Bastian Schweinsteiger

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">die langen pässe von ihm kamen nie an, ich glaub sogar kein einziger. ;-) </span><br>-------------------------------------------------------


    Doch, mind. 2 sehr lange Pässe kamen definitiv an, ich habe extra drauf geachtet. ;-)


    Und wenn man bedenkt, dass er gesundheitlich angeschlagen in das Spiel ging, war die Leistung vollkommen in Ordnung, immer noch um Längen besser als früher.

    0

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Es fehlte nicht viel, und Bastian Schweinsteiger wäre jetzt nicht in München, um sich auf das Champions-League-Spiel gegen den AC Florenz (20.45 Uhr / live in Sat 1 und FAZ.NET-Champions-League-Liveticker) vorzubereiten. Sondern in Vancouver, um bei den olympischen Alpinrennen zu starten. „Mein Freund Felix Neureuther und ich waren immer die Besten in unserem Alter in Deutschland“, hat er dem „Kicker“ erzählt.


    Aufgewachsen neben der Piste in Oberaudorf, wo der Vater einen Sportartikelladen hatte, war Schweinsteiger klug genug, sich mit 14, als der FC Bayern lockte, für den Fußball und gegen die Skikarriere zu entscheiden: „Ich dachte, erstens friert man nicht so. Zweitens muss man weniger mit sich herumschleppen. Und allzu früh aufzustehen braucht man auch nicht.“


    Auch der ältere Bruder stand vor dieser Wahl: „Sein Problem war, dass er sich lang aufs Skifahren konzentriert hat“, sagt der Jüngere. „Dadurch hat er beim Fußball etwas den Anschluss verloren.“ Tobias Schweinsteiger ist heute eine Ersatzkraft beim Drittligaklub Unterhaching. Bastian Schweinsteiger ist beim Weltklub FC Bayern seit mehr als fünf Jahren Stammspieler - und so wertvoll wie nie, seit er in dieser Saison von der rechten Seite ins zentrale defensive Mittelfeld gerückt ist. Sportdirektor Christian Nerlinger findet, dass es derzeit in Europa „keinen besseren Spieler auf dieser Position“ gebe. Von allen Stammkräften des deutschen Nationalteams spielt Schweinsteiger als Einziger eine exzellente WM-Saison.


    Ein bulliger Bayer


    Er ist damit der große Gewinner unter Trainer Louis van Gaal, für den auf der Sechserposition, also der von Schweinsteiger, und auf denen der beiden Innenverteidiger „die Spielmacher von heute zu Hause sind“. Unter Jürgen Klinsmann war Schweinsteiger im National- wie Vereinsteam auf eine andere, eine Nebenrolle festgelegt. Von außen konnte er mit seiner Flankentechnik und Schusskraft oft begeistern und kommt mit gerade 25 Jahren auf 72 Länderspiele.




    Und doch fehlt dem bulligen Bayern von Natur aus ein wenig mehr an Grundschnelligkeit, um auf der Außenbahn wirklich zu einem Mann von Weltklasse zu werden. Während dort die schiere Laufschnelligkeit oft den Ausschlag gibt, spielen im dichter besetzten Zentrum andereTempoqualitäten eine ebenso große Rolle: etwa die Denk- und Handlungsschnelligkeit, dazu der Instinkt für Positionsspiel und Passwege. Hier kommen Schweinsteigers Stärken zum Tragen, Zweikampfstärke, Ballsicherheit, Übersicht.


    Dreckarbeit, Tempo und Taktik


    Nur Tore schießt er fast nicht mehr. Lediglich einmal hat er bisher in dieser Saison getroffen. Doch ist das im enorm torgefährlichen Bayern-Ensemble kein Problem. Denn Schweinsteiger hat einen Schritt zurück gemacht und ist einen großen Schritt weitergekommen. Nach dem Rückzug auf die eher defensive, kontrollierende Rolle, die er gemeinsam mit Mark van Bommel spielt, wirkt er geradezu erleichtert, dass nicht mehr ständig das Besondere, das Spektakuläre von ihm erwartet wird, auf das er seit seinem frühen Durchbruch festgelegt schien: „Die Leute sehen immer noch in mir den jungen, frechen Schweini, der nach innen dribbelt und abzieht.“ Doch „den Schweini“ gebe es nicht mehr, sagte er dem „Kicker“.


    Er ist da angekommen, wo nicht mehr das Spektakuläre des Spiels passiert, sondern das Strategische - wo man immer in der Nähe des Balles ist, die meisten Ballkontakte hat (er kommt leicht auf über hundert pro Spiel); wo man Tempo und Taktik bestimmt und zugleich die Dreckarbeit verrichtet, das Blocken des Gegners, das Ballerobern. Eine Rolle, die er sich auch im Nationalteam wünscht, wo ihn manche als den neuen Ballack sehen. Bundestrainer Joachim Löw hat erklärt, liebend gern „Bastian ins Zentrum zu rücken“ - wenn er nur rechts passenden Ersatz für ihn hätte.



    Zu Beginn der Saison sagte Schweinsteiger: „Jetzt komme ich in das Alter, in dem ich beweisen will und muss, dass ich das Zeug zum Champion habe.“ Seine Kunst ist, bei all dem Ehrgeiz immer lustig zu bleiben. Im Fußballkunstpalast an der Säbener Straße ist er der populärste, der volkstümlichste Akteur, einer, dem der einfache Fan abnimmt, dass er auch in der Showwelt namens FC Bayern den Bezug zur Welt da draußen nicht verloren hat.


