Seilbahn Dülferstraße - Helmholtz-Zentrum - AllianzArena?

  • Bitte bei dem Titel nicht gleich "Der spinnt!" denken...:)


    Ich habe mich schon länger mal gefragt, ob es Sinn machen könnte, zwischen dem U-Bahnhof Dülferstraße (U2) über das Helmholtz-Zentrum zur AllianzArena (U6) eine urbane Seilbahn zu bauen. Solche urbanen Seilbahnprojekte werden in den letzten Jahren weltweit und auch in Deutschland für immer mehr Strecken diskutiert bzw. an immer mehr Stellen im ÖPNV eingesetzt und vielleicht wäre sowas ja auch hier vorstellbar.


    Die Vorteile für so ein Projekt sehe ich hier:
    - Anbindung des Helmholtz-Zentrums an die U2 und U6 und mit einmal Umsteigen auch an den S- und RE-Bahnhof Feldmoching sowie ans Forschungszentrum Garching bzw. der Uni in der City
    - Anbindung der Allianz an den S- und RE-Bahnhof Feldmoching mit einmal Umsteigen, ohne zum Hbf fahren zu müssen
    - Entlastung der U6 an Spieltagen, weil alle Fans aus Richtung Freising so ohne Umweg über den Hbf zur AllianzArena kommen könnten
    - Seilbahn ist wesentlich billiger zu bauen als Straßenbahn
    - Seilbahn beeinträchtigt Flora und Fauna auf der Panzerwiese nicht


    Bei insgesamt ca. 4,6km Länge, 7,5m/s auf freier Strecke und 0,2m/s in Stationen komme ich auf eine Fahrzeit Dülferstraße - AllianzArena von ca. 14 Minuten. Wenn alle 30s eine Seilbahn fahren würde, dann ergäbe das eine Kapazität von 4200 Pers./h/Richtung. Bei dichterem Takt z.B. an Spieltagen geht natürlich auch mehr (15s => 8400 Pers./h/Richtung).


    Die topfebene Topografie über die Panzerweise wäre geradezu ideal, um hier so eine Seilbahn als Querverbindung relativ günstig zu bauen. Die Münchner Grünen hatten übrigens im Oktober dort ebenfalls eine Seilbahn vorgeschlagen, jedoch von der Dülferstraße über das Helmholtz-Zentrum nach Garching-Hochbrück. Meine Idee wäre also eine Abwandlung davon.

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  • Ich komme ja ursprünglich aus der Stadt der fliegenden Busse (Wuppertal). Wir haben in Wuppertal eine Schwebebahn, die für die normale Beförderung von Menschen sinnvoll, schnell und angenehm ist.


    Es war immer so, dass bei Spielen des lokalen Fußballvereins (WSV) die Schwebebahn als zentrales Beförderungsmittel der Fans eingesetzt wurde. Und ich kann sagen, dass ich in meinem Leben selten solche Todesangst hatte.


    200 besoffene, die gröhlend und singend schaukeln ist nicht grade angenehm ;-)


    Ich weiß nicht, ob das bei einem BL-Spieltag wesentlich angenehmer wäre.

    *Member of "Die Gruppe" since 2013*

  • Das hatte ich mir einerseits auch schon überlegt. Andererseits sind die modernen 3S-Bahnen, also die mit drei Seilen, schon um einiges stabiler gegen Schaukeln als die konventionellen Seilbahnen mit nur einem Seil. Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr mal mit der Seilbahn in Koblenz mitgefahren und dort versuchten auch 8-10 Typen das Ding zum Schaukeln zu bekommen, was ihnen kaum gelang.


    Zudem sind diese Kabinen für bis zu 35 Personen heute auf Wunsch videoüberwacht, so dass man evtl. Spinner darin bei der Ankunft gleich zur Rechenschaft ziehen könnte. Und wenn sich das rumspricht, dann ist schnell Ruhe im Karton. Bei einer U-Bahn mit fast 1000 Leuten ist das ungleich schwerer bzw. praktisch unmöglich. Von der Seite her kann man das heute schon gut in den Griff bekommen.


    Und man sollte dabei v.a. auch an den Nutzen im Alltag außerhalb der Spieltage denken, der wie gesagt hoch sein dürfte. Es wäre eine gute Chance im Stadtnorden eine interessante Querverbindung im Randbereich zu schaffen, mit der man auch das Helmholtz-Zentrum anschließen könnte.

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  • Ja, wie das mit dem Fahrgastpotenzial aussieht, müsste man prüfen. Es wäre interessant zu wissen, wie gut die Buslinie 294 ausgelastet ist, die vom U-Bahnhof Harthof zum Helmholtz-Zentrum fährt. Denn diese Fahrgäste sowohl aus Richtung City als auch von Feldmoching her würden dann auf die Seilbahn umgeschlagen werden können.


    Auch muss man bedenken, dass derzeit die Planfeststellung für eine neue Anschlussstelle von der A99 zur Schleißheimer Straße läuft. Ob und welchen Einfluss es hätte, wenn dann an der Dülferstraße ein P+R-Parkplatz wäre, müsste sich zeigen. Ich denke allerdings nicht, dass das was ausmachen würde, denn das Helmholtz-Zentrum ist ja schon direkt an die A99 angebunden.


    Die große Unbekannte wäre also der Ostteil der Strecke vom Helmholtz-Zentrum zur AllianzArena außerhalb der Spieltage. Ich hatte mir da auch schon überlegt wie es wäre, wenn die Seilbahn weiter nach Osten bis nach Unterföhring zur S8 gehen würde. Dies würde die Rolle Fröttmannings als P+R-Parkplatz sicher nochmal weiter stärken, man hätte eine Querverbindung von der S1 zur S8 und AllianzArena und Helmholtz-Zentrum hätten Flughafenanschluss. Doch ob sich diese Verlängerung rechnen würde? Es müsste wie gesagt geprüft werden.

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  • Wirklich eine gute und vor allem eine neue Idee!
    So etwas kann schnell zum Sighseeing-Muss in jedem Reiseführer werden! - Nur die Aussicht ist nicht so berauschend... Ist halt nicht Brisbane in Australien wo es durch den Dschungel geht! - und eine Isar-Überquerung gibt's leider auch nicht.
    Aber was ist eigenltich aus der Seilbahn bei der Buga in der Messe geworden? Ich glaube dass da der tägliche Unterhalt sich nicht gelohnt hatte oder gibt's die noch?
    Außerdem sind da bei der Panzerwiese nicht Wohnungen angedacht??

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  • Wie gesagt: Die Frage ist ob für eine solche Strecke genug Potential im Alltag da ist. Das bezweifle ich ehrlich gesagt (auch wenn ich dazu jetzt keine Belege habe).



    Das Helmholtz-Zentrum ist mit dem Auto exzellent über die Ingolstädter-Straße und die A99 angebunden. Für die paar Leute die dann von der U2 oder U6 nach Neuherberg fahren würden wird sich das Ding wohl kaum lohnen.


    Da sehe ich bei der Seilbahn am Tierpark (Thalkirchen-Tierpark-Tiroler Platz) mehr Potential...

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  • Nur eine Frage der Zeit bis es zu fatalen Unfällen käme, wenn diese Seilbahn an Spieltagen genützt würde.
    Da müssen nur die richtigen Heinos aus xxx in Minga gastieren und schon wars das.
    Als Touriprojekt oder für normale Nutzung ist sowas bestimmt immer denkbar. Aber im Zusammenhang mit Fussball eher nicht.

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Was sollte dann da an fatalen Unfällen passieren? Geht etwa an jedem oder jedem zweiten Spieltag eine U-Bahn völlig zu Bruch? Eine Kabine mit max. 35 Mann ist eben was anderes als eine U-Bahn mit bis zu 1000 Mann drin, die sich gegenseitig in der Masse anstacheln können.


    Zudem dürfte in einer Seilbahn die Schwelle, etwas Dummes zu tun, wohl deutlich geringer sein. Denn das Ding fährt ja nicht auf der Erde sondern schwebt in der Luft. Die Leute darin haben ja wohl kaum ein Interesse daran, dass sie selber abstürzen.


    Aber sicher wäre so ein Projekt mit auch dieser Zielgruppe ein Novum, weil es sowas laut meiner Kenntnis noch nicht gibt. Doch nur weil es sowas noch nicht gibt heißt es ja nicht, dass es nicht gut funktionieren kann. Sowas müsste deshalb von bestimmten Stellen (Polizei, Sicherheitsexperten, etc.) in einer Studie genau geprüft werden und Pros und Contras aufgezeigt und abgewogen werden. Wenn es aus bestimmten Gründen dann doch nicht möglich wäre, dann eben nicht. Aber zumindest sollte man so ein Projekt überhaupt mal untersuchen.

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  • Willkommen im Leben.
    Allohol und diverse Pülverchen in der Neese haben schon so manchen Trottel zu dubiosesten Dingen verleitet.
    Vergisses.
    Ne Seilbahn zu nem Fuppestadion ist dermaßen weltfremd und würde auch gsd nie bewilligt werden ( jedenfalls wenn deren Nutzung an normalen Spieltagen geplant wäre ).
    Als Touriattraktion zu Besichtigungszwecken vielleicht.
    Du könntest dann natürlich auch da wieder einen lustigen Kontrollapparat installieren...aber wie gut das immer klappt das weiss man ja.

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Bei allem Respekt, aber ich glaube du suchst hier Probleme, wo eigentlich keine Sind. Wenn es danach ginge, dann dürften auch keine Flugzeuge mehr zu Auswärtsspielen fliegen und U-Bahnen dürften an Spieltagen auch keine mehr fahren, denn es könnte ja einer im Vollrausch und aufm Tripp an die Stromschiene hinfassen und umkommen bzw. es könnten an der Haltestelle eine oder mehrere Personen ins Gleisbett fallen und überfahren werden. Ist alles möglich nur fahren die U-Bahnen trotzdem noch bzw. fliegen die Flugzeuge trotzdem noch.


    Wie gesagt müssten freilich bestimmte offizielle Stellen dazu ein Sicherheitsgutachten machen, was ja auch bei anderen Verkehrsmitteln gefordert wäre. Wenn es geht, dann geht es und wenn nicht, dann eben nicht. Nur sollten diese Entscheidung doch wohl die treffen, die sich damit auskennen.


    Und wie gesagt werden die "komplizierten" Fans mit Sicherheit auch weiterhin die U-Bahn nehmen, also garnicht groß in eine solche mögliche Seilbahn einsteigen. Auch das, also welche Benutzergruppen sowas nutzen würden/möchten, müsste zuvor durch Befragungen ermittelt werden, wie es ja heute auch bei anderen Verkehrsprojekten der Fall ist. Ich denke, dass hier dann wohl viel eher die gemäßigten Fans und Touris mitfahren würden.


    In London ist die Station gleich nebem dem Millenium-Dome, wo auch zu Rockkonzerten nicht wenige Leute die Seilbahn nutzen, um direkt zur U-Nahn über die Themse zu kommen. Und dieses Klientel ist ja auch nicht durchwegs engelbrav. Jedenfalls habe ich von dort noch keine Meldung über fatale Unfälle gehört.

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  • Ich schätze dass bei den Behörden wie auch in der Öffentlichkeit immer eine zu große Angst vor etwas Neuem besteht. Man braucht sich nur das Hick-Hack mit der jahrelangen Kapazitätserweiterungen ansehen, da muss zu jeder möglichen Gefahr eine "doppelte Sicherung" gefunden werden.
    Dagegen hält man Autos, Flugzeug und U-Bahnen für sicher da dies schon immer so war und zu unserem Alltag gehört.
    Eigentlich sollten sich die Behörden mal Gedanken über das Oktoberfest machen. Die U-Bahn mit all den Besoffenen und rauffreudigen Besuchern zur späten Stunde.... An manchen Samstagen geht Abends der Rollo zur Mitternacht 5-10 Mal zu um den U-Bahnschacht zu sichern! - Aber da drückt man ein bis zwei Augen zu und hofft dass alles gut geht....

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