FC Bayern Basketball

  • Die Stimmung in den Hallen der NBA ist eine ganz andere als in den europäischen Hallen..... Die Stimmung beim europäischen Basketball ist sehr stark durch den "Fußball" geprägt -> Stichwort: Fangesänge -> bestes Beispiel im europäischen Basketball: Der berühmte "horto magiko"-Gesang der Panathinaikos-Fans:



    In Europa feiern sich die Fans in gewisser Weise ein Stück weit selbst...


    In der NBA hat man viel viel seltener den typischen Fangesang (bei den Spielen der College-Basketballer in den USA schon wesentlich öfter..).


    Dort haben die Spiele viel viel mehr einen Event-Charakter, verständlich bei den Preise dort drüben. Karten für NBA-Spiele, gerade in den Playoffs, sind unglaublich teuer. Daher hat man in der Regel auch eine ganz andere Fan-Klientel bei den Spielen. Wenn man bedenkt, dass Jack Nicholson als Lakers-Edelfan pro Spiel(!) für seinen "courtside"-Sitzplatz irgendwas zwischen 8000 und 10000 USD zahlt, wird dies auch plastisch... :D

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Bleibt die Frage, ob im Etat auch was für die Halle drin ist, oder ob wir über den Etat reden, der zum Großteil in die Taschen der hoffentlich erfolgreichen Spieler wandert.

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  • Im Etat werden sicherlich auch "die Kosten des Umbaus der RSH" sein....


    Ein reiner Spieleretat von 6-8 Mio. Euro wäre der Wahnsinn. Angenommen man hätte einen 7 Mio. Euro Etat nur für Spielergehälter, dann hätte man bei einem 13er-Roster etwa 461.000 Euro brutto für einen Spieler zur Verfügung. Dies wäre der Wahnsinn.... Der BBL-Bestverdiener (Bambergs Casey Jacobsen) streicht sich per anno wohl so ca. 300.000-350.000 Euro ein. Ich denke, dass "mastermind" diesbezüglich wohl noch genauere Infos haben dürfte!

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  • marwahn : Du weißt doch, dass die Teams in Sachen Spielergehältern immer recht zurückhaltend sind, was das herausgeben von genauen Zahlen angeht ;-) . Die von dir genannten 300.000 - 350.000 könnten durchaus so hinkommen.


    Was sicher sein dürfte ist, dass Jacobsen Topverdiener ist. Nach seiner Rückkehr aus der NBA in die BBL zu Alba wurde dies aus jeden Fall in den Medien immer wieder so berichtet...Und es scheint auch logisch.


    In Bamberg wird er im darauf folgenden Jahr sicher nicht viel weniger verdient haben. Was aber hier auch sicher ist: Er war in der letzten Saison nicht im Bamberger Etat enthalten, sondern wurde von Stoschek (Brose) quasi aus der "Privatschatulle" bezahlt ;-) . Das hat sich in diesem Jahr geändert...Mit neuem Vertrag nach dem Titelgewinn...


    Die Zahl oben scheint auf jeden Fall recht gut zu sein, obgleich zu seiner Zeit bei Alba mal die 500.000 durch den Raum geisterten. Aber das halte ich für zu hochgegriffen.


    Auf jeden Fall sind 6-8 Mio. reiner Spieleretat Wahnsinn und für Bayern im 1. Jahr egtl. nicht zu packen...Nicht weil sie nicht die finanziellen Möglichkeiten dazu hätten, sondern weil man dann quasi das gesamte Team auswechseln müsste.

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  • Ich muss ja zugeben, dass ich mich bisher nicht wirklich für den deutschen Basketball interessiert habe, außer eben die Nationalmannschaft. Seit der FC Bayern aber das Projekt gestartet hat, hab ich jedes Spiel im Live-Ticker verfolgt.


    Bisher hab ich hier im Forum immer verfolgt und will nun auch ein bisschen mit diskutieren.


    Also ein Etat von 6-8 Mio. nur für Spielergehälter halte ich echt für krass, wenn man sieht was ein Spieler so im Durchschnitt verdient. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das der reine Spieleretat sein soll. Ich denke eher das ist der Gesamtetat. 6-8 Mio als Aufsteiger für Spieler auszugeben halte ich auch nicht wirklich für seriös. Gerade Uli ist ja dafür bekannt, dass er keine verrückten Dinge tut und lieber auf Entwicklung setzt. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass der Uli da noch den einen oder anderen Sponsor in der Schublade liegen hat, die einsteigen würden, wenn sich das Projekt in der BBL etablieren kann.


    Also hoffen wir mal, dass sich das gut entwickelt, dann können wir vllt. auch mal europäisch eine gutes Wort mitreden. Am liebsten natürlich so wie die Fussballer es tun, seriös, freundlich und vernünftig, ohne verrückte Dinge zu tun!

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  • Also reiner Spieleretat sicherlich nicht, davon werden auch Manager, Trainer, Physios etc. bezahlt, das zum ersten und dann natürlich auch Reisekosten, Marketing usw.


    Allerdings bleibt dann noch ein großer Batzen übrig, was bei den anderen genannten Teams aber auch nicht anders sein dürfte. Die Frage ist, ob und wenn ja wieviel in die Halle fließt, da habe ich die Hoffnung, dass die über den Namenssponsor (zumindest in großen Teilen) finanziert wird und man praktisch vorab von Vereinsseite nur einen Kredit dafür gibt, was an Geld kommt, aber mal gucken.


    Was die Spieler jetzt so für Verträge haben, muss man mal abwarten, die dürften deutlich steigen, weil die Spieler die bleiben werden schon ordentlich auch für die BBL mitverhandelt haben.


    Ansonsten mit der Einbürgerung von Nad... ist ein Deutscher Platz mehr besetzt, ich kann mir zwar gut vorstellen, das wir mehr Deutsche am Ende im Kader haben, als "nötig" aber das macht dan auch wieder den Platz frei für andere Spieler.


    Wird auf jeden Fall interessant. Wann ist denn der Trainingsauftakt anvisiert? Mitte/Ende August???

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  • Man sollte in der Etat-Diskussion unbedingt zwei Punkte auseinander halten:


    So sollte man den Gesamt-Etat vom reinen Spieler-Etat (Gehälter, Boni, Dienstwagen, Wohnungen etc.) unterscheiden.


    Ich habe jetzt keinen Paragraphen der einschlägigen BBL-Ordnung auf Halde, aber ich habe irgendwo im Hinterkopf, dass man 10% des Gesamt-Etats in die Nachwuchsförderung investieren muss. Bei einem Gesamt-Etat von 7 Mio. Euro macht dies schon einmal 0,7 Mio. Euro! Dann muss man aus aktuellem Anlass des Umbaus der RSH sicherlich auch jährliche Raten in den Gesamt-Etat einrechnen. Ich glaube nicht, dass durch "Naming Right" die gesamten Umbaukosten von 4,5-5 Mio. Euro getragen werden können. Die Allianz hat doch für die Namensrechte für die Allianz-Arena für 15 Jahre (+ 5 weitere Jahre als Option) für ca. 90 Mio. Euro erworben..... Bei der Allianz-Arena handelt es sich um ein viel viel größeres Objekt, welches zudem noch mit des Deutschen Lieblingssport Nr. 1 verknüpft ist, dem Fußball. Ich kann mir nicht vorstellen, dass durch die Vergabe der "Naming Rights" im Hinblick auf die RSH jährlich mehr als ein hoher 5stelliger Euro-Betrag eingenommen werden kann.


    Die Gründe mMn.:


    1.) Es ist nicht klar, ob aufgrund von Olympia in München nicht doch noch eine neue Multifunktionshalle entstehen wird.... Welcher Sponsor zahlt dann schon viel Geld für eine relativ lange Zeit für die RSH?


    2.) Es steht auch noch im Raum, dass die Topspiele gg. Bamberg, Berlin und Co - sofern terminlich möglich - in der Oly-Halle stattfinden, oder?


    3.) Basketball ist in Deutschland im Moment leider allenfalls die Mannschaftssportart Nr. 4 hinter "König Fußball", Handball und Eishockey und daher wird auch in den Medien weniger über den deutschen Basketball berichtet, als über den deutschen Fußball.


    Wenn man im 1. Jahr mit einem Spieler-Etat von ca. 3-3,5 Mio. Euro ausgeht, ist das schon recht hoch angesetzt. Diese 3-3,5 Mio. Euro sind international verglichen mit den Etats des FC Regal Barcelona, Real Madrid oder Maccabi Electra Tel Aviv oder den Mäzen-Klubs aus Griechenland wie Panathinaikos oder Olympiakos natürlich eher ein Witz, als wirklich konkurrenzfähig.


    Diese o.g. Klubs haben jeweils einen Gesamt-Etat, der irgendwo zwischen geschätzten 25-32 Mio. Euro per anno liegt.


    So heuerte Chuck Eidson, der 2010/11 noch bei Maccabi Tel Aviv gespielt hat, beim FC Barcelona für 2 Jahre und ca. 2 Mio. Euro per anno an.


    Quelle: http://www.mlbb.gr/feed-items/…son-signs-regal-barcelona


    Was ich damit sagen will: Bitte nicht sofort und zu naiv in europäischen Dimensionen denken. Ob man irgendwann wirklich dem Niveau der o.g. europäischen Topklubs spielen kann, finanziell wie sportlich, bleibt absolut abzuwarten.


    Die europäischen Topklubs werden wie Barcelona und Madrid entweder durch die Fußballabteilung quersubventioniert oder aber im Falle von Panathinaikos oder Olympiakos durch Mäzene finanziert.


    Natürlich sind die Etats dieser europäischen Topklubs ein Witz gegenüber den Etats in der NBA. So haben bspw. die Los Angeles Lakers einen Spieler-Etat(!) in Höhe von ca. 90 Mio. USD (= ca. 61 Mio. Euro) oder die Dallas Mavericks einen Spieler-Etat in Höhe von ca. 83 Mio. USD (= ca. 56 Mio. Euro).


    Man wäre gut beraten, sich im 1. BBL-Jahr zunächst einmal in der BBL zu positionieren und bei einem entsprechenden Saisonverlauf am Ende der Regular Season.


    Die einzige Chance irgendwann wirklich in der Basketball-Elite Europas mitzuzocken sehe ich eigentlich nur, wenn der deutsche(!) Basketball, sprich die BBL, wirklich boomt und auch die FC Bayern Basketballer genug Fans mobilisieren können und dadurch bedeutend interessanter für Sponsoren werden.

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  • Warum gibt es keine Edit-Funktion? Argh.... >:| :D


    Der vorletzte Satz muss natürlich wie folgt lauten: "Man wäre gut beraten, sich im 1. BBL-Jahr zunächst einmal in der BBL zu positionieren und bei einem entsprechenden Saisonverlauf am Ende der Regular Season irgendwo auf Platz 5-8 landen, um in den Playoffs zu spielen!"

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  • Also einen Etat von 25-30 Mio wird es in Deutschland niemals geben für einen Basketball-Verein, das ist auch für einen FC Bayern nicht zu machen, was mich aber auch nicht wirklich stört muss ich sagen. Das ist doch im Fussball das selbe, man kann Teams wie REAL oder Barca auch mit einem kleineren Etat schlagen, und solch ein Sieg ist viel mehr wert, da er etwas außergewöhnliches ist. Aber um sich mit solchen Teams überhaupt messen zu dürfen, muss erstmal eine erfolgreiche Etablierung in der BBL erreicht werden. Das ist eine Entwicklung um an die Spitze zu kommen, denn nur Zusammenkaufen ist nunmal nicht Bayern-like und das wird man auch im Basketball sicher nicht machen. Man wird eine Jugendabteilung aufbauen müssen, was aber natürlich eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. Aber der FC Bayern ist dafür ja bekannt, solche Sachen seriös und vernünftig anzugehn, daher mache ich mir um die Zukunft des Basketballs beim FCB keine wirklichen Sorgen, aber man sollte die Ziele eben nicht sofort zu hoch ansiedeln. Playoffs wären ganz schön als Aufsteiger, man sollte vermeiden 8. zu werden, denn direkt auf Bamberg zu treffen ist nicht so toll, aber alles andere würde vollkommen reichen! Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass man jetzt schon einen Etat von 10-12 Mio erreichen könnte, aber das will man garnicht!!!

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  • @ matze20111984


    Im Fußball kann man als Underdog leichter gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner gewinnen. Siehe die doch verhältnismäßig vielen Siege der unterklassigen Teams im DFB-Pokal. Im Basketball ist das hingegen deutlich anders. Dies liegt einerseits daran, dass im Basketball nur 5:5 spielen, statt wie im Fußball 11:11 und somit die individuelle Qualität der Spieler im Basketball deutlich stärker zum Tragen kommt, als bereits im Fußball. Zudem kann man im Basketball nach Belieben durchwechseln, ein großer Spieler-Etat bedeutend bei ein wenig Basketballsachverstand der Verantwortlichen oftmals eine tiefe Bank.


    So hat Bamberg in der diesjährigen Euroleague-Saison daheim Olympiakos Piräus und Real Madrid geschlagen..... Aber ob Bamberg diese Teams auch in der "Best of 5"-Serie 3 Mal schlagen könnte, muss mehr als bezweifelt werden. Im Basketball gibt es auch Außenseiter-Siege, diese gibt es aber viel seltener als im Fußball, wie gesagt aus o.g. Gründen.


    Die Nachwuchsförderung kann man im Basketball eigentlich ein Stück weit außer Betracht lassen, da Basketball in Deutschland leider nicht so populär ist, mit der Folge, dass viel weniger Kinder mit Basketball beginnen und somit der Talent-Pool im Basketball ungleich kleiner ist, als im Fußball oder bereits im Handball. Die wirklichen Top-Talente gehen mit 19 oder 20 in die USA ans College, um dort einen Hochschulabschluss zu machen und zugleich eine Top-Basketballausbildung (in der NCAA) zu bekommen. Die dortige Basketballausbildung ist um Lichtjahre besser, als alles andere in Europa oder sonstwo!

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  • @ whisky1982


    Barcelona (also die Basketballer) senken ihren Etat in den nächsten 5 Jahren wohl um 10% per anno! Dann hätte Barcelona in 5 Jahren immer noch einen Etat von ca. 15-17 Mio. Euro, der seinerseits in etwa immer so hoch wäre, wie die Summe der Gesamt-Etats von ALBA Berlin und den Brose Baskets Bamberg.


    @ die12aufdemtrikot


    Joa, das Gerücht macht auch schon bei schoenen-dunk.de die Runde. Angeblich geht Schwethelm zu einem BBL-Klub der international spielen wird. Daher scheidet der FC Bayern wohl aus....

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  • Jetzt wo der Dirk in den USA sein großes Ziel erreicht hat, kann er ja zu uns wechseln.


    Dann kommt er halt a bisserl früher als geplant, auch nicht so tragisch. :D

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  • Du musst nicht glauben, dass Nowitzki seinen Vertrag in Dallas sausen lässt...



    Ich bin sowieso kein Freund von einem vorübergehenden Nowitzki-Engagement beim FC Bayern im Falle eines NBA-Lockouts.


    Warum?


    Ganz einfach: Aus Publicity- und Marketing-Gründen wäre solch ein Engagement beim FC Bayern sicherlich ein Paukenschlag, aber sportlich macht es keinen Sinn. Damit meine ich nicht die Zeit, in der Nowitzki beim FC Bayern spielen würde, sondern vielmehr, dass man keinen Spieler mit ansatzweise Qualität finden wird, der gewillt ist, in den 6-12 Wochen, in den Nowitzki hier spielen würde, auf der Bank Platz zu nehmen und sich mit 5-10 Min. pro Spiel zu begnügen. Daher bekäme man allenfalls einen unterdurchschnttlichen Power-Forward als Backup, falls Nowitzki hier anheuern würde. Sobald Nowitzki wieder weg wäre, hätte man auf der Position des Power Forwards ein sehr großes Loch und das Mitte Januar. Dann wird man auf dem Spielermarkt wohl kaum mehr Ersatz finden und selbst wenn, dann nur mit sehr sehr viel Geld.


    Davon abgesehen geht die Wahrscheinlichkeit eines Nowitzki-Engagements beim FC Bayern gegen 0,0!

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  • schon klar


    dass er für uns aber irgendwann die Schnürrsenkel bindet, würde ich nicht ausschließen - im Gegenteil...wenn dieses Basketball-Projekt unseres FCB Früchte trägt und erfolgreich weiter geht (wonach es ja aussieht), dann sehe ich dahingehend sogar gute Chancen


    vielleicht noch nicht in ein, zwei oder drei Jahren, aber irgendwann und selbst dann könnte er unserem FCB noch einen Schub geben


    dass so ein kurzfristiges Engagement über ein paar Wochen/Monate etc. keinen Sinn hätte, sehe ich auch so ;-)

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