    Der „Basti“, einer aus dem richtigen Leben, ein pfundiger Bursche, so wie man sich seinen Bayern gern vorstellt. Anders als viele Kollegen, die in ihre Grünwalder Villen abtauchen, lebt Schweinsteiger mitten in der Stadt, wo es normalen Passanten passieren kann, ihn im Straßencafé oder an einem Obststand auf dem Viktualienmarkt zu treffen. Die Bälle holt er sich selber, die Mangos auch.</span><br>-------------------------------------------------------


    http://www.faz.net/s/RubFB1F9C…Tpl~Ecommon~Scontent.html

  • Ja, und jetzt hüpfen auch die Medien wieder auf den Jubel-Zug auf.
    Genau wie auf den "lass uns auf Schweini rumprügeln"-Zug vor noch nicht allzu langer Zeit!


    Einfach erschreckend, dass man nirgends liest: ok, da haben wir falsch gelegen!
    Wenigstens einige User hier haben das eingestanden. Von deutschen Journalisten kann man sowas sicherlich nicht erwarten.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Die Frage ist: hätte es einen ähnlich positiven Artikel auch ohne die positive Wendung des Bayernspiels gegeben?



    Ich denke nicht, obwohl BS in der Zentrale durchweg gute Spiele gemacht hat.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • riel , genau das meine ich.
    BS hat sich ja in den letzten Monaten nicht so wahnsinnig verändert.
    Er gibt schon seit geraumer Zeit nicht mehr den "Schweini", ist in Interviews immer höchst seriös, auf und neben dem Platz ein absoluter Teamspieler und anscheinend auch von den Trainern geschätzt.


    Er spielt jetzt eben seit ein paar Wochen eine neue Position und macht das gut, aber dass die Chefredakteure jetzt auf einmal solch positive Analysen über ihn durchlassen/einfordern ist mE hauptsächlich der besseren Leistung (sowohl individuell als auch der Mannschaft) und nicht einer tatsächlich erkannten Qualität geschuldet.


    Ich mach's jetzt gerade an diesem einen Artikel fest, ob jetzt ausgerechnet dieser (also die faz) diese Kritik verdient, weiß ich nicht. Vielleicht waren sie immer objektiv und ich habe es nur nicht mitbekommen.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • kaum spielt er hier endlich mal richtig gut, schon will ihn der Abschaum aus London :x


    wieviel wollen die angeblich insgesamt ausgeben? - 80 Millionen? - Wieviel davon hat man denn dem französischen Verein gezahlt, dass man keine Transfersperre bekommt?

    0

  • Bei Schweinsteiger hatte ich lange den Eindruck er wäre als (Jung-) Tiger losgesprungen und als Bettvorleger gelandet.
    Ich habe es über die Jahre auf den Umstand geschoben, dass er ausser dem FCB nie was anderes kannte... er hatte da ein Eckchen gefunden wo er sich einigermaßen (wenn auch bisweilen verwunderlicherweise) etabliert hatte, warm und gemütlich und ohne Aussicht auf Weiterentwicklung. Ich hatte ihn schon abgeschrieben als "es reicht bis man jemand besseres findet und dann verschwindet er irgendwann in der Versenkung."


    Ich wäre im Leben nicht drauf gekommen, dass er einfach eine andere Position in einem anderen System braucht und siehe da! er spielt um Längen besser und das auch noch konstant....


    :D Gut dass ich kein Buli-Trainer bin.... und noch besser dass da ein LvG ist, der es gemerkt hat....

    0

  • Schweinsteiger ist ein Balsam für meine geplagten "Rensing-Wunden". Seit Jaaaahren fordere ich den Basti in die defensive Zentrale zu stellen. Es ist mir bis heute Schleierhaft wie das kein Trainer - die alle mehr Erfahrung haben, ja selbst der Klinsi - raffen konnte.


    Der Bastian wird sich in der Zentrale festbeissen, noch weiter reifen und sich in spätestens 2-3 Jahren zu den ganz Großen zählen dürfen.

    0

  • gerade wenn die "zauberer" raus sind, muss viel mehr von ihm kommen...seine soliden auftritte im zentralen defensives mittelfeld lassen ihn nur gut aussehen, wenn nach vorne mehr läuft...


    was mich nur extrem stört, ist die tatsache, dass schweinsteiger selbst so tut, als wäre es für ihn schon immer klar gewesen, dass er eher defensiv gut spielt...das stimmt einfach nicht...das war mehr oder weniger zufall bzw. eine erkenntnis des trainers. wenn ich ein paar jahre zurückschaue, kann ich mich jedenfalls nicht erinnern solche aussagen von schweini (ich nenne ihn jetzt nur noch so:) ) gehört zu haben.


    fakt ist aber doch, dass er von allen seiten (auch von mir sehr stark) für seine leistungen vor seiner neuen position völlig zurecht zerfleischt wurde und nun gemerkt hat, dass er rückschritte in seiner karriere macht, wenn er nicht bereit ist, auf glanz und gloria zu verzichten und sich ins defensive mittelfeld aufstellen lässt.

    0

  • In der 2. Hälfte ist er unverständlicherweise fast ins linke Mittelfeld gerückt..da war er dann natürlich nicht mehr so stark und hat van Bommel den Spielaufbau überlassen.

    0

  • Es ist traurig, wenn solch Antifussball, wie von FCN gezeigt, auch noch mit einem Punkt belohnt wird. Aber wenn wir vergessen das Tor zu machen, und in alte Fehler verfallen und versuchen den Ball reinzutragen anstatt mal ein paar Weitschüsse zu probieren ist man selber schuld. Es fehlt einfach das Überraschende, um solche Spiele zu gewinnen. Aber da Bremen und Wolfsburg morgen gewinnen (Daumen drücken!!!) wird es trotzdem ein gutes Ende nehmen.