Tigerentenclub Dortmund

  • hat sich auf das Interview nach dem Spiel vorbereitet

    Ich will so ein Interview nach einer Niederlage - siehe Müller - ja nicht zu hoch hängen, aber wenn man sich in zehn Jahren fragt, für was der Fußballer Marco Reus eigentlich stand, wird da nur das Thema Verletzungen assoziiert sein. Auf dem Platz vielleicht besserer Durchschnitt. Nicht mehr wie ein Bailey oder ein Ibisevic. Aber letzterer hat wenigstens ein Profil. Was man von einem MR auch und besonders als Kapitän neben dem Platz nicht behaupten kann. Eigentlich steht er damit sinnbildlich für den ganzen Verein, der meint größer und wichtiger zu sein als er ist. Der in der Realität aber schauen muss, überhaupt die Nummer zwei in Deutschland bleiben zu können.

  • Wer redet denn von der Bundesliga - beim BVB doch keiner.

    Ich habe keine Ahnung, wer sich beim BVB mit den Granden der CL vergleicht. Ist mir auch ziemlich egal. Ich zumindest messe sie an den direkten Liga-Konkurrenten.


    Natürlich kann man es sich da sehr einfach machen und einzelne Mannschaftsteile rauspicken.


    Spielt man dieses Spiel allerdings auch mit den anderen Teams, wird man aber auch schnell merken, dass dies dort ziemlich gut funktioniert.


    Die Dosen haben keinen einzigen Offensivspieler, der auch nur ansatzweise ein Topscorer der Bundesliga stellt.

    Bei Leverkusen gehören Leute wie Tah und die Bender Bros zum Stammpersonal.

    etc. pp.

  • Man sieht ja jetzt, wo Favre weg ist, wie es läuft. Nämlich schlechter.

    Und das trotz der Tatsache, dass der Heiland wieder dabei ist, dessen Ausfall die Geilen mal schön genutzt haben um den ungeliebten Trainer zu entsorgen. Den direkten Trainervergleich hat Favre jedenfalls definitiv gewonnen. Und ich sehe auch nicht viele Trainer in der Bundesliga, die besser als Favre wären. Vielleicht Flick, Nagelsmann und Bosz. Die ersten beiden dürften keinen Bock auf die Zecken haben, und letzteren haben sie ja schon verbrannt...

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  • Schwatzke und Susi haben es nach Klopp einfach verpasst dem Verein eine Richtung zu geben. Will man jetzt Ausbildungsverein sein, oder die Spitze angreifen? Ein Topverein lässt sich schwer mit einem Igel in der Tasche formen.

    Der BVB wird doch für talentierte junge Spieler nur noch als Durchgangsstation gesehen. Wie soll ein Verein auf der Grundlage dauerhaft erfolgreich sein?


    Die ganzen aktuellen Leistungsträger (Heiland, Reyna, Sancho) haben doch null Bindung zu dem Verein. Wenn die die CL nicht erreichen, sind die schneller weg als sich Aki ins Scheißhaus einschließen kann.


    Hinzu kommen die angesprochenen Schwächen, wie Reus oder Bürki.


    Reus trägt da tatsächlich die Kapitänsbinde. Das wäre so, als würde man bei uns Costa zum Kapitän machen und sich wundern, dass da intern der Baum brennt. Dazu ein Hummels, der erfolgreich den Trainer weggebissen hat und dann aber trotzdem wie Falschgeld da hinten rumhumpelt.


    Dann noch der Corona-Mist und fehlende Einnahmen...


    Das wird für die Geilomaten jetzt wirklich eine Schicksalssaison. Vom Weiten sicher amüsant.

    *Member of "Die Gruppe" since 2013*

  • Das ist doch whataboutism.

    Dass da noch einige mehr rumlaufen, die ihr Geld nicht wert sind, ist klar. Übrigens auch ein klarer Kritikpunkt an das Management.
    Ändert aber nichts daran, dass Bürki sie wieder mit einem üblen Patzer auf die Verliererstraße gebracht hat.
    Den Freistoß muss er einfach anders abwehren. Der war nicht mal gut geschossen. An einem guten Tag hält den ein BuLi-Keeper fest. Aber mindestens zur Seite abwehren sollte den jeder können, der im Hauptberuf Torwart ist.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Dortmund weiß schlichtweg nicht, was man sein will. Man hängt der Klopp-Ära nach und erwartet, dass jeder Trainer diese Emotionen, diesen Stil, den Erfolg zurückbringt. Gleichzeitig soll ein Trainer das Team aber in Sachen Ballbesitz entwickeln, da Rennball allein nicht funktioniert. Man will Arbeiterklub sein, gleichzeitig aber auch die Nummer 2 in Deutschland. Man will international angreifen, ist aber auch Ausbildungsverein.


    Dazu kommen die Medien, die ebenfalls ein verzerrtes Bild des BVB zeichnen. Man hat es einfach nicht geschafft, nach 2012 und das sind jetzt immerhin 9 Jahre, einen neuen Kern zu bilden. Die Leistungsträger sind die jungen Spieler, die aufgrund des Alters Schwankungen unterliegen, die aber eben auch nach 2 Jahren weg sind, weil Dortmund nur Durchgangsstation ist. Und die alten Hasen sind dann Spieler wie Hummels oder Reus, die lange über ihren Zenit hinaus sind. Dazu kommt viel Mittelmaß. Witsel, Brandt, Hazard, Meunier. Wow.


    Völlig egal, ob da jetzt Terzic oder Favre an der Linie steht, aktuell kann jeder Trainer dort nur verlieren. Das ist auch kein Problem, das sich innerhalb eines Jahres lösen lässt. Die müssen nen komplett neuen Kader aufbauen und vor allem müssen sie sich damit abfinden, dass sie eben nicht die Nummer 2 sind. Das wird auf lange Sicht sicherlich Leipzig, einfach weil die in Sachen Talente den ganzen RB Unterbau zur Verfügung haben. Dortmund konkurriert mit Leverkusen und Gladbach um die Plätze 3-5 und das auch nur, wenn nicht langfristig noch Teams wie Wolfsburg, Berlin, Schalke oder Stuttgart dazu kommen. Auch Frankfurt oder Hamburg haben ja durchaus das Zeug dazu, sich dort zu etablieren.


    Diesen Reality Check will nur niemand wahr haben.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Ich denke schon, dass Dortmund immer noch einen qualitativ hochwertigen Kader hat. Das Problem ist, dass dort eben auch viele Durchschnittsspieler kicken, die auf dem allerhöchsten Niveau den Unterschied nicht machen, obwohl sie es aus BVB-Sicht müssten - beispielsweise Can, Brandt oder Witsel. Hinzu kommt, dass Dortmund in den letzten Jahren ziemlich viel Geld für Spieler ausgegeben hat, deren Transfer dann überhaupt nicht den gewünschten Erfolg brachte (Schürrle, Schulz, Yarmolenko).


    Insgesamt ist das dann halt zu wenig, um dauerhaft auf Titel spielen zu können. Fällt denen Haaland weg, sind sie komplett in der Klemme.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Was ist denn das Maximum beim BVB? Ist es vielleicht Platz 2, den Favre holte oder die absurde Idee, die es dort jeden Sommer gibt und von den Medien bestätigt wird, dass man mit Teenagern am FCB vorbeikommt? Favre holte das Maximum aus dieser Truppe. Mehr ist nicht drin. Weniger allemal. Und das darf man nun beim BVB sehen. Jetzt sehen wir eine echte Kindermannschaft. Es fallen halt auch viele FCB-Fans jeden Sommer auf den BVB-Hype rein. Da liest man ständig Haaland und Sancho und blendet die vielen Durchschnittskicker aus, die keiner hier überhaupt wahrnehmen würde, wenn sie nicht beim BVB spielten. BVB ist Arsenal 2.0. Eine Truppe, die medial und in der Wahrnehmung größer ist als auf dem Platz.

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  • Mir gefiel das Spiel des BVB nach vorn gut, sehr zügig mit Kurzpassspiel, anders als beim FC Bayern. Viele finale Passversuche, darunter ja auch
    die beiden Tore. Defensiv lassen sie ihre Gegner dann einfach zu simple in die Angriffszone kommen. Da muss eben mehr Ordnung im MF, punkt.
    Dortmund ist aktuell wie Leipzig in der Phase, wohin geh ich mit meiner Stabilität auf Kosten der Defensive oder der Offensive ?

    Mein Verein - Mein Leben - Kämpfen für den Erfolg -

  • Mir gefiel außerordentlich die defensive Offensive und die Parabel im potenzierten Kurzballspiel mit den vertikalen Diagonalpässen über 50 m auf die Flügel mit der zweikampfgestählten Stürmer die Abwehr übertölpelten.

    Kannst Du analytistisch kognitiv optisch logisch folgen?

  • Das der Typ sich nach seinen vielen enttäuschenden Leistungen beim bvb und der nm immer wieder vor das Mikro traut ist schon bemerkenswert......


    Julian Brandt bezeichnete die Situation als „extrem enttäuschend“. Man bekomme momentan „zu einfache Gegentore“. Weiter sagt der Nationalspieler: „Das ist eine Momentaufnahme, die für jeden Borussen nicht so schön ist. Das kann sich innerhalb von zwei, drei, vier Wochen wieder ändern. Nichtsdestotrotz müssen wir aufpassen, wir müssen punkten.“

  • Favre war eben kein Trainer, der das Maximum aus dem Team rausholen konnte. Muss das echt noch diskutiert werden, nachdem sie mindestens einmal jämmerlich mit 9 Punkten Vorsprung den Titel verspielt haben?


    Wer nach Dortmund gehen könnte? Keine Ahnung. Ich habe ja auch nicht behauptet, dass die sehr guten Trainer auf den Bäumen wachsen. Mit Nagelsmann war jedenfalls 2019 ein solcher Trainer für einen Wechsel innerhalb der Liga verfügbar der deutlich besser als Favre ist.

    Da möchte ich widersprechen, denn gemessen an dem, was der Kader hergibt, hat meiner Meinung nach Favre nahe das Maximum herausgeholt. Deren Kader ist einfach nicht besser. Da gehe ich absolut mit steveaustin10 mit. Wirklich Qualität haben da Haaland und wenn er Bock hat Sancho. Guerreiro ist auch noch ein guter Spieler, aber dann wirds schon dünn. Brandt hat's zwar vom Talent her drauf, aber ist auch die Lethargie in Person. Der Rest der Truppe sind entweder noch Jugendfußballer, "Alt-Stars" (Hummels und Reus) oder einfach Durchschnitt. Ich sehe wirklich nicht, was deren Kader so viel besser als der von Leipzig, Gladbach oder Leverkusen machen soll.


    In Dortmund scheitern die doch regelmäßig daran, dass sie noch von alten Zeiten unter Klopp träumen und dementsprechend einen Klon als Trainer wollen. Tuchel und auch Favre haben dort hervorragende Arbeit geleistet, was sich auch punktemäßig gezeigt hatte. Alle anderen Trainer nach Klopp sind dort in aller regelm. baden gegangen, auch wenn sie 10000x authentischer und pöhlerhafter waren.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Ein großes Problem bei denen heisst Reus. Der ist nur ein Kapitänchen und kann diese Truppe nicht führen.

    Die müssen diesen Zopf mal abschneiden.


    PS: TV Tipp. Am 06.02. Schlag den Star: Pascal Hens vs Döner-Kevin :thumbsup:

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  • Deren Konzept ist halt auch einfach ein Problem. Deren Umsätze sind extrem davon abhängig, wie sie verkaufen, das heißt, die wissen eigentlich nicht so richtig, wie viel Geld reinkommt, bis halt wieder irgendwer für teuer Geld verkauft wurde. Wie will man so langfristig planen? So kann man ja z. B. niemals das Gehaltsniveau auf Sphären heben, die sie bräuchten, um auch mal Top-Spieler langfristig halten zu können. Verplan mal 50 Mio. Ablösen in feste Gehälter und verkauf dann 1-2 Jahre keinen Spieler für viel Geld. Schon gibt's Probleme.


    Die haben natürlich schon wieder einiges an Tafelsilber am Start, aber entweder haben die vergleichsweise niedrige AKs (Haaland) oder sind so jung, dass man auch nicht weiß, wie die Entwicklung in 2-3 Jahren aussehen wird. Außerdem sind auch die nicht davon befreit, sich mal schwer zu verletzen oder den Vertrag auszusitzen. So kann man halt nur den ablösebefreiten Umsatz verplanen und der Rest ist Bonus. So kann man niemals Top-Gehälter bezahlen.


    Und ein weiteres großes Problem ist, dass die das ganze Geld in weiten Teilen nicht sinnvoll einsetzen. Ich habe auch vor einiger Zeit mal nachgeschaut und das erste Mal, dass die wirklich mal richtig Gewinn mit Transfers gemacht haben, war der Dembele-Transfer. Vorher haben die die ganzen großen Erlöse für Mickytralala, Auba etc. fast 1 zu 1 wieder in den Kader gesteckt, und zwar fast ausschließlich in Rohrkrepierer wie Schürrle, Schulz oder diese ganzen türkischen Messis, Ibrahimovics 2.0 etc. So kommt man halt auch nicht weit.


    Die sind jetzt schon auf diesem Durchgangsstation-Image festgefahren und leben das ja auch voll aus, um diese ganzen Top-Talente weiterhin zu bekommen. Wirklich seriös und langfristig planen kann man so aber auch nicht. Und selbst wenn die in 10 Jahren mal auf dem Kohle-Level wären wie wir, weil sie so viele Ablösen herausgeholt haben, dann muss man sich trotzdem fragen, welcher Top-Spieler überhaupt beim BVB spielen möchte. Dann greift ja irgendwann nicht mal mehr dieses Durchgangsstation-Image.


    Das Konzept eignet sich gut, um finanziell gesund zu sein und ein gewisses Mindestniveau halten zu können. Aber das wird niemals aufgehen, um sich wieder auf Top-Level festsetzen zu können.

  • Interessant ist in diesem Zusammenhang auch nochmal, dass Tuchel und Favre einen besseren Punkteschnitt hatten als Klopp. Natürlich hatten die auch insgesamt eine bessere Mannschaft zusammen, aber beide sind mit durchschnittlich 2,09 Punkten (im Vergleich hat Klopp 1,91) nun wahrlich keine schlechten Trainer.


    Ich glaube auch, insgeheim ist es ein Dortmunder Problem, dass sie immer noch Klopp als Person hinterherhängen. Die Suche nach DEM Nachfolger für den Super-Trainer Klopp läuft im Grunde seit 6 Jahren. Wirklich glücklich ist dort doch niemand mehr geworden - und das wird auch so weitergehen, bis Klopp zurückkommt oder Dortmund es endlich schafft, sich davon zu lösen, dass alle wie Klopp sein müssen.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!