Vizekirchen 0815

  • Für mich ist Gross seit Ewigkeiten weg vom Fußball. Er hat zwar noch als Trainer gearbeitet, ja, aber eben nicht im richtigen Fußball, sondern irgendwo in der Prärie.

    Neururer ist zwar genauso lange gar kein Trainer mehr, hat aber immerhin den BuLi-Fußball die ganze Zeit konsequent und auch beruflich verfolgt.

    Daher ist er für mich weit mehr drin als ein Trainer, der irgendwo in Timbuktu trainiert hat.

    Ich bin mir sicher, Neururer kennt die Namen der Spieler.

    In der Situation von Schalke hilft jetzt eh kein Fußball-Lehrer mehr. Da braucht es einen der die nötige Mentalität und das Schalker Herz glaubhaft vorlebt, einen der diesen Pennern klarmachen kann was Schalke für die Menschen in Gelsenkirchen bedeutet und was vor allem ein Abstieg bedeuten würde. Das alles ist längst keine Frage von Taktik und modernem Training mehr, sondern einzig vom unbedingten Willen zu rennen, zu grätschen und den Gegner notfalls samt Ball unter den Rasen zu pflügen.


    -9 bei 11 Spielen ist heftig, aber nicht unmöglich, vor allem weil die anderen halt auch schei**e sind und die Knie in Mainz, Bielefeld und vor allem Berlin würden ganz schnell weich wenn Schalke mal zwei Siege in Folge landen könnte.


    Hätte ich es zu verantworten würde Peter der Große schon morgen früh durchs Stadttor reiten. Mehr als 11 Niederlagen können es nicht werden.

  • Ich kannte den Gross ehrlich gesagt gar nicht und nach einem Blick auf dessen Vita frage ich mich immer noch wie sie auf den gekommen sind?!

    Erfolg scheint er ja nur in Basel gehabt zu haben, da war er immerhin 10 Jahre tätig. Das ist aber auch schon mehr als 10 Jahre her, danach folgen nur kurzeinsätze in Stuttgart und Bern und Stationen in Saudi-Arabien und Ägypten.


    Die sinnvollste Lösung war für mich eigentlich Funkel. Ein alter Knochen, der aber noch ziemlich frisch im Tagesgeschäft war und die nötige Autorität hat um den vögeln auf Schalke Beine zu machen. Der hat aber ja scheinbar im Dezember abgesagt. Dann bleibt wohl wirklich nur noch Neururer oder halt Stevens.

  • Ich kannte den Gross ehrlich gesagt gar nicht und nach einem Blick auf dessen Vita frage ich mich immer noch wie sie auf den gekommen sind?!

    Der Schneider kannte ihn aus seiner Zeit als Sportdirektor in Stuttgart, da war Gross vor 10 Jahren mal kurz Trainer.

    Letztendlich ein weiteres Armutszeugnis für Schneider, der hier in typischer Bundesligamanager-Tradition einen Trainer aus den Kontakten seines Telefons gescoutet hat.

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  • wobei man auch sagen muss, dass man Huntelaar, Kolasinac und Mustafi für den Absturz nicht verantwortlich machen kann - und die waren es ja wohl, die sich gegen Gross ausgesprochen haben.

    Das unfassbare ist ja: Wir reden hier über drei Winterneuzugänge, die seit wenigen Wochen da sind. Zwei davon sogar als Leihspieler, auf diese absurde Idee muss man erstmal kommen...

    Wie auch immer, der Weg für Peter den Großen ist doch jetzt frei.

    Irgendwo bei FUMS stand jetzt sowas wie: Wenn Neururer kein Running Gag mehr ist, sondern eine ernsthafte Option, weißt du, wie es um den Verein steht.



    Ich bin wirklich mal gespannt. Das Heimspiel gegen Mainz nächsten freitag, sollte wohl die allerletzte (!) Chance sein, nochmal Hoffnungen auf den Klassenerhalt zu haben.

    Man fasst es nicht!

  • Das unfassbare ist ja: Wir reden hier über drei Winterneuzugänge, die seit wenigen Wochen da sind. Zwei davon sogar als Leihspieler, auf diese absurde Idee muss man erstmal kommen...

    Das war auch mein erster Gedanke als ich das gehört habe. Auf der anderen Seite spricht das aber eigentlich für diese Spieler. Die haben den ganzen Murks der Hinrunde nicht verursacht, kommen von außen in den Verein und haben wahrscheinlich ihren Augen nicht getraut. Statt das halbe Jahr einfach hinter sich zu bringen, versuchen sie noch was zu retten, das zeigt mMn, dass sie zumindest mit Herzblut dabei sind und das Ruder noch rumreißen wollen.

  • Das war auch mein erster Gedanke als ich das gehört habe. Auf der anderen Seite spricht das aber eigentlich für diese Spieler. Die haben den ganzen Murks der Rückrunde nicht verursacht, kommen von außen in den Verein und haben wahrscheinlich ihren Augen nicht getraut. Statt das halbe Jahr einfach hinter sich zu bringen, versuchen sie noch was zu retten, das zeigt mMn, dass sie zumindest mit Herzblut dabei sind und das Ruder noch rumreißen wollen.

    Das war auch mein Gedanke. Die kommen alle von Vereinen, bei denen es mindestens halbwegs vernünftige Strukturen und Trainer gibt, und werden dann auf einmal mit Gross konfrontiert. Denen fällt vermutlich eher auf, dass da was im Argen liegt, als Spielern, die das Chaos auf Schalke schon länger kennen und es daher für Normalität halten.

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  • Wenn es stimmt dass sie das hinter dem Rücken des Trainers gemacht haben ist das aber nicht ok, da bin ich bei den "Experten". Das ist einfach kein guter Stil. Wenn ich ein Problem mit meinem direkten Vorgesetzten habe, dann geh ich erst mal zu dem und versuche den Konflikt so zu lösen, und erst wenn das nichts bringt eine Ebene höher. Die meisten Manager würden sich auf so eine Nummer wohl gar nicht einlassen, sondern die Spieler gleich wieder aus dem Büro rauswerfen und ihnen sagen dass sie erst mal mit dem Trainer reden sollen.

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  • Wenn es stimmt dass sie das hinter dem Rücken des Trainers gemacht haben ist das aber nicht ok, da bin ich bei den "Experten". Das ist einfach kein guter Stil. Wenn ich ein Problem mit meinem direkten Vorgesetzten habe, dann geh ich erst mal zu dem und versuche den Konflikt so zu lösen, und erst wenn das nichts bringt eine Ebene höher. Die meisten Manager würden sich auf so eine Nummer wohl gar nicht einlassen, sondern die Spieler gleich wieder aus dem Büro rauswerfen und ihnen sagen dass sie erst mal mit dem Trainer reden sollen.

    Bei dem Problem mit den falschen Namen hast du sicher recht. Bei Schalke ist es aber gerade 5 vor 12 und wenn die mit dem Training und der taktischen Ausrichtung absolut unzufrieden sind bringt der Austausch mit dem Trainer doch recht wenig. Was sollen sie zu ihm sagen? "Dein Training ist der größte Mist und wir gehen mit der völlig falschen Taktik in die Spiele, änder das bitte."

    Wenn die genannten Spieler wirklich die Hoffnung haben, dass man auf Schalke das große Übel noch mal abwenden kann muss da ruck zuck alles umgekrempelt werden, denn für taktische Feinheiten ist die Zeit einfach vorbei.

    Ein guter Stil ist das ganz sicher nicht, aber mMn der letzte Strohhalm und dann heiligt er Zweck wahrscheinlich die Mittel.

  • Hallo erstmal und seit langer Zeit lese ich hier mit.
    Dies ist mein erster Beitrag und dann gleich zu Schalke....

    Also in meinen Augen sollten hier die Spieler jetzt in die Pflicht genommen werden und auf einen internen Interimstrainer aus der Jugend gesetzt werden

    Jeder Trainer wird sich in den kommenden Spieltagen verbrennen.
    Alternativ ganz klar Wiederaufstieg als Ziel ausgeben um den Druck rauszunehmen.
    Anders klappt das nicht.

  • Was sollen sie zu ihm sagen? "Dein Training ist der größte Mist und wir gehen mit der völlig falschen Taktik in die Spiele, änder das bitte."

    Ja, ehrlich gesagt ist es genau das, was einer Mannschaft erlaubt sein muss, einem Trainer zu sagen - natürlich in etwas diplomatischerer Wortwahl. Das letzte Wort hat selbstverständlich immer der Trainer, aber in einem modernen Gebilde - egal, ob Sportmannschaft oder sonstigen Firmen - sollte man für breit geäußerte Kritik aus den eigenen Reihen als Vorgesetzter zwingend offen sein und sich auch Lösungsvorschläge der Angestellten anhören.

    „Probleme sind wie Brüste. Wenn du sie anfasst, machen sie am meisten Spaß!“

  • Ja, ehrlich gesagt ist es genau das, was einer Mannschaft erlaubt sein muss, einem Trainer zu sagen - natürlich in etwas diplomatischerer Wortwahl. Das letzte Wort hat selbstverständlich immer der Trainer, aber in einem modernen Gebilde - egal, ob Sportmannschaft oder sonstigen Firmen - sollte man für breit geäußerte Kritik aus den eigenen Reihen als Vorgesetzter zwingend offen sein und sich auch Lösungsvorschläge der Angestellten anhören.

    Ich gebe dir recht wenn einzelne Dinge nicht passen, aber wenn man die Arbeit des Trainers von A-Z für murks hält und grundlegend damit unzufrieden ist, gibt es doch gar keine Basis um etwas zu ändern. Gross ist ja auch kein Jungspund mehr, im Gegenteil, der ist 66 und Jahrzehnte als Trainer aktiv, als würde der auf seine alten Tage noch mal seine komplette Fußballwelt auf den Kopf stellen.

  • Aus dem TagesAnzeiger:


    Christian Gross, wie geht es Ihnen an diesem Sonntagnachmittag?

    Nicht gut. Nicht gut. Ich bin enttäuscht.


    Worüber genau? Die Freistellung? Die Art, wie es dazu kam?

    Ich bin enttäuscht, weil wir noch die Chance hätten, das Steuer herumzureissen. (Schalke liegt elf Runden vor Schluss neun Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz.)


    Wie wurde Ihnen die Trennung erklärt?

    Nicht im Detail. Was mir fehlt, sind die Siege. Das ist nun einmal so. Ich weiss ja: Ohne Erfolg überlebt ein Trainer nicht lange. Dabei ist die Entwicklung der Mannschaft da. Wir hatten gute Phasen in unseren Spielen, aber wir bestraften uns mit Eigenfehlern. Wir erhielten zu viele Tore auf stehende Bälle.


    Am Samstag beim 1:5 in Stuttgart auch wieder.

    Die ersten beiden Tore dürften nie und nimmer fallen. Schon die Entstehung der Eckbälle hätten wir verhindern können. Ich wechselte Bentaleb ein, und es gab automatisch ein anderes Spiel. Leider verschoss er den Penalty (beim Stand von 3:1). Oder anders gesagt: Kobel hielt ihn.


    Bentaleb war vor Ihrer Zeit sechsmal suspendiert, trotzdem gaben Sie ihm nochmals eine Chance.

    Er ist ein Spieler, der Zuwendung braucht. Er ist anders als deutsche Spieler. Aber er hat seine Qualitäten. Schalke ist ein Schiff im Sturm, das jeden Matrosen braucht. Da wäre es töricht gewesen, nicht auf ihn zurückzugreifen.


    In den deutschen Medien kam am Samstag die Nachricht von einer Spielerrevolte gegen Sie auf. Klaas-Jan Huntelaar, Sead Kolasinac und Skhodran Mustafi sollen sich letzten Dienstag bei Sportvorstand Schneider gegen Sie ausgesprochen haben, weil Sie Spielernamen verwechseln würden und taktisch nicht auf der Höhe seien.

    Diese Meldung kam am Samstagmorgen völlig überraschend für mich. Jochen Schneider bestätigte mir, dass sich kein Spieler bei ihm gemeldet habe. Vielleicht waren sie bei Teammanager Sascha Riether, aber auch der sagte mir nichts. Ich erwarte grundsätzlich, dass ein Spieler direkt zu mir kommt und mir sagt, er habe das und das Problem. Ich ging mit den Spielern immer sehr respektvoll um.


    Würden Sie die Aufgabe bei Schalke nochmals übernehmen?

    Die sportliche Challenge ist riesig. Das hat mich an der Aufgabe auch gereizt. Ich habe immer gesagt, die Zone im Mittelfeld, in dem es um nichts geht, interessiert mich nicht gross. Die Chance auf den Ligaerhalt besteht weiterhin. Die Liga ist, abgesehen von Bayern und Leipzig, sehr ausgeglichen. Ich glaube, acht Mannschaften werden gegen den Abstieg kämpfen.


    War es wirklich richtig, Ihr schönes Leben im Engadin aufzugeben und zu Schalke zu gehen?

    Das war überhaupt kein Fehler. Es gab vor zwei Jahren schon die Möglichkeit mit Schalke, als ich noch bei Zamalek (Kairo) war. Ich sagte ab und fragte mich doch: Kommt eine solche Möglichkeit nochmals? Die Versuchung war schon damals sehr gross. Aber jetzt? Jetzt bin ich enttäuscht. Ich bin der Ansicht, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft haben, wenn alle Spieler an Bord sind.


    Fühlen Sie sich nicht hintergangen?

    Ich habe von keinem auch nur das kleinste Wort gehört: Trainer, können wir reden? Im Club gibt es einfach gewisse Strömungen, die man nicht beeinflussen kann. Aus dem Aufsichtsrat, von den Fans. Diese Strömungen können gewaltig sein.


    Sie sind jetzt 66. War es das für Sie als Trainer?

    Darauf bekommen Sie keine Antwort. Ich will das zuerst verarbeiten. Dann schauen wir. Eventuell.


  • Ich gebe dir recht wenn einzelne Dinge nicht passen, aber wenn man die Arbeit des Trainers von A-Z für murks hält und grundlegend damit unzufrieden ist, gibt es doch gar keine Basis um etwas zu ändern. Gross ist ja auch kein Jungspund mehr, im Gegenteil, der ist 66 und Jahrzehnte als Trainer aktiv, als würde der auf seine alten Tage noch mal seine komplette Fußballwelt auf den Kopf stellen.

    Das mag sein und wenn es so ist, dass eine sachlich geäußerte und berechtigte Kritik direkt an den Trainer ins Leere läuft, kann eine Mannschaft dann natürlich auch einen Raum weiter gehen und dort den Trainer kritisieren. Aber so wurde ganz einfach nicht ein faires Protokoll eingehalten.

    „Probleme sind wie Brüste. Wenn du sie anfasst, machen sie am meisten Spaß!“

  • Hallo erstmal und seit langer Zeit lese ich hier mit.
    Dies ist mein erster Beitrag und dann gleich zu Schalke....

    Also in meinen Augen sollten hier die Spieler jetzt in die Pflicht genommen werden und auf einen internen Interimstrainer aus der Jugend gesetzt werden

    Jeder Trainer wird sich in den kommenden Spieltagen verbrennen.
    Alternativ ganz klar Wiederaufstieg als Ziel ausgeben um den Druck rauszunehmen.
    Anders klappt das nicht.

    Sehe ich auch so.

    Noch wieder eine externe Lösung, die dann mit dem Abstieg auch wieder verbrannt ist und bezahlt werden muss, macht eigentlich keinen Sinn.

    Und absteigen werden sie.


    Vielleicht Huntelaar als Trainer. Spielen kann er nicht, da er verletzt ist, bezahlt wird er ohnehin schon. Und wer dort die Mannschaft im Moment aufstellt ist sowieso egal. Könnte auch der Busfahrer machen...Ergebnis wäre identisch.

  • Die Arminia möchte doch scheinbar Uwe Neuhaus rausschmeißen. Das wäre auch so eine typische Fußballgeschichte. Neuhaus übernimmt Schalke und schafft die Rettung und Bielefeld steigt ab.

  • Die Arminia möchte doch scheinbar Uwe Neuhaus rausschmeißen. Das wäre auch so eine typische Fußballgeschichte. Neuhaus übernimmt Schalke und schafft die Rettung und Bielefeld steigt ab.

    Ich kanns verstehen, da ich bei Neuhaus eh keinen Plan erkenne. Da wird hinten extrem viel kurz gespielt, nur damit Ortega dann als bester Aufbauspieler den Ball lang prügelt. Auch hält er mit zu sehr an Spielern fest, wenn man es in die Startelf geschafft hat, ist man eigentlich wochenlang sicher.

    Hätte lieber wieder einen Trainer, der mehr Ideen für das Angriffsspiel liefert, dann macht es mir auch wieder mehr Spaß die Arminina zu verfolgen.