Euroleague / Eurocup 2015/16

  • Es bestreitet doch niemand, dass das gestern ein geiles Spiel war und mir ist auch bewusst, wer bei Real spielt.


    Aber das Ergebnis täuscht halt, darum ging es doch. Man ist nicht "nah dran an den Großen".


    Man kann an einem glücklichen Tag mal einen schlagen. Wie gegen Khimki. Mehr nicht. Näher dran bist Du da erst, wenn Du einigermaßen regelmäßig Siege gegen die Top8 einfährst und nicht, wenn Du zum x-ten mal knapp gegen sie verlierst.


    Ernüchternd, ich weiss... :-S

    0

  • Man (= der deutsche Basketball) ist noch nicht "nah dran an den Großen", aber schon deutlich näher als noch vor drei oder vier Jahren.


    Es mangelt den deutschen Euroleague-Teams noch an Erfahrung in der Crunchtime bei großen Spielen. Für Real Madrid war die Crunchtime gestern nichts Neues. Die sind als Team schon durch eine Vielzahl von Crunchtime-Stahlbädern gegangen. Mal erfolgreich und mal erfolglos....


    Was fehlt denn den deutschen Teams deiner Meinung nach noch genau? Das würde mich wirklich interessieren.

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Ich find hier kommen mehrere Punkte zusammen. Das eine Niederlage einen nicht rechnerisch näher an die Top 16 bringt ist klar und damit auch nicht interessantes Thema hier.
    Ich sehe da tatsächlich die positive Entwicklung der letzten Jahre der deutschen Teams die zwar gegen die Großen noch nicht oft genug Punkte bringt aber definitiv mittelfristig gute Auswirkungen hat. Höhere Aufmerksamkeit der deutschen Teams auch international, höhere medienpräsenz macht es für potentielle Sponsoren interessanter. Es werden auch immer mehr Namen nach d kommen können.
    Wer hätte gedacht, dass jetzt bei uns Melli, zisis und Co in D spielen. Vor einigen Jahren sicher niemand.
    Mich nervt bei einigen, dass extrem zahlen fixierte denken, kein Sieg, bringt nix etc.

    0

  • Geld.


    Ich weiss: Plump.


    Aber nur mit der entsprechenden Kohle wirst Du es schaffen:


    a. höchstqualifiziertes Personal zu finden
    b. höchstqualifiziertes Personal zusammenzuhalten


    Genau das sind die zwei Knackpunkte, die uns von Real & Co unterscheiden.

    0

  • Lese doch einfach genau was ich geschrieben habe ;-)


    Jetzt 3x : UNTERM STRICH bringt uns eine knappe Niederlage nicht weiter.


    Keine Ahnung, was daran zahlenfixiert und nervend ist.. :D

    0

  • Absolut richtig, die Niederlage hat einem letztlich garnichts gebracht. Viel Aufwand, kein Ertrag. Leider ist das so. Im Sport sind halt nur Siege wichtig. Der Druck wird jetzt nicht weniger. Klar ist das schön, dass man mithalten konnte, wäre doch ein Sieg eine Überraschung gewesen. Letztlich aber kam dabei nichts raus und das steht unterm Strich.

    0

  • wenn man das jetzt auf den fussball projizieren würde, würds ned stimmen!
    aber weiss, ihr seid im basketball ;-):P

    Holt den Henkelpott nach München, Stern des Südens, MIA SAN MIA!

    (Lorin Maazel)

  • Nee das ist auch im BB durchaus so. Crunch Time unerfahren und was ich hier gelesen habe, in meinen Augen blödsinn. Ganz einfach, weil unsere Jungs durchaus Crunchtimeerfahrung haben, aber auf anderem Niveau. In solchen Spielen darfste am Ende wenig Fehler machen und musst auch ein bißchen Glück haben. Das hatte gestern Real und ja meist haben das die Teams die dann etwas mehr Kohle haben, weil das Personal in der Summe dann doch eben noch einen ticken besser ist. Auf der anderen Seite kannste mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bzw. Mannschaft auch vieles erreichen.

    0

  • vielleicht hätte ich lieber nichts geschrieben ...
    sorry, kann da absolut nicht gegen halten, wenn da wirklich ernsthaft diskutiert wird ;-)


    werd künftiger wieder weniger schreiben in diesem thema :P

    Holt den Henkelpott nach München, Stern des Südens, MIA SAN MIA!

    (Lorin Maazel)

  • Na, im Basketball stimmt das natürlich auch nicht 100%. Planlos teuer einkaufen bringt Dich auch hier nicht weiter und um was zu gewinnen muss immer einiges zusammen kommen. Real ist ja auch nicht Etatkrösus. Es ist aber denke ich klar, was ich damit meine:


    Man braucht einen gewissen Etat, um oben fest mitzuspielen - und von dem sind wir noch mindestens 5 Mio. entfernt.

    0

  • @ Whisky


    Aber warum ist das Personal von Real Madrid denn besser? Weil die dortigen Spieler neben ihrem jeweiligen individuellen Können auch über Unmengen an Erfahrung auf Euroleague-Niveau verfügen!


    Natürlich hilft einem Budget gerade im Basketball weiter, aber man benötigt keinesfalls dasselbe Budget wie Real Madrid um diese zu schlagen. Ab einem gewissen Budget-Niveau spielt ein Team - unter der Voraussetzung, dass man im jeweiligen Sommer keine gravierenden Fehler bei der Kaderplanung macht - immer um die Euroleague-Playoffs mit. Diese Budget-Grenze würde ich auf circa 20-22 Mio. Euro taxieren wollen. Ich gehe sogar noch weiter: Mit einem Budget von ca. 25-27 Mio. Euro ist man grundsätzlich ein Euroleague Final4-Kandidat (siehe Moskau, Madrid, Barcelona und Fenerbahce...).


    Würde es - wie es bei dir und dapeda rüberkommt - nahezu ausschließlich um das Budget gehen, müsste CSKA seit Jahren - Jahr für Jahr - locker die Euroleague gewinnen. CSKA Moskau hat ein geschätztes Budget, welches in etwa 50% höher liegen dürfte als das von Real Madrid.... Trotzdem hat Moskau 2008 zum letzten Mal die Euroleague gewonnen.

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Madrid hat uns ja nicht nur die Erfahrung der einzelnen Spieler voraus, sondern auch, daß der Kern seit Jahren eingespielt ist und auch noch über reichlich Erfahrung in der Natio verfügt.
    Dafür haben wir ihnen echt großes Kopfzerbrechen bereitet.
    Und Reyes gezwungen so zu spielen, daß er Spieltags-MVP wurde (okay, a bisserl mehr Defense hätte nicht geschadet, dann hätte er auch weniger Rebounds geholt, Offensives Brett und so).
    Für mich ist und bleibt der Knackpunkt, daß wir 5 min vor Ende angefangen haben langsamer zu spielen um Zeit von der Uhr zu nehmen und uns da selbst aus dem offensiven Rhythmus geholt haben. Dazu ist unser Setplay noch zu schwach. Jedes Mal, wenn wir Standbasketball anfangen, werde ich echt unruhig.


    Auf jeden Fall gibt es von allen Seiten großes Lob. Ja, bringt uns keine Punkte ein, ich weiß.


    http://www.abendzeitung-muench…&seasoncode=E2015#!report

    0

  • Die große Überraschung beim Spiel gegen Madrid war für mich, dass man mit Real Madrid mithalten konnte, obwohl man sich mit den Spaniern ein Shootout geliefert hat. Bei einem Offensiv-Spektakel zieht man gegen Real Madrid in der Regel - deutlich - den Kürzeren. Als Gegner hat man gegen Madrid regelmäßig nur dann eine Chance, wenn man Madrid durch eine knüppelharte Defense auf das eigene Niveau herunterziehen kann...


    Zurecht weist Auripigment im vorangegangen Beitrag darauf hin, dass der FCBB ab Mitte des 4. Viertels Probleme bekam, als man die Uhr melken wollte. Offensichtlich bekam das Team Angst vor der eigenen Courage. Letzte Saison hat man gerade international nicht schnell genug gespielt und sich zu sehr auf das Setplay verlassen. Dies war - neben der damals fehlenden Athletik - der wesentliche Grund, warum man in der letzten Saison in der ersten Gruppenphase der Euroleague so sang- und klanglos ausgeschieden ist. Heuer ist das Team deutlich athletischer und spielt viel schneller und prompt ist man in der Euroleague - in Bezug auf die Teilnahme an den Top16 - wieder absolut konkurrenzfähig.


    Um das Spiel am Ende noch zu gewinnen, musste Real Madrid als amtierender Euroleague-Sieger zum Schluss am absoluten Limit spielen. Allein dies ist für den FCBB schon ein sehr beachtlicher Erfolg, der zwar keine Punkte für die Tabelle bringt, das Team aber mental für die weitere Gruppenphase noch voranbringen wird.

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Exakt einen Beitrag vor Dir habe ich das geschrieben... :-O



    Na, im Basketball stimmt das natürlich auch nicht 100%. Planlos teuer einkaufen bringt Dich auch hier nicht weiter und um was zu gewinnen muss immer einiges zusammen kommen. Real ist ja auch nicht Etatkrösus. Es ist aber denke ich klar, was ich damit meine:


    Man braucht einen gewissen Etat, um oben fest mitzuspielen - und von dem sind wir noch mindestens 5 Mio. entfernt.


    Du bist mir sicher nicht böse, wenn ich da Deine o.g. Zusammenfassung nicht nachvollziehen kann... :D

    0

  • So, zurück aus Madrid. Was für ein Spiel!!!
    Leider hat es am Schluss nicht gereicht. Hier haben bereits viele über die Ursachen geschrieben und ich kann mich den meisten Meinungen anschließen.
    Öfters mal ist aber die Frage gestellt worden, was so eine knappe Niederlage Wert ist? In meinen Augen ist es der Respekt und die Aufmerksamkeit, die man bekommt. In der Halle sind viele Real-Fans zu uns gekommen und haben uns nach dem Spiel zu der Klasse Leistung gratuliert. Selbst beim Flug nach Madrid haben mich mehrere Leute angesprochen auf Basketball. Das ist mir vorher noch nie passiert. Die Basketballabteilung des FC Bayern München macht sich immer mehr einen Namen in Europa. Und das kommt irgendwann mal den Zuschauerzahlen im Audi Dome, aber auch den möglichen Verpflichtungen zu Gute - und das wirkt sich wiederum beim Thema Sponsoring aus.


    Wichtig wird jetzt eh nur das Spiel gegen Belgrad am Donnerstag. Dieses MUSS man gewinnen. Ich hoffe, dass unsere Jungs die beiden Niederlagen (was ärgert mich das mit Frankfurt, da bin ich wirklich sauer) aus dem Kopf bekommen und Belgrad aus der Halle fegen. Das sollte nicht bloß ein Sieg werden, sondern man sollte auch ein ordentliches Punktepolster für einen möglichen direkten Vergleich aufbauen. Wir haben das letzte Spiel in Belgrad und wenn es da dann um einen direkten Vergleich geht, wäre mir wesentlich wohler mit +15 oder mehr da hinzufahren.
    Laut den Stats sind wir Belgrad deutlich überlegen. Das müssen wir nur auch aufs Parkett bringen! Interessant ist, dass bei den Player Stats Maik Zirbes bei Belgrad der Top Spieler ist und bei uns ragt Renfroe heraus. Interessant wird werden, ob wir es schaffen, Zirbes in den Griff zu bekommen. Arbeit für Bryant und Thompson.

    0

  • Die Euroleague A-Lizenz-Klubs (Anadolu Efes Istanbul, CSKA Moscow, EA7 Emporio Armani Milan, FC Barcelona Lassa, Fenerbahce Istanbul, Laboral Kutxa Vitoria Gasteiz, Maccabi FOX Tel Aviv, Olympiacos Piraeus, Panathinaikos Athens, Real Madrid und Zalgiris Kaunas) haben sich - beginnend ab der Saison 2016/17 - auf einen neuen Modus in der Euroleague geeinigt.


    Ab der Saison 2016/17 wird es nur noch ein Teilnehmerfeld von 16 Klubs (11 A-Lizenz-Klubs, amtierender Eurocup-Sieger, 3 Startplätze für nationale Meister (wohl für Deutschland, Frankreich und Land X) und 1 Wildcard (für den Sieger eines 8 Teams umfassenden Quali-Turnieres) geben. Aktuell gibt es ja ein Starterfeld von 24 Teams.


    Auch wird der Spielmodus geändert: Die 16 Teams spielen 30 Spieltage (Hin- und Rückspiel) aus und die besten 8 Teams gelangen anschließend in die Playoffs. Abschließend wird im Final4 der Euroleague-Sieger ausgespielt.


    Damit die A-Lizenz-Teams dieser Vereinbarung - in Konkurrenz zu dem Plan der FIBA für die Erschaffung einer Basketball Champions-League - zustimmen, wurde zugleich mit dem Vermarkter IMG ein 10 Jahres-Vertrag abgeschlossen, der den teilnehmenden Teams in diesem Zeitraum Prämien in Höhe von insgesamt 360 Mio. Euro garantieren soll.


    Fazit: Für den deutschen Basketball ist diese Änderung eine Katastrophe. Der deutsche Meister wird wohl einen (nationalen) Startplatz bekommen, allerdings wird es wohl pro Saison nicht mehr als einen deutschen Klub in der Euroleague geben. Im Quali-Turnier werden dann wohl Klubs wie Lokomotive Kuban Krasnodar, Khimki Moskau, Darussafaka Dogus Istanbul, Valencia, Galatasaray Istanbul, Lietuvos Rytas Vilnius und Co mögliche Gegner eines etwaigen zweiten deutschen Teams um den freien Wildcard-Spot sein. Ich kann mir vorstellen, dass die deutschen Klubs wohl dann eher zur FIBA tendieren werden...


    Quelle: http://www.sportando.com/en/cu…-360-mln-in-10-years.html


    http://www.euroleaguebasketbal…l/news/i/6gt4utknkf9h8ryq

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Die FIBA plant aber auch nur noch mit 16 Klubs in der Championsleague. Egal zu wem man tendiert, man wird keine Wildcard mehr bekommen. Ein A-Lizenz Platz für einen deutschen Club ist ein ganz weite Ferne gerückt.
    Will man in der höchsten Klasse in Zukunft spielen, muß man Meister werden.
    Und entsprechend spielen, gell, liebe Bayern. Ihr wollt den Fokus auf die Euroleague legen? Dann müsst ihr das in Zukunft in der BBL tun, sonst dürft ihr nicht mitmachen. Den letzten Platz ergattern in einem Vorturnier gegen Galatassaray etc ist im Moment in meinen Augen utopisch.
    Andererseits sind 30 Spieltage neben den BBL-Spieltagen kaum personell zu stemmen. Und ob die Halle da voll bekommt?
    Es gibt nicht eine unendliche Anzahl von Menschen, die in den Audi Dome strömen und das Geld haben sich so viele Spiele leisten zu können...

    0

  • Na hier bin ich mal gespannt, wie das ausgeht.
    Es steht dort in der benannten Quelle, dass man weiter mit der FIBA diskutieren will.... ich denke, die Maßnahme ist eine klare Reaktion auf die FIBA Initiative. Und es ist eine Pfründe-Sicherung für die 11 A-Lizenz Clubs.


    Es wird entscheidend davon abhängen, was die FIBA auf die Beine stellen kann und ob sie eine Kraft auf die nationalen Verbände ausüben kann oder wird ähnlich wie FIFA und UEFA (würde so etwas im Fußball unternommen, hätte das den Ausschluss zur Folge....mal abgesehen, dass es im Fussball unnötig ist, weil eh Unsummen ausgeschüttet werden und die Top Teams zu 99% immer dabei sind).


    Gelingt es der FIBA ein Gegenprodukt zu platzieren, wird die IMG die genannte Summe nicht einspielen können und der Pakt ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist. Bis dahin haben die A-Lizenzler nicht viel zu befürchten, daher dieses Vorgehen. Eigentlich ist es respektlos.

    0

  • Ja, aber wenn man die 11 A-Lizenzler abzieht bleiben schon noch genügend Plätze. Interessant doch auch, wie sich der deutsche Verband positionieren wird. Mit der FIBA? Dann wäre es in der Entscheidung des deutschen Meisters wo er teilnimmt? Viele offene Fragen.


    Aber du hast recht. Nächstes Jahr sollte man tunlichst Meister werden, wenn man sich alle Optionen offen halten will.

    0

  • Bis jetzt war ja auch die FIBA in erster Linie mit den A-Lizenzlern im Gespräch. Beide Seiten wissen, daß sie ohne die keine attraktive Liga aufziehen können. D.h. egal wer das neue Format nächste Saison aufzieht, wird erst einmal die 11 alten Klubs bauchpinseln und sich mit denen einigen und was dann übrig bleibt, darum darf sich dann der Rest balgen. Sprich wir.

    0