Wer da? Prähmen?

  • Als ob die in Bremen allen Ernstes Effenberg engagieren würden. Der entwickelt sich zur gleichen Sau, die man durchs Dorf treibt wie Loddar, nur zeigt Loddar genügend Demut auch kleinere Jobs anzunehmen, während Effe ja nur zu Titelkandidaten will.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Effenberg würde doch sowieso absagen. Bremen ist zu klein für ihn. Und sollte mal ein Madrid bei ihm anklopfen (:D), dann sagt er es auch ab, weil er sich zu so hohen Aufgaben noch nicht berufen fühlt. Oder es kommt sonst eine Ausrede. Jedenfalls kann er weiter den Co-Kommentator für sky spielen ;-)

  • Die Trennung von Schaaf war absolut richtig und aus meiner Sicht längst überfällig.Der aktuelle Zeitpunkt scheint aber etwas unglücklich gewählt. Auch wenn Schaaf mitverantwortlich für die Misere der letzten Jahre ist, so hat er dennoch großartiges geleistet in seiner 14-jährigen Amtszeit.


    Was die Nachfolge betrifft, so gibt es einige Namen die ins gesuchte Anforderungsprofil passen könnten(Büskens, Babbel). Lieberknecht wäre aus meiner Sicht die beste Wahl, doch ob dieser Braunschweig nach dem Aufstieg verlässt darf bezweifelt werden.Aber andererseits müsste nicht auf ein Schaaf ein(e) Ziege folgen?:)

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  • Die Trennung war alles in allem schlicht stillos. Sowas hätte man, wenn schon, vor Monaten klarmachen müssen. Mit seiner Geschichte in dem Verein hätte er sicherlich nicht als "Lame Duck" dagestanden und seiner Motivation (nach dem Heynckes-Prinzip) hätte dies vielleicht auch gutgetan.


    Einen besseren Abgang hat er auf alle Fälle verdient.

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Babbel dürfte so schnell keinen Job mehr finden. Der hat bisher bei drei Stationen gearbeitet und speziell in Hoffenheim grandios versagt. Der muss erst einmal kleinere Brötchen backen. Würde mich nicht wundern, wenn er wie viele Ex-Fußballer (Augenthaler, Brehme, Kohler, etc) in der Versenkung verschwindet. Die haben alle gleich oben angefangen und sind dann in Rekordzeit bei mehreren Stationen gescheitert.

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  • Kann sein das du recht hast.Ich möchte den Stab über Babbel noch nicht endgültig brechen.
    Sicherlich wird er in naher Zukunft keine Angebote größerer Vereine erhalten, dafür waren die Leistungen(v.a. bei Hoffenheim)nicht unbedingt befriedigend, aber ich möchte ihn noch nicht gänzlich abschreiben und ihn mit den von dir genannten(Auge, Brehme, usw.)vergleichen.
    Alle Vereine die Babbel trainierte sind/waren nicht unbedingt für ein ruhiges Umfeld bekannt bzw. für eine Konstante auf der Trainerposition. Beim VFB und v.a. in Berlin hat er aus meiner Sicht doch einen guten Job gemacht und wenn ein "Trainer" wie Frontzeck( 3 Abstiege bei seinen ersten Stationen)weiterhin gefragt ist, dann sollte Babbel auch noch eine Chance bekommen.


    Ob Bremen für ihn das richtige Pflaster wäre sei dahingestellt, aber bei einem ambitionierten Zweitligisten könnte ich mir ihn gut vorstellen(zb. Düsseldorf, falls sie absteigen).
    Der ideale Nachfolger für Schaaf wäre mM. nach Slomka.Vom Typus her würde dieser perfekt passen.Aber den sehe ich, genau wie Lieberknecht, als unrealistisch an.

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  • Gerüchten zufolge hatte Babbel aber etwas mit einer Gattin eines Spielers, oder eines Vorstandes in Berlin. Sei es drum, besonders hilfreich ist das nicht und bessere Bedingungen als in Hoffenheim kannst du doch gar nicht haben. Sorry, aber da kommt er mir in deiner Betrachtung zu gut weg. Wenn du aber als Trainer mal eben ohne jede Not den Fanliebling Starke vergraulst, um Wiese zu holen, den dann auch noch zum Kapitän machst, andere Spieler ebenfalls absägst und dann nur durch Pfeifen ersetzt, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass es letztlich Babbel war, der Hoffenheim dahin geführt hat, wo sie jetzt stehen. Nach Rangnick haben die zwar nie wieder richtig in die Spur gefunden, aber der Abstieg war doch dort gar kein Thema. Sie waren eine graue Maus, die um die goldene Ananas gespielt haben. Erst Babbels Personalentscheidungen haben doch dort dieses Chaos verursacht.


    Sei es drum, nach Bremen passt Babbel als Urbayer doch hinten und vorne nicht. Sorry, aber allein die Vorstellung, dass der Werder trainiert... das passt in meinen Augen absolut nicht. Da wäre jemand wie Büskens schon eher jemand.

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  • Es ist aber auch ein bißchen zu kurz gedacht, wenn man glaubt dass Babbel in Hoffenheim vorallem in der Sommertransferperiode einen Freiflug hatte. Hoffenheim musste einen Umbruch einleiten, weil ihr Kader viel zu teuer war und Hopp nicht weiter subventionieren wollte. Die haben 40 Millionen eingenommen und 20 Millionen ausgegeben. Das war sicherlich im Kern eine Strategie die von oben abgesegnet war. Ob nun der Transfer von Wiese für Starke ein Alleingang von Babbel war ist eine eher nebensächliche Frage. Weil es ein Transfer von ingesamt über 30 war. Und es war Hoffenheim und die dortige Vereinsführung die Babbel zum Interimssportdirektor gemacht haben und ihm diese Macht gegeben haben.


    Aber die Probleme von Hoffenheim insgesamt lassen sich weder auf einen kontroversen Transfer reduzieren noch an der Person des Trainers allein fest machen.


    Im übrigen war der Ansatz den Charakter der Mannschaft zu verändern genau der Ansatz den auch die aktuellen Führung wieder verfolgen wird. Babbel wollte dass mit "großen" Namen aus der Mittelklasse machen, aber da gab es auch noch das von Vereinsführung vorgegebene Ziel des Dunstkreises "internationaler Wettbewerb". Gisdol hat jetzt exakt die selbe Aufgabe, nur eben unter anderen Voraussetzungen und vorallem mit anderem Anspruch.

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  • dreydel


    ja Büskens wäre eine Alternative, vlt. mit Reck zusammen.Die 2 haben ja schonmal auf Schalke kurzfristig bewiesen das es funktioniert.
    Zu Babbel:
    Was er in Berlin getrieben hat neben seinem Job mag ich nicht zu beurteilen. Die sportlichen Leistungen waren doch mehr als zufriedenstellend. Er hat in der Medienstadt Berlin zu Beginn massiv unter Druck gestanden, da dass Ziel der direkte Wiederaufstieg war.Diese Herausforderung hat er mit Bravour bestanden und bis zur seiner Demission im Winter letzten Jahres auch in Liga 1 das Maximum aus dieser Mannschaft herausgeholt.
    Klar, in Hoffenheim hat Babbel sicherlich keine glückliche Figur gemacht. Ich würde das aber sicherlich nicht nur an der Person des Trainers festmachen wollen.Hoffenheim ist ein spezieller Verein bei dem im ganzen Umfeld ein Anspruchsdenken entstanden ist, was nicht zu realisieren war. Das Babbel dieses hohe Anspruchsdenken durch Transfers und Aussagen zu Beginn der Saison befeuerte, kann man ihm sicherlich negativ ankreiden.Aber blieb ihm denn was anderes übrig?
    Ich fasse mal kurz die Historie von Hoffenheim der letzten 5-6 Jahre zusammen aus meiner Sicht:
    Man wurde als Aufsteiger sensationell Herbstmeister. Das ganze Umfeld/Dorf war auf den Kopf gestellt.Dann ging es mit Hoffenheim sportlich immer weiter bergab. Hopp zog sich nach und nach zurück mit dem Ziel, dass der Verein sich selbst subventioniert. Die Folge war, dass Leistungsträger wie Gustavo, Eduardo, Ba und später noch Ibisevic verkauft wurden. Man versuchte dann mit jungen Spielern einen Weg zu gehen um mittelfristig den Weg nach Europa zu finden und sich unter den ersten 5-6 Mannschaften der Bundesliga zu etablieren. Diese Philosophie war aber auch nicht besonders erfolgreich, bzw. konnte die Verantwortlichen nicht zufrieden stellen. Die Folge dessen war, dass 2 Trainer innerhalb eines Jahres entlassen wurden(Pezzaiuoli, Stanislawski).
    Aus meiner Sicht versuchte man in Hoffenheim verkrampft irrationale Ziele zu erreichen. Man sollte nicht vergessen, dass dieser Verein vor ca. 10 Jahren noch ein Regionalligateam hatte und trotz des ganzen Geldes von Hopp es an gewachsenen Strukturen fehlt. Babbel ist aus meiner Sicht eher ein Opfer falschen Anspruchsdenkens des ganzen Vereins, ohne dass ich ihn völlig von aller Schuld freisprechen möchte, da auch er in diesem Boot saß.

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  • Ich wollte auch nicht sagen, dass Babbel an allen Problemen in Hoffenheim Schuld ist, aber sein Name wird nun einmal mit dieser verkorksten Saison eher in Verbindung gebracht als der von Kurz. Ich sah seine Arbeit in Berlin auch nicht als so schlecht an, aber unterm Strich begann der Berliner Absturz schon unter ihm. Andere Trainer konnten dann auch nicht mehr helfen.


    So oder so steht er einfach nicht für Erfolg und sogar zwei Abstiege und einen unrühmlichen Abgang in Berlin. Das ist eine Hypothek, die er mit sich herum trägt und ich glaube nicht, dass sein nächster Verein einer aus der Bundesliga wein wird. Der tut gut daran bzw wird ihm IMHO nicht viel übrig bleiben als bei einem mittelklassigen Zweitligisten zu beweisen, dass er auch Erfolg haben kann. Er ist mit Berlin aufgestiegen, was angesichts der Mannschaft keine Kunst war. Wenn ihm das noch einmal mit Fürth, Ingolstadt, oder dergleichen gelingt, dann kann er mal wieder an höhere Aufgaben denken. Aber für Bundesligaklubs aus dem oberen Mittelfeld ist jetzt keine Alternative mehr.

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  • absolut richtig.
    Aber Werder Bremen zähle ich seit gefühlten 3 Jahren auch nicht mehr zu diesem Kreis.
    Trotzdem können wir uns einigen, dass er es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wird.
    Die Kombo Büskens/Reck halte ich persönlich hingegen für nicht ausgeschlossen und ist wahrscheinlich die realistischste Lösung.

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  • Der Rücktritt von Schaaf war überfällig. In den letzten Jahren war sehr deutlich zu erkennen, dass er ein altmodischer Trainer ist. Das Festhalten an der Raute, obwohl man keinen Diego mehr hatte, war unverständlich. Seit Jahren liegen sie in der Gegentorstatistik ganz weit vorne. Irgendwann muss man sich verändern oder die Zeit holt einen vorher ein.

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  • War hier ja lange nicht mehr drin...hatte im Werder-Forum die letzten Wochen alle Hände voll zu tun, es hat dort mal wieder richtig Bock gemacht, zu diskutieren - da war Feuer unter dem Dach, der Tannenbaum wunderschön am abfackeln...
    ...aber interessant, was hier zu lesen ist.


    Neben den üblichen Verdächtigen, die WERDER die Pest an den Hals wünschen, auch das ein oder andere positive Statement - stimmt, es war nicht alles schlecht in der Ära Schaaf.


    - 3 DFB-Pokalsiege
    - 1 Meisterschaft


    Darunter das Double 2004 mit den genialen Micoud, Ailton und Klasnic.


    Hand aufs Herz, wenn ich dann so mir die gegenwärtige Spitze der Bundesliga anschaue, außer Bayern und der BVB, logo...was haben die denn so alles in den Schaaf-Jahren gerissen??
    Leverkusen, Schalke, Frankfurt, Freiburg, Gladbach??? So gut wie gar nichts *fg*


    H96 ? Nach ein bisschen Euroleague, wo sie ja hier im Forum teilweise hochgelobt wurden...schon wieder schnell abgekackt und im Niemandsland verblieben. Tolle Konstanz, muss ich schon sagen...


