Anstoßzeiten Bundesliga

  • Puh schweres Thema.


    Zum einen nerven mich (und vorallem meine bessere Hälfte ;-) ) die unterschiedlichen Anstoßzeiten. Zum anderen, kann dadurch mehr Geld generiert werden.


    Ich mag die Anstoßzeiten in Spanien. Meistens sonntags und viele Spiele finden unter Flutlichtatmo statt. Da sind unsere Zeiten samstags um 15:30 nicht gerade förderlich für die Wochenendplanung

    *Member of "Die Gruppe" since 2013*

  • Naja, aber gerade Samstag Nachmittag ist für Auswärtsfahrer eben die beste Anstoßzeit.


    Sonntag Abend mehrere 100 km zu einem Auswärtsspiel ist da halt eher unangenehm, wenn man Montag Früh wieder Arbeiten muss.



    Es ist eben immer irgendwie ein Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Fans in den Stadien, am Fernseher und den Interessen der Sender.

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  • Was ich in diesem Zusammenhang wirklich schlimm finde ist, dass die Premiere League mehr als eine Milliarde Zuschauer haben soll.


    Echt krass, dass es ca. 1 Milliarde Menschen mit so wenig Fussballsachverstand gibt, die sich den englischen Rumpelfussball antun .... :)

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  • Oder auch für Heimfans mit weiter Anreise.
    Hatte früher 5 Stunden Fahrt mit dem Bus, da war schon das Samstagabendspiel weniger brillant, weil dann bei der Rückkehr in die Provinz kein Zug mehr zu mir nach Hause fuhr. Kann mir jetzt egal sein, aber vielleicht gibt es ja noch mehr Fans aus Orten mit schlechter Verkehrsanbindung... :)

  • Man wird sich von dem 15:30-Samstag endgültig verabschieden müssen, um auch nur annähernd solche Summen an Fernsehgeldern zu bekommen, wie in England und so konkurrenzfähig zu bleiben.


    Um einigermaßen Rücksicht auf die Fans zu nehmen, die auch lange Wege zu Auswärtsspielen auf sich nehmen, sollte man sich aber weiterhin auf den Samstag konzentrieren. Wieso nicht um 13 Uhr beginnen und das letzte Spiel um 20:15 anpfeifen? Für so ein Samstagabendspiel würde doch so mancher Free-TV-Sender auch noch einiges bieten (falls Sky sowas zulässt).


    Die Kehrseite der Medaille: Die 2. Liga, die 3. Liga und der Amateurfußball würden darunter leiden, wie auch so mancher Familienfrieden. Tja, und das wäre dann auch das Aus der Nostalgie-ARD-Sportschau am Samstag.

    MINGA, sonst NIX!

  • Man muss da einen Schritt weitergehen. Weniger Free-TV würde bedeuten, dass Fußball im TV ein exklusives Gut wird. D.h. weniger Leute sehen es, zahlen aber mehr. Fußball ist hier unangefochtener Volkssport und das würde man aufs Spiel setzen. PayTV ist anders als in den angelsächsischen Ländern in der Gesellschaft icht aktzeptiert. Das heißt, nicht viele "Fußballsympathisanten" würden die Kröte schlucken sondern lieber ganz auf den Fußball verzichten.
    Weniger Zuschauer machen den Sport wiederum unattraktiver für Sponsoren, die dadurch weniger "Facing" haben.
    Die komischen englischen Anstoßzeiten (13:30) haben aber auch mit der Auslandsvermarktung gesehen, weil sie in China/Japan schön abends zur Primetime kommen.


    Man hat den Spieltag in den letzten Jahren schon gut zerstückelt mit dem Samstag Abendspiel, der Rückkehr zum Freitagsspiel und den zwei Sonntagsspielen. Sind schon 5 Zeiten für 9 Spiele. Ich denke sogar fast, man guckt sich lieber ne Konferenz aus 3 unattraktiven Spielen als auch nur eins davon einzeln.


    Man kann nur hoffen, dass durch SkyGo mehr Leute Sky abonnieren bzw Sky mal bessere Angebote macht, dann klappt das auch mit den TV Geldern.

    Man fasst es nicht!

  • Sky sollte mal über Pay per view nachdenken. Was Sky Go angeht, das ist von der Idee her ne Super Sache, leider hakt es gewaltig an der Umsetzung. Regelmäßig bei interessanten Spielen k@cken deren Server ab und man muss notgedrungen auf "freie" Streams umschalten.

  • Nochmal ein kleiner Nachtrag zu Sky. Ich hatte das Vergnügen mal ein paar Sky Fußball Shows in England zu sehen.
    Wenn man das aus journalistischer Sicht mit dem vergleicht was uns das Deutsche Sky serviert, wo "objektiven" Moderatoren beim BVB die Hose feucht und beim FC B Schaum aus dem Mund läuft, dann wäre das eigentlich auch für mich ein Grund zu kündigen, nur leider gibt es keine gleichwertigen Alternativen am dt. Markt. Auch hier ist uns England weit voraus, was vllt. auch die Akzeptanz steigert mehr Geld für Pay TV auszugeben.

  • Ich fände eine weitere Zerstückelung einfach nur nervig. Schon das "Topspiel" abends würde ich abschaffen.


    So hat man meist 2 Fußballtermine: Das Spiel um 15.30 und entweder "alle Spiele alle Tore" oder die Sportschau bis um 20.00.


    Steht abends etwas an, kann letzteres auch mal wegfallen. Das lässt sich mit einem normalen Familienleben noch vereinbaren.


    Aber wenn sich der Spieltag immer mehr zerstückelt, muss man irgendwann zu völlig abstrusen Zeiten Fußball gucken.


    Ganz ehrlich, es ist nicht so wie wenn wir am Hungertuch nagen würden. Auch so schon sind wir in der Lage horrende Summen zu bezahlen.
    Man sieht doch in England, zu was mehr Geld führt. NIcht zu mehr Qualität, sondern nur dazu, dass Durchschnittskicker immer mehr kosten.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Hallo !


    Finde neue Anstoßzeiten auch nicht so glücklich. Also ich schaue mir gerne die Konferenz auf Sky an ( wobei man da nicht wirklich viel von den einzelnen Spielen mitbekommt ) und danach Alle Spiele alle Tore oder die Sportschau. Sollten wir so Zeiten wie in Englang bekommen, wo das erste Spiel um 12 Uhr läuft, dann um 13:30 Uhr wieder zwei Spiele, dann um 16 Uhr wieder eine Begegnung und dann um 18 Uhr und vielleicht um 20 Uhr das Topspiel. Ganz ehrlich, da schaue ich mir kaum noch Spiele an. Erstens hätte ich keine Lust, den ganzen Tag nur Fussball zu schauen, zweitens würde ich Streß mit der besseren Hälfte bekommen und drittens würde ich ja am Wochenende kaum zu etwas kommen. Wenn man vor der Saison die Bestellungen für sich bzw. den Fanclub macht, dann kann man ungefähr abschätzen, wann die Heimspiele der Bayern sein werden. Meistens samstags 15:30, Topspiele gegen Dortmund, Leverkusen oder Schalke SA 18:30, Spiele gegen EL-Teilnehmer wohl eher sonntags. Dann kann man das mit der Anfahrt kalkulieren. Aber so zerstückelte Spieltage wären da ja nicht so gut. Da kann man kaum planen. Denke mal, dass die Attraktivität der Liga zurückgehen würde.
    Und in England führt die neue Einnahmequelle Pay-TV nur dazu, dass noch mehr Stars aus dem Ausland kommen und die Nationalmannschaft bald gar keine Rolle mehr spielt. Da wird dem Nachwuchs ja demnächst gar keine Chance mehr gegeben.

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  • Früher hab ich die "traditionellen" Anstoßzeiten auch mit aller Vehemenz verteidigt, allein weil die Konferenz für mich ein fester Teil des Wochenendes war. Inzwischen wäre es mir egal, da ich zu 95% eh nur noch unsere Spiele schaue, ohne den kurzweiligen Katastrophentourismus bei den Zecken wäre es noch deutlicher. Die übrige Liga interessiert mich so gut wie garnicht mehr, weil es zu großen Teilen einfach stinklangweiliger, grauenhafter Fußball ist. Und eine Konferenz mit WOB, HOF, M05, SCP, SCF, LEV und demnächst dann wohl noch FCI und RBL...das rockt einfach nicht.


    Für die Auswärtsfahrer täte es mir leid, weil das ist dann echt ätzend, aber rein aus meiner Sicht können sie die Anstosszeiten schieben wie sie wollen.

  • Die Spieltagsanalyse und Diskussionen sind ein Traum. Da es dort eben um Fußball geht. Leider hat sich seit den Sat1-Tagen im deutschen Sportjournalismus die Meinung durchgesetzt, dass der Zuschauer nichts über das Spiel wissen möchte, sondern eher "unterhalten" werden möchte.

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  • Soll zukünftig deutlich mehr Kohle eingenommen werden, müssen sich die Anstoßzeiten ändern.


    Ich könnte mit neuen Anstoßzeiten gut leben, solange der Samstag der Haupt-Spieltag bleibt: Mögliche Anstoßzeiten wäre dann z.B. 14, 16 und 18 Uhr mit einer FreeTV-Zusammenfassung um 20 Uhr. Entscheidend wäre dann, dafür zu sorgen, dass die Teams, die die höchsten Einschaltquoten bringen, möglichst nicht parallel spielen.


    Beispiel:
    Freitag 20:30 Uhr: 1 Spiel (PayTV)
    Samstag 14 Uhr: 2 Spiele (PayTV)
    Samstag 16 Uhr: 2 Spiele (PayTV)
    Samstag 18 Uhr: 2 Spiele (PayTV)
    (Samstag 20 oder 22 Uhr: Zusammenfassung FreeTV)
    Sonntag 15:30 Uhr: 1 Spiel (PayTV)
    Sonntag 17:30 Uhr: 1 Spiel (PayTV)
    (Sonntag 20 oder 22 Uhr: Zusammenfassung FreeTV)


    Was mir in der Premier-League auffällt, ist, dass die Anstoßzeiten mehr oder weniger nahtlos ineinander übergehen. Man schaut sich also "seinen" Verein an und ca. 30 Minuten nach Spielende beginnt das nächste Spiel. Man wird so schon fast zum Zuschauen gezwungen. Sind bei uns die 15:30-Spiele vorbei, ist mir und vielen anderen die Wartezeit nach Spielende gegen 17:20 Uhr bis 18:30 Uhr zu lange. 18 Uhr Anstoß wäre meiner Meinung nach heute schon sinnvoller.


    Letztendlich ist es mir egal, ob die Spielzusammenfassungen im Free-TV um 18:30 Uhr, 20 Uhr oder 22 Uhr laufen, da ich unsere Spiele sowieso live auf SKY sehe. An der Sportschau darf sich also gerne was ändern, wenn sich dadurch mehr Kohle einnehmen lässt.


    Ich denke nicht, dass wir mittelfristig die Chance haben, die Premier-League vermarktungstechnisch einzuholen, aber 1,5 Milliarden pro Saison (inkl. Auslandsvermarktung!) sollten bei entsprechenden Änderungen schon drin sein. Da lägen wir dann immer noch bei knapp unter 50% der Einnahmen der Premier-League...


    http://www.sueddeutsche.de/spo…l-in-geld-badet-1.2346156

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  • Hab zwar für ''alles soll beim Alten bleiben'' gestimmt, aber hätte nichts gegen folgenden Kompromiss: Anstoßzeiten bisschen zerstückeln, Samstag eventuell einen 13:30 Uhr Termin einbauen, Sonntag auch, dafür aber das Samstag-Topspiel (18:30) im Free-TV.


    Dabei springt mehr Geld für alle Beteiligten raus und der Otto-Normal-Verbraucher hat auch was davon.


    Pay-TV ist meiner Meinung nach eine Unsitte - in Deutschland wird sich das nie völlig durchsetzen, dafür wächst das Internet mit seinen zahlreichen Möglichkeiten (Stichwort: Netflix) viel zu schnell.

  • Habe ich mir auch gedacht. Die PL ist fussballtechnisch nach der spanischen Liga und der Bundesliga nur auf Platz 3 anzusiedeln und weckt trotzdem weltweit das Megainteresse. Die Engländer habe sich halt sehr früh um die Auslandsvermarktung gekümmert. Da hat man hierzulande noch schön gepennt. Diesen Vorsprung holt man entweder nie oder erst sehr langsam auf.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Das zu lesen ist hingegen mal richtig bitter ....


    Während der FC Bayern derzeit mit fixen TV-Einnahmen von 38 Millionen Euro rechnen darf, nimmt künftig selbst der Letzte der englischen Liga mehr als 130 Millionen ein.


    Vielleicht sollten wir uns doch zeitnahe vom Solidarpakt Bundesliga verabschieden, denn gehasst werden wir ohnehin wie die Pest und so geben wir dem dreckigen Rest wenigstens einen echten Grund dafür ...

    #NK NotMyCoach
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  • Die Bundesliga wird niemals mit der englischen und spanischen Liga konkurrieren können, da ist es völlig unerheblich wieviel Geld aus den TV-Töpfen kommt. Was den Transfer hochkarätiger ausländischer Spieler angeht haben wir einen ganz klaren Nachteil bei der Sprache.


    Dazu kommt die Unattraktivität der Werksclubs und die traditionelle Unfähigkeit der Traditionsvereine. Seien wir doch mal ehrlich, die Hamburgs, Frankfurts und Stuttgarts dieser Welt konnten schon die alten Zeiten, als Zuschauerzahlen ein Hauptindikator für finanziellen Reichtum darstellten, nicht für dauerhaften Erfolg nutzen und krebsten damals wie heute hauptsächlich im Niemandsland herum.
    Das wird mit mehr Geld auch nicht anders sein.


    Wir können die Anstoßzeiten auch so legen dass jeden morgen um drei angepfiffen wird, damit LA zur Primetime deutschen Fußball glotzen kann oder Peking zum Frühstück. Die zweite europäische Geige wird die Bundesliga trotzdem spielen müssen.

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage