Fortuna Düsseldorf

  • Also ich kann mir die Liga sehr gut ohne Pharmakonzern Leverkusen vorstellen. 1996 war es ja fast soweit, das war damals genauso ärgerlich wie Hoppenheims Klassenerhalt im Mai diesen Jahres...

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Kann sein, daß ich mich täusche. Aber 1995-96 war die erste Saison mit der neuen 3 Punkte-Regel und nach der alten 2 Punkte-Regel wäre, so glaube ich, Leverkusen abgestiegen und nicht der FC Kaiserslautern.


    Tja, daß war wohl Pech .............................. für die Lauterer.

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  • Ja gut, solche Leute gibts überall. Ich möchte nur mal an Braafheid, Pranjic und Robben erinnern. Dass sind dann auch nicht die Leute aus der Kurve, sondern diejenigen, die bei Wurst und Bier in Reihe 1, nicht genug unterhalten werden.

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  • Habs in der sportschau gesehen. Klasse aber die Aktion von Lambertz, der sich nach dem Spiel das Stadionmikrofon nimmt und sich bei den Zuschauern entschuldigt!

    Man fasst es nicht!

  • würde es denen wünschen wenn sie oben mitspielen könnten. wichtig sind 2 derbysiege gegen die narrenkollegen vom dom. und köln halte ich trotz des tabellenplatzes dieses jahr auch wieder nicht für sicher aufgestiegen.

  • Aufsteigen, in der Form bestimmt nicht. Da muss schon deutlich mehr kommen als Zweikampf härte und Randale der Fans.

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  • Es kommt manchmal vor, dass Bayern-Spiele und Fortuna-Spiele zeitlich nah beieinander liegen. Und da Fortuna dann meistens vor Bayern spielt, macht es das Bayern-Spiel nur noch besser. Empfehle ich jedem mal hier im Forum, man fängt an, jede Sekunde unseres Fußballs für alle Zeiten zu genießen und aufzusaugen, um noch beim nächsten Fortuna-Spiel was davon zu haben und nicht einzuschlafen.:D


    Wenn man es nüchtern betrachtet, so gab es in dieser Saison erst zwei gute Spiele der Fortuna aus Düsseldorf. Und die waren am 1. und 2. Spieltag. Danach gab es einen Bruch, der Spielfluss ging verloren und ich habe wirklich keinen Schimmer, welche Art von Fußball Büskens spielen lassen möchte. Ich war bei zwei Spielen im Stadion, einmal gegen Bochum, einmal gegen Sandhausen. Beide Spiele gehörten zu den wenigen Siegen in der Saison und in beiden Spielen hatte man gefühlt je zwei Torchancen. Und das, obwohl die Fans wirklich alles gemacht haben, um die Truppe zu unterstützen. Gegen Bochum gab es eine der beeindruckendsten Choreographien (zum Geburtstag der Stadt), die ich je gesehen habe, gegen Sandhausen merkte man jedem Fan an, wie weh dieses Spiel tat und dennoch wusste jeder: Es wird nicht besser, wenn man deprimiert herumsteht- stattdessen wurde angefeuert.


    Allerdings ist hier jetzt ein Punkt erreicht, an dem man sich fragen muss: Wie geht es weiter? Fortuna hat einen Kader, der mit Spielern bestückt ist, die wissen, wie man aufsteigen kann, zugegeben unter der Einschränkung einer nie enden wollenden Euphoriewelle. Dazu gibt es durchaus Neuzugänge, die sehr gutes Zweitliganiveau haben, dazu gehören Benschop (oft verletzt), Rensing (Ersatz), Kenia (Ersatz) und Schmidtgal (verletzt).
    Es gab sicherlich auch einige Verletzungen in der Verteidigung, allerdings waren die nicht so gravierend, dass ich sagen würde, dass dort der Fußball hätte neu erfunden werden müssen.
    Eine derartige Mannschaft hat höhere Ansprüche und man hat jetzt fast die komplette Hinrunde keine Struktur hineingebracht. Da sollte man schon gewisse Entscheidungsträger hinterfragen. Düsseldorf war die letzten Jahre nie für berauschenden Fußball bekannt, aber sie hatten unter Norbert Meier einen Plan und wenn es mal nicht lief, konnte man der Mannschaft anmerken, dass sie immerhin wollte- seit der Rückrunde des letzten Jahres sind Tendenzen in der Mannschaft erkennbar, die auf eine Spaltung hinweisen oder zumindest die Tatsache, dass das Team keine Einheit mehr ist (wie es schon mal der Fall war). Man darf natürlich nicht vergessen, dass gewisse Eckpfeiler des Teams gegangen sind, aber Qualität und Vereinstreue sind im Team immer noch vertreten.


    Was diese Saison angeht, so wird nicht mehr als der Klassenerhalt zu erreichen sein. Man muss eher darauf schauen, dass man nicht noch unten reinrutscht, denn in dieser Zweitligasaison haben die Abstiegskandidaten bereits viele Punkte auf dem Konto.
    Es rächt sich, was ich vor einiger Zeit mal angesprochen habe, nämlich dass es gefühlt keine Jugendarbeit gibt. Man hat es die letzten Jahre durch gutes Scouting ausgeglichen, aber das ist etwas, was man verschlafen hat und sich jetzt rächt.
    Generell bleibe ich dabei: Diese Stadt gehört in die 1. Bundesliga, aber es scheint, als wäre der Aufstieg der letzten Jahre zu schnell für einzelne Verantwortliche gegangen.


    Zum Abschluss was Philosophisches und Sentimentales: Der Fall Levels ist ein trauriger Tiefpunkt gewesen. Was sich einige Fans herausnehmen, wir hatten das mit Robben, ist einfach nicht zu akzeptieren. Auf den Erfolg springen gerne viele auf, weil man mit ihm etwas erleben kann, aber wenn er träger und schwächer wird, springen viele ab und laufen weg oder sie bleiben auf ihm sitzen und beschweren sich, dass er so träge ist. Was viele gerne übersehen. Der Erfolg ist eben nur ein Teilstück eines Vereins. Und wenn man Teil des Vereins ist, so ist man auch nicht vom Erfolg abhängig, auch wenn er schöner ist als der Misserfolg. Derzeit wird in Düsseldorf zwischen Spreu und Weizen unterschieden. Und das ist eine Sache, die man immer im Hinterkopf haben solte: Denn es werden auch wieder Zeiten kommen, zu denen wir es genau so tun müssen. Zwar nicht in den nächsten Jahren und wenn, dann wird es nur um Krisen bezüglich eines 4. Platzes in der Bundesliga gehen, aber das kann ja schon für viele reichen, abtrünnig zu werden, man beachte nur die Stimmung im Forum nach Unentschieden (von der Supercup-Niederlage gegen Dortmund will ich gar nicht reden).:D


    Wir können einfach froh sein, einen Trainer wie Pep Guardiola und solche Spieler und Verantwortliche zu haben. Das ist etwas, was es so schnell nicht mehr geben wird. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man sich mit den "normalen" Vereinen beschäftigt.;-)
    Und das sollte sich auch jeder zu Gemüte führen, wenn es in 10 Jahren mal wieder eine Niederlage für den FCB setzen sollte, wobei es schon eine sehr gewagte Prognose wäre, davon auszugehen, dass wir jemals wieder verlieren werden.:D:D:D

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  • Der schreibt bestimmt schon eine Bewerbung für seinen Traumjob bei den Orks, da sind nur noch Keller und fehlende Argumente für eine Verpflichtung seinerseits im Weg ;-)

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  • Büskens ist mEn. kein guter Trainer.
    Es reicht eben nicht den Spielern nur was zu erzählen, dass sie kämpfen müssen.
    Fussball ist nicht nur Kampf, sondern auch Technik und Taktik und sich gut auf den Gegner vorbereiten

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  • Das Urteil halte ich für verfrüht. In Fürth hat er tolle Arbeit geleistet. Auf Schalke hat er als Interims-Trainer auch 2 (?) mal für einen Aufschwung gesorgt. Woran es in Düsseldorf letztlich gescheitert ist, vermag ich nicht zu sagen, aber die Fortuna ist nicht der erste Absteiger, der direkt durchgereicht wird. Im Grunde war doch schon der Aufstieg ein Betriebsunfall. Da verwundert es nicht, dass sie nach dem direkten Abstieg richtig ins Trudeln geraten.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • quelle: sport1.de


    Mit vier gehäuteten Tierköpfen haben Unbekannte zwei Tage vor dem Rhein-Derby zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Köln in der 2. Bundesliga für eine geschmacklose und ekelhafte Provokation gesorgt.


    An einer Straßenbahnhaltestelle am Kölner Stadion fanden laut Polizei Passanten am Freitagvormittag die Tierschädel in Anspielung auf den Geißbock als Wappentier der Kölner auf einem blutverschmierten Stromkasten vor.


    Laut "Kölner Stadt-Anzeiger" soll dort "f95 - Fuck Köln" zu lesen gewesen sein.




    Was für hirnlose Schwachmaten, die hinter dieser Aktion stecken.

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  • Hätten sich die im folgenden geschilderten Ereignisse nicht in Westdeutschland, genauer in Düsseldorf, zugetragen, sondern in einem ostdeutschen Bundesland, wären sie vermutlich ein Thema für die überregionale Presse gewesen. Noch immer werden Neonazismus, Homophobie und Rassismus im Fußball vor allem mit Clubs aus dem Osten in Verbindung gebracht. Tatsächlich gibt es in Stadien zwischen Ostsee und Erzgebirge ein Problem mit Rechten, doch eben auch zwischen Nordsee und Alpen – nur, daß dortige Vorkommnisse seltener Beachtung finden. Zuletzt häuften sich jedoch entsprechende Meldungen, unter anderem aus Dortmund und Duisburg. In Aachen und Braunschweig kapitulierten antifaschistische Fans vor rechten Gruppierungen.


    Jetzt sorgt ausgerechnet Fortuna Düsseldorf für Schlagzeilen, ein Club, der laut dem Fußballmagazin 11Freunde zeitweise als »zweites St. Pauli« gehandelt wurde. Viele Jahre waren dort rechte Vorfälle im Vergleich zu anderen großen Clubs sehr selten. Doch schon seit langem schwelt ein Konflikt innerhalb der Fanszene.


    Bei der Auswärtspartie am 22. März gegen den FSV Frankfurt eskalierte nun der Konflikt zwischen linken Fans und Hooligans. Angehörige der rechtsoffenen »Bush­whackers« hatten einen Banner der faschistischen Fangruppe »Frente Atletico« vom spanischer Erstligisten Atletico Madrid aufgehängt. Beide Fangruppen sind befreundet. Antifaschistische Fans, die sich unter anderem »Dissidenti Ultra« nennen, fühlten sich von der Flagge gestört. Über Mitglieder des Dachverbands Ultras Düsseldorf suchten sie eine Lösung. Doch aus einer verbalen Auseinandersetzung entwickelte sich eine handfeste Schlägerei, bis die Polizei für Ruhe im Gästeblock sorgte.


    Der Verein reagierte konsequent. In einer Stellungnahme hieß es, daß »der erste Akt körperlicher Gewalt klar einem Einzelmitglied der Gruppe ›Bushwhackers‹ zuzuordnen« sei. Gegen zwei Hooligans habe der Verein bereits Hausverbot und in Absprache mit dem FSV Frankfurt ein bundesweites Stadionverbot erlassen. Gleichwohl werde dies auf alle Personen angewendet, denen »bei der Auseinandersetzung in Frankfurt aktive Gewalt« nachgewiesen werden könne.


    Nach den Ereignissen in der Mainmetropole wurde dem Verein Video- und Bildmaterial mit Belegen für die faschistische Ausrichtung der »Frente Atletico« vorgelegt. Der Verein erklärte, er könne Banner dieser Gruppierung »im eigenen Fanclub nicht tolerieren«. Das ist nur verständlich, denn bei der »Frente Atletico« handelt es sich nicht etwa um eine Gruppe, die ein paar rechtsorientierte Fans duldet. Vielmehr sind faschistische Symbole, Gesänge und historische Bezüge zum Franco-Regime zentrale Elemente ihrer »Fankultur«. Vor Beginn einer Partie erhebt schon mal die ganze Fankurve den rechten Arm zum Hitlergruß und singt das Lied »Cara al Sol«, die Hymne der faschistischen Falange-Bewegung. Es gibt Banner zur Glorifizierung der »Blauen Division«, jener spanischen Freiwilligentruppe, die auf seiten der Wehrmacht gegen die Sowjetunion kämpfte.


    Die Auseinandersetzung in Frankfurt kann als Zäsur innerhalb der Düsseldorfer Fanszene bezeichnet werden, denn obwohl der Dachverband Ultras Düsseldorf (UD) sich klar gegen das Banner der »Frente Atletico« ausspricht, hat sie kurzerhand die linke Gruppe »Ultra Dissidenti« aus dem Fanblock geworfen. Bei UD sei man sich einig, daß es innerhalb der Kurve »keine gemeinsame Zukunft mit der Gruppe ›Dissidenti‹ geben« könne. Zähneknirschend akzeptiert »Dissidenti Ultra« den Rauswurf, betont jedoch: »Wir gehen nicht aus freien Stücken aus dem Block, sondern verlassen ihn, weil wir keine andere Möglichkeit mehr haben.« Mit der Verbannung verliert die Gruppe obendrein die »Freiheiten innerhalb der Stadionordnung für die selbstverwaltete Kurve«, wie der Verein umgehend erklärte.


    Es war nur eine Frage der Zeit, wann es in Düsseldorf zu einem Konflikt kommen würde. Bereits im Januar 2013 hatte 11Freunde von einem »Comeback der Gewalt« geschrieben und vor einer »Rückkehr der Hooligans« im Fortuna-Stadion gewarnt.


    Die Fanszene hat sich zuletzt mehr und mehr entpolitisiert, auch weil das Milieu mit wachsendem Erfolg der Mannschaft unübersichtlicher wurde. Gleichzeitig kehrten auch Hooligans ins Stadion zurück. 11Freunde hatte bereits vor einem Jahr einen »Rechtsruck im heterogenen Düsseldorfer Hooliganmilieu« beobachtet.


    Aus: http://www.jungewelt.de/2014/04-03/004.php

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