RasenBallsport Leipzig

  • Man muss als Fan konsequent sein. Kein Red Bull kaufen, immer wenn man kann negativ darüber schreiben und das Getränk ächten, ist das Getränk geächtet und wird der Konzern geächtet, wird man sich überlegen ob man wirklich größer noch einsteigen will.


    Hoffenheim ist ein anderer Fall. SAP ist ja nichts für Privatpersonen, als Fan kann man sich schlecht hinstellen und sagen zum Chef, tut mir leid mit dem Programm arbeite ich nicht. Wobei das ja auch Privatkohle von Hopp ist.

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  • Naja der Vergleich mit SAP hinkt etwas, da Hoffenheim nicht direkt mit der Firma verbunden wird. Wie schnell und effizient die öffentliche ablehnung über soziale Netzwerke gehen kann, zeigt doch das Beispiel Wiesenhof.
    Red Bull wird einen Shitstorm vom feinsten ernten, sollten sie in die Bundesliga kommen und das macht deren Markenimage schon ein Stück weit kaputt. In Liga 3 intressierts (noch) keinen.

    Man fasst es nicht!

  • Und das hält wie lange? Ein Jahr, zwei...an Hoffenheim reiben sich doch auch nur noch ein paar Hardcore-Traditionalisten. Es ist nicht schön, aber man hat sich halt dran gewöhnt.


    Lass RBL nach dem Aufstieg mal unseren FCB ärgern, dann fliegen denen ganz schnell die Sympathien zu.

  • Ich vertreibe Leute in meiner Nähe die Red Bull und Co saufen, da ich diese Energydrinks nicht ausstehen kann und den Geruch schon gar nicht.


    Es gibt SAP Alternativen. Es gibt bestimmt auch Firmenchefs die sich für Fußball interessieren und dann einfach sagen könnten, wir nehmen ein anderes System. Aber SAP ist sehr gut ausgetüfftelt und ohne den SAP Erfolg hätte Hopp kein Geld gehabt um es in Hoffenheim reinzustecken. Aber man muss ja immernoch sagen, er hat sich nicht irgendeinen Verein genommen, sondern seinen Heimatverein. Nachdem ein Verein aus Mannheim ihn abgelehnt hat, aber bei Geldnot doch immerwieder an die SAP Eingangstüre anklopft.

  • Gäbe "interessante" Spiele gegen die. Sollte aber für jeden Verein mit einer halbwegs intelligenten Fanszene gelten.
    Vielleicht kann man ja im Vorfeld dann für dieses Spiel den Gästeblock gleich an die eigenen Fans verkaufen, die drei Auswärtsfahrer vom Dosenclub werden es verschmerzen können...

  • OK, hier mal ein Beispiel, extra für dich; den FC Bayern dabei mal aus dem Spiel lassend.
    Dass ein Fussballverein aus Frankfurt/Stuttgart/Köln/Hamburg (also Metropolregionen mit einem >60 000er Stadion) in den Jahren 1967-1969 nicht mit einem ebenfalls in der Bundesliga spielenden Verein aus Neunkirchen zu vergleichen war, sollte jedem normal denkenden Menschen eigentlich klar sein.


    Genauso verhält es sich mit dem FC Bayern und dem Olympiastadion - das kann man nur dann vergleichen wenn alle Faktoren auch auf das Gegenüber zutreffen und das ist in der Regel nicht der Fall. Wir reden hier aber nicht um die Regel sondern um Vereine aus Grossstädten mit grossen Stadien.


    Was die zu niedrigen Gebühren angeht solltest du vielleicht mal mit ein paar Zahlen ankommen, denn die pure Logik sagt mir dass das ziemlich unwahrscheinlich ist.

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Es ist nun mal so, dass Red Bull leider in den kommenden 2 Jahren in die Bundesliga aufsteigen wird. Anfangs wird sich zwar noch Protest bemerkbar machen, aber das ebbt dann wieder ganz schnell ab, wie bei Hoppenheim damals. Leider werden wir Hoppenheim und R€d Bull so schnell nicht mehr los. Mit VW, den Pillen, SAP und bald den Dosen wird die Bundesliga von den Namen her noch mal ein ganzes Stück unattraktiver. Der Ösi Mateschitz ist ein zäher und geldgieriger Zeitgenosse. Sein Formel-1-Projekt läuft seit 2005 mit eigenem Team und seit 1995 wirbt er dort als Sponsor. Der will und wird sich in der Bundesliga festbeißen.

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  • Diese Mannschaften bringen aber Finanzstärke mit und damit auch stärkere Spieler in die Liga.
    Mannschaften wie Braunschweig, Führt, Düsseldorf und Co kämpfen von Anfang an gegen den Abstieg und bieten alles andere als anschaulichen Fußball.


    Und du möchtest behaupten, durch oben genannte Vereine würde die Bundesliga unattraktiver werden? Auch diese Vereine werden eine Fanbasis haben, vorallem die Leipziger haben ein riesiges Einzugsgebiet ohne Erstligisten. Man lächzt förmlich nach Erstligafußball. Man schaue sich mal den Zuschauerschnitt von denen an. Da können sich Zweitligisten eine Scheibe von abschneiden.

  • Ich habe ein Spiel von Rot-Weiß Erfurt in dieser Saison in Leipzig gewesen. RWE hat leider 2 : 0 - auch etwas unglücklich - verloren.


    Von Seiten der Leipziger-Zuschauer kaum Stimmung, aber von Seiten der RWE-Fans war richtig was los.
    Ja und so soll es ja wohl generell sein.


    Eine richtige Fankultur hat dieser Verein (noch) nicht.
    Gegnerische Teams werden zum Teil sogar von anderen Leipzigfans (beim RWE-Spiel von Lok-Leipzig) unterstützt.


    Wenn man sich die weitere vorne verlinkten Videos von Hansa Rostock anschaut, da sieht man was die auch für Stimmung gemacht haben, im Vergleich zu denen von RBL.


    Das wird sich sicherlich mal ändern, aber siehe Hoffenheim.
    Grausam!!!
    Als die (Hoffenheim) am 06.10.2012 (da war ich auch anwesend) bei uns während des Oktoberfestes (das sonst Invasionen von Gästefans - selbst bei den "Untermietern" anzieht) da waren, da war es es kleines Häuflein mit relativ wenig Stimmung. So ähnlich wird es wohl anfänglich bei RBL auch sein.


    Teams, wie Rostock, Dresden, Magdeburg, Erfurt, Union usw. würden da wesentlich mehr Gästefans mobilsieren und für Stimmung sorgen! Hoffentlich aber ohne Krawalle.;-)

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  • Rostock, Dresden, Magdeburg ohne Krawalle...guter Witz.


    Man sollte vielleicht langsam akzeptieren das diese Vereine nicht mehr ins Entertainment-Konzept "Bundesliga" passen, genauso wie die vielen anderen Traditionsclubs (Essen, Duisburg, Aachen, Wuppertal, Kassel, Darmstadt, Saarbrücken, Homburg, uswusf), die ab Liga 3 abwärts dutzendweise rumeiern und unter normalen Umständen auch nie wieder hoch kommen werden.


    Die DFL will eine Bundesliga nach US-Vorbild, wo möglichst alle Regionen (aka Märkte) abgedeckt sind und so jeder potentielle Fan einen ("seinen") Verein in erreichbarer Nähe hat. Hochglanzstadien, friedliche Fans, moderne Nachwuchszentren, alles finanziell abgesichert und ohne ständige Lizenz-Ärgereien. Wenn Vereine wie Hoppeldorf (Rhein-Main-Neckar) und RBL (Sachsen) dann noch bislang fussballerisch unerschlossene Regionen beackern, umso besser.


    Die Verantwortlichen und Fans der (unterklassigen) Traditionsclubs täten gut daran diese Tatsachen zu akzeptieren (ändern kann man sie eh nicht, dafür ist die Phalanx aus Liga, Verband und Topclubs viel zu stark) und aus der 3. Liga, vor allem aber aus den Regionalligen das Beste rauszuholen was geht. Rückbesinnung auf "echten", bodenständigen Fußball für alle, die ein Kontrastprogramm zum allwöchentlichen "großen Zirkus" suchen. Stattdessen wird aktuell vor allem Hass auf "die da oben" propagiert und gleichzeitig versucht mit teils irrsinnigen finanziellen Wagnissen selber noch irgendwie auf den Zug aufzuspringen, weil man sich ja doch gerne im Glanze der sky-Kameras suhlen möchte.


    RBL ist sicher ein unschöner Auswuchs, aber gerade unser FC Bayern hat diese Entwicklung maßgeblich vorangetrieben.

  • Inwiefern hat der FCB die Entwicklung vorangetrieben, die zu Vereinen wie WOB oder Hoffenheim oder RB geführt hat ?


    Verstehe ich nicht. Wer kann verhindern, dass ein Unternehmen - oder wie Hopp, ein Privatmann - Unsummen von Geld in einen Club pumpt ?

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  • Das bezog sich auf die Entwicklung der Liga weg vom Pöbelsport und hin zum "Premiumprodukt". Red Bull und Hopp sind da letztlich nur die Symptome.


    War unglücklich ausgedrückt.

  • Ich fürchte das bei RB Leipzig demnächst noch eine ganz andere Philosophie herrschen wird als seinerzeit bei Hoffenheim.


    Hopp hat die Hoffenheimer mit Unsummen in die erste Liga gepusht - danach mit Trainingszentrum, neuem Stadion etc. - für eine moderne Infrastruktur gesorgt. Danach aber dann - und das rechne ich ihm hoch an - wie damals von ihm versprochen keine weiteren Irrsinnsaktionen getätigt.


    Es ist doch keine Frage, das er - wenn er das auf Teufel komm raus gewollt hätte - noch viele Abermillionen hätte locker machen können um Hoffenheim in der absoluten Bundesligaspitze zu etablieren.


    Das hat er aber bekanntermaßen nicht gemacht.


    Ich denke so wird das in Leipzig eher nicht ablaufen. Mit "nur mitspielen als graue Erstliga-Maus" wie es nun in Hoffenheim der Fall ist wird sich Didi Mateschitz nicht zufriedengeben.


    Wenn Leipzig aufsteigt dann werden die erbarmungslos reinklotzen. Mit noch ganz anderen Summen als je in Hoffenheim bewegt wurden.


    Wirklich keine tolle Entwicklung aber wohl auch leider nicht zu verhindern.

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  • @südstern


    Ok, so paßt es natürlich schon...aber natürlich wären die finanziellen Mittel , auf denen unser dauerhafter und derzeit gerade enormer sportlicher Erfolg nun mal basiert, ohne diese Entwicklung nicht in den Fußball zu locken gewesen. Das muß man auch sehen. Die Engländer haben das vorgemacht - man muß mal überlegen, wo der englische Club-Fußball stand, bevor die diese Premier League Inszenierung und Vermarktung auf die Beine gestellt haben...


    Und ich sag es mal ganz deutlich: mich fasziniert dieser Sport. Deswegen gehe ich ins Stadion oder setze mich vor den Fernseher. Dass über diese Entwicklung der letzten Jahre gewisse Gruppen von Zuschauern -vor allem die, die gerne mal Randale gemacht haben - im Bereich der ersten Liga rausgefallen sind oder noch rausfallen werden, ist für mich kein Problem. Ansonsten ist es ja in Deutschland nach wie vor so, dass die Eintrittspreise überwiegend für jedermann erschwinglich sind...sofern man eben überhaupt Karten kriegt bei der Nachfrage...


    Das ganze Marketing-Brimborium neben dem Sport geht mir sonstwo vorbei...für die Vereine ab ner gewissen Größenordnung unverzichtbar, aber den Schuh muß man sich ja nicht anziehen

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  • Es ist schade, dass es da immer wieder - leider!!! - zu unschönen Szenen kommt, aber mir ist das wieder alles zu allgemein.


    Da ticken einige aus und alle werden dann schlecht gemacht!!!


    Ist doch so wie bei unseren FCB - wieviele behaupten wir seien Erfolgsfans - das sind sicherlich einige aber bei weiten nicht alle. Aber es wird immer wieder verallgemeinert.


    Wenn man sich mal anschaut, was Dresden für ein Fanpotential hat, was die so in Bewegung setzen, ist es schon erstaunlich. Aber nicht alle davon sind Randalierer etc.


    Ich bin gegen Randale im Stadion und jeder Randalierer ist einer zuviel, ich finde aber diese Verallgemeinerungen auch nicht ok.


    Diesen Eindruck habe ich wenn ich deinen - von mir zitierten - Satz lese.


    Ich gehe seit ein paar Jahrzehnten zu Fußballspielen und leider gab es auch schon früher unschöne Szenen.
    Selbst in der Bayernliga (mein ursprünglicher Heimatverein) gab es wenn bestimmte Mannschaften da waren, zum Teil unschöne Szenen.
    Wenn man damals gehört hat, wie es bei S 04, Bochum und dem BVB bei den Derbys zur Sache ging, dann ist das alles - leider!!! - nicht neu.


    Nur heute wird es noch mehr aufgeputscht.


    Ist zwar jetzt ein anderes Thema. Aber ich kann mich noch an Aussagen von Reportern erinnern, die so sinngemäß sagten: "Der Betze brennt!" und ganz begeistert von den bengalischen Feuern waren.
    Jetzt sind sobald ein paar Dinger brennen es alle Randalierer und Chaoten. Das heißt nicht, dass ich "Pyro" befürworte (wenn dann nur kontrolliert), aber es zeigt, wie sich die Meinungen geändert haben.

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