    HSV ? Seit wieviel Jahren haben die schon nichts mehr geholt - keine Meisterschaft, keinen Pokal...glaube ein Vierteljahrhundert ist das schon her *fg*...die letzte Meisterschaft glaube sogar noch länger...Merkwürdigerweise wird der HSV immer als was Großes angesehen, ich sehe das eher realistisch. Diese Saison jede Menge zusätzlicher Schulden... +24 Mio € hat glaube der NDR in den Ring geworfen...und trotz eines Van der Vaart hat der HSV diese Saison auch nicht mehr gerissen als Werder, außer mehr Fernsehgelder und ein etwas längeres Verweilen im DFB-Pokal - meinen herzlichen Glückwunsch! *fg*


    Ich will damit gewiss nicht, von unserer zugegeben beschissenen Situation bei WERDER ablenken. Das sehen hier doch einige ähnlich realistisch wie ich - das ist jetzt eine ganz kritische Phase, die der verein zu überstehen hat...nächste Saison geht es für mich ohnehin in erster Linie gegen den Abstieg - um nichts anderes. Punkt.
    Ich will hier doch nochmal in Erinnerung rufen, dass die Ära Schaaf eine äußerst erfolgreiche war. Der letzte Titel wurde 2009 geholt.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Hier kann man sich schließlich nicht mit Bayern München vergleichen...


    Die Ära Schaaf möchte ich daher ganz gewiss nicht missen. Es war von 1999 bis 2009 für Bremer Verhältnisse eine Erfolgsstory und man sollte die Ära von KATS positiv in Erinnerung halten.
    Das, was viele hier folgerichtig gemutmaßt haben - man hätte sich eher von Schaaf trennen müssen.
    Hier hat man den optimalen Punkt einfach verfehlt.

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  • War aber nicht - Pech gehabt - nächste Saison gibt es ja darauf wieder eine neue Chance...also nochmal eine Runde Gassi gehen. ;-)


    Könnte jetzt auch sagen - Verlieren des CL-Finales gegen den BVB, das hätte was...aber da wünsche ich keinem die Pest an den Hals.


    Gäbe es im Fußball Gerechtigkeit, stünde unbestritten der CL-Gewinn den Bayern zu.
    Die Saison hattet ihr den BVB meilenweit hinter euch gelassen. Auch in der CL wart ihr viel souveräner...der BVB nur noch durch Dusel gegen Malaga weitergekommen.


    Ihr wisst ja selber noch zu gut, dass nicht zwingend der CL-Sieger die bessere Mannschaft sein muss.
    Chelsea hatte gegen Barca und gegen euch einen selten unverschämten Dusel...aber so ist das mit dem Fußball.


    Da es nur 1 Endspiel gibt, sage ich, dass da alles möglich ist...mit einem 60 - 40% Vorteil für die Bayern...

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  • @noordens: Da ich von meinem Lieblingsverein bei Dir lese: Was für ein selten dummes Beispiel!


    Wir wären fast abgestiegen und waren Abstiegskandidat Nr.1 und sind mit diesem Kader in die EL gekommen. Und sind auch dann nicht, wie so viele, in Abstiegsgefahr gekommen, bzw. sogar abgestiegen. Es gab sogar nochmal die EL. Jetzt sind wir 9. geworden, für uns völlig in Ordnung. Unser Kader war nie für Europa gedacht. Und hier ist der Unterschied zu Werder. Der Kader ist immer noch so ausgerichtet, als ob man CL spielen will. Deshalb hinkt der Vergleich mächtig und es ist traurig, was Werder mit so vielen teuren Spielern geschafft hat. Ohne den Bleichen wärs in Liga 2 gegangen! Ein Sokratis hat mehr gekostet als unser gesamter Sturm!
    Also bitte etwas nachdenken, bevor man Äpfel mit Birnen vergleicht!
    Der 4. Platz war ein Ausrutscher, danach waren wir 7. und sind jetzt mit 3 Punkten weniger 9. Wo ist da ein Abk.acken?

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  • Bremen hat sich verdient gerettet.
    Was wäre die Liga ohne die Fische :D.
    Ich erwarte aber nicht, dass sie in naher Zukunft wieder oben anklopfen können.
    Da muss man auch noch Klaus Allofs kritiseren. Die Fische hahben wirklich viel Geld in der CL eingenommen und Spieler teuer verkauft. Was haben die mit dem ganzen Geld gemacht? Missmanagement.

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