Uli's Zukunft beim FCB

  • Ich muss zugeben, dass ich damals bei seiner Inhaftierung gesagt habe, dass er nach seiner Entlassung auf jeden Fall wieder Präsident werden soll.
    An meiner persönlichen Wertschätzung hat sich seit dem eigentlich auch nichts geändert, mittlerweile bin ich aber dafür, dass er seine Arbeit in der Jugendabteilung weiter voran treibt, aber nicht mehr auf den Posten des Präsidenten zurückkehrt.

  • Als Präsident hätte ich ihn gerne wieder, so als eine Art "Vater" des Vereins. In offizieller Funktion wäre er nach wie vor der Beste, allein das Medientheater und die ganzen Moralapostel die dann ankommen würden - darauf hätte ich kein Bock.

    Man fasst es nicht!

  • Ich möchte nicht, dass er wieder an vorderster Front ist. Da er jetzt schon maßgeblich am Aufbau der neuen Jugendabteilung beteiligt ist, sollte er dieses Projekt weiter voran treiben - und das bitte ohne Vetternwirtschaft. Sondern ganz klar nach dem Motto - nur das Beste ist gut genug für den FC Bayern!

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

  • Um mich an der Wahl beteiligen zu können, fehlt mir eine Rubrik: "In verantwortlicher Position".


    Präsident geht nicht. Das Amt des Präsidenten eines gemeinnützigen Vereins verträgt sich nicht damit, dass er in bislang ungehörtem Ausmaß in die Staatskasse gegriffen hat. Mit der Position des Vorstandsvorsitzenden hätte ich persönlich hingegen keine Probleme. Aber der Stuhl ist ja mit Rummenigge prominent und kompetent besetzt.


    Ich hätte ihn am liebsten wieder als Manager. Direkt am Spielfeldrand. Glaube aber nicht dran.

    Uli. Hass weg!

  • Ich freue mich unheimlich für Uli, dass diese schwere Zeit bald vorbei ist und er in ein normales Leben zurück kehren kann.
    Wegen mir kann er auch gerne wieder Präsident werden- aber bitte ein ähnlich stiller, wie es Hopfner ist.
    Für die Jugendabteilung wünsche ich mir eine andere Lösung. Solange Hoeneß dort hauptverantwortlich ist, wird es weiter die Dremmlers und Tarnats und die damit verbundenen Probleme geben.
    Bevor wieder einer weint: Damit stelle ich weder die Lebensleistung noch die Kompetenz von Uli Hoeneß in Frage.
    Es ