SC Paderborn

  • Genauso wird es laufen.


    Wir haben mit einer Mischung aus Unbekümmertheit und Unaufgeregtheit das Unmögliche geschafft. Und genauso unaufgeregt wird es auch eine Etage höher weitergehen.


    Die handelnden Personen, vor allem unser einziger wirklicher Geldgeber Finke, der übrigens ziemlich viel Ahnung vom Fußball hat und nicht einfach nur ein "Mini-Scheich" ist, betonen immer wieder, dass man in der 1. Liga keine großen Sprünge machen wird und mit beiden Beinen ostwestfälisch bodenständig auf dem Boden der Tatsachen bleiben wird.


    Wir werden von Anfang an gegen den Abstieg spielen und hoffen, dass der Klassenerhalt möglichst lange realistisch bleibt.


    Heute wurde berichtet, dass maximal fünf Spieler geholt werden, davon mindestens zwei aus der vierten Liga. Paderborn sieht sich als Ausbildungsverein und dabei wird es bleiben.

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  • Wenn man verstehen will, wie Paderborn funktioniert, dann reicht eigentlich das folgende Zitat von Thomas Bertels (Quelle: faz.net):


    "Wie ist es zu dem Erfolg Ihres Vereins gekommen?


    Da muss man einige Jahre zurückgehen. Trainer Roger Schmidt, der ja jetzt von Salzburg zu Bayer Leverkusen wechselt, brachte hier eine neue Idee vom Fußball ein. Er hat in unteren Ligen nach Talenten geschaut, nicht auf fertige Spieler gesetzt, die Mannschaft mit einem Plan entwickelt und das Fußballspielen ins Zentrum gerückt, auch wenn die zweite Liga von Zweikämpfen geprägt ist. Unser heutiger Trainer André Breitenreiter hat diesen Weg kontinuierlich weiterverfolgt und das erfolgreiche Team geformt. Wir haben auch als Spieler einen tollen Zusammenhalt. Wir wohnen alle nicht weiter als fünf Kilometer auseinander und unternehmen oft etwas zusammen. An größeren Fußball-Standorten verläuft sich das schnell."

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  • Paderborn wird jedenfalls etwas Abwechslung reinbringen und vor allem nicht alles so verbissen und eng sehen. Da würde keiner dem Team einen Abstieg übel nehmen.


    Ich finde es gut dass man mit dem zusätzlichen Geld erst mal die Schulden abbaut, das hat wirklich Vorbildcharakter und wenn man viel Glück hat und drin bleibt ist das Gold wert und wenn man absteigt, dann wenigstens schuldenfrei und nicht so wie viele andere Teams die das Abenteuer 1. Liga wagen und dann hochverschuldet in der Versenkung verschwinden (erinnert sich noch jemand an den SSV Ulm 46?).


    Es wäre witzig wenn Paderborn eine Überraschung liefert und wenn Fürth noch aufsteigen sollte, dann wird es eh spannend, weil beide Vereine ungefähr auf ähnlichem Niveau in der 1. Liga unterwegs sein dürften was den Kader betrifft.

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  • Herzlichen Glückwunsch an den SC Paderborn.


    Man muß sportlich anerkennen das die Verantwortlichen, der Trainer und die Spieler einen Riesenjob gemacht haben.


    Sie haben ihre Chance genutzt und auch in den letzten Wochen kurz vor dem Ziel nicht das Flattern bekommen und ihr Ding einfach weiter durchgezogen.


    Das kleine Ministadion ist mir zwar auch ein Dorn im Auge weil das einfach nicht gut für die Zuschauerzahlen der Liga ist aber das nehme ich in diesem Falle ohne größeres Hadern in Kauf.


    Vor dem was da geleistet wurde habe ich nämlich allergrößten Respekt. Die haben aus wirklich "Nichts" etwas gemacht. Ohne mit Zigmillionen gewaltsam vollgepumpt worden zu sein haben die einfach nur besser Fußball gespielt als viele größere Vereine der zweiten Liga.


    Und wenn dann für so einen "Miniclub" (der sie wirklich im wahrsten Sinne des Wortes sind) solch ein Traum in Erfüllung geht und fantastische Arbeit einen eigentlich gar nicht möglichen Erfolg beschert dann freue ich mich mit.


    Willkommen in der Bundesliga, Du kleiner Exot.:)

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  • Puuh...also mit dem SCP als Sinnbild für die Fußballromantik tu ich mich dann aber doch schwer. Sicherlich hat man jetzt mit kleinem Etat den Aufstieg geschafft, was absolut respektabel ist, aber die Grundlage um aus diesem Dorfklub einen gestandenen Zweitligisten zu machen, waren schon ohne Zweifel die Finke-Millionen, die da über Jahre reingepumpt wurden.

  • Ich als Ostwestfalin finde es super spitze, dass Paderborn in der 1. Liga spielt.
    Auch wenn sie es nur ein Jahr schaffen sollten, diese Erfahrung kann man ihnen nicht mehr nehmen.


    Daher Herzlich Willkommen in der 1. Bundesliga.;-)


    Und zum Stadion. Hier geht das Gerücht rum, dass Paderborn bald in Bielefeld im Stadion spielen wird. Zumindest ein bisschen größer.:D

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  • Würde natürlich aus rein wirtschaftlichen Gründen sinn machen. Andererseits im eigenen Stadion wäre schon was anderes.

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  • Also so ganz ohne Geld geht es natürlich nicht, lieber Südstern. ;-)


    Profifußball ist eben nur unter Aufwendung von Millionenbeträgen möglich.


    Aber wenn man die Verhältnismäßigkeit betrachtet finde ich dennoch und bleibe auch dabei das dort quasi Unmögliches möglich gemacht wurde.


    Das was dort zur Verfügung steht ist trotz der Millionen von Finke verteilt über die ganzen Jahre in der Relation gesehen immer noch Saison für Saison nur ein Minietat.


    Niemand dort hat damit gerechnet bzw. im Vorfeld so außergewöhnliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt das auch nur die geringste Aussicht eines solchen Erfolges ins Kalkül gezogen werden konnte.


    Wie gesagt, das man Millionen braucht um überhaupt Profifußball betreiben zu können ist eh klar.


    Aber ich finde schon das man da noch unterscheiden muß zwischen Millionen-Sponsoring und Abermillionen-Wahnwitz-Sponsoring so wie es beispielsweise aktuell in Leipzig betrieben wird und vor Jahren in Hoffenheim betrieben wurde.


    30 Millionen in Leipzig alleine nur um optimale Trainingsbedingungen zu schaffen....und wenn es nicht verhindert wird das die demnächst in der 2. Liga starten dürfen dann wirst Du sehen was dort demnächst erst in Spieler investiert werden wird. Das wird noch deutlich mehr sein.


    Dagegen sind die Millionen von Finke dann noch nicht mal mehr die berühmten "Peanuts".


    Das meine ich mit Verhältnismäßigkeit. Ich denke Du weißt jetzt was ich meine.....;-)

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  • Dass mit Paderborn und Fürth gleich zwei Klubs jetzt Zweiter bzw. Dritter wurden, die theoretisch mit diesen "Großklubs" nicht mithalten können, spricht Bände und nicht gerade für die oben genannten Vereine (u.a. auch noch Düsseldorf, 1860, etc.).
    Aber daran sieht man auch schön, dass Geld und große Namen (auf und abseits des Platzes) eben nicht alles sind.


    Wobei was Bochum angeht...die wären ohne die unselige Einführung der Relegation schon wieder aufgestiegen.

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  • Verdient hat es Paderborn auf jeden Fall und irgendwie ist es auch schön, dass so was möglich ist.


    Aber trotzdem ist es sehr gewöhnungsbedürftig, (vielleicht) den HSV und Nürnberg gegen Paderborn und Fürth zu tauschen.

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

  • Das stimmt. Ohne Finke hätten wir weder ein Stadion (sondern immer noch die in der Tat kaum bessere Bezirkssportanlage Hermann Löns) und wären schon längst pleite.


    Aber: Finke ist abgesehen von Benteler (Namensgeber Stadion) quasi der einzige nennenswerte Geldgeber, den wir überhaupt haben. Da ist sonst niemand, wirklich quasi gar keiner. Wir hätten ohne Finke Verhältnisse, die nicht mal Regionalliga-Fußball ermöglichen würden.


    Man sollte uns bitte nicht zum Vorwurf machen, dass wir nach dem einzigen finanziellen Strohhalm, der uns hingehalten wurde, gegriffen wurden. Welcher Verein in der 1., 2., 3., 4. Liga kommt denn ohne Geldgeber aus?


    Paderborn ist ganz bestimmt kein fremdfinanzierter Plastik-Klub, auch wenn wir sicherlich nicht als Fußballtraditionsverein durchgehen. Finkes Millionen haben uns in ganz bitteren Zeiten über Wasser gehalten, aber nicht weil Herr Finke auf der Suche nach einem netten Spielzeug war, sondern weil er sich mit dem Verein identifiziert und viel in Steine investiert hat, ohne die heute gar nichts gehen würde.

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  • Das ist mir völlig neu.


    Vielmehr wird die Idee öffentlich kommuniziert, dass wenn sich der Klassenerhalt wider Erwarten doch abzeichnen sollte, eine Erweiterung auf 23.000 Plätze vollzogen wird. Das ist bautechnisch relativ unproblematisch und wurde schon bei Bau der Arena berücksichtigt.


    Daher auch das viele Wellblech in der "Wellblech-Arena", die trotzdem eine der schicksten weit und breit ist.

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  • Das ist ja wenigstens eine Option, finde ich gut das daran gedacht wurde. Ähnlich wie in Augsburg, die können - glaube ich jedenfalls - ihre Arena auch aufstocken.


    Die haben aber natürlich den Vorteil das schon mal sowieso 30.000 Menschen da reingehen.


    Aber finanziell wird es sich für den SCP auf jeden Fall lohnen. Mehr Fernsehgelder, deutlich gesteigerte Attraktivität auch für weitere Sponsoren.


    Vielleicht kann man jetzt da man die neue unumstrittene Nr. 1 in Ostwestfalen ist auch die dortigen größeren Geldgeber angeln. Da gibt´s doch auch Möglichkeiten. Bertelsmann ist doch z.B. in Paderborn. Und auch Dr. Oetker kommt doch aus der Region.


    Da könnte doch vielleicht was gehen, oder?

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  • Nee, Bertelsmann ist Gütersloh, was tendenziell eher Richtung Bielefeld geht. Abgesehen davon haben Bertelsmann und Oetker (Bielefeld) schon für Arminia über Jahrzehnte wenig bis nichts gemacht, die werden einen Teufel tun und jetzt Sport-Sponsoring in PB machen. Die könten sich höchstens ein Beispiel an Gerry Weber nehmen, der aber Armine mit Leib und Seele ist.


    Ich glaube auch, dass Bielefeld langfristig gesehen fußballtechnisch über Paderborn anzusiedeln ist. Das ist eine traditionelle Fußballstadt, das muss man bei aller Rivalität anerkennen. In Paderborn entsteht eine richtige Fußballkultur erst in den letzten fünf Jahren, seitdem wir aus der 3. Liga raus sind und ein schönes Stadion haben.


    Mit einer Uni mit über 20.000 Studierenden und einer ganz jungen Demographie (jeder Dritte ist unter 25 J.) ist jedoch großes Potential in Paderborn da, zumal die Stadt mit ca. 150000 EW nicht so klein ist, wie es gerne geredet wird und in Beiträgen rüberkommt, bei denen auch schnell noch mal ein Trecker durchs Bild huscht.


    Paderborn ist in meinen Augen langfristig betrachtet ein prädestinierter Zweitligist, der jetzt aber die Gunst der Stunde genutzt und das Schwächeln der Etablierten ausgenutzt hat. Das ist auch eine Leistung, die Anerkennung verdient.

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  • Japs, stimmt.........in Gütersloh sind die.


    Aber okay, jedenfalls sind diese Firmen (Bertelsmann, Oetker) in Ostwestfalen beheimatet - hmmm, ich hätte gedacht da geht deshalb vielleicht was für den SCP.


    Auch weil Arminia ja momentan keine große Rolle mehr spielt in Ostwestfalen. Emotional schon - aber eben nicht sportlich.


    Aber so wie Du es jetzt beschrieben hast kann man wohl tatsächlich nicht von einem Engagement bei Paderborn ausgehen wenn diese potenziellen Großsponsoren schon Bielefeld selbst in guten Zeiten links liegen gelassen haben.


    Das macht Bundesligafußball in eurer Region aber wirklich relativ schwierig. Vielleicht ist das auch ein Grund warum es Arminia nie wirklich zu etwas gebracht hat weil einfach zu wenig Unterstützung der großen Firmen im Umkreis kommt.



    Aber jetzt noch eine Frage zum gestrigen Tag: Hast Du ordentlich mitgefeiert?;-)

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  • Die Stadt ist 1/3 größer als Kaiserslautern und die waren auch Jahrzehnte in der Bundesliga etabliert. Warum werden also Vereine wie Paderborn als zu klein abgestempelt, während es Kaiserslautern wohl nicht zu sein scheint.
    Auch Leverkusen dürfte nicht recht viel größer sein.

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  • Fast so wie in Wembley letztes Jahr.


    (Aber der FCB ist mein Verein Nr. 1, der SCP kommt erst danach.) Beim Heimspiel SCP - FCB stehe ich mit FCB-Trikot und SCP-Schal auf meinem Dauerkarten-Stehplatz Q.

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  • Genau genommen hat es in der Geschichte der BuLi schon 9 Städte gegeben, die kleiner als PB waren. Da muss man die 3400 EW von Hoffenheim noch nicht mal ins Spiel bringen.

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