Tigerentenclub Dortmund

  • Interessant ist in diesem Zusammenhang auch nochmal, dass Tuchel und Favre einen besseren Punkteschnitt hatten als Klopp. Natürlich hatten die auch insgesamt eine bessere Mannschaft zusammen, aber beide sind mit durchschnittlich 2,09 Punkten (im Vergleich hat Klopp 1,91) nun wahrlich keine schlechten Trainer.

    Das würde ich auch nicht mal zwingend unterschreiben, denn gerade die aktuelle Truppe sehe ich nicht stärker, als der damalige Kader unter Klopp. Deren Problem ist schlicht ergreifend, dass wir zwischen 2009 und 2013 die nächste Entwicklungsstufe vorbereitet und dann mehr als nur machtvoll gezündet hatten. Seit dem halten wir uns konstant unter den Top5 in Europa (lassen wir mal die Zeit unter dem Hütschenaufsteller Kovac außen vor) halten bzw. dort etabliert haben. Auch die anderen haben ihre Aufgaben gemacht und einfach mal die Lücke, die damals mit Klopp zu Platz 3 in der Liga entstand, geschlossen. Dortmund tritt seit fast einem Jahrzehnt auf der Stelle und was das bedeutet, ist klar: Rückschritt.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • https://www.t-online.de/sport/…ofort-auf-bewaehrung.html


    Effenberg: Vier BVB-Stars spielen ab sofort auf Bewährung


    Um es deutlich zu sagen: Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass der BVB mehr Punkte auf dem Konto hätte, hätte er an Favre festgehalten. War es ein Fehler, ihn zu entlassen? Ja – Aus meiner Sicht war es das. Das Problem war nicht der Trainer. Wie sich spätestens jetzt herausstellt, ist es die Mannschaft.


    Wenn es schon Effe schnallt, wird es bedenklich. :D

  • Ist das der Effe, der vor acht Wochen beim DoPa noch orakelt hat das man mit dem BVB in dieser Saison bis zum Ende rechnen muss?

  • Das würde ich auch nicht mal zwingend unterschreiben, denn gerade die aktuelle Truppe sehe ich nicht stärker, als der damalige Kader unter Klopp. Deren Problem ist schlicht ergreifend, dass wir zwischen 2009 und 2013 die nächste Entwicklungsstufe vorbereitet und dann mehr als nur machtvoll gezündet hatten. Seit dem halten wir uns konstant unter den Top5 in Europa (lassen wir mal die Zeit unter dem Hütschenaufsteller Kovac außen vor) halten bzw. dort etabliert haben. Auch die anderen haben ihre Aufgaben gemacht und einfach mal die Lücke, die damals mit Klopp zu Platz 3 in der Liga entstand, geschlossen. Dortmund tritt seit fast einem Jahrzehnt auf der Stelle und was das bedeutet, ist klar: Rückschritt.

    Stimme ich zu.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Das Konzept eignet sich gut, um finanziell gesund zu sein und ein gewisses Mindestniveau halten zu können. Aber das wird niemals aufgehen, um sich wieder auf Top-Level festsetzen zu können.

    Richtig. Genau das ist aber eben auch der Grund, warum die Teams, die auf dem Toplevel sind, sich um eine Superliga bemühen. Die Top 12, 15 in Europa sind dem Rest dermaßen voraus, dass man sie gar nicht mehr einholen kann. Da müsste Barca schon wirklich Pleite gehen. Dass die Kluft zwischen der ersten und zweiten Reihe so groß ist, ist ja durchaus bedenklich. Da muss man nicht einmal das Gejammer vom Rest der Liga anführen, aber dass selbst zwischen Bayern, Dortmund, Leverkusen so eine Kluft ist, ist brutal.


    Aus unserer Sicht sicherlich gut "ertragbar", aber für den Rest? Es spricht ja Bände, dass wir selbst nach den Entlassungen von Carlo und Kovac am Ende noch Meister geworden sind, weil selbst das niemand ausnutzen kann. Was braucht es denn noch?


    Dortmund steckt halt wie viele andere Klubs in dieser zweiten Reihe. Zu schlecht fürs oberste Regal, aber trotzdem auch zu gut, um sich mit Augsburg und co gemein zu machen. Welche Perspektive hat man da und welche will man den Fans und Investoren aufzeigen? Da ist halt keine.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Richtig. Genau das ist aber eben auch der Grund, warum die Teams, die auf dem Toplevel sind, sich um eine Superliga bemühen. Die Top 12, 15 in Europa sind dem Rest dermaßen voraus, dass man sie gar nicht mehr einholen kann. Da müsste Barca schon wirklich Pleite gehen. Dass die Kluft zwischen der ersten und zweiten Reihe so groß ist, ist ja durchaus bedenklich. Da muss man nicht einmal das Gejammer vom Rest der Liga anführen, aber dass selbst zwischen Bayern, Dortmund, Leverkusen so eine Kluft ist, ist brutal.


    Aus unserer Sicht sicherlich gut "ertragbar", aber für den Rest? Es spricht ja Bände, dass wir selbst nach den Entlassungen von Carlo und Kovac am Ende noch Meister geworden sind, weil selbst das niemand ausnutzen kann. Was braucht es denn noch?


    Dortmund steckt halt wie viele andere Klubs in dieser zweiten Reihe. Zu schlecht fürs oberste Regal, aber trotzdem auch zu gut, um sich mit Augsburg und co gemein zu machen. Welche Perspektive hat man da und welche will man den Fans und Investoren aufzeigen? Da ist halt keine.

    Unsere Überlegenheit ist aber eben auch nicht in Stein gemeißelt. 2019 hätte Dortmund recht locker Deutscher Meister werden können, gerade erst sind wir in Kiel im Pokal rausgeworfen worden. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder mal unsere Durchhänger. Du sagst: Selbst dann werden wir Meister. Stimmt. Ich sage aber auch: Wenn es dann mal ein Club schafft, das zu nutzen, werden wir nicht Meister. Unsere Überlegenheit kommt nicht alleine vom vielen Geld, das wir haben. Sie kommt vor allem vom richtigen Einsatz des Geldes, vom Know-how, das wir im Verein haben und hatten. Deshalb sage ich: Es ist in Wahrheit nicht absehbar, ob wir in fünf Jahren noch so dominant oben stehen wie heute. Auch wir sind vor falschen Personalentscheidungen nicht sicher. Von unseren vier Herbst-Neuzugängen beispielsweise hat bis jetzt keiner die Erwartungen erfüllt. Wer sagt, dass wir nicht irgendwann auch mal im großen Stil Fehler machen? Sehr wahrscheinlich ist das nicht - aber möglich ist es allemal.


    Also, ganz so einfach ist es aus meiner Sicht dann doch nicht. Geld schießt zwar Tore, aber: Dieses Geld muss auch richtig investiert werden, um Tore zu schießen.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Richtig. Aber wir müssen dann über mehrere Jahre so ziemlich alles falsch machen und gleichzeitig muss die Konkurrenz alles richtig machen. Wir agieren da einfach aus einer Position der Stärke heraus. Das ist halt sehr unwahrscheinlich. Und selbst wenn XY dann doch mal Meister wird, dann ändert das noch immer nichts an den finanziellen Unterschieden.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Grundsätzlich finde ich das gut und richtig argumentiert. Stimme auch dem großen Teil komplett zu.

    Aber mit der Schlussfolgerung gehe ich nicht mit.

    Ich glaube schon, dass das Konzept tragfähig ist oder zumindest war (ob es mit Corona auch geht, wird man sehen). Wenn man sieht, wie viel Geld die in den letzten Jahren für Transfers ausgeben konnten, wäre da schon die Option gewesen, sich damit einen Kader zusammenzukaufen, der zumindest deutlich besser ist als das, was sie haben. Sieht man dann, wie knapp die Meisterschaft unter Kovac war, hat da nicht soo viel gefehlt.


    Für mich ist der Kardinalfehler die Einkaufspolitik jenseits der TopTalente. Da haben sie in den letzten paar Jahren extrem viel Geld verbrannt. Der vielleicht beste Transfer dieser Riege ist mE Hummels und der geht nur als durchschnittlich durch, da man für einen schon guten aber eben nicht überragenden IV Top-Ablöse bezahlt hat.


    Aber ansonsten reihen sich doch komplette Rohrkrepierer wie Schulz, Schürrle, Götze, Yarmolenko, Immobile an Transfers, die deutlich zu teuer für das bisschen Leistung waren wie Can, Witsel, Delaney, Brandt, Hazard,...

    So kann man halt weder erfolgreich sein noch werden.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Da möchte ich widersprechen, denn gemessen an dem, was der Kader hergibt, hat meiner Meinung nach Favre nahe das Maximum herausgeholt. Deren Kader ist einfach nicht besser.

    Natürlich war der Kader besser, als regelmäßig in München abgeschlachtet zu werden. Und zumindest in der Kovac-Meistersaison musst du unter diesen Bedingungen einfach Meister werden. Immer wenn wir kriselten, kam Dortmund und diente uns als perfekter Aufbaugegner.


    Der Kader war auch auf jeden Fall besser, als immer sehr frühzeitig im Pokal rauszufliegen. Sie kamen unter Favre nicht ein einziges Mal über das Achtelfinale hinaus. Endstation war kein Spitzenteam der Liga, sondern immer Bremen.


    Auch darf man erwarten, dass man ein Achtelfinale gg Tottenham spannender gestaltet, als insgesamt chancenlos 0:4 rauszufliegen. Gleiches gilt mit Abstrichen für das Rückspiel gegen PSG als man mit guten Karten nach Paris anreiste.


    Nein. Das ist einfach alles andere als das Maximum, was Favre aus diesem Kader rausgeholt hat. Dieser Kader war, trotz allem Missmanagement, lange Zeit ganz klar der zweitbeste Kader in der Bundesliga. Natürlich haben sie mit Terzic jetzt einen noch schlechteren an der Seitenlinie, trotzallem sollte man halt nicht leugnen können, dass Favre von Tag 1 der falsche Trainer für den BVB war.

  • Wie schnell man beim BVB vom KloppGuardiolaFlick zum RöberDollStöger werden kann. Wahnsinn^^


    Mittlerweile schießen sich die Medien auf das Glasfrettchen ein. Ziemlich spät. Es doch lange bekannt das er nur ein Mitläufer und kein Anführer ist.

  • stefan2206 Es doch lange bekannt das er nur ein Mitläufer und kein Anführer ist.


    Bei Löw ist das aber noch nicht angekommen. Er setzt weiter auf „den jungen Wilden“.

    Müller ist ja schon zu alt. Ein echt trauriger Treppenwitz.

    Aber uns soll es recht sein. So bleibt der Thomas noch 4 Jahre frisch:!::thumbup:

    Ein Sieg der Bayern und der Tag ist mein Freund

  • Wie schnell man beim BVB vom KloppGuardiolaFlick zum RöberDollStöger werden kann. Wahnsinn^^


    Mittlerweile schießen sich die Medien auf das Glasfrettchen ein. Ziemlich spät. Es doch lange bekannt das er nur ein Mitläufer und kein Anführer ist.

    Bei Reus ist es wie bei Klopp - da schaut man nicht so genau hin.

    Danke Jungs, für ein unbeschreibliches Fußballjahr!

  • Wie schnell man beim BVB vom KloppGuardiolaFlick zum RöberDollStöger werden kann. Wahnsinn^^


    Mittlerweile schießen sich die Medien auf das Glasfrettchen ein. Ziemlich spät. Es doch lange bekannt das er nur ein Mitläufer und kein Anführer ist.


    Wo nachzulesen?

  • Ich würde das aber auch nicht nur auf die Spiele in der AA reduzieren. Ich gehe absolut mit, wenn man sagt, dass Favre nicht der ist, der die letzten Prozentpunkte aus einem Kader quetschen kann. Dafür wirkt der selbst zu sehr wie eine Schlaftablette.


    Ich sehe den Kader auch einfach nicht so stark. Mal blöd gefragt, aber wen würdest du da als absoluten Topspieler bezeichnen, der internationalen Ansprüchen genügt? Da fällt mir spontan erstmal Haaland ein, wobei ich ihm dieses Prädikat auch noch nicht vollends geben möchte. Sancho kann, wenn er will. Zweifelsohne. Aber dann? Was willst du mit einem ZM bestehend aus Delany, Can und Witsel? Damit kannst du den Platz kaputt machen, aber das war es auch schon.


    Unterm Strich: Wir kommen da nicht zusammen ;)

    Oh Well. Whatever. Nevermind.