Manchester United

  • stimmt - dumm, dümmer...ManU :D


    uns kanns recht sein, auch wenn in den letzten Jahren doch einiges an Geld für Transfers reingepumpt wurde, alleine nach Portugal wurden ja fast 100 Millionen für Transfers überwiesen, für Ronaldo, Anderson, Nani...

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  • Entweder stehe ich gerade auf dem Schlauch, oder ich verstehe es echt nicht.


    Wieso konnte Glazer ManU auf Pump kaufen und die Schulden dann auf ManU umschreiben?

  • Weil das in der modern-sozialen Marktwirtschaft halt funktioniert! :D



    Aber über 70 Millionen Pfund Gewinn zu erwirtschaften um dann 68 für Zinsen abdrücken zu müssen, ist schon irgendwie dämlich. Das erinnert einen mal wieder daran warum wir auf den FCB stolz sein sollten! !! :D

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Wieso konnte Glazer ManU auf Pump kaufen und die Schulden dann auf ManU umschreiben?</span><br>-------------------------------------------------------


    Ich denke mal, Glazer hat Utd beim Krediterwerb als sowas wie eine Sicherheit angegeben, mit dessen Profiten er jetzt diese Schulden zurückzahlt - vereinfacht gesagt.


    Das alles wird aber nicht vom Verein getragen, sondern schön an den Verbraucher bzw die Fans weitergeleitet. Die Politik der Ticketpreise, speziell der Saisontickets, ist da ein schönes Beispiel :x :x :x

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • aber bei denen wirds nicht so einfach das Gelände wenig später fürn Appel und'n Ei wieder zurückzu"kaufen" wenn irgendein schmieriger Investor die Finger im Spiel hat und Profit sehen will
    naja, mir egal, wünsche dem Verein sowieso Pest&Cholera an den Hals

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  • Fußball-Kommentar
    Heuschreckenplage in Manchester


    Von Christian Eichler



    Malcolm Glazer: Ungehemmte Bereicherung an der englischen Passion


    14. Januar 2010 Wie kommt man zu einem kleinen Vermögen? Indem man ein großes Vermögen in einen Fußballklub steckt. Dieser alte Satz aus England ist nicht mehr ganz aktuell. Das beweisen die Berichte über die Finanzentwicklung von Manchester United, aus denen ein neuer Satz abzuleiten ist: Wie kommt man zu einem großen Vermögen? Indem man einen großen Fußballklub auf Pump kauft und dann aussaugt.


    Die Heuschrecken-Furcht, die viele Anhänger vor fünf Jahren heftig gegen die Übernahme des damals reichsten Klubs der Welt durch den Amerikaner Malcolm Glazer protestieren ließ, stellt sich spätestens nun als berechtigt heraus. Die Schulden von mittlerweile rund 700 Millionen Pfund, die Glazer mitbrachte, kosten United seitdem Jahr für Jahr 67 Millionen Pfund an Zinsen. Trotz eines hohen operativen Profits des Fußballbetriebs hat nur der Weltrekordtransfer von Cristiano Ronaldo einen hohen Verlust verhindert - dies und der Verzicht auf Spielerkäufe, der nun den einst stärksten Profikader Europas mehr und mehr ausdünnt.
    Sie hatten Angst - und sie hatten Recht: Unabhängige Fans von Manchester United wollten 2005 nicht, dass sich ihr Verein dem Investor ausliefert
    Sie hatten Angst - und sie hatten Recht: Unabhängige Fans von Manchester United wollten 2005 nicht, dass sich ihr Verein dem Investor ausliefert


    Besondere Empörung bei Fans löst aus, wie ungehemmt sich die Geschäfts-Amerikaner an der englischen Fußball-Passion bereichern. Glazer hat im Klub seine sechs Kinder installiert. Diese haben sich ihre eher symbolische Anwesenheit mit insgesamt zehn Millionen Pfund an „Management- und Verwaltungsgebühren“ bezahlen lassen - und sich überdies ein Darlehen von weiteren zehn Millionen Pfund aus der Klubkasse genehmigt. Im Gegenzug sind die Eintrittspreise im Old Trafford in den letzten vier Jahren fast verdoppelt worden.


    Konstrukt der kurzfristigen Geldbeschaffung und langfristigen Ruinierung


    Schon prophezeien englische Fußballexperten den Niedergang des Klubs, der zwei Jahrzehnte lang die stärkste Liga der Welt dominiert hat. Verlässliches Zeichen dafür ist das zunehmende Umschichten von Geldern und Geldlücken. So soll zur abermaligen Umschuldung eine Anleihe über 500 Millionen Pfund ausgegeben werden. Aus einem erst in der nächsten Saison beginnenden Trikotvertrag wurden 36 Millionen Pfund vorzeitig einkassiert. Und das moderne Trainingsgelände soll verkauft und zurückgemietet werden - dieses unter dem Namen „sell and lease back“ bekannte Konstrukt der kurzfristigen Geldbeschaffung und langfristigen Ruinierung, das auch in der Bundesliga schon manche dem finanziellen Exitus gefährlich nahe brachte.



    Natürlich ist ManUnited kein unschuldiges Opfer. Der Klub hat in den neunziger Jahren die Turbo-Kapitalisierung des Profifußballs vorangetrieben. Und er lieferte sich mit seinem lukrativen Börsengang sehenden Auges der Gefahr der Übernahme. Nun zahlt man die Zeche, denn die Krise belohnt jene Kaufleute, die vorsichtig gewirtschaftet und sich nicht abhängig gemacht haben, wie Arsenal, Barcelona oder der FC Bayern - oder die, die wenigstens Glück haben mit dem neuen Besitzer. So einen wie Roman Abramowitsch beim FC Chelsea wünschte man sich nun auch in Manchester, einen vom alten Schlag: der ein großes Vermögen mit einem Fußballklub ein bisschen verkleinern will.


    Text: F.A.Z.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Besondere Empörung bei Fans löst aus, wie ungehemmt sich die Geschäfts-Amerikaner an der englischen Fußball-Passion bereichern. Glazer hat im Klub seine sechs Kinder installiert. Diese haben sich ihre eher symbolische Anwesenheit mit insgesamt zehn Millionen Pfund an „Management- und Verwaltungsgebühren“ bezahlen lassen - und sich überdies ein Darlehen von weiteren zehn Millionen Pfund aus der Klubkasse genehmigt. Im Gegenzug sind die Eintrittspreise im Old Trafford in den letzten vier Jahren fast verdoppelt worden.</span><br>-------------------------------------------------------


    In dieser Hinsicht zeigt das ständig ausverkaufte Old Trafford, wie dumm die Leute da eigentlich sind. Die lassen sich da willentlich ausnehmen.


    Naja, jeder bekommt den Verein, den er verdient!

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • sorry, aber eine sehr seltsame Schuldzuweisung an die Fans ist das....
    als ob ich als Bayernfan nicht mehr ins Stadion ginge, wenn der Verein verschuldet wäre....
    Was die Eintrittspreise angeht: wir sind ja auch beim FCB inzwischen in Dimensionen angelangt, wo einem schwindlig werden kann. 100 EUR für einen (regulären) Kat 1 Platz gegen Florenz im Achtelfinale....80 für Kat 2 etc.....
    Die Preise haben sich insgesamt -auch beim Dauerkartenbezug, Stehplätze mal außen vor - seit dem Umzug in die Arena mal eben locker verdoppelt verglichen mit 2004/05...


    mir ist es das immer noch wert, aber eine Sozialhilfeveranstaltung ist das nicht gerade.....und so entscheidet auch in Manchester jeder, was es ihm wert ist


    ansonsten kann der einzelne ManUnited Fan nichts dafür, daß die ANteilseigner gewechselt haben und der Club das abbezahlen muß. Aber daß der Verein das spüren muß, kann einem nun auch nicht leid tun. Manchester war DER Protagonist der Totalkommerzialisierung des Fußballs - noch lange vor Reals galaktischem Wahnsinn -und ihre Erfolge haben sie auch mit jeder Menge Kohle aus dem Kapitalmarkt erkauft....jetzt gibt es eben - vielleicht - die Rechnung dafür.....


    siehe auch hier: http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/sport/140/500406/text/

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  • informativer Artikel.


    Mit einer nicht unwahrscheinlichen Schluß-Idee: daß nämlich sich irgendein Scheich oder sonstiger Milliardär schon finden wird, um einen der drei bekanntesten Clubs auf der Welt zu übernehmen und ein paar hunder Mio dort zu versenken. Wenn selbst Abramowitsch das NACH dem Crash noch macht...

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  • unglaublich, dieser glazer.


    tausenden von menschen bewusst so weh zu tun um auf verwerfliche art und weise seinen persönlichen reichtum zu mehren ist ein verbrechen.


    aber united ist ja auch selbst schuld, und ich kriege einen hals, wenn man bedenkt, dass sich dieser verein seine großen erfolge der letzten zeit nur mit schulden erkauft hat.


    und zb wir vom FC Bayern sind seit jahren die leidtragenden, weil wir seriös unser ding durchziehen und uns solche kriminellen strukturen wie zb. manU seit jahren durch betrug -ja, das ist es- in europa die verdienten früchte klauen.
    (was nicht heißen soll, dass wir es nicht trotzdem hätten besser machen können ;)


    eigentlich sollte ein verein, der pleite geht, weil er auf extremem pump gelebt hat, die durch diese schulden erkauften erfolge wieder abgesprochen bekommen !!

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • ps: mein großer respekt geht an jene aufrichtigen fans, die damals, als glazer einstieg,


    dem club den rücken kehrten und ein neues united of manchester in der untersten liga gründeten...


    ...leider werden sie wohl auch nie so ganz glücklich werden mit dieser wahl (ich kann mich da ganz gut reinversetzen in diesen zwiespalt, wenn ich mir das gleiche beim FCB vorstelle), aber sie haben das schlimmste wohl schon hinter sich, jetzt da der offizielle club wohl den bach runter geht.


    scheiß fußballkommerz!

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">aber united ist ja auch selbst schuld, und ich kriege einen hals, wenn man bedenkt, dass sich dieser verein seine großen erfolge der letzten zeit nur mit schulden erkauft hat. </span><br>-------------------------------------------------------


    Das stimmt eben so einfach nicht!


    Manchesters Erfolge wurden, anders als bei Chelsea, vernünftig erwirtschaftet, wie es auch im Artikel heißt: der Club war wirtschaftlich gesund!


    Das Problem heißt einzig und allein Glazer, der einen gesunden Club wissentlich in den Ruin gewirtschaftet hat!

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • jarlaxle, ich spreche auch nicht von allen erfolgen, sondern von den erfolgen der LETZTEN ZEIT. und glazer ist seit 2005 dort zugange.


    und selber schuld sind sie, weil sie ihre kapitalstruktur so geändert haben, dass sowas wie mit glazer eben möglich wurde.


    wer aber nichts für diese sch... kann: die treuen fans.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)