Bayer 04 Vizekusen

  • Finde das Urteil okay und auch kein Vorwurf an Kiesling. Selbst wenn er gesehen hat, dass der Ball vorbei ging, wieso sollte er es zugeben ? Klar, Fair Play und so, aber In der BL spielen halt Profis. Ich wette von 100 Spielern würden vielleicht zwei dem Schiri gegenüber zugeben, dass es kein reguläres Tor war. Stell Dir mal vor was ihm seine Mannschaftskameraden erzählen, wenn Sie wegen ihm in der nächsten Saison nicht CL, sondern nur EL spielen und ein oder zwei Punkte gefehlt hätten.


    Die Fair Play Aktionen an die mich erinnern kam, kamen meistens von Mannschaften für die es um nichts mehr ging, oder in Spielen, die schon entschieden waren. Kann mir nicht vorstellen, dass man allzu viele Fair Play Aktionen findet, bei Spielen in denen es wirklich um was ging und bei knappem Spielstand.

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  • jaja, typisch DFB...


    diese ganze "Tatsachenentscheidung" ist doch bloß eine Alibiregel von FIFA/UEFA, damit von Schiris beeinflusste Spiele hinterher nicht mehr angefochten werden können ! Nix weiter !


    Diese ganze Regel gehört in die Tonne !


    Leider hat der DFB dann auch nicht das Rückgrat und den Mumm, gegen diese Regel aufzubegehren, und ein WH-Spiel anzusetzen - mMn die einzige faire und sportliche Lösung !


    Leverkusen hat diese 3 Punkte aufgrund einer Unsportlichkeit Kießlings befunden, der ohne Zweifel genau wußte, dass der Ball nicht drin war !
    Wenn Hoffenheim jetzt vielleicht wegen dieser Niederlage absteigt (also, weil 1-2 Punkte fehlen), dann möchte ich mal sehen, wie der Hopp gegen den DFB wettert !


    Habe aber nix anderes vom DFB erwartet...die heben ja immer ihre schützenden Hände über die Schiris...genau DAS ist ja das Problem !


    Kleines Beispiel:
    Nehmen wir mal an, ein Schiri, vielleicht einer, der aufgrund persönlicher Vorlieben befangen ist (öchhöch*Kinhöfer*öchhöch) möchte ein Spiel nach seinen Vorstellungen beeinflussen !
    Nur rein hypothetisch.
    Was sollte ihn davon abschrecken ?
    Die erschreckende Antwort ist : NICHTS ! Weil die Schiris ja ganz genau wissen, sie können so schlecht pfeifen, wie sie wollen, der DFB schützt sie ja doch immer mit seinen "Tatsachenentscheidungen" !


    DA müsste wirklich mal eine Reform her...

  • Das ist doch Unfug. Nach deiner Logik würde dann in Zukunft jedes zweite Spiel neu angesetzt weil eine Seite dem Schiri vorwirft nicht unparteiisch zu sein.


    Fakt ist: Wenn man den Schutz der Tatsachenentscheidung abschafft kannst du den Fußball mal komplett beerdigen.


    Sind wir doch mal ehrlich: Wenn ein Schiri ein Spiel beeinflussen will, dann kann er das und es steht ausser Frage das diese Dinge passieren. Aber kein Schiri ist so dämlich absichtlich ein Phantomtor, eine Möller-Schwalbe oder ähnliche Außergewöhnlichkeiten wegen persönlicher Präferenzen zu pfeifen. Wenn die manipulieren, dann mit Kleinigkeiten...in Druckphasen plötzlich kleinlich pfeifen um den Spielfluss zu zerstören, ein Freistoß hier, ein Einwurf da, Dinge über die man vielleicht diskutieren, aber die man niemals nachweisen könnte.

  • Völlig richtig. An der Tatsachenentscheidung kommt man nicht vorbei.


    Alles andere ist nicht praktikabel. Und würde am Ende dazu führen, dass die Saison MItte Mai gespielt ist und im August stünde dann vielleicht fest, wer welchen Platz endgültig belegt hat. Weil vorher noch
    150 Sportgerichtsverhandlungen wegen falschem Abseits, falscher Ecke, die zu nem Tor geführt hat etc etc etc etc stattgefunden hätten....


    und wenn man mal objektiv ist ( wenn man das sein kann) , kann man -auch bei gelegentlichem Ärger über manche Entscheidung- insgesamt mit den SRern inzwischen doch recht gut leben. Teilweise finde ich sogar wirklich erstaunlich, wieviele richtige Entscheidungen zB bei knappen Abseits-Fällen getroffen werden. Ohne Superzeitlupe aus drei Perspektiven...
    und so eklatante SR-Fehlentscheidungen wie einst bei der WM in Japan/Korea , wo man tatsächlich anderes dahinter vermuten konnte, habe ich lange nicht mehr gesehen.


    Dass man das mit der Torlinientechnik einführen sollte, wollen ja auch die meisten SRer. Das wäre sinnvoll und würde die als größte Ungerechtigkeit empfundene Fehlerquelle beseitigen.

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  • Und was soll daran lustig sein? Muss man einen Spieler noch öffentlich demütigen und verarschen, der aus unerfindlichen Gründen beim DFB keinen Fuß in die Tür bekommt?
    Dieser Richter ist völlig fehl am Platz. An Kießlings Stelle wäre ich aufgestanden und gegangen. Die hätten mich dann nochmal anrufen können, wenn sie die Sache nicht zur Comedyveranstaltung machen möchten.


    Was übrigens nichts mit Kießlings Verhalten rund um dieses "Tor" zu tun hat, das steht noch mal auf einem ganz anderen Blatt.

  • Das best of von Bild.de:


    Lorenz zu Kießling: „Hallo Herr Kießling, jetzt haben Sie endlich mal eine Einladung vom DFB bekommen!“


    Kießling: „Darauf muss ich nicht antworten, oder?“


    ★★★


    Lorenz über die Nationalelf: „Ich bin zwar kein Bundestrainer, aber bei mir hätte Kießling schon eine Chance bekommen.“


    ★★★
    Lorenz über das Loch-Netz: „Als ich früher auf dem Land Fußball gespielt habe, waren Löcher im Netz eher die Regel.“


    ★★★
    Lorenz über Hoffenheim: „Wer mit einem defekten Netz ins Bundesligaspiel geht, muss sich nicht wundern, wenn es ein defektes Ergebnis gibt.“


    ★★★
    Lorenz dazu, dass der normale Fußball-Fan das Urteil unter Umständen nicht versteht: „Das kann ich nachvollziehen. Auch meine Kinder und meine Lebensgefährtin werden mich heute Abend für das Urteil beschimpfen.“


    ★★★
    Lorenz über die Torlinien-Technologie: „Der Fußball ist in vielen Dingen gut, aber längst nicht in allen. Ich bin klar für die Einführung der Torlinien-Technik, um die Schiedsrichter zu entlasten. Die Tatsachenentscheidung gehört zum System. Und wir können das System nicht ändern.“

    Man fasst es nicht!

  • Schwachsinn. Es geht hier nicht um eine Abseitsentscheidung oder sonst eine SR-Fehlentscheidung, wie sie pro Spieltag ca. zehnmal vorkommen...


    Es geht um einen Ball, der deutlich nicht im Tor gelandet wäre, wenn das Netz ordentlich befestigt gewesen wäre.
    Und so eine Situation gab es eben erst ein- bzw. zweimal.


    Da ist das Argument "Tatsachenentscheidung" einfach nur lächerlich!!!!!

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  • Was ist der Kerl eigentlich für ein selbstverliebtes A.rschloch?


    Gibt mir zu denken, wenn jemand, der über sowas entscheiden muss, derart in der Öffentlichkeit stehen will, bzw. es derart ausnutzt, um von sich reden zu machen, wenn er mal die Chance dazu hat...

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  • Sorry, aber das sind eben immer diese Märchen, die im Zusammenhang mit dem Videobeweis aufgetischt werden.
    Ich glaube selbst der größte Gerechtigkeitsfanatiker will nicht, dass man Eckbälle, Einwürfe oder Fouls im Mittelkreis überprüfen darf. War bei Merks Plan, der mal einen zum Videobeweis vorgestellt hat, auch nicht vorgesehen, wenn ich es richtig weiß.


    Es geht im Football übrigens auch nicht in den letzten 2 Minuten einer HZ zu "challengen", da kann nur der Schiri selbst eine Ansicht verlangen.
    Und auch einige andere Szenen darf man im Football nicht "challengen" allerdings kenne ich mich da nicht gut genug aus, um wirkliche Vergleich anzustellen.


    Wenn es nach mir ginge, könnten Fouls im Strafraum, Tore und rote Karten überprüft werden. Das wären pro Spiel maximal 2-3 Szenen und würde das Spiel - das bei solchen strittigen Szenen idR ja eh relativ lange unterbrochen ist - kaum verlängern, wenn überhaupt.
    Dazu könnte man vllt sogar dem Schiri das Recht einräumen, eine "Challenge" abzulehnen, wenn sie offensichtlich nur zum Zeitgewinn ausgesprochen wurde.

    give a man fire, he'll be warm for a day
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  • Der Effekt ist aber der gleiche. Die Argumentation "man stelle sich vor, die 2 Punkte sind am ende entscheidend" gelten doch bei Abseitsentscheidungen genauso! Es hat doch auch keiner Lust, dass eine Mannschaft wegen einem Abseitstor oder einem nicht gegebenen Elfer absteigt.


    Nur weil die ganze Sache "kurios" war, macht sie das noch lange nicht wichtiger!

    Man fasst es nicht!

  • Ich vermute, dass die Torlinientechnologie in einer ganzen Saison in etwa so viele Tore "richtigstellt" wie ein Videobeweis an vielleicht 2-3 Spieltagen.


    Es ist doch die ganz, ganz, ganz große Ausnahme, dass tatsächlich mal ein Ball im Tor ist, der nicht als Tor gewertet wird oder umgekehrt. Das kommt pro Saison und LIga geschätzt vllt 5x vor. Lass es 10 sein, das wäre schon verdammt viel.
    Aber falsche 11er und/oder falsche rote Karten gibt es an jedem Spieltag.

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  • argonaut : Es ist aber nunmal regeltechnisch kein Unterschied. Deshalb fasst man Regeln ja möglichst allgemein, weil man niemals alle solche Fälle vorab regeln kann...und wenn es solche Regeln gibt dann gehören sie auch angewendet.


    jarlaxle2001 : Genau...und dann noch eine 2-Point-Conversion, Time-Out und eine Unterscheidung in persönliche und teambezogene Strafen. Man kann ein eigentlich simples Spiel auch kaputtreglementieren nur um solche "One in a million"-Ereignisse zu verhindern.


    Mal davon ab...trotz Videobeweis und allen technischen Spielereien besteht mal locker ein Drittel der Post-Match-Übertragung im US-Sport aus Diskussionen über Schiri-Entscheidungen, weil es trotz allem Situationen gibt die man auf die eine oder die andere sehen kann. Man sollte also nicht so tun als wäre das der heilige Gral...


    Der Fußball ist sicher auch deshalb weltweit so ein Erfolg weil man eben keinen Bachelor-Abschluss braucht um dem Geschehen folgen zu können.

  • ME ist das Urteil auch vollkommen korrekt. Es ist genau das selbe wie ein falsches Abseits oder ein zu Unrecht gegebenes Tor, bei dem der Ball von der Latte eben vor die Linie springt.
    Dass der Ball deses Mal neben das Tor ging und durch das Loch dann ins Tor rollte, ist sicherlich ein Kuriosum, aber was ist denn anders als ein Verfehlen des Tores durch Treffen der Latte? Wie man es schon X mal gesehen hat, sprich Ball an Latte, Ball springt vor die Linie und Schiri zeigt auf Tor.
    In beiden Fällen ist die Wahrnehmung des Schiris einfach falsch und er gibt ein Tor, das nicht hätte gegeben werden dürfen.
    Will man keinen Videobeweis, dann muss man eben mit solchen Fehlentscheidungen leben. So einfach.

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  • Ja aber genau das ist doch ein Argument PRO Videobeweis. Die ach so geliebten Diskussionen und Emotionen fallen nicht weg, es fallen eben nur die krassen und eindeutigen Fehlentscheidungen weg. Die Fehlentscheidungen, die man tatsächlich innerhalb einer sehr kurzen Zeit an einem Bildschirm erkennen kann. Beim Football hat der Schiri übrigens 1 Minute, dann wird der Bildschirm dunkel und er muss seine Entscheidung treffen. Bzw. hat er bis dorthin nichts eindeutiges gesehen, was seine Tatsachenentscheidung widerlegt, dann steht diese.
    Das könnte der 4. Offizielle locker bei strittigen Szenen übernehmen.

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  • Der faktische Unterschied ist im Fall Hoffenheim nun aber (zumindest nach meiner Ansicht), dass der Ball zuvor ja glatt und deutlich im TorAUS war, also eben nicht mehr im Spiel (wie bei dem Lattentreffer), damit also das Tor "technisch" gar nicht mehr fallen konnte!
    Und ich meine mit "im Aus" nicht die Diskussion "mit vollem Umfang oder nicht", sondern einfach die TATSACHE (Stichwort "Tatsachenentscheidung"), dass der Ball ans Aussennetz ging- also KLAR und unstrittig im Aus war. Von dort aus kann er (den Regeln nach) also gar nicht mehr INS Tor gehen.
    Zusätzlich bitter ist für Hoffenheim wohl auch, dass das ja nicht die einzige (zumindest mal sehr strittige) Entscheidung zugunsten Leverkusens war, vielleicht hätte man da also das "Gesamtpaket" des Spiels ins Protokoll nehmen sollen bei der Entscheidung.

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  • Wären wir das gewesen, die da in Hoffenheim ein Phantom Tor fabriziert hätten, wäre die Wiederholung wahrscheinlich vorgestern schon gespielt worden und nicht erst heute verhandelt. :D

    #FCB2020: happy anniversary & 120 years of passion! <3

  • Ich finde schon, dass man einzelne Szenen auch einzeln bewerten muss. Wenn ich mich richtig entsinne gab es zudem in der Schlussphase auch einen 11er für Hoffenheim, der keiner war.


    Aber egal.


    Ich verstehe nicht so ganz, warum die Tatsache, dass der Ball im Aus war - was dann ja offensichtlich falsch gesehen wurde - für dich von so großer Bedeutung ist.
    Wenn ich dich richtig verstehe, dann müsste es also auch ein Wiederholungsspiel geben, wenn eine Ecke in einem zu großen Bogen geschlagen wird - der Ball also im Aus ist - der Schiri das nicht erkennt und im Anschluss ein Tor fällt?


    Wie gesagt, rein vom Gerechtigkeitssinn kann ich den Wunsch nach einem Wiederholungsspiel nachempfinden. Aber dann müsste man mE eben wirklich jedes Spiel wiederholen, in dem der Schiri einen krassen Fehler beging.

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  • In all den bekannten Fällen von zum Teil Woche für Woche vorkommenden Fehlentscheidungen
    hat sich der Schiedsrichter auf sein eigenes Urteil berufen oder das seiner Kollegen und sich eben getäuscht.
    Das war hier offensichtlich nicht der Fall. Der Schiedsrichter k o n n t e kein eigenes Urteil abgeben, seine Kollegen offenbar auch nicht. Er musste sich an einen "Dritten" wenden, und da war Kießling natürlich ausgesprochen ungeeignet. In meinen Augen hätte er gründlicher nach der Wahrheit forschen müssen, sich z.B. das Tornetz mal genauer ansehen. Die nur oberflächliche Kontrolle des Tornetzes geht ebenfalls zu Lasten des Schiedsrichtergespanns. Ich denke, dass hier der Schutz der Schiedsrichterentscheidung aus den genannten Gründen nicht greifen kann. Die Entscheidung darf hier nicht zu Lasten der Hoffenheimer gehen! Eine Spielwiederholung wäre hier in meinen Augen angebracht.

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