Breno

  • Das Strafrecht soll den Menschen nicht brechen, sondern eben auch im Auge behalten was nach der Haftstrafe geschieht. Und spätestens nach 10 Jahren ist es bei dieser Straftat soweit... Und was hat man von einem gebrochenen, labilen und perspektivlosen Menschen dann schon noch zu erwarten? Mit aller Wahrscheinlichkeit noch mehr Straftaten und einen Sozialfall. Ob Breno je wieder straffällig wird wenn er seine Fußballerkarriere fortsetzen könnte das lasse ich mal dahingestellt. Aber gut, wozu sollte man diesen Aspekt der auch dem Schutz der Allgemeinheit dient, noch beachten. Ab ins Flugzeug und Winke-Winke. Weg ist das Problem.

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  • Ich habe null Verständnis für dieses Urteil. Breno ist kein Verbrecher und finanziell durchaus in der Lage, den Schaden gutuzumachen.
    Es ist vollkommen kontraproduktiv, ihn einzusperren und damit sein Leben und unter Umständen sein belastetes Gemüt gänzlich zu schädigen.
    Geht das u.U. auch gegen Bayern? Wer hat da wohl seine Hände im Spiel gehabt??????

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  • hatten wir doch schon zur genüge. im umkehrschluss heisst das: jeder der genug kohle hat macht seinen schaden wieder gut und diejenigen die weniger kohle haben wandern in den knast??>:-|
    genau das sagst du doch. nur die wenigsten verbrecher behaupten von sich welche zu sein. gesetz ist gesetz und basta.

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  • Wenn es sich nur um einen Sachschaden handelt - Ja.


    Wenn du eine Geldstrafe nicht bezahlen kannst gehst du auch in den Knast und sitzt sie dort halb ab. Zahlen oder Sitzen. Ganz einfach.


    Und Gesetz ist Gesetz: Das Gesetz sagt, eine Bewährungsstrafe ist möglich!

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  • dan wäre ich im falle von finanzieller gutmachung für eine quote. z.. das 2fache jahresgehalt. dann wäre es wieder gerecht. für den strassenarbeiter und für den fussballmillionär.

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  • Ja, das wird dem Hausbesitzer von Breno viel nutzen, wenn der dann in Brasilien vom brasilianischen Hartz-IV jeden Monat seine 5 Euro nach Deutschland überweist. Im Namen des Volkes!

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  • Ich halte das Urteil eigentlich für nicht zu hart. Wenn man aber bedenkt, dass es hier in Hamburg vor ein paar Wochen ein Urteil gegen einen gewissen Caesar S. gegeben hat, der aufgrund eines epileptischen Anfalls die Kontrolle über sein Auto verloren und vier Menschen fahrlässig getötet hatte, dann erscheint sie zu hoch bzw. das Urteil in Hamburg zu niedrig. Caesar S. bekam 3 1/2 Jahre Freiheitsentzug. Für mich ein Witz zu dem Urteil in München. Aber so ist sie eben die Hamburger Plüschteddyjustiz. Hätte Breno seine Villa hier in Hamburg abgefackelt, hättens wohl ein paar Sozialstunden getan...


    http://www.bild.de/regional/ha…-raser-24492540.bild.html

  • Der Hausbesitzer bekommt sein Geld von einer Versicherung. Wenn er es nicht schon hat.
    Die Versicherung wird Breno in Regress nehmen. Wenn er nichts hat oder auch in Zukunft nichts mehr verdienen sollte, dann bleibt es an der Versicherung hängen. Aber die haben für solche Fälle ihre Etats.

  • Ist grds. möglich, aber angesichts der Dauer der Haftstrafe doch eher unwahrscheinlich.
    Um von 3 Jahren 9Monaten auf 2 Jahre mit Bewährung zu kommen in der Revision ist nicht leicht.


    Wenn ich sein Verteidiger wäre, würde ich es zunächst noch mal mit einer Berufung versuchen. Da kann man nochmals das ganze Verfahren aufrollen, eventuell auch nochmal einen neuen Sachverständigen hinzu ziehen.

  • Ich glaube, hier ist das Problem, dass Breno Täter und Opfer ist....


    Daher die verschiedenen Meinungen hier. Ich bin für eine Strafe gegen Täter Breno und ich bin auch für eine Verschonung/Hilfe für Opfer Breno.


    Man bestraft jetzt den Täter in Breno.

    Ich hoffe, dass man auch dem Opfer Breno hilft!


    Laufen lassen, weil er als Fußballer doch so eine rosige Zukunft und Resozialisierungschancen hat, würde ich als Ungerechtigkeit sehen.
    Dann muss man auch "den alten, arbeitslosen Mann ohne Familie und HIlfe" frei lassen ....


    Strafe, Resozialisierung, Opfer, Täter, Knast, Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit, ... unsere Meinungen sind subjektiv und Produkt unserer Erfahrungen.


    Eine Person, die Haus und Familie durch die Brandstiftung seines Nachbarn an seinem eigenen Haus verloren hat, würde Breno mehr als 4 Jahre geben.


    Wir haben nie eine solche Tragödie erlebt und wünschen uns natürlich den "friedlichsten" Ausgang, in welchem Breno frei ist und seine Schulden abbezahlt, es gab ja keine Opfer.


    Aber entsprechen unsere persönlichen Meinungen und "die vermutliche beste" Lösung dem Sinn unseres Rechtsstaates? Wozu dienen die Gesetze? Sind sie unsinnig, weil sie im Fall Breno eine Fußballerkarriere und ein Menschenleben zerstören könnte?


    Diese Frage muss sich jeder stellen. Die Entscheidung jedoch wurde getroffen.

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  • Zum Thema Geständnis und Reue:
    Der Psychiater hat vor Gericht ausgesagt, dass Breno sich nicht erinnern kann.
    Ich weiß natürlich nicht, ob die Richterin das geglaubt hat.
    Elber hat auch gesagt, dass Breno nichts mehr weiß. Aber da er dies zu Medienvertretern und
    nicht vor Gericht aussagte, hat das für den Prozess und das Urteil keine Bedeutung.
    Fr. Dotzmann mußte sich auf den Psychiater verlassen.


    Bin mal gespannt, ob es eine Berufung gibt und was dabei rum kommt.


    Mir tut Breno leid. Seine Karriere ist wohl so gut wie beendet. Vielleicht sollte er sich neu orientieren, gibt doch Möglichkeiten im Knast eine Ausbildung zu machen. Wird wohl erschwert durch die Sprachbarriere. Knast isoliert den Jungen doch noch mehr. Deswegen hätte ich Bewährung+Geldstrafe in seiner Situation für angebracht gehalten.


    Klar, kann er in der JVA Fußball spielen. Aber ein Bolzplatz ersetzt kein professionelles Training und keine regelmäßige Spielpraxis unter Wettbewerbsbedingungen. Er müsste dann komplett bei null wieder anfangen.


    Möchte mal wissen, wie der FCB Breno unterstützen will. Vielleicht besucht ihn ja mal der Uli.
    Ich fürchte halt, wenn die neue Saison begonnen hat ist wieder Bundesliga Alltag, da denkt dann kaum noch jemand an den armen Breno im Knast. Evtl. besucht ihn mal Rafinha, wenn dieser Zeit dazu hat.
    Wie erwähnt, der Knast isoliert ihn noch mehr! Jetzt sind alle traurig und erschüttert, aber wartet mal ab, im Herbst redet keiner mehr über Breno. Ich kann nur hoffen, dass er von irgendwem Hilfe und Unterstützung bekommt. Vielleicht hilft Breno sein Glaube an Gott.

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  • So ein Schwachsinn, NIRGENDWO steht im Gesetz, dass im Fall von Breno noch Bewährung möglich ist! Bei minderschweren Fällen ist Bewährung drinne, aber bestimmt nicht, wenn man an mehreren Stellen absichtlich Feuer legt, einen Mio-Schaden verursacht und nicht mal sicher stellt, dass keine Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden. Wobei unser Rechtssystem nicht mal verschärfend hinzuzieht, dass er seine Hunde verbrennen gelassen hätte - für mich tierlieben Menschen, müsste sowas gleich noch 2-3 Jahre extra bedeuten! Außerdem war er bis zum Ende nicht einsichtig, hat kein Geständnis abgelegt und die Schuld pausenlos bei anderen Menschen gesucht, nur nicht bei sich!!!

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  • Gut dass du das nochmals machst - ich hab das schonmal ein paar Seiten vorher gemacht. Aber man sollte allgemein einfach nochmals erwähnen, dass es damit eben schon Geschädigte gibt, da eine Versicherung ja eigentlich nur eine Umverteilung von Einzelrisiken auf eine größere Gesamtheit ist, dass aber alle durch ihre Versicherungsbeiträge wieder bezahlen müssen. Ist mir ein Anliegen, sowas nochmals zu erwähnen, weil viele Versicherungsbetrug etc. ja als einen Kavaliersdelikt sehen, ich diesen aber bei meinen Beiträgen mitbezahle.


    Theoretisch wird dieser Schaden, sofern er nicht regressiert werden kann, über Versicherungen, Rückversicherungen etc. quasi auf Millionen von Gebäudebesitzern bzw. Mietern (da die Wohngebäudeversicherung auf die Miete umgelegt werden kann) umgelegt und fast jeder von uns bezahlt daher indirekt ein paar Cents zu diesem Schaden.


    Der geschädigte Hausherr wird hier quasi mit Neuwert entschädigt - mal abgesehen von der Lauferei bekommt er quasi ein neues Haus hingestellt und profitiert u.U. sogar davon - ich weiß nicht, wie alt das Haus war - einschließlich aller Kosten wie Abriss- und Entsorgungskosten und meist eben auch Mietausfall etc.


    Nun - das Problem, warum wir den Urteilsspruch so ungerecht empfinden ist wohl, dass viele von uns denken, dass Breno bereits ohne das Gerichtsurteil eher bemitleidenswert und eben doch mehr Opfer als Täter ist.

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  • Breno's Haftpflicht zahlt nicht - aufgrund Vorsatz. (wenn es eine gab... - der Manager ist doch etwas zwielichtig, oder?)


    Die Gebäudeversicherung zahlt, da der Versicherungsnehmer ja der Vermieter ist und dieser oder seine Vertreter (und der Mieter ist kein Vertreter) keinen Vorsatz begangen haben. Die werden wohl nur ggf. den Prozess abgewartet haben, weil in diesem quasi ja ein Schuldiger gefunden wurde und dadurch ja quasi belegt wurde, dass es eben keine Verwirkungsgründe bei ihrem eigenen Versicherungsnehmer gab.


    (Ich bin Haftpflichtspezi, hab also lange nichts mit Gebäudeversicherungen am Hut gehabt - habe gestern aber extra wegen dem Fall mal Musterbedingungen gesichtet, um das bestätigt zu sehen.)

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  • stell dir mal vor, du wärst der Nachbar gewesen, und du hättest ein Kind, und das würde durch diese Aktion in gefahr geraten, man muss ja mal ehrlich sagen, und das wurde von der Richterin auch strafmildernd eingebracht er hat die nachbarn gewarnt und es ist zum glück nicht ubergeriffen, aber wen dein Kind in Gefahr gekommen, würde du das gleiche sagen??

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