Kapazitätserweiterung Allianz Arena möglich?

  • Wie gesagt: Gebühren im Esplanade-Parkhaus von wucherhaften 10 € auf ein fairers Maß senken (z.B. 3 - 5 €) und vielleicht sogar preislich angemessene Saisonparkkarten anbieten (z.B. 50 €) und schon parken automatisch wieder mehr am Stadion.


    Zudem frage ich mich, warum eigentlich nicht (wieder) die riesige freie Schotterfläche südlich des P+R-Parkhausses Fröttmaning dafür nutzt, um dort günstigere weil weiter vom Stadion entfernte Parkplätze anzubieten. Nachdem das Theaterzelt dort bereits seit letzter Saison weg ist, liegt die Fläche ja eh brach.


    Die Wildparkprobleme im südlichen Umfeld sind also vom FCB durch seine Parkgebührenwucherei selbst verschuldet, weshalb ich dieses Flugblatt fast schon als Heuchelei bezeichnen will. Macht faire Preise und schon wird's wieder besser!

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  • ... wirklich? Das Parkhaus ist gar nicht voll???
    Ich dachte immer dass der Platz gar nicht ausreichen würde...
    Oder liegt es an der langen Verweildauer nach dem Spiel? Hab mal was von 60-90 Minuten gehört.


    Im übrigen fährt ein großer Teil mit der U-Bahn eine Station Richtung Norden und steigt dort im P&R zu den Autos um. Kleiner Trick um die Warteschlange aus dem Parkhaus zu entkommen.
    Aber wenn man diesen P&R-Bereich ausbauen würde, wäre der Verkehr besser verteilt.


    Liegt das Ausfahrtproblem des AA-Parkhaus eigentlich an der nur 2-spurigen Zufahrt zur Autobahn A9?



    Einen weiteren Tip an die Autofahrer habe ich noch: P&R Studentenstadt hat immer genug Platz!, kostet jetzt aber nach Erhöhung €1,50. Ist aber immer noch besser als den Zehner abzudrücken.

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  • Das Risiko wäre sicherlich nicht zu groß gewesen wenn man bedenkt das wir alleine 3 x soviele Mitglieder wie Stadionkapazität haben.


    Es ist ja schon alleine darum völlig unmöglich selbst irgendwelche Kartenvorkaufsrechte auch nur annähernd zu befriedigen. Geschweige denn weitere Abermillionen Fans zufriedenzustellen.


    Das Problem ist meines Erachtens wirklich das dieses Stadion ein Kooperationsbaby war und die Blauen mit im Boot waren bzw. unbedingt dabei sein sollten.


    Wenn ich jetzt noch im Nachhinein darüber nachdenke was für tolle Stadienvorschläge anfangs dabei waren (ein Vorschlag war ein Bau der aus der Vogelperspektive eine Krone ergab) darf ich gar nicht dran denken was im Endeffekt dabei rausgekommen ist.


    Der mit riesigem Abstand größte Club der Liga und einer der 4 führenden Clubs in der Welt hätte auf jeden Fall auch das größte Stadion haben müssen. Das ist meine Meinung und das wird meine Meinung auch immer sein.


    Hätten wir alleine vollkommen freie Hand gehabt dann wäre sicherlich etwas Besseres dabei rausgekommen. Ein neues Stadion baut man ja schließlich nicht alle 5 Jahre sondern das ist ein perspektivisches Projekt für Jahrzehnte.


    Deswegen ist die AA natürlich kein schlechtes Stadion aber sie ist bei weitem trotzdem nicht unserem Verein angemessen.

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  • Deinen ganzen Überlegungen darfst du aber nicht die Fakten von heute zu Grunde legen, sondern vom Anfang der 2000er Jahre.


    -Auch wenn wir 2001 die CL gewonnen hatten, gehörten wir da im großen und ganzen nicht zu den 4 größten Klubs der Welt, was Umsatz etc. anging. Zu der Zeit waren wir gegenüber Man United und co. noch ein ganzes Stück im Hintertreffen und auch die Serie A , insbesondere Juve und Milan, hatte uns damals noch was voraus.


    - Damals gab es diese riesige Mitgliederzahl nicht, der Boom war so auch nicht vorauszusehen und auch die Nachfrage nach Tickets konnte damals niemand erahnen. Heute sagt man vielleicht, dass man damit rechnen konnte, aber aus damaliger Sicht konnte man das sicherlich nicht. Selbst die wage Vermutung hätte keine Zusatzkosten von 400 Mio. Euro gerechtfertigt.

  • Wie viele Mitglieder hatten wir denn damals? Heute haben wir fast 230.000.


    Natürlich hat es eine ungeheure Explosion gegeben aber im Jahr 2003 hatten wir auch schon fast 100.000 Mitglieder. Dazu habe ich eine Statistik gefunden.


    Eine noch frühere Statistik habe ich nicht gefunden aber es dürften dann im Jahr 2000 wahrscheinlich auch schon um die 70.000 gewesen sein.


    Klar ist man jetzt im Nachhinein immer schlauer aber es ist einfach sehr schade das wir in diesen konstanten und andauernden Boom-Zeiten nicht das rausholen können was möglich wäre.


    Die Veltins-Arena hat vier Jahre vor unserer AA die Tore geöffnet. Seit 2001 ist bei den Orks jedes Heimspiel ausverkauft. Die werden sich sicher auch in den Hintern beißen. Die liegen heute bei über 100.000 Mitgliedern bei einem Stadion das 61.000 Zuschauer fasst. Das ist auch schon krass aber bei uns ist die Situation noch viel drastischer.


    Unser ganz großer Boom kam dann wohl leider ein paar Jahre zu spät. Ich finde es eben nur unheimlich schade das wir nicht die Chance haben die Grenzen auszuloten dessen was möglich ist.


    Dortmund beispielsweise hat für seine Verhältnisse Optimalgröße. Das Stadion ist fast immer ausverkauft aber es gibt auch ein paar wenige Spiele die nicht ganz ausverkauft sind. Die stoßen also an ihre Grenzen, wissen aber dass das Stadion die perfekte Kapazität hat.


    Oder auch Gladbach. Da wollten viele hier aus der Region vor dem Bau des Nordparks ein Stadion mit mindestens 60.000 Zuschauern. "Kein Problem, das wird immer voll" hieß es damals.


    Borussia war sich aber nach ausgiebigen Marktanalysen sicher das ein Stadion mit 54.000 Zuschauern ausreicht und hat das dann auch so durchgezogen.


    Die haben erstklassig analysiert weil sie jede Saison einen Zuschauerschnitt von knapp 48.000 - 50.000 erreichen. Passt also auch ziemlich perfekt, es wäre sogar noch etwas Luft nach oben.


    Die Orks und wir jedoch wissen im Prinzip nicht was möglich wäre. Eins steht jedenfalls fest: Beide Vereine haben ein Stadion das für ihre Verhältnisse und für ihr Fanpotenzial nicht ausreicht.

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  • Da ich 2000 eingetreten bin, kann ich sagen, dass es damals schon ca. 80.000 Mitglieder waren, dennoch war der Zuschauerschnitt zwischen 2000 und 2003 nur bei 51.000 Zuschauern.


    Du hast natürlich vollkommen Recht, dass man heute ein größeres Stadion gebrauchen könnte, aber mMn kann man da niemandem einen Vorwurf machen. Ich finde dass man damals richtig gehandelt hat, wenn man den Wissensstand von damals bedenkt.


    Zb. stellt sich mir nämlich auch die Frage wie sich alles entwickelt hätte, wenn die Wm 2006 total in die Hose gegangen wäre?!
    Hätte es einen solchen Fußball-Boom in ganz Deutschland (der ja auch für den bei uns verantwortlich ist) gegeben, wenn es statt vier Wochen Sonnenschein mit einer begeisternd spielenden NM vier Wochen Dauerrregen mit einem blamablen Vorrundenaus gegeben hätte?


    Insgesamt gab es da für mich zu viele Stolpersteine um mit einem so riesigen Stadion zu planen!

  • Als die Planungen vor dem Jahr 2.000 gemacht wurden, suchte man ein Stadion in der Größenordnung 80.000. Es gab einen Vorschlag von der Schörghubergruppe auf dem Messegelände. Genau gesagt zwischen Messe und der nördlich liegenden Autobahn.
    Die Stadtpolitik war jedoch dagegen, sollte doch das Olympiastadion nicht ohne Fussballeinnahmen darstehen. Als dann sicher war dass die WM in München stattfindet, wurde man dann hektisch.
    Die Anforderungen seitens der FIFA war eine komplette Überdachung aller Sitzplätze und dies war architektonisch nicht möglich ohne das "Baudenkmahl" zu verunstalten. In Panik suchte dann die Stadt und Verein einen Standort für ein Stadion das die Minimalanforderung der FIFA von 60.000 bei WM-Spielen ermöglicht.
    Nachdem die Medienplätze jetzt mehrmals verkleinert wurden und die Reserven der hinteren Reihen bestuhlt wurden, haben wir jetzt 70.000 Sitzplätze. Mit den Stehplätzen sind momentan 75.000 drin und ich finde dass dies schließlich ein guter Kompromiss ist.
    Wenn man sich in Europa mal umsieht gibt es nur wenige Stadien für Vereine die größer sind.


    Klar gibt es immer eine Maximalvorstellung, aber das ist auch sehr teuer. Siehe London! Das Ding hat 1.200 Millionen gekostet! 3x so teuer aber nur 1,2x so groß!


    Mich würde es eher mal freuen wenn man die Allianz Arena endlich mal gestalterisch in Rot mehr aufpeppen würde. Mir ist das Stadion viel zu Mausgrau! Draußen hui und innen pfui!
    Wäre mal toll das Dachrollo in den Farben rot-weiß sehen zu können. Ansonsten ist es in den Gängen auch drist und mittlerweile auch schmuddlig!

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  • Grundsätzlich kann ich vielem in deinem Beitrag zustimmen!
    Vor allem, dass die Farbe Rot viel zu wenig in Erscheinung tritt finde ich auch sehr schade, aber es ist so wie es samuray sagt, solange 59+1 kein eigenes Stadion hat wird das nicht passieren.


    Ich bin mir allerdings sicher, dass es möglich gewesen wäre das Oly komplett zu überdachen. Dafür hätte es natürlich einiges an Vorarbeit gebraucht und auch der Umbau an sich wäre wahrscheinlich mit sehr viel Zeitaufwand und Umsatzeinbußen verbunden gewesen.


    Aus meiner Sicht (ich bin natürlich kein Experte, hab mir aber schon öfters Gedanken darüber gemacht) wäre es das wirkliche Problem gewesen, das ganze drumherum vernünfig in den Olympiapark einzubetten und die Frage wie man es mit Logen etc. geregelt hätte.

  • Wie schauts eigentlich mit 59+1 und einem eigenem Stadion aus? Wollten die nicht mal eins bauen? Wäre für den FCB ein großer Gewinn :)

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  • Es wäre möglich gewesen. Hierfür gab es ja auch 3 unterschiedliche Modellvarianten. Allerdings wollte man den Abstand von den Zuschauerplätzen zum Spielfeld minimieren und entschied sich für ein Modell mit einem zusätzlichen Oberrang. Als diese Entscheidung seinerzeit öffentlich verkündet werden sollte, platze die Bombe durch den Architekten des Olys der erklärte dass diese Variante gar nicht zu bauen ist, da die Zuschauer auf dem Oberrang Teile des Spielfeldes nicht sehen konnten.
    Danach machten die Vereine der Stadt Druck dass nun schnellstens eine Alternative her muss da die WM sonst ohne München stattfinden wird. Das Ergebnis ist bekannt!

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  • Soweit ich mich erinnern kann hat doch der Architekt des Olys den Umbau verboten. Durch irgendeine Klausel im Vertrag hatte der doch das Recht gegen jede bauliche Veränderung des Stadions sein Veto einzulegen.

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  • Übrigens, um mal wieder in die Nähe des eigentlichen Themas des Threds zurückzukommen, hätte ein Umgebautes Oly auch keine größere Kapazität als die AA gehabt. Wenn mich nicht alles täuscht war damals eine Kapazität von 66.000 für das Oly nach einem Umbau im Gespräch...

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  • Das kann wohl sein, das habe ich jetzt nicht mehr so präsent. Aber das entspricht ungefähr der Kapazität die das Oly ja zuletzt hatte.

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  • Redest du jetzt speziell vom Halbfinale? Alle WM Stadien außer München, Berlin und Dortmund hatten weniger als 60.000 Plätze. Stuttgart und Schalke vllt gerade so, aber der Rest (Hannover, Frankfurt, Kaiserslautern usw.) war deutlich drunter.

    Man fasst es nicht!

  • An den Umbauplänen hatte Herr Behnisch (Architekt des Oly) selbst mitgewirkt, damit sein geschaffener Charakter des Stadions halbwegs erhalten bleiben sollte.


    Hier noch ein paar Infos dazu:



    (Baunetz.de vom 08.06.2000) )Am 7. Juni 2000 wurden in München drei vom Büro Behnisch+ Partner gemeinsam mit Auer + Weber (beide Stuttgart) geplante Umbauvarianten für das Olympiastadion der Öffentlichkeit vorgestellt. Die beiden Büros waren Anfang des Jahres im Anschluss an den so genannten "Stadiongipfel", bei dem der Umbau des 1972 fertiggestellten Stadions beschlossen wurde, mit der Entwicklung von Umbauvarianten beauftragt worden.
    Die drei nun vorgestellten Varianten bieten 66.000 Sitzplätze, sind vollständig überdacht und verzichten auf die Leichtathletikanlagen. Außerdem sehen alle einen Abbruch oder zumindest Teilabriss der Westtribüne vor. Bei der so genannten "Westrang"-Variante wird das Spielfeld um ca 6 Meter abgesenkt, unter dem Zeltdach auf der Westseite entstehen neue Räume und ein zusätzlicher zweiter Rang. Die Kosten werden mit rund 394 Millionen Mark angegeben.
    Bei der Variante "Schüssel" bleibt die Westtribüne zum Teil erhalten, das Spielfeld wird um 3,60 Meter abgesenkt und rückt um 13 Meter an die bestehende Haupttribüne heran. Der untere Bereich der Haupttribüne wird steiler ausgebildet und die drei untersten Reihen entfallen. Die Kosten dieser Variante sollen sich auf rund 339 Millionen Mark belaufen.
    Die 385 Millionen Mark teure Ring-Variante (unten stehende Abbildung) sieht einen Abriss der Westtribüne und den Einbau eines umlaufenden zweiten Ranges zwischen Zeltdach und Erdtribüne vor. Der Olympiapark-Aufsichtsrat zeigte sich bei dieser Maßnahme vor allem durch die "Klarheit der Bilder und die Ausgewogenheit von Alt und Neu" beeindruckt.
    Die endgültige Entscheidung für eine der Alternativen soll getroffen werden, wenn feststeht, ob Deutschland den Zuschlag für die Fußball-WM 2006 erhält.
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    (SZ vom 7.12.2000) - Alles war bereits auf den Weg gebracht. Die Stadt, der Freistaat und die Bundesligisten FC Bayern München und TSV 1860 München hatten sich schon vor zwei Monaten auf den rund 400 Millionen Mark teuren Großumbau des Olympiastadions geeinigt - doch gestern nahm die Geschichte im Rathaus eine unerwartete Wende. Das so genannte Konsensmodell erlebte eine Beerdigung erster Klasse, wie dies in der Diskussion formuliert wurde. Zur großen Überraschung und Verblüffung der Teilnehmer eines Expertenhearings verkündete Manfred Sabatke aus dem Büro des Olympiastadion-Architekten Günter Behnisch massive Bedenken gegen den Großumbau: "Wir können den Kritiken am so genannten Konsensmodell nicht in allen Punkten widersprechen." Erstaunlich ist diese Haltung, weil sich bisher sämtliche am Urheberrecht beteiligten Architektenbüros für den Umbau ausgesprochen hatten.
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    Der 2010 verstorbene Günter Behnisch gilt zu Recht als "Baumeister der Demokratie", als Visionär, dem es gelang, seinem Olympiastadion, das er zusammen mit Frei Otto plante und realisierte, die Aufbruchsstimmung im Deutschland der 70er-Jahre einzuschreiben. Ein Bewahrer um des Bewahrens willen war er nie.
    "Vater war immer der Meinung, dass lebendige Elemente einer Stadt wandlungsfähig bleiben müssen", sagt Stefan Behnisch: "Er war nicht gegen den Umbau des Olympiastadions. Er hat sogar viel und oft darüber nachgedacht, wie man es machen könnte, damit der Charakter des Stadions erhalten bleibt. Aber er war nicht bereit, sich instrumentalisieren zu lassen."

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  • Danke für die Infos. Damals gab es doch glaube ich Modelle wie dieses umgebaute Oly ausgesehen hätte. Gibt es davon irgendwo Bilder?

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