UEFA / FIFA

  • Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International hat den Weltverband FIFA aufgefordert, die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu verschieben.


    Die für Donnerstag geplante Vergabe dürfe nicht über die Bühne gehen, "bis endgültig Licht in die Vorwürfe gebracht ist, die derzeit in den Zeitungen stehen".


    Die Vorwürfe, behauptet die Organisation, hätten "die Entscheidungsprozesse der FIFA so in Misskredit gebracht, dass eine Entscheidung unter den momentanen Umständen die Kontroverse nur weiter anheizen würde".


    Am Montag waren drei weitere korruptionsverdächtige Exekutiv-Mitglieder namentlich genannt worden.


    Sie sollen in den 90er Jahren von der damaligen FIFA-Hausagentur ISL Zahlungen erhalten haben.



    http://www.sport1.de/de/fussball/newspage_318949.html

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  • Wie gesagt, ich möchte nicht wissen was oder wieviel wir für 2006 bezahlt haben... Wer glaubt dass wir in diesem korrupten Verein unsere WM ganz "sauber" und "fair" bekommen haben, obwohl es massiven Lobbyismus für Südafrika gab, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

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  • Morgen schon muss die Fifa entscheiden, wer die WM 2018 bekommt:


    a) England
    b) Russland
    c) Portugal / Spanien


    England dürfte Favorit sein, den Enthüllungen zum Trotz. Trotzdem wird Alpharüde Putin alles unternehmen, nach der Olympiade in Sotschi auch die WM nach Russland zu holen. Spanien war ja schon 1982 Gastgeber, Portugal 2002 Euro-Veranstalter.


    Betr. 2022 sind auch exotische Bewerber dabei, wos angeblich im Juni locker 45 Grad im Schatten geben kann :D


    Favorit sei angeblich Australien, da auf diesem Kontinent noch nie eine WM stattgefunden hat. Würde ich auch unterstützen.


    Ich finde es aber dumm, dass schon 12 Jahre vorher entschieden wird. Da will doch der Blatter noch rechtzeitig die Fäden ziehen, bevor er ins Gras beisst :x


    http://videoportal.ch.msn.com/…9e-431c-ac63-3dd6ac176413

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Betr. 2022 sind auch exotische Bewerber dabei, wos angeblich im Juni locker 45 Grad im Schatten geben kann


    Favorit sei angeblich Australien, da auf diesem Kontinent noch nie eine WM stattgefunden hat. Würde ich auch unterstützen. </span><br>-------------------------------------------------------


    Australien hat zur WM-Zeit aber Winter, ähnlich wie in Südafrika. Obwohl es Down Under vielleicht abends nicht ganz so kalt wird wie am Kap der guten Hoffnung...

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Morgen wird gewählt!


    England setzt auf die „Three Lions” David Cameron, Prinz William und David Beckham, die USA bauen auf den Charme von Ex-Präsident Bill Clinton - nur Russland muss bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 auf eine Trumpfkarte verzichten. Ministerpräsident Wladimir Putin wird das Riesenreich bei der Wahl am Donnerstag in Zürich nicht persönlich unterstützen.


    Für Putins Anwesenheit gebe es keinen Anlass, weil die Exekutivmitglieder des Weltverbandes Fifa bereits entschieden hätten, für welches Land sie stimmen würden, zitierte die Zeitung „Gaseta” in ihrer Onlineausgabe einen Regierungsbeamten.


    Franz Beckenbauer bestätigte diese Annahme. „Für 2018 habe ich mich schon entschieden, weil ich auch Rücksprache mit dem DFB und der Liga gehalten habe. Die waren weitgehend meiner Meinung. Ich werde aber nicht sagen, wer es ist. Für 2022 muss man mal sehen. Da gibt es eine Tendenz, aber noch keine hundertprozentige Entscheidung”, sagte der „Kaiser”.


    Auf den Zuschlag für die Endrunde in acht Jahren hoffen England, Russland, Spanien/Portugal und Belgien/Niederlande. Vier Jahre später wollen Australien, Japan, Katar, Südkorea und die USA das größte Sportereignis der Welt neben den Olympischen Spielen ausrichten.


    Das Mutterland des Fußballs rührte am Mittwoch noch einmal die Werbetrommel. „Ich habe volles Vertrauen in die Fifa. Die Leute kommen alle aus dem Fußball und wollen, dass die beste Bewerbung gewinnt”, sagte Beckham. Der Brite ließ keinen Zweifel, dass er damit die von Cameron gepushte Kandidatur des Weltmeisters von 1966 meinte.


    Bei den englischen Buchmachern wird allerdings Russland als klarer Favorit im Vierkampf gehandelt, obwohl Putin in Zürich fehlt. Während andere Staatsmänner wie Spaniens Regierungschef Jose Luiz Zapatero ihren Bewerbungen bei der letzten 30-minütigen Präsentation vor der Premiere der doppelten WM-Vergabe noch einmal Rückenwind verleihen wollen, hat Putin den Besuch von Veranstaltungen in der Ostsee-Region Kaliningrad geplant.


    „Ich trete die Reise aus Achtung vor der Fifa lieber nicht an, um ihr die Möglichkeit zu geben, in Ruhe und ohne irgendeinen Druck objektiv zu entscheiden”, sagte Putin. Zugleich verurteilte der frühere Kremlchef die jüngste „Schmutzkampagne” gegen Fifa-Mitglieder. „In letzter Zeit beobachten wir mit großem Bedauern eine offensichtliche Kampagne, die sich gegen die Mitglieder der Fifa richtet, sie werden mit Schmutz beworfen und kompromittiert.” Für 2022 ist Katar bei den Wettbüros auf der Insel heißer Favorit.


    Nach dem Korruptionsskandal und der Suspendierung der beiden Exekutivmitglieder Reynald Temarii (Tahiti) und Amos Adamu (Nigeria) werden nur noch 22 vorwiegend ergraute Herren am Donnerstag in der Fifa-Zentrale abstimmen. Zum Zuschlag für die Milliarden-Events wird die absolute Mehrheit benötigt. Fifa-Ausrichter Joseph Blatter wird den Ausrichter gegen 16.00 Uhr im Messezentrum bekanntgegeben.


    Zwar hätte Ozeanien einen Ersatzmann für Temarii nominieren können - aber nur, wenn dieser die am 18. November durch die Ethikkommission ausgesprochene Suspendierung akzeptiert hätte. Doch dies ist nicht der Fall. Im Gegenteil: Temariis Anwältin warnte 24 Stunden vor der Entscheidung davor, dass die geheime Wahl ungültig sein könnte. „Das Risiko der Fifa ist, dass ihr WM-Votum unwirksam sein könnte, wenn wir dem juristischen Prozedere folgen und der Sportgerichtshof CAS am Ende die Suspendierung aufheben sollte”, sagte Geraldine Lisieur der „Süddeutschen Zeitung” (Mittwoch).


    Der Funktionär aus Tahiti, der im Vorfeld seine Stimme zum Kauf angeboten haben soll, will in die Berufung gehen. „Ich habe mich entschieden, nicht auf dieses fundamentale Recht zu verzichten, um meine Ehre, Würde und Integrität nach diesen verleumderischen Vorwürfen wiederherzustellen”, schrieb Temarii in einem Brief an die Fifa.


    Seine Anwältin kritisierte, dass der Weltverband nicht gegen die Anfang der Woche unter Korruptionsverdacht geratenen Exekutivmitglieder Ricardo Texeira, Nicolás Leoz und Issa Hayatou vorgegangen sei. „Wenn die Fifa die aktuellen Fälle nicht wie bei meinem Klienten verfolgt, werde ich das in einem Prozess nutzen”, warnte Lisieur.


    WM-Vergabe für 2018: Das sind die Bewerber


    England: Der Gastgeber von 1966 plant mit einem Budget von 2,54 Milliarden Dollar. Gespielt werden soll in zwölf Städten mit 17 Stadien, davon allein vier in London. Bei der Inspektionsreise der Fifa wurden keine Schwächen in der Bewerbung festgestellt. Offen ist, ob die negative Berichterstattung über die Fifa in den englischen Medien, die den neuen Korruptionsskandal aufdeckten, für den Favoriten zum Bumerang wird.
    Anzahl der Eintrittskarten: 3,397 Millionen


    Russland: Das riesige Land hat noch nie eine WM ausgerichtet. Die großen Distanzen zwischen den geplanten 13 Spielorten sind ein Problem, zumal die Flug- und Zugverbindungen schlecht sind. Die veranschlagten Gesamtkosten liegen mit 3,82 Milliarden Euro daher wesentlich höher als beim Rivalen aus England. Von den geplanten 16 Spielstätten müssen 13 neu gebaut oder komplett umgebaut werden.
    Anzahl der Eintrittskarten: 3,141 Millionen


    Spanien/Portugal: Die Iberer haben von den Fifa-Inspektoren in den wichtigsten Punkten die besten Noten erhalten. Vorgesehen sind 21 Stadien in 18 Spielorten, davon mit Porto und Lissabon nur zwei in Portugal. Die Kosten sind mit 2,0 Milliarden Euro vergleichsweise gering. Angeblich sollen sich bereits sieben Exekutivmitglieder für den Geheimfavoriten entschieden haben.
    Anzahl der Eintrittskarten: 3,674 Millionen


    Niederlande/Belgien: Sicherlich die schwächste Bewerbung mit wenig Aussichten auf Erfolg. 14 Stadien in 12 Städten stünden zur Verfügung, die Kosten belaufen sich auf 2,43 Milliarden Euro. Schwachpunkte sind die touristische Infrastruktur und fehlende staatliche Garantien. Ein Vorteil sind die kurzen Wege zwischen den Spielorten.
    Anzahl der Eintrittskarten: 3,304 Millionen


    WM-Vergabe für 2022: Das sind die Bewerber


    Australien: Der „Fünfte Kontinent” war noch nie Schauplatz einer WM. Geplant sind zwölf Stadien in zehn Spielorten, die mit Ausnahme von Perth und Townsville alle im Südosten des Landes liegen. Die veranschlagten Kosten betragen 2,29 Milliarden Dollar. Größtes Manko ist der Zeitunterschied zu Europa, dem wichtigsten TV-Markt. Dort würden die Spiele in der Nacht oder am frühen Morgen stattfinden. Dennoch gelten die „Socceroos” als aussichtsreicher Kandidat.
    Anzahl der Eintrittskarten: 3,020 Millionen


    Japan: Dank der WM 2002 ist ein Großteil der 13 geplanten Stadien in elf Spielorten auf modernstem Stand. Lediglich eine Arena müsste neu gebaut werden, weshalb bei den Kosten mit maximal 1,3 Milliarden Dollar geplant wird. Trotz einer starken Bewerbung sind die Aussichten auf den Zuschlag gering, zumal staatliche Garantien fehlen.
    Anzahl der Eintrittskarten: 3,280 Millionen


    Südkorea: Auch der Co-Gastgeber von 2002 verfügt über eine intakte Stadion-Infrastruktur. 14 Arenen in 12 Städten sind vorgesehen, die veranschlagten Kosten sind mit 0,87 Milliarden Dollar am geringsten. Als Plus gelten die kurzen Wege, ungenügend ist dagegen die Hotelkapazität. Nur Außenseiterchancen.
    Anzahl der Eintrittskarten: 3,0 Millionen


    USA: Über die Kosten schweigt sich der WM-Veranstalter von 1994 aus. 18 Stadien in 18 Städten sind geplant. Moderne Spielstätten sind zur Genüge vorhanden, dafür liegen die Orte weit auseinander und in vier verschiedenen Zeitzonen. Die Bewerbung ist ein neuerlicher Versuch, den Fußball in den USA zu etablieren. Die Bewerbung gilt als sehr aussichtsreich.
    Anzahl der Eintrittskarten: 4,957 Millionen


    Katar: Geld spielt für die Scheichs in dem kleinen Land am Persischen Golf keine Rolle. Von den sieben Spielorten liegen fünf im Umkreis von 25 Kilometern - fürwahr eine WM der kurzen Wege. Geplant sind zwölf Spielstätten, die Kosten werden mit 2,87 Milliarden Dollar veranschlagt. Das Hitzeproblem wollen die WM-Macher lösen, indem sie die befürchteten Temperaturen von bis zu 50 Grad herunterkühlen. Dennoch nur Außenseiterchancen.
    Anzahl der Eintrittskarten: 2,869 Millionen


    WM 2018 und 2022: So wird gewählt


    Zunächst wird der Gastgeber für die WM 2018 gewählt, anschließend der Ausrichter der Weltmeisterschaft 2022. Kandidaten für 2018 sind England, Russland, Spanien/Portugal und Belgien/Niederlande. Für 2022 bewerben sich die USA, Katar, Südkorea, Japan und Australien.


    Die Wahl ist geheim. Alle Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees, die wählen dürfen, können an beiden Abstimmungen teilnehmen.


    Für das Recht zur Ausrichtung des Wettbewerbs muss ein Bewerber die absolute Mehrheit (50 Prozent + 1) der Stimmen der anwesenden Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees erhalten.


    Bei Gleichstand bei nur noch zwei verbleibenden Bewerbern hat der Fifa-Präsident die entscheidende Stimme.


    In sämtlichen Wahlgängen, in denen keine absolute Mehrheit erzielt wird, scheidet jeweils der Bewerber mit der geringsten Anzahl Stimmen für den nächsten Wahlgang aus.


    Herrscht in einem Wahlgang bei der niedrigsten Anzahl Stimmen Gleichstand, wird in einem zusätzlichen Durchgang entschieden, welcher der Bewerber ausscheidet.


    Nach endgültiger Wahl der einzelnen Ausrichter werden die Karten mit dem Ergebnis in zwei Umschläge gesteckt. Diese werden von einem anwesenden Notar in die Messe Zürich gebracht, wo sie dem Fifa-Präsidenten zur Bekanntgabe übergeben werden.


    http://sportbild.bild.de/SPORT…ar-angeblich-favorit.html


    War ja klar das die Niederlande/Belgien schlecht reden. Sind auch echt super interessiert und informiert. Infrastruktur schwachpunkt, obwohl das gerade einer die positive Sachen ist plus der Lage in Europa. :D

  • ich glaub es werden england 2018 und katar 2022. die scheichs haben die kohle. wäre allerdings schade für australien,wäre nur mal fair dort ne wm auszurichten.

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  • Wäre typisch, wenn eine kritische Medienarbeit den Ausschlag gegen England gibt. Dass die FIFA gleichgeschaltete Länder bevorzugt, macht für sie ja auch Sinn :x :x :x

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Du zitierst die Bild und beschwerst dich über fehlende Objektivität? 8-)

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Versuchen wir es halt neu... Qualität-Zeitung und einer der grössten in Europa: der Spiegel. ;-)


    Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ist zum Showdown der Lobbyisten und Sponsoren geworden. Die Europäer bekommen das erste Turnier, um das zweite bietet die halbe Welt mit - erfahren Sie, wer die besten Chancen hat.


    Korruption, Bestechung, Geheimabsprachen - der Kampf um die gleichzeitige Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 scheint mit allen Mitteln geführt zu werden. Das mag auch daran liegen, dass es für beide Turniere anders als bei anderen WM-Vergaben diesmal keine echten Favoriten gibt.


    Fest steht einen Tag vor der Bekanntgabe der Entscheidung nur: 2018 geht die WM nach Europa - und vier Jahre später kommt der Rest der Welt zum Zug. SPIEGEL ONLINE analysiert die Bewerbungen:


    &#9632; England - der Favorit


    Vier europäische Kandidaten sind für 2018 noch im Rennen. Lange Zeit hatte sich England die besten Chancen ausgerechnet. Die Briten wären wieder einmal an der Reihe, das letzte Weltturnier auf der Insel war 1966 - unvergessen nicht zuletzt durch das berühmte Wembley-Tor von Geoff Hurst gegen Deutschland im Finale.


    England ist das klassische Fußballland, es hat dank der Premier League mehrere perfekte Stadien. Mit dem neuen Wembley, dem Arsenal-Stadion oder Old Trafford würden die WM-Spiele in Kathedralen des Fußballs stattfinden. Der Plan ist, dass zusätzlich fünf neue Stadien gebaut werden.


    Um die Begeisterung der Fans müsste man sich auch keine Gedanken machen - und außerdem hat England mit den Olympischen Spielen 2012 in London schon einen perfekten Probelauf für eine solche Großveranstaltung.


    Medien-Darling Prinz William persönlich wird direkt bei der Fifa für England werben. Und doch hat die Strahlkraft der Bewerbung zuletzt enorm gelitten. Dass ausgerechnet englische Reporter den Korruptionsskandal der Fifa im Oktober aufgedeckt haben, hat beim Weltverband für Verärgerung gesorgt. Bewerbungschef David Triesman musste zurücktreten. Er hatte gegenüber seiner Ex-Freundin, einer Journalistin, über mögliche Absprachen der Konkurrenz geplaudert - anschließend fanden sich diese Spekulationen in der Zeitung, für die die Frau arbeitet. Außerdem sorgt das traditionelle Wimbledon-Turnier für Probleme. Nach Fifa-Vorgaben darf in dem Land, in dem eine Fußball-WM stattfindet, gleichzeitig kein anders sportliches Großereignis abgehalten werden. Dennoch zählt England zu den aussichtsreichsten Kandidaten für 2018.


    &#9632; Spanien und Portugal - die Geheimfavoriten


    Hoffnungen dürfen sich auch Spanien und Portugal machen, die sich zu einer gemeinsamen Kandidatur entschlossen haben. Die Fifa hat eigentlich Bedenken bei Doppelbewerbungen, weil sie sich um das einheitliche Erscheinungsbild eines Turniers sorgt. Die beiden Südeuropäer haben allerdings in jedem Fall die Unterstützung der südamerikanischen Stimmen im Exekutivkomitee sicher.


    Beide Länder sind fußballbegeistert. Madrid, Barcelona, Porto und Lissabon als WM-Standorte verfügen über eine herausragende Stadion-Infrastruktur - die Portugiesen haben ihre Arenen schließlich erst für die EM 2004 schick gemacht. Die Entfernungen sind außerdem überschaubar. Spanien und Portugal dürften Englands härtester Konkurrent sein.


    &#9632; Russland - der chancenreiche Außenseiter


    Gut im Rennen sieht sich auch Russland, das das meiste Geld aller europäischen Bewerber für die WM ausgeben würde. 14 von 16 Stadien müssten erst gebaut werden. Die WM würde sich von der Ostseeküste bis hinter den Ural erstrecken - die Fans müssten demnach gewaltige Entfernungen überbrücken, um von Stadion zu Stadion zu reisen.


    Russland hat die Winterspiele 2014 bekommen, ab 2015 rast die Formel 1 durch das Land, die Fußball-WM 2018 wäre die Krönung. Eine kritische Begleitung durch die Medien, wie sie in England jetzt schon der Fall ist, würde hier wohl ausfallen - was der Fifa gefallen dürfte. Trotzdem liegt Russland im Chancen-Ranking nur auf Platz drei.



    &#9632; Niederlande und Belgien - chancenlos


    Klarer Außenseiter sind die Niederlande und Belgien mit ihrer Doppelbewerbung. Hier wird die Abneigung der Fifa gegen solche gemeinsamen Kandidaturen nicht durch andere Positiva aufgewogen. Beide Länder hatten sich schon 2000 zur EM zusammengeschlossen, damals waren die Funktionäre gerade vom belgischen Teil nicht komplett überzeugt.


    Fan-Begeisterung wäre gerade in den Niederlanden garantiert - die Bewerbung kommt im Vergleich zu Russland oder England aber eher bescheiden daher. Das sammelt zwar in der Öffentlichkeit Sympathiepunkte, ist aber für die Fifa kein maßgebliches Argument.


    WM 2022:


    &#9632; Katar - wenig Chancen


    2022 ist das Bewerberfeld noch bunter als 2018 und damit unübersichtlicher. Die ungewöhnlichste Bewerbung hat zweifellos Katar eingereicht. Das Emirat ist kleiner als ein mittelgroßes deutsches Bundesland und will trotzdem auf seiner Fläche zwölf brandneue Stadien bauen - Umkreis: 30 bis 50 Kilometer. Einige Stadien würden nach der WM wieder in ihre Einzelteile zerlegt und in andere Länder verkauft.


    Die Arenen müssten wegen brutaler Sommerhitze gekühlt werden, das will Katar durch Sonnenkraft gewährleisten - die Hitze ist trotzdem die größte Feindin der Bewerbung. Die Fifa hat deutliche Einwände dagegen, eine WM vier Wochen lang in einem Brutofen stattfinden zu lassen.


    Dass Katar fußballerisch ein Entwicklungsland ist, in dem Sportbegeisterung durch Petrodollars künstlich aufgepumpt wird, spricht nicht gerade für den WM-Standort in der Wüste. Außerdem verstummen die Gerüchte nicht, wonach Katar versuche, über Absprachen seine Position zu verbessern. Von einer Seilschaft mit Spanien und Portugal ist die Rede. Die Fifa zeigte sich über solche Meldungen zuletzt vergrätzt.


    Für Katar spricht, dass der Verband immer daran interessiert ist, neue Märkte zu erschließen. Der Nahe Osten als Brücke nach Asien wäre einer, auch wenn Katar ein skurriler Außenseiter ist.


    &#9632; Japan und Südkorea - chancenlos


    Probleme haben auch die Bewerber Japan und Südkorea. 2002 haben sie gemeinsam die WM ausgerichtet - nur acht Jahre später bewerben sie sich nun getrennt um das nächste Turnier. Das erhöht ihre Chancen nicht unbedingt, beide zählen nicht zu den Favoriten.


    Japan ist ein boomender Fußballmarkt und hat daher leichte Vorteile gegenüber Südkorea - das außerdem durch den Konflikt mit Nordkorea leidet. Es ist der Kandidat mit den schlechtesten Gewinnchancen.


    Japan wäre dagegen ein verlässlicher Veranstalter. Es darf zumindest hoffen.


    &#9632; Australien - der Geheimfavorit


    Bleiben die zwei aussichtsreichsten Bewerber. Zunächst Australien: Das Land hatte noch nie eine Fußball-WM, und die Begeisterung für die Sportart ist dank der Erfolge der Herren-Nationalmannschaft beträchtlich gewachsen - sie konnten sich immerhin für die vergangenen zwei Turniere qualifizieren.


    Die Australier wollen enorm investieren. Sie haben unter anderem den Milliardär Frank Lowy im Rücken, den reichsten Mann des Landes. Außerdem haben sie sich die Dienste eines der einflussreichsten Fußball-Lobbyisten gesichert: Fedor Radman, ein Weggefährte Franz Beckenbauers.


    Australiens größtes Problem ist die Zeitverschiebung, die eine Vermarktung des Turniers in den Kernmärkten Europas erschwert.


    &#9632; USA - der Favorit


    Und so läuft vieles auf eine WM in den USA hinaus. Das Turnier von 1994 in dem Land hat zwar gezeigt, dass das US-Publikum in Sachen Fußballregeln noch einiges dazulernen musste - aber bis 2022 hätte es dafür ja fast 30 Jahre Zeit gehabt.


    Die USA sind ein interessanter Markt - dank ihrer Sponsoren sind sie eine Macht. Und eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die am Dienstag veröffentlicht wurde, hat der Fifa aufgezeigt, dass eine WM in Übersee für den Verband am lukrativsten wäre.


    Meldungen darüber, dass England und die USA sich verbündet haben, um sich gegenseitig die Turniere zu sichern, werden derzeit vor allem in spanischen Medien gestreut. Und von beiden Ländern mit Verve zurückgewiesen.


    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,731992-2,00.html

  • Und aus dem Spiegel-Forum:


    Heute, 14:38 #9
    jimi_hendrix_guitar_hero
    Neuer Benutzer


    Registriert seit: 24.09.2010
    Beiträge: 8


    Ich stehe mit meiner Meinung wahrscheinlich relativ alleine da, aber ich würde mich über eine WM in Belgien/Niederlande sehr freuen. Für Fans kann es eigentlich nichts besseres geben: extrem kurze Distanzen zu allen Stadien, große Fußballbegeisterung, vernünftige und reine Fußballstadien, gute Verkehrsinfrastruktur, gemütliche und freundliche Menschen und, nicht zu vergessen, gutes Bier! :-)
    Über England würde ich mich auch freuen. Spanien/Portugal fände ich angesichts der aktuellen finanzpolitischen Lage beider Länder eine Frechheit und Russland wäre für Fußballfans eine Katastrophe.


