein kühl kalkulierend ausschließlich als Unterhaltungsbetrieb mit anhängender Fußballelf zu betrachten. Die Fans stellen sich gegen den Kapitalismus im englischen Fußball, dessen Auswirkungen ihrer Meinung nach heute in gigantischen Schuldenbergen, Vereinspleiten und häufigen Besitzerwechseln besonders negativ in Erscheinung treten.


    Die Schulden von Manchester United betragen etwa 800 Millionen Euro, bei einem jährlichen Umsatz von rund 327 Millionen. Die hohen Verbindlichkeiten kommen zustande, weil die Glazers Bankdarlehen, mit deren Hilfe sie den Verein einst erwarben, zurück auf den Verein übertrugen. „Der Klub soll ausgesaugt werden. Das lassen wir uns nicht mehr bieten“, sagt Bones. Und so wird der Kampf um Manchester United auch zum Politikum.


    Die Labour Party hat das populäre Thema in den Wahlkampf eingebracht. Angeblich plant die Regierung von Premierminister Gordon Brown, dass künftig 25 Prozent der Vereinsanteile für die Anhänger vorzubehalten seien. Das Modell würde der Praxis in Deutschland folgen, wo Fußball-Kapitalgesellschaften mehrheitlich den eingetragenen Vereinen und somit der Mitgliederbasis entstammen müssen. Kritiker sehen in dem Vorstoß von Labour nichts als Populismus. Und Glazers Manager betonen sowieso, dass Manchester United unverkäuflich sei. Alles soll beim Alten bleiben. Doch für viele ist genau das ein Albtraum – und das im Theatre of Dreams, wie die gewaltige Fußballarena von Old Trafford auch heißt.


    aus der: F.A.Z.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Die Fans stellen sich gegen den Kapitalismus im englischen Fußball, dessen Auswirkungen ihrer Meinung nach heute in gigantischen Schuldenbergen, Vereinspleiten und häufigen Besitzerwechseln besonders negativ in Erscheinung treten.</span><br>-------------------------------------------------------


    Die Fans sind doch selber dran schuld! Einerseits will man den "Kapitalismus im Fussball" aufhalten, aber auf die Livespiele auf Murdochs Sky will dann doch nicht verzichten. Und die £40 fürs billigste Ticket sind dann auch immer drin, natürlich inklusive der obligatorischen Shoppingtour im Fanshop 8-)


    Im Prinzip sind das alles Heuchler!

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Tja, diesen Transferwahnsinn hat man ja lange genug mitgemacht, hoffentlich werden sie nun schlauer daraus, aber da habe ich weiterhin meine Zweifel dran.
    Wie kann man als Investor einen Verein über Kredite finanzieren und vor allem, wieso hat Manu damals zugestimmt?
    Das die Fans auf die Barrikaden gehen kann ich vollkommen nachvollziehen. !!
    Notfalls muss man halt mal ein paar Jahre kleinere Brötchen backen, aber bei einem neuen Investor bin ich auf Grund der Popularität dieses Clubs ziemlich zuversichtlich, wer weiss was da noch alles passiert in nächster Zeit.
    Somit ist schon klar, das es für Manu heute Abend um viel Mehr geht als das Erreichen des Halbfinales in der CL
    8-)

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  • ich fürchte darauf wird es hinauslaufen. ich würde mich nicht wundern, wenn manu in den nächsten jahren für ein paar jährchen "von der bildfläsche verschwindet "

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Wie kann man als Investor einen Verein über Kredite finanzieren und vor allem, wieso hat Manu damals zugestimmt?</span><br>-------------------------------------------------------


    Die Sucht nach Geld und Erfolg. Das ist eine Einstellungssache, die Utd-Verantwortlichen haben Geld gerochen damals und da war es egal, wo es herkam.


    Dieselbe Denke hat uns übrigens die Weltwirtschaftskrise beschert und ich bin heilfroh darüber, einen Mann wie Uli Hoeness im Verein zu haben, der dieser Sucht eben nicht frönt ;-)

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    Klaus Lage

  • Das ist es aber, was Viele bei UH nicht sehen oder besser gesagt sehen wollen, denn sie hören immer nur wenn er rumpoltert.
    Das aber auch was dahinter steckt durch jahrzehnte lange Arbeit vergessen die Meisten.
    Bin ebenfalls froh das wir wirtschaftlich einigermassen vernünftig handeln und nicht wie andere Clubs auf Grund der überhöhten Ablösesummen in die Schuldenfalls tappen wo sie nie wieder aus eigenen Mitteln heraus finden !!

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  • Herzlichen Glückwunsch zum Ausscheiden im Viertelfinale gegen die geilste Mannschaft der Welt.


    Ach ja.......................


    ´99 am Arsch....


    2010 haben wir euch an den Eiern gepackt und fest dran gezogen !!!!!!!


    Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

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  • Im ManU-Forum prügeln sie verbal auf Rafael ein. Aber sie haben jetzt auch etwas erkannt.


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Do you notice that ROBBen + ribERY = ROBBERY?


    They have stolen our game today.


    </span><br>-------------------------------------------------------


    Einfach nur super!


    BTW: Hier der Link zum offiziellen ManU-Forum.


    http://community.manutd.com/forums/9.aspx

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  • @ mexicola:


    So weit gehe ich jetzt nicht, denn er ist ein großer Trainer, ABER auch einer der schlechtesten Verlierer die ich kenne! Jedesmal geht er auf die Schiedsrichter los und das gehört sich einfach nicht! Deswegen genießt er meine Sympathien sicherlich nicht!

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Wusste garnicht, das der Fergueson so eine P....y ist. Erst sagt er , rooney spielt definitiv nicht, dann das:


    Speaking to ITV Sport after the game, Sir Alex insisted the sending off changed the game but blamed the visitors for swaying the referee.


    “[With] Eleven men [we had] no problem, but the young boy [Rafael] showed a bit of inexperience,” explained the Scot.


    “But they [Bayern] got him sent off, everyone sprinting towards the referee, typical Germans.


    :x

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">hopefully somebody will break robbens leg or ankle and do the same for ribery</span><br>-------------------------------------------------------


    schlechte verlierer

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  • Mit solchen Vorbildern, was will man dann schon von den "Fans" erwarten? Im Studio des Fernsehsenders ITV, der das Spiel in England übertragen hat, bliess man ins selbe Horn.


    Einfach widerlich :x :x :x

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Man sollte auch fair gewinnen können(auch wenn sie offensichtlich nicht verlieren können)...von daher muss ich sagen,dass es zwei super Spiele waren und am Ende die Mannschaft mit dem größeren Willen gewonnen hat...

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