Breno

  • Die ganze Handlungsweise von Breno ist irrational.
    Versicherungsbetrug kann von vorn herein ausgeschlossen werden, da das Haus gemietet war.
    Was für einen logischen Grund sollte also jemand haben?
    Wie betrunken kann ein Mensch sein, um seine Bude abzufackeln? es war ja auch keine Fahrlässigkeit wie brennende Kippe oder Herdplatte angelassen und eingepennt. Das würde dann auch nicht so
    hart bestraft werden, nehme ich mal an.
    Wie kommt also ein Mensch (und jetzt mal unabhängig davon ob prominenter Fußballer oder Normalverbraucher) dazu mit voller Absicht sein Haus abzubrennen? wollte er sich umbringen und hat im letzten Moment Panik bekommen? irgendwie ist das alles sehr komisch.
    Irgendwas ist mit Breno nicht in Ordnung. Das ist einfach nicht normal. Trotz Verletzung, Unzufriedenheit wegen Reservistendasein oder Knatsch mit der Frau. Und so einsam war er bestimmt auch nicht. Und wenn es mir gar nicht gefällt im Verein, wieso hat er dann nicht einfach geguckt dass er fit wird, Vertrag ausgesessen und wäre jetzt ohne viel Gedöns nach Rom oder sonst wohin gewechselt. Dann wäre er jetzt auch nicht dem Medieninteresse ausgesetzt. Vor dem Brand hat sich ja auch kaum jemand öffentlich für ihn interessiert, war doch unter "ferner liefen".
    Irgendwas stimmt da nicht...
    Breno ist kein krimineller Mensch. Ein naiver, dummer Junge der ausgetickt ist, trifft es wohl eher.

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  • Manche sollten sich hier wirklich auf Beitraege zum Fussball beschraenken (und das ist teilweise schon schwer verdaulich), aber wenn man dann solche und aehnliche beitraege (habe diesen jetzt nur mal exemplarisch zitiert) liest, dann ist das schon ueber Schmerzgrenze.


    Gerade der Vergleich mit der Steuerverkuerzung zeigt wohl selbst dem laien mehr als deutlich auf, dass die verhaeltnismaessigkeit doch ueberhaupt nicht mehr gewahrt ist, wenn ein Breno mit bewaehrung davon kommen sollte.
    Wir reden hier ueber schwere Brandstiftung mit einem schaden weit ueber einer Million Euro und der Gefaehrung weiterer Vermoegenswerte und Personen, die Gott sei Dank dann nicht eingetreten ist.


    Man muss beim Strafmass natuerlich neben seinen persoenlichen verhaeltnissen auch die Schwere der Tat und den Schaden beruecksichtigen.


    Verminderte Schuldunfaehigkeit wird im Uebrigen erst ab 2,0 Promille von den Gerichten angenommen. Breno hatte wohl "nur" 1,66.
    Ausserdem war er wohl schon in der lage, bei Begehung seiner Tat sein Unrecht zu erkennen, sonst haette wohl nicht versucht die Feuerzeuge verscwinden zu lassen. So klar war er offenbar schon noch. Auch die taetige Reue anzunehmen, nur weil er einen Nachbarn um Hilfe gebeten hat, ist schon ziemlich weit hergeholt.


    Die Verteidigung weiss dies alles natuerlich sehr genau, deshalb wird jetzt die mitleidstour geritten. Die einzige Chance, das Strafmass so gering als moeglich zu halten.

  • Was ist daran "über der Schmerzgrenze"?


    Eher deine permanenten Vergleiche mit "Steuerverkürzung"...eine völlig andere Straftat.


    Ob verminderte Schuldfähigkeit vorliegt oder nicht, wird nicht alleine durch den Promillegehalt im Blut bestimmt, dazu wird es im Rahmen des Prozesses einen Gutachter geben.


    Nur weil dir einige Beiträge hier nicht passen, sind die noch lange nicht "über der Schmerzgrenze". Dass du Breno nun gerne in Haft sehen würdest, ist mehr als deutlich geworden. Ich habe vorsichtig prognostiziert, dass es am Ende noch eine Bewährungsstrafe werden könnte - nicht mehr und nicht weniger.

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  • Gerade der Vergleich mit der Steuerverkuerzung zeigt wohl selbst dem laien mehr als deutlich auf, dass die verhaeltnismaessigkeit doch ueberhaupt nicht mehr gewahrt ist, wenn ein Breno mit bewaehrung davon kommen sollte.
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    der vergleich zeigt eigentlich nur, das du von unserem recht absolut keine ahnung hast...
    kapitalverbrechen, sind in deutschland nach mord die schlimmst möglichen verbrechen!!!


    mörder 15- 20 jahre, bankräuber 10-15 jahre, kinderschänder 3-5 jahre....
    nicht gerecht, aber halt unser recht!!!


    wer in deutschland steuern in mio höhe hinterzogen hat und diese nicht nachzahlen kann,
    braucht auf gnade der richter nicht hoffen und geht für sehr lange zeit in die kiste!


    dagegen werden "normale" verbrechen zumeist milde bestraft,
    es sei denn es handelt sich um einen unbelehrbaren wiederholungstäter!


    breno wird mit großer wahrscheinlichkeit mit bewährung davon kommen!
    es sprechen zu viele fakten gegen eine härtere strafe


    - ersttäter
    - alc über 1pro mille im blut
    - in psychologischer behandlung
    - kann seinen verursachten schaden finanziell ausgleichen

  • Die Versicherung zeig mir mal, die bei mutwiliger Brandstiftung was blechen würde?!? Laut Presse steht es ja nicht im Zweifel das er es ABSICHTLICH in Brand gesetzt hat - da zahlt niemand!


    Oh Mann...bitte bitte schreib halt einfach gar nix, wenn Du keinen blassen Schimmer vom Thema hast!
    Die Wohngebäudeversicherung ersetzt dem Eigentümer den entstandenen Schaden und holt sich das Geld bei Breno wieder, falls diesem die Schuld nachgewiesen wird.
    Und Du kannst Dir sicher sein, dass der Hauseigentümer hier innerhalb weniger Tage (!) bereits vollständig entschädigt war...wenn auch auf seltsamen Wegen...

  • Manche sollten sich hier wirklich auf Beitraege zum Fussball beschraenken


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    das wollte ich dir auch gerade vorschlagen.
    Das Problem ist, deine Beiträge zum Fußball sind auch nicht gerade besser...

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Diesen BS willst du, der wahrscheinlich noch nie einen Gerichtssaal von innen gesehen hat, einem Anwalt erzaehlen, der seit 20 Jahren praktiziert ?


    Reichlich vermessen, kann ich da nur sagen. Aber wen wunderts.


    P.s.
    Wenn der Junge eine Bewaehrungsstrafe erhaelt , dann nur deswegen, weil man ihm alles zu Gute haelt , was nur irgendwie geht.
    Lieschen Mueller wandert fuer die selbe Geschichte ein.
    ende Gelaende.

  • Schoen, dass sich jemand in diesem forum die Muehe, solche Artikel zu suchen und zu posten.
    Vielleicht lernen diese ganzen Pseudo-Juristen in diesem thread wenigstens auf diese Art und Weise, dass es einfach mal besser ist den Mund zu halten, als staendig seinen Senf zu allem und jedem dazu geben muss, ohne auch nur ansatzweise Ahnung zu haben.


    Wenn Breno auf grund der bisher vorliegenden Fakten Bewaehrung kriegt, dann kann er wie ich schon sagte seinem Schoepfer auf Knien danken und gleich nach Altoetting fahren und eine zentnerkerze anstecken (obwohl, das geht bei ihm vielleicht auch wieder schief , Lol).

  • bin übrigens stolz das ich bisher einen gerichtssaal nicht betreten mußte!


    so und nun erkläre doch mit deinem fachwissen mal,
    warum diese tätige reue bei breno in deinen augen nicht gelten kann?


    oder ist das nicht dein fachgebiet...:8


    für mich liest sich der text so, das dies anwendung finden kann,
    weil er die nachbarn verständigt hat, die dann geistesgegenwärtig die feuerwehr riefen.


    in meinen augen(den augen eines laien) dürfte das angewendet werden...


    aber du als anwalt :D kannst bestimmt licht ins dunkel bringen...


    jetzt bin ich gespannt!:8

  • Stimmt doch überhaupt nicht, nicht jede Wohngebäudeversicherung schließt Brandschutz mit ein, schon gar nicht wenn der Bewohner das Feuer mutwillig gelegt hat! Und selbst wenn, ich kenne genügend Leute die bei Versicherungsfällen ewig auf ihre Kohle warten mussten oder nur Teile des tatsächlichen Wertes bekommen haben, da die Versicherungen den Wert künstlich runtergerechnet haben!


    Abgesehen davon, solltest Du mal Deinen Schreibstil überdenken!

  • gut , gelesen haste jetzt anscheinend in der Zwischenzeit, nun fehlt es nur noch am verstehen.
    Also mal schoen hinsetzen und aufpassen, dann werde ich es dir erklaeren (keine Angst, ich verlang auch nichts dafuer, Lol.)


    Fuer die taetige Reue ist es nicht nur erforderlich, dass der brandstifter den Brand freiwillig loescht -wobei es nach dem BGH sogar genuegt, wenn er einen Dritten bittet, die Feuerwehr zu holen=nach den bisher bekannt gewordenen Fakten scheint dies bei Breno sogar noch der Fall zu sein in Person des Nachbars- sondern auch, dass der Brand geloescht werden kann und kein erheblicher Sachschaden entsteht. So, jetzt ist die Villa aber bis auf die Grundmauern niedergebrannt und der Schaden betraegt anscheinend ueber 1 Million Euro und das ist SEHR ERHEBLICH.


    Fazit: taetige Reue kommt fuer ihn schon mal nicht in Betracht.


    Jetzt zum naechsten Punkt: Der BGH sagt auch, dass schwere Brandstiftung dann ausgeschlossen ist, wenn keine konkrete Gefahr fuer Personen besteht. dies aber nur, wenn der Taeter sich ganz sicher davon ueberzeugen konnte, dass keine Personen im Gebaeude waren zur Tatzeit und damit eine Gefaerdung zuverlaessig ausgeschlossen war.
    Das WUERDE erstmal fuer breno sprechen, da er ja angeblich nachgesehen hat, ob seine Frau und die Kinder ausser Haus waren. ABER: Der BGH wendet diese Rechtsprechung nur an, wenn es sich um kleine, einraeumige Gebaeude handelt, was bei Brenos Villa sicher nicht der fall ist.
    Also: Anklage wegen schwerer Brandstiftung.


    Im geposteten Artikel von steph hatte der Taeter insofern Glueck, als der BGH gesagt hat, dass die Holzwaende keine wesentlichen Bestandteile des Gebaeudes waren und deswegen der Tatbestand der schweren Brandstiftung nicht vorgelegen hat.


    so , was bedeutet dies jetzt konkret fuer breno und seinen Fall:
    Waere ich der Anwalt, wuerde ich einmal versuchen die Karte mit der fehlenden Gefaehrdung zu spielen (wahrscheinlich nicht erfolgreich, da eben der BGH sagt nur bei einraeumingen Gebaeuden)'


    Ausserdem muss man versuchen die eingschraenkte schuldfaehigkeit zu belegen. Das kann nur der gutachter, aber bei 1;66 Promill ist das eben noch nicht sicher. Da muessen andere Komponenten noch dazu kommen=Depression wegen Verletzungen, mangelnder unterstuetzung vom Verein, Ehekrise usw.usw.
    Man muss versuchen das bild eines Menschen zu zeichnen, der in einer essentiellen lebenskrise steckte und keinen Ausweg sah.
    Und genau diese Karte spielen die anwaelte.


    Persoenlich glaube ich als Jurist und meiner professionellen Meinung nach anhand der bekannten Fakten, er muesste zu einer Freiheitsstrafe ohne bewaehrung verurteilt werden.
    Ich wuensche ihm allerdings als Mensch, dass er milde richter findet , die ihm einen Neuanfang in rom ermoeglichen.

  • Man sollte auch prinzipiell begreifen dass es für die Strafzumessung nach §306a StGB vollkommen egal ist wie die Strafzumessung bei anderen Straftaten wie z.B. Steuerhinterziehung ausfällt. Das spielt keinerlei Rolle bzw. darf nichtmal irgendeine Rolle spielen.


    Zur tätigen Reue: Natürlich liegt im juristischen Sinne keine tätige Reue vor, den der erhebliche Sachschaden ist ja trotzdem eingetreten. Das wird ihm nichts nützen... Nur wenn die Feuerwehr eintrifft und löscht bevor ein schwerer Schaden entsteht, dann ist es eine juristisch verwertbare tätige Reue im Sinne von §306e.


    Entscheidend ist hier die Gesamtwürdigung aller denkbaren Strafzumessungsfaktoren. Ein Strafzumessungsfaktor ist praktisch alles, egal ob dieser Faktor selbst der Tat innewohnt ("tätige Reue"), sie begleitet (Alkohol), ihr vorausgeht (gesundheitliche und psychische Probleme) oder ihr nachfolgen (Geständnis zum Bleistift oder die Möglichkeit den Schaden zu begleichen).


    Im Falle von Breno wirkt strafverschärfend:
    - ein erheblicher Schaden ist entstanden
    - Personenschaden war nicht auszuschließen, da die Räumlichkeiten nicht einfach zu überblicken waren


    strafmildernd:
    - psychische Probleme
    - Alkoholisierung
    - keine Vorstrafen (sic!)
    - Sozialprognose
    - & Möglichkeit den Schaden zu begleichen
    - hat selber Hilfe gerufen
    - kein Personenschaden entstanden&intendiert
    (- Geständnis ??)


    Diese Faktoren sind abzuwägen. Wenn die strafmildernden Faktoren die strafverschärfenden Faktoren wesentlich überwiegen (in unserer groben Aufzählung: 2 zu 7), so ist von einem minder schweren Fall (§306a Abs. 3 StGB) auszugehen. Das senkt den Strafrahmen schonmal auf 6 Monate bis 5 Jahre. Da es nun aber verboten ist diese Abwägung innerhalb des neuen Strafrahmens erneut vorzunehmen, so ist auch im Strafrahmen für einen minder schweren Fall dann eine Strafe am unteren Ende der Skala zu nehmen. Also 6 Monate bis 2 Jahre ungefähr... -> Bewährung.

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  • Guter post, steph.


    Aber was auch noch erheblich gegen ihn spricht: er wollte die Feuerzeuge verschwinden lassen.


    Wie gesagt,mit Glück und milden Richtern koennte es zu Bewährung reichen.

  • So?!? Na, vor diesem geballten Halbwissen ziehe ich dann meinen Hut und mich aus der Diskussion zurück. Schade, dass die armen Leute, die die Allgemeinen Versicherungsbedingungen zur Wohngebäudeversicherung aus den Fingern gesogen haben, Dich nicht vorher gefragt haben...:)


    Aber davon ab...was meinst Du, wie lange Vermieter nach einem Brand so warten müssten, wenn erst klar gestellt würde, ob das Feuer fahrlässig, grob fahrlässig oder vorsätzlich (also, Dein "mutwillig") entstanden ist?


    Wie gesagt, wenn Du keine Ahnung von der Sache hast, dann lass' die Finger davon. Wenn Du das tust, änder ich meine Schreibstil. Versprochen.:8

  • Das stimmt so leider nicht, laut dem einen Zeugen (weiß leider nicht mehr in welcher Zeitung das stand), soll er die Feuerwehr nach seiner Tat nach seiner Frau und den Kindern gefragt haben. An anderer Stelle habe ich gelesen, dass Rafinha einem Reporter gesagt haben soll, dass Brenos Manager, bei anderen Quellen hieß es Cousin, gerade noch so aus dem Haus gekommen sein soll!


    Im Übrigen hatte Breno die Hunde im Keller gelassen und wäre die Frau mit Rafinha nicht Vorort eingetroffen, wären die Hunde lebendig verbrannt!


    Brenos Ehefrau habe ausgerufen: "Meine Babies, meine Babies". Damit habe sie vermutlich die beiden Hunde in dem brennenden Haus gemeint.


    Im Keller, der von den Flammen kaum betroffen war, entdeckte die Feuerwehr zwei eingesperrte Hunde. Sie waren wohlauf.


    Der Angeklagte war zum Tatzeitpunkt betrunken. Die Ehefrau des Brasilianers und die drei Kinder waren zur Tatzeit nicht im Haus. Der Fußballprofi konnte aber nach den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft nicht wissen, ob die Familie zwischenzeitlich zurückgekehrt war.


    http://www.spox.com/de/sport/f…n-von-der-brandnacht.html


    So sieht im Übrigen die Villa von außen aus:
    [Blocked Image: http://www.merkur-online.de/bilder/2012/05/30/2338675/587786262-breno-brand-villa.9.jpg]


    Hört sich unter dem Strich nicht so an, als hätte Breno sichergestellt, dass keine unbeteiligten Personen und/oder Tiere in Mitleidenschaft gezogen werden.

  • Nun gut, das kann strafverschärfend wirken, verändert aber die Gewichtigung der Faktoren nicht wesentlich. Prinzipiell ist der Versuch der Vertuschung nicht strafverschärfend zu werten, genauso wie ein nicht erfolgtes Geständnis nicht strafverschärfend zu werten ist. Nur wenn er bei der Vertuschung weitere Straftaten begeht...

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  • "dies aber nur, wenn der Taeter sich ganz sicher davon ueberzeugen konnte, dass keine Personen im Gebaeude waren zur Tatzeit und damit eine Gefaerdung zuverlaessig ausgeschlossen war."


    Das ist ganz einfach. Das BGH sieht eine Gefährdung anderer nur als "zuverlässig ausgeschlossen" an, wenn die Räumlichkeit mit "einem Blick" zu überblicken ist. Also z.B. Hütten die nur aus einem Raum bestehen, Ferienwohnungen die maximal noch ein Bad als zweites Zimmer haben... etc. pp.

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