Hertha BSC Berlin

  • Man sollte davon ausgehen das die schon wissen was die tun.

    Dafür gibt's im Fussball zu viele Gegenbeispiele von Leuten, die keine Ahnung aber Kontrolle haben. Siehe Hannover, Miezen, HSV, Uerdingen, usw... bin da bis auf Weiteres eher skeptisch.

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  • So isses... man zeige mir mal einen Verein (in Deutschland), bei dem das Hochpushen im Hauruck-Verfahren jemals nachhaltig geklappt hätte. Mir fällt gerade keiner ein. Im Gegenteil, das Resultat war dann meist ein völliges Desaster mit mehrfachem Abstieg und Überschuldung bis an den Rand der Insolvenz.


    Ich glaube inzwischen das kann gar nicht funktionieren, weil die Spieler, die man da holen will einfach Ansprüche an den eigenen Erfolg stellen, der mit der Restmannschaft gar nicht realistisch machbar ist, und sie dann recht schnell die Lust verlieren und sich anderweitig umsehen. Das geht vielleicht mit Talenten die ein Sprungbrett suchen und einem entsprechenden Trainer, die sie dann fördert. Aber doch nicht mit gestandenen Profis wie Xhaka. Wenn die mal 3 Spiele verlieren hat der doch gleich die Schnauze voll.


    Ich will mal freundlicherweise unterstellen, dass die Investoren in Berlin nicht ganz so beknackt sind wie bspw. der Ismaier, aber gerade dann sollte denen doch nicht entgangen sein, dass Modelle mit langfristiger Planung wie in Leipzig oder Hoffenheim einfach erfolgversprechender sind als diese "wir kaufen uns an die Spitze"-Schnapsidee.

    Naja, im Endeffekt muss sowas wie Hoffenheim ja das Vorbild sein.


    Die wurden auch in kurzer Zeit mit viel Geld hochgepusht und haben sich mWn inzwischen finanziell konsolidiert.


    Um so einen Kader aber dauerhaft bezahlen zu können, braucht Hertha aber regelmäßig CL, sprich sie müssen in die Top 4 der Liga.


    Und ob das Geld dafür reicht, dass darf bezweifelt werden. Dortmund und Leipzig haben finanziell andere Möglichkeiten. Und dann gibt es ja noch Leverkusen, Schalke, Gladbach, die auch oben mitspielen.



    Stand heute würde ich tippen, dass das bei Hertha maximal ein Strohfeuer wird und es in ein paar Jahren wieder begab geht...

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  • Da hat - in der heutigen Zeit! - einer 125 Mio in die Hand genommen. Sehr löblich! Nur dass die Preise heute andere sind als vor 10 Jahren.

    Da kauftst du einen Hernandez und einen Pavard und die Kohle ist alle!

    Einen Xhaka und einen Draxler wird man sicher nicht gechenkt bekommen - und schon gar nicht aus laufenden Verträgen heraus.

    Da dürfte man bei Einkäufen in diesen Größenordnungen sehr schnell am Ende der Fahnenstange sein. Und ob dann drei Spieler es alleine richten, sei mal dahin gestellt.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Naja, im Endeffekt muss sowas wie Hoffenheim ja das Vorbild sein.


    Die wurden auch in kurzer Zeit mit viel Geld hochgepusht und haben sich mWn inzwischen finanziell konsolidiert.

    Das ist aus meiner Sicht aber nicht vergleichbar, weil die aus dem Nirwana in den Profifussball gepusht wurden - was mit überschaubaren Mitteln relativ problemlos machbar ist - und der Investor sich bei wachsendem Erfolg immer weiter zurückgezogen hat.


    Was die Hertha hier offensichtlich versucht ist mit Gewalt den Sprung von einem soliden Top-Proficlub in die Weltspitze. Das ist nicht nur wesentlich schwieriger (oben wird die Luft bekanntlich dünn), sondern deshalb auch um mehrere Größenordnungen teurer. Wenn ich dann was von 150 Millionen höre, lach ich mich kaputt. Das reicht doch selbst dem Bundesligamittelmaß nicht länger als drei Jahre.


    Solche "popeligen" Summen wären in Stadion und / oder Jugendakademie wesentlich besser angelegt, weil sie da bis in alle Ewigkeit neuen Profit generieren, wenn man sich nicht ganz doof anstellt.

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  • Da bin ich absolut bei euch.


    Das wird so nicht funktionieren. Vor allem nicht mit fertigen Spielern wie Xhaka, Draxler und Götze.



    MMn hat Hertha 2 sinnvolle Optionen für das Geld:


    1. Investieren in Jugend/Stadion


    2. Die "Dortmund-Strategie": Von dem Geld einige Talente kaufen in der Hoffnung, dass man dann durch Verkäufe (Dembele, Aubadings, bald Sancho) einen guten Gewinn erzielt, der dann wieder in neue Talente investiert werden kann.

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  • So isses... man zeige mir mal einen Verein (in Deutschland), bei dem das Hochpushen im Hauruck-Verfahren jemals nachhaltig geklappt hätte.


    Ich glaube inzwischen das kann gar nicht funktionieren

    Mir würden Hoffenheim und Leipzig einfallen. Und bei beiden hat es deswegen funktioniert, weil Geld nicht vornehmlich in Beine investiert worden ist, sondern in Köpfe. Beide Vereine, Leipzig noch mehr als Hoffenheim, haben professionelle sportliche Leitungen, die vernünftig Strukturen und besonders ein gutes Scouting etabliert haben. Und, was wichtig ist: Keiner der beiden Vereine hat Jürgen Klinsmann als Trainer.

  • Mir würden Hoffenheim und Leipzig einfallen. Und bei beiden hat es deswegen funktioniert, weil Geld nicht vornehmlich in Beine investiert worden ist, sondern in Köpfe. Beide Vereine, Leipzig noch mehr als Hoffenheim, haben professionelle sportliche Leitungen, die vernünftig Strukturen und besonders ein gutes Scouting etabliert haben. Und, was wichtig ist: Keiner der beiden Vereine hat Jürgen Klinsmann als Trainer.

    Genau deshalb sind das für mich auch keine Beispiele für schnelles "Hochpushen", im Gegenteil.


    Natürlich geht das am Anfang relativ flott, wenn du in der 5. Liga Spieler kaufst die auch in der 3. Liga noch das Niveau unserer Amateure haben, da kannst du für wenig Geld schnell durchmarschieren. Aber als es dann hart auf hart Ging (3. Liga aufwärts), wurde nur noch Geld in Spieler investiert, die man als Toptalente geholt hat und langfristig binden wollte. In Leipzig laufen ja heute noch einige von denen rum, d.h. die haben ihre aktuelle Tabellenführung sicher nicht kurzfristig zusammengekauft.


    Aber inzwischen ist auch Leipzig an einem Punkt angekommen, wo man akzeptieren muss dass man letztendlich auf absehbare Zeit erst mal das neue Leverkusen sein und nicht sofort auf Dauer mit Bayern den ganz großen mitspielen wird. Der Auftritt von Mintzlaff (gutes Beispiel für "Köpfe") beim Doppelpass hat das im Prinzip bestätigt; mit Geld rausschmeissen kommst du in diesen sportlichen Regionen nicht mehr weiter, da muss ein langfristiger Plan her.

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  • Sowohl bei Hoffenheim als auch bei RB Leipzig hat der Weg an die Spitze einige Jahre gedauert. Da ist es dann eben nicht damit getan, mal 120 Mio auf den Tisch zu legen und an einen Selbstläufer zu glauben. Auch Hoffenheim hat trotz Hopp schon gegen den Abstieg aus der Bundesliga gespielt.

    Auch RB Leipzig hat von 2009 bis 2016 gebraucht, um in der 1. Liga anzukommen. Und auch die haben 3 Jahre Regionalliga und 2 Jahre 2.Liga beraucht, bis sie es endlich gechafft hatten. Und da mangelt es sicher nicht am Geld. Aber denen ist ein tragfähiges Konzept wichtiger gewesen.


    Dann lassen wir uns doch mal überraschen, was der neue Investor bei der alten Dame so bewirkt.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Ich finde den Vergleich zu Hoffenheim oder Leipzig schwierig. Das Umfeld in Berlin bietet zwar einerseits andere Möglichkeiten, ist aber auch ungleich schwieriger als bei Vereinen, die es ohne diese eine Person gar nicht geben würde, die dann eben auch keine Geschichte ohne diese Person haben - u0nd deren 0Publikum dann auch sehr vom "normalen" Fußballfan abweicht.

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

  • Ich finde den Vergleich zu Hoffenheim oder Leipzig schwierig. Das Umfeld in Berlin bietet zwar einerseits andere Möglichkeiten, ist aber auch ungleich schwieriger als bei Vereinen, die es ohne diese eine Person gar nicht geben würde, die dann eben auch keine Geschichte ohne diese Person haben - u0nd deren 0Publikum dann auch sehr vom "normalen" Fußballfan abweicht.

    Aber das ist doch das Ziel der Windhorsts, Kühnes, Ismaiks, Eichbergs und wie sie alle heißen und hießen: Aus den jeweiligen Vereinen solche zu machen, die ohne sie nicht mehr denkbar sind.


    Dass Mateschitz und Hopp sich mehr oder weniger selbst Vereine geschaffen haben, liegt ja daran, dass in Deutschland nur auf diese Weise die vollständige Kontrolle über den gesamten Verein zu erlangen ist. So gesehen haben sie aus den Fehlern anderer gescheiterter Investoren gelernt und die entsprechende Konsequenz gezogen. Windhorst ist aber, was das Fußballbusiness betrifft, offenbar irgendwie ziemlich 1990, was auch die Personalie Klinsmann erklärt.

  • Das Beste von Berlin war die Kneipe von Hanne Weiner. Und die S-Bahn von Onkel-Toms-Hütte aus.

    Du meinst U-Bahn, die U3 fährt zwar lange zeit oberirdisch ist aber ne u Bahn Linie.


    Hanne weiner übrigens ein cooler typ, hat damals ein Fußball camp geleitet wo ich als Schüler war. Lang lang ist her..

    rot und weiß bis in den Tod

  • ich fände es klasse wenn Berlin das Wunder schaffen würde mit Xaka, Götze und Draxler.

    Kling nach Arsenal light. Ein Spieler, der da wirklich spielt und zwei, die eigentlich typische Arsenal Transfers wären und da perfekt hinpassen würden.

    Man fasst es nicht!

  • Du meinst U-Bahn, die U3 fährt zwar lange zeit oberirdisch ist aber ne u Bahn Linie.


    Hanne weiner übrigens ein cooler typ, hat damals ein Fußball camp geleitet wo ich als Schüler war. Lang lang ist her..

    Wir waren damals mit dem Auto bis Onkel-Toms-Hütte, dann ab in die U-Bahn, die auch oberirdisch fährt und rein in die Schänke. Dann war der gute Hanne auch noch persönlich da und hat uns ein paar Stories über Gerd Müller erzählt, mit dem er in den USA reichlich Kontakt hatte.

    Ist tatsächlich schon langeher ;)

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Ich finde den Vergleich mit Leipzig und Hoffenheim unpassend, denn die haben nicht mal bei Null sondern gefühlt -100 angefangen. Hertha ist ein gestandener Bundesliga-Verein und mir kann auch keiner erzählen, dass die davon ausgehen, mit 150 Mio. Euro in die Weltspitze des Fußballs vordringen zu können. Außer die wechseln die Sportart zu Hallen-Halma. Was die aber mit Transfers wie Xhaka, Draxler und Götze bewerkstelligen können, ist, sich in der Bundesliga im oberen Drittel zu etablieren. Dadurch haben sie doch auch ganz andere Perspektiven für Talente etc.. Klar ist aber auch, dass dieses Festsetzen im oberen Ligadrittel, am besten im internationalen Geschäft bzw. CL, in den nächsten 2, 3 Jahren erfolgen muss. Ansonsten verpufft das schneller, als da jemand 150 sagen kann.