    Aber leider geht's nur ums Geld... an den Fans wird nicht gedacht... :x :(

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Für Fans kann es eigentlich nichts besseres geben: extrem kurze Distanzen zu allen Stadien, große Fußballbegeisterung, vernünftige und reine Fußballstadien, gute Verkehrsinfrastruktur, gemütliche und freundliche Menschen und, nicht zu vergessen, gutes Bier! :-)</span><br>-------------------------------------------------------


    Bis auf den letzten Punkt trifft dies alles auf England aber auch zu...

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Sagt er doch auch... über England würde er sich auch freuen. ;-)


    Ich übrigens auch, aber ist ja logisch das meine Wahl zuerst nach eigenem Land geht. :D


    Noch einen Post aus dem Spiegel-Forum:


    Heute, 16:27 #14
    Jakob Knoblauch
    Benutzer


    Registriert seit: 07.06.2010
    Beiträge: 61


    England ist einfach "dran". Diejenige unter den "großen" Fußballnationen, deren letzte Heim-WM am längsten her ist (Brasilien ist ja 2014 Gastgeber, nach 64 Jahren...). 1966, da war die Welt ja noch schwarz-weiß! Obwohl ich ja vermute, daß Elisabeth II. auch 2018 noch Königin sein wird, die war ja damals schon dabei.
    Rußland wäre Blödsinn. Fußballerisch sind die zurzeit drittklassig, und ein korruptes Putin-Mega-Event (Olympia Sotschi 2014) reicht völlig. Lieber irgendwann eine WM in der Türkei als in Rußland.


    Mir persönlich wäre Holland/Belgien am liebsten. Holland ist das wichtigste Fußball-Land, das noch NIE eine WM hatte. Die Bedingungen, die Fans, die Infrastruktur sind großartig, im Prinzip könnte man morgen dort eine WM anpfeifen. Und die kurzen Entfernungen sind ein großes Plus. Trotzdem gibt es genügend viele ausreichend große (und touristisch attraktive, auch das ist wichtig) Städte.
    Warum die Doppelbewerbung mit Belgien ein Nachteil sein soll, verstehe ich nicht. NL+BE sind immer noch kleiner (auch geographisch) als die anderen Bewerber, aber groß und leistungsfähig genug. Und wenn man glaubt, daß die Belgier nicht organisieren können, warum vergibt man dann WMs nach Südafrika?


    Ich würde mich über NL/BE sehr freuen, es wäre die beste Wahl, ein sicher gebuchtes Fußballfest, genauso wie Deutschland oder England. Ich sehe auch keine echten Risiken. Das einzige, was passieren kann, ist, daß es 2018 Belgien als Staat nicht mehr gibt ;-)
    (Pech, dann müssen sie eben solange eine gemeinsame Fußballmannschaft behalten, so wie die ex-UdSSR bei Olympia 1992)


    *


    2022 ist eine Folge des kontinentalen Rotationsprinzips. Wenn Fußball wirklich global sein soll, müssen wir eben auch WMs in die Diaspora vergeben. Aber bitte keine absurde Retortenveranstaltung in Katar. Wenn unbedingt ein arabisches Land, dann Ägypten: groß genug, viele Städte, viele Fans, echte Vereine statt die Plastikscheiße am Golf. Für die Zeit NACH dem heutigen Faschistenregime wäre auch Iran ein tolles WM-Land.


    Unter den heutigen Bewerbern ist Korea mir am sympathischsten, aber (wie Japan) viel zu früh dran nach 2002. Auch die USA war "gerade erst" dran. Bleibt Australien, ohne große Begeisterung, aber angesichts der Auswahl mir noch am liebsten.

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Guiness! </span><br>-------------------------------------------------------


    Guiness ist ja wohl irisch 8-)


    Obwohl Irland im Prinzip auch noch Grossbritannien ist :D

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage