Hertha BSC Berlin

  • danke für diese gute Ausführung!
    man erkennt eindeutig, dass du da richtig Ahnung hast und dir richtig Gedanken gemacht hast, hast mich vollends überzeugt!

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Wendt: "Geisterspiele" in Berlin Nach den Krawallen im Anschluss an das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:2) hat der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, "Geisterspiele" für Hertha BSC Berlin gefordert.
    "Man ist fassungslos darüber, dass sowas in der Bundesliga möglich ist. Ich fordere mindestens einige Spiele ohne Zuschauer, damit diese Krawallmacher auch merken, dass sie ihrem Verein schaden", sagte Wendt.
    Der DPolG-Vorsitzende bezeichnete den Sicherheitsdienst der Hertha am vergangenen Wochenende als "personifizierte Überforderung" und forderte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) drastische Maßnahmen. "Wir brauchen endlich den namentlichen Ticketverkauf. Dieser muss in allen Stadion Standard werden." Außerdem müsse darüber nachgedacht werden, bestimmte Bereiche im Stadion zu sperren. "Diese Kurven, wo sich die Gewalt hochschaukelt", sagte Wendt.
    Dem DFB und der DFL warf Wendt dagegen die "übliche Betroffenheits-Rhetorik" vor: "Danach passiert eigentlich nichts. Ich erwarte aber, dass der DFB und die DFL ihre sozialpädagogischen Programme auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen. Da gibt es viel Aktionismus ohne Sinn, wenn Geld für die Bastelstuben der Ultras ausgegeben wird."
    Der Gewerkschaftler bot dem DFB erneut die Zusammenarbeit an. "Wir sind gerne zu einem Gespräch bereit. Aber der DFB spricht nur mit Leuten, die ihn nicht kritisieren. Herr Theo Zwanziger hat ja öffentlich erklärt, er wolle nicht mit mir sprechen", sagte Wendt.



    http://www.sport1.de

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  • 1.Größtes Ziel ist wie oben gesagt dass man Strafen verhältnismäßig aussprechen muss, d.h. es darf bei der Strafe keinen Unterschied machen ob ich die Tat im Stadion bzw. auf dem Weg dorthin begehe oder z.B. in einem Bierzelt.</span><br>-------------------------------------------------------
    Dass Strafen gemäß Strafgesetzbuch überall gleich geahndet werden müssen, sehe auch ich so. Das ist schließlich die Grundlage eines Rechtsstaats. Wenn es um das Thema Stadionverbot, dass ja vom Verein her kommt, bin ich aber wie gesagt sehr restriktiv. Wenn jemand im Stadion oder Stadionumfeld Ärger macht, dann muss der Hausherr hier auch ganz klar das Recht haben, solche Leute aus seinem Stadion auszuschließen, damit erstens ein erzieherischer Effekt besteht und zweitens dieser nicht wieder etwas anstellt. Dieses Hausrecht ist nur legitim, denn auch für Gaststätten und andere Veranstaltungsorte dürfen Lokalverbote verhängt werden, so dass der Gleichheitsgrundsatz dieses Recht selbstverständlich auch für Stadionbetreiber gelten lassen muss. Jedoch, und das sehe auch ich sonst als zu hart an, darf das Stadionverbot auch nur für das Stadion gelten, wo die Tat passiert ist. Sonst wird der Grundsatz des Hausrechts ad absurdum geführt, weil es in dem Sinne auch nur ein „Haus“ und nicht 18 oder 36 war. Zumindest in der Bundesliga sollte man dies so regeln. Nur was soll man machen, wenn solche Randale bei einem Länderspiel in einem ganz anderen Stadion passieren und man ja immer in einem anderen Stadion spielt? Dieses Thema ist dann schon komplexer, soll aber jetzt nicht Gegenstand der Diskussion sein, weil es ja primär um die Bundesliga gehen soll.
    Schwieriger wird es da sicher bei der Strafe, wenn jemand auf dem direkten Weg zum Spiel oder auf dem Weg danach nach Hause ist (siehe Fall Würzburg). Begeht eine Person, die zweifelsfrei durch Kleidung oder andere Erkennungszeichen klar einem Verein zuzuordnen ist, während der An-/Abreise eine Tat, dann schadet er damit auch dem Ansehen des Vereins und deren Fanszene. Es besteht also ein mehr oder weniger ausgeprägter Zusammenhang zwischen der Tat und dem Verein. Natürlich soll und muss der Täter dann entsprechend Strafgesetzbuch bestraft werden, jedoch ist die Tat an im Fußball-Umfeld passiert, so dass eine disziplinarische Maßnahme eben im Fußball-Umfeld angebracht wäre.


    2.Weiterhin muss an der Dialogbereitschaft auf Augenhöhe von allen Seiten (Fans, Polizei, Vereine/Verband) gearbeitet werden. Die Stimmung unter den Parteien ist mittlerweile dermaßen vergiftet das es kaum noch möglich ist sich untereinander auf vertrauensvoller Basis zu begegnen. Und da sind alle Seiten daran schuld, da nehme ich keine aus.</span><br>-------------------------------------------------------
    Sicher, da hat sich in der letzten Zeit viel aufgestaut. Auch ich hätte vom Verein gerne etwas mehr Zugeständnisse wie z.B. eine reine Steh-Südkurve oder ein Podest für einen Anheizer mit Megafon. Dass dies in anderen Stadien erlaubt ist, bei uns aber nicht, schafft ein Gefühl der Benachteiligung und somit ggf. der Wut. Auch das Thema mit dem ersatzlos geschlossenen Insider an der Säbener Straße und wie man danach eine bessere Imbissbude mit Klo hinten dran als neue „Fangastronomie“ verkaufen wollte, war auch für mich mehr als unschön und Verarsche. So darf man einfach nicht mit seinen treuen Fans umgehen, denn sie sind die Seele im Stadion.
    Zum Thema Polizei kann ich wegen zu wenig Erfahrung leider nicht so viel sagen. Ich habe mich aber dahingehend mal mit einem befreundeten Polizisten unterhalten, der früher oft im Frankenstadion vor Ort war. Seine Meinung deckt sich da etwa mit deiner, nämlich dass sich Polizei und Fangruppen eine sehr schlechte Atmosphäre aufgebaut hat und die Kollegen den Dienst im Stadion oft nur noch als lästige Arbeit empfinden. Klar, wenn man jedes zweiten Wochenende von unverbesserlichen Deppen angepöpelt wird und man selbst als Beamter ja nur seinen Dienst tun möchte, dann verstehe ich voll und ganz, dass sich hier mit der Zeit eine „LMAA-Mentalität“ einstellt und man sehr restriktiv gegen Täter vorgeht. Jedoch denkt auch mein Freund, dass die Polizei es sofort honorieren würde, wenn sich auch die Fangruppen anständiger verhalten würden. Denn auf Deeskalation sind die schließlich auch geschult.
    Das größte Problem sehe ich aber definitiv von Seiten der Fangruppen her. Klar möchte man ein Umfeld haben, in dem man möglichst gute Stimmung hat und seine Mannschaft voll unterstützen kann, da kann ich jeden Fan voll verstehen und unterstütze dies selbstverständlich. Es gibt viele Fangruppen, die sich um einen sachlichen, konstruktiven und vor allem diplomatischen Dialog bemühen, um ihre Wünsche und Vorschläge einzubringen. Jedoch gibt es eben auch Gegenbeispiele wie eben die Schickeria, die mit Diplomatie nicht viel am Hut hat und durch diese Halten viele Türen wieder zuhaut. Genau aus dem Grund habe gegen die SM so einen harten Brass, eben weil deren Verhalten der Fanszene und dem Verein mehr schadet als nützt. Nach dem Vorfall in Würzburg hätte man ganz klar Stellung beziehen müssen, doch stattdessen hat man die Tat mehr oder weniger verharmlost, verschleiert und die Schuld zum Teil umgelenkt. So geht man eben nicht diplomatisch vor, wenn man auf der anderen Seite Verbesserungen für die Fanszene haben möchte. Da macht ganz klar das fehlende Fingerspitzengefühl der SM vieles wieder kaputt, was die anderen Fangruppen durch konstruktiven Dialog erreichen könnten. Deshalb bleibe ich dabei, dass eine wirkliche Verbesserung für die Fanszene nur ohne die SM zu machen ist.


    3.Es muss endlich einmal damit aufgehört werden aus einzelnen, winzig kleinen Mücken riesige Elefanten zu machen. Das gilt auch für beide Seiten.</span><br>-------------------------------------------------------
    Das stimmt natürlich, nur wo will man hier die Grenze ziehen? Im aktuellen Beispiel aus Berlin lag da vieles im Argen. Auf der einen Seite darf man Sachbeschädigung, die Stürmung des Innenraums und die sicher angepeilte Körperverletzung gegen Spieler nicht verharmlosen. Das kann und darf in einem Bundesligastadion nicht passieren. Auf der anderen Seite waren Berichte, dass die Randalierer jagt auf die Ordner gemacht haben auch so nicht richtig, wie man anhand der Fernsehbilder sehen konnte. Doch wenn es um die Wertung bzw. Einstufung von Vergehen geht, dann hilft in erster Linie eben der Dialog zwischen Fangruppen und Polizei. Beide Seiten müssen sehen und verstehen, dass man vernünftig runterkommen muss. Die Fangruppen müssen sich ganz klar im Pöpeln gegen die Polizei und im allgemeinen Benehmen verbessern, genau wie im Gegenzug die Polizei dann mehr auf Deeskalation und „gesunde Distanz“ setzen sollte. Doch die Polizei hat hier eben oft den schwarzen Peter: Passiert was und sie haben zu spät eingegriffen, dann kriegen sie Ärger. Und wenn sie zu hart durchgreifen, dann riskieren sie wieder ein Aufstauen von Wut bei der Fangruppe. Da möchte ich nicht in deren Haut stecken.


    4.Alle müssen akzeptieren das es sowohl auf Fanseite als auch auf Seiten der Polizei schwarze Schafe gibt, das es sich dabei um Einzelfälle handelt, die dann aber auch als solche behandelt gehören. Weder sind alle Fans oder insbesondere die Ultras böse noch sind alle Polizisten heilige Kühe. Und auch nicht umgekehrt. So wie es im Moment läuft wird von beiden Seiten dermaßen polarisiert dass junge Fans schon fast gezwungen sind in eine Abwehrhaltung zu gehen, die sich im Laufe der Zeit in eine grundsätzliche Antihaltung weiterentwickelt. Und dann ist es fast unmöglich sie da wieder rauszuholen.</span><br>-------------------------------------------------------
    Das stimmt. Es dürfen nicht alle über einen Kamm geschoren werden, nur weil einzelne auffällig werden – egal auf welcher Seite. Sicher lassen sich manche Fanausraster auch mit den besten Sicherheitsmethoden und der besten Fanarbeit nicht verhindern, genau so wenig wie ein vielleicht mal übermäßig hartes Durchgreifen der Polizei. Da kommt wie weiter oben schon gesagt, sehr viel darauf an, wie gut der diplomatische und vor allem ehrliche Dialog zwischen beiden läuft. Damit steht und fällt hier aus meiner Sicht fast alles. Nicht umher komme ich aber, hier erneut auf die SM zu zeigen, eben weil auffällig gewordene eigene Leute nicht genügend zur Rechenschaft gezogen werden bzw. man dies sogar noch gutheißt. Bei diesem Verhalten ist klar, dass die Polizei hier ebenfalls hart bleibt.


    5.Es muss sehr viel mehr in die Sozialarbeit gesteckt werden. Die finanzielle Unterstützung der Fanprojekte wurde mit deren Schaffung Mitte der 90er fetsgelegt und seitdem nie wieder erhöht. Es gibt zwar erste positive Signale (in München konnte vor wenigen Wochen eine weitere Stelle geschaffen werden) aber auch immer wieder negative bzw große Rückschläge (in Stuttgart gibt es gar kein Fanprojekt weil die Stadt kein Geld darüf ausgeben will; in München gibt es seit kurzem kein Fanheim mehr, was die Sozailarbeit unheimlich erschwert weil es keinen zentralen Anlaufpunkt mehr gibt)</span><br>-------------------------------------------------------
    Von wem kommt eigentlich genau die finanzielle Unterstützung? Staat, Land oder Kommune? Und dass es seit kurzem kein Fanheim mehr gibt, habe ich gar nicht mitbekommen. Aber es wäre in der Tat mal interessant zu wissen, welcher gesellschaftliche Mix genau in der Fanszene ist und wo hier die Schwerpunkte der Sozialarbeit liegen. Wie genau sieht hier die Sozialarbeit eigentlich aus? Sicher geht es wohl stark um die Themen Arbeitslosigkeit, Gewaltprävention, Hartz4, Integration, etc.. Nur wie wirkt man in dieser Sozialarbeit darauf hin, um die Fans zu einem respektvollen Umgang mit anderen wie eben der Polizei oder den gegnerischen Fans hinzukriegen?


    6.Fußball muss Sport bleiben. Dutt hat z.B. angeprangert das Spieler zwar sportlich entäuschen könnten, das dies aber noch kein menschliches Versagen darstelle und auch von den Fans nicht so gesehen werden dürfe.
    Diese Sicht wird aber seit mehreren Jahren von den Vereinen und vor allem der DFL selbst vorangetrieben. Fußballer sind keine Sportler mehr sondern Superstars und Entertainer die eine Show bieten. Der Zuschauer hat Anspruch auf einen vergnüglichen Nachmittag, wichtig ist der Spaßfaktor am Event. Man bekommt eine Dienstleistung geliefert und hat Ansprüche die erfüllt werden müssen.
    Nur ist Fußball das alles eben nicht. Es ist ein sportlicher Wettkampf, wo es nicht nur Gewinner und ewig eitel Sonnenschein geben kann. Es gibt genauso viele Verlierer. Nur passt das gar nicht ins Marketingkonzept und muss überspielt werden. Dass das nicht ewig hinhaut ist auch klar.
    Und so züchtet man sich ein Publikum heran das in einem Fall seinen Unmut nach kürzester Zeit durch pfeifen zu Ausdruck bringt wenn es sich nicht ausreichend unterhalten fühlt (wie bei uns), und im anderen Fall seinen aufgestauten Frust wie in Berlin geschehen in agressiven Aktionen Bahn brechen lässt.</span><br>-------------------------------------------------------
    Das ist in der Tat eine sehr traurige Tatsache. Vor allem nervt es mich, wenn die Mannschaft von den eigenen Fans ausgepfiffen wird. Das ist so ziemlich der Gipfel der Unverschämtheit. Menschen sind sehr schnell, jemanden als Verlierer oder Unzureichend abzustempeln und seinen Verkauf zu fordern, was irgendwo auch die Gesellschaftsentwicklung an sich widerspiegelt. Doch hier muss man auch ganz klar den Medien bzw. sogar den Vereinen irgendwo einen Vorwurf machen, dass sie die Spieler nicht selten als Götter oder Übermenschen hinstellen und dies mit emotionalen Dingen dem Zuschauer rüber bringen. Und genau so schnell, wie sie einen Spieler hochjubeln, genau so schnell schreiben sie ihn auch wieder nieder, wenn er nicht diese übermenschliche Leistung bringt. Auch die oft überzogenen Kommentatoren oder Analysen nach dem Spiel tun ihr übriges dazu. So verkommt der Sport eben immer mehr zu Show, was schade ist. Die Frage ist nur, wie man diesen Trend bremsen oder gar umkehren könnte! Dies wird man nicht schaffen, eben weil die Medien nur all zu viel Narrenfreiheit genießen und diese nicht selten missbrauchen (siehe Fall Schweinsteiger). Hier würde wohl nur ein geschlossener Druck von DFB, DFL, Vereinen, Polizei und Fans halbwegs was bringen. Jedoch müssen sich aber auch die Fangruppen selbst an die Nase fassen, wenn man Spieler in der eigenen Pressearbeit zu hoch lobt bzw. Missstände im Fußball zu hart ankreidet. Mit letzterem hat man vielleicht Recht, aber es muss immer beachtet werden, nicht künstlich Aggressionen zu schüren (siehe Südkurven-Bladl vorm Nürdnberg-Heimspiel).


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Es gibt sicher noch mehr Punkte und ich hab sicher auch den ein oder anderen wichtigen bei meiner Ausführung vergessen, aber das sind einige der zentralsten Themen.</span><br>-------------------------------------------------------
    Na das reicht doch schon mal und lässt glaube ich erkennen, dass wir bis auf ein paar Ausnahmen, eigentlich nicht soweit auseinander liegen. Die Frage ist eben nur, welches Lager – also Fanszene, Vereine oder Polizei - bereit ist, hier den ersten und wirklich ernst gemeinten Schritt zu tun, um hier wirklich was zu verbessern und Gewalt künftig einzudämmen. Die ersten beiden können sehr viel bewirken, eben weil sie relativ frei entscheiden können; aber letztere sind natürlich immer an den Staat und die Gesetze geknüpft.

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  • http://www.abendzeitung.de/sport/mehr_fussball/172514


    sehr besonnenes interview, zu einem großen teil zu diesem thema.




    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Wir haben da Fortschritte erzielt und setzen weiter auf einen Selbstreinigungsprozess in den Kurven. Wir sind regelmäßig in Kontakt, schließen diese Fanklubs nicht aus. Im Gegenteil: Es gibt von unserer Seite Annäherungsversuche. Sie sind Mithörer bei Veranstaltungen dieser Art. Außerdem gelten Stadionverbote ja nicht für ewig, sondern meist für drei bis fünf Jahre. Unser Motto ist: Wer miteinander redet, kann keinen Krieg gegeneinander führen. Kein Fan soll seinen Verein hassen. </span><br>-------------------------------------------------------

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Was der liebe Herr Wendt macht, ist genau das falsche, aber genau das habe ich befürchtet.
    Alle Ultras sind Verbrecher und Randlierer, jeder der an Choreograpien beteiligt ist, ebenso und er stellt auch noch gleich die ganze Kurve als Brutstätte des Terrors dar.
    Das ist ein Schlag in Gesicht für alle Fans, die Woche für Woche ihre Mannschaft in den Stadien friedlich unterstützen, Freizeit opfern um so tolle Choreos wie zum 110. des FC Bayern auf die Beine stellen.
    So verhärten sich nur die Fronten.
    Wenn ein Polizist Scheisse baut, verhängt man also am besten gegen die gesamt Dienststelle Disziplinarverfahren. Nichts anderes fordert Herr Wendt nämlich für Fussballfans.
    Herr Wendt stellt alle Fussballfans unter Generalverdacht. Da darf man sich nicht wundern, dass sich bei jugendlichen Fans immer mehr Aggressionen gegen die Polizei aufbauen.
    Herr Wendt gießt die ganze Zeit Öl ins Feuer. So langsam sollte er auch mal über Konsequenzen nachenken bzw. er sollte Konsequnzen für seine sprachliche Brandstifterei bekommen, nämlich in der Form, dass er zu Rücktritt aufgefordert wird.
    Vielleicht ist mein Beitrag ein bissel heftig, aber diese Aussagen lösen eine solche Wut in mir aus.

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  • Das ist ein gutes Beispiel für das was ich mit der vergifteten Atmosphäre meine. Wendts Aussagen sind genauso schädlich wie strunzdumme ACAB Parolen der anderen Seite und machen alles nur noch schlimmer.

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  • Also ich habe zu dem Thema ne andere Meinung.
    Die Polizei überwacht doch die gesammten Fans auf den Rängen mit Videokammeras. Spätestens wenn die sich anfangen zu vermummen und aus den Fahnen Schlagstöcke machen, da muss die Polizei ran und sich vor der Kurve positionieren. Dann sind 100 Halbstarke aufs Feld gestürmt, als dann die Polizei kam, sind die doch direkt geflüchtet.


    Es war also eher wieder eine Versäumnis bzw. Fehlverhalten der Polizei. Somit sollte eher der Einsatzleiter im Stadion wieder in den Streifendienst.

    Uli Hoeneß beim DOPA am 24. Feb. 2019
    „Wenn ihr wüsstet, wen wir für die neue Saison schon sicher haben!“

  • Den Verein mit Geisterspielen zu bestrafen ist genau der falsche Weg dabei.
    Wie schon vorher gesagt wurde haben die Clubs Videokameras installiert und da müssten sich mit neuester Technik eigentlich die Hauptschuldigen ermitteln lassen.
    Mit so einer Massnahme wie jetzt angezettelt bestraft man auch die treuen Fans und scheert Alle über einen Kamm 8-)

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  • Grundsätzlich halte ich vom Instrument „Geisterspiele“ auch nicht viel, denn sie treffen meist den falschen. Es muss, wie Hecking sagte, die Randalierer hart treffen und nicht den Verein bzw. den Stadionbetreiber. Höchstens der Stadionbetreiber hat selbst einen Fehler gemacht, dann muss sich auch er rechtfertigen (z.B. unzureichende Ordnerpräsenz, grobe Nachlässigkeit bei der Sicherheit).


    Auch bin ich ganz klar der Ansicht, dass sich die DFL - nicht die einzelnen Vereine - an den Kosten für die Polizeipräsenz an Spieltagen beteiligen muss bzw. diese ganz übernehmen muss. Denn irgendwo ist es ja ungerecht, dass jeder Steuerzahler für ein Fußballspiel mitzahlen soll, auch wenn er gar nichts mit Fußball am Hut hat. Die DFL kassiert mit Fußball Milliarden, aber die Polizei wollen sie nicht bezahlen, was nicht sein kann. Jeder Veranstalter muss für die Sicherheit seiner Veranstaltung sorgen und dies auch zahlen. Wenn wir an Kirchweih unser Zelt haben, dann haben wir auch eine Security vor Ort, die wir selbst bezahlen müssen.


    Und wenn eine Fangruppe das grobe Fehlverhalten ihrer Mitglieder deckt bzw. diese nicht sanktioniert, dann finde ich – so hart es auch klingt - dass die gesamte Gruppe Stadionverbot erhalten soll. Denn wer Randalierer und Täter in den eigenen Reihen zulässt, der gehört eben so bestraft wie der Täter selbst. Auf diese Weise würden es sich die Vorstände nämlich zweimal überlegen, ob sie künftig auch noch so was decken bzw. die Schuld auf andere Abschieben, eben weil dann die gesamte Fangruppe dafür büßen müsste. Hart aber irgendwo gerecht. Und als Nebeneffekt würden sich dann sicher viele friedliche Fans von einer Gruppe lossagen, die Gewalt deckt bzw. unterstützt, eben weil sie nicht Bock haben, immer wieder ausgeschlossen zu werden. So verlören diese Gruppen immer mehr an Zuspruch, bis sie dann entweder weg wären oder sich umbesinnen und wieder friedlich im Stadion mitmachen.

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  • Wenn man bei Hertha nun ein Exempel statuieren würde wäre es doch noch eine Bestätigung für solche Chaoten, das sie mit ihrem Verhalten was erreichen können 8-)
    Ob sie damit ihrem Club schaden ist solchen Idioten doch vollkommen egal !!

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  • http://www.sport1.de/de/fussba…liga/newspage_213673.html


    Die ersten sind auch schon identifiziert worden.



    Es gibt Gerüchte, nach der Führung von Hertha seien Teile der Hundertschaft abgezogen worden, weil kurz drauf an einem Bahnhof ein Zug aus Cottbus erwartet wurde, wo der BFC Berlin, glaube ich, gegen Cottbus II spielte und man da wohl auch ärger erwartete.


    Das grundsätzlich zu wenig Polizei im Lande aktiv ist, ist nicht erst seit gestern so.

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  • Das Dies zur gleichen Zeit passieren würde oder könnte war ja auch mit Sicherheit vorher bekannt oder 8-)
    Schlechte Planung sage ich da nur :-S

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  • ich finde man sollte Fans endlich ganz aus den Stadien verbannen und nur noch Touristen reinlassen
    1. die machen keinen unnötigen Lärm während den Spielen
    2. die halten keine Fahnen oder Plakate o.ä. hoch und verdecken damit die Sicht.
    3. die zahlen höhere Ticketpreise
    4. gibt keinen Ärger mehr mit Polizei&Ordnern
    5. mehr Sitzplätze wenn endlich die Stehkurven weg sind
    6. damit auch mehr Platz für VIP-Tribünen und VIP-Logen

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  • Die Aussagen vom Herrn Wendt halte ich für vollkommen falsch. Vor allem die Infragestellung von Fanprojekten halte ich für fragwürdig, gerade hier würde ich mehr Zeit/Geld investieren.

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  • Offensichtlich bleiben nur die "Geisterspiele" als letzte Konsequenz übrig, da man die Herthaner mit Punktabzug nicht mehr beeindrucken kann. :D


    Aber ernsthaft: Ich verstehe persönlich nicht, was diese "Geisterspiele" bringen sollen. MMn werden damit die Falschen getroffen, nämlich die friedlichen Fans, die nur ins Stadion gehen, um ihre Mannschaft anzufeuern.


    Diejenigen, die mit den "Geisterspielen" eigentlich bestraft werden sollen, tangiert diese Maßnahme oft überhaupt nicht. Angenommen, der DFB verhängt drei Spiele Stadionsperre, dann ist zwar Ruhe, aber die Rowdies sitzen diese drei Spiele einfach aus. Meist machen sie hinterher genau so weiter wie vorher. Es ändert sich schlicht überhaupt nichts.


    Deswegen ist mMn der personalisierte Ticketverkauf die einzige Konsequenz, um diese Unsitte in den Griff zu bekommen.

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  • So wie UH es macht ist es richtig. So weit wie möglich auf die Fans zugehen. Die, die es gar nicht lernen muss man dann halt wirklich rausschmeißen und auch strafrechtlich verfolgen.

    Da kommt ihr nie drauf!

  • die Hertha hat doch nächste Saison 17 Geisterspiele in der 2.Liga. Die BSC ist doch in Berlin auch nur bei Erfolg oder sauwichtigen Spielen interessant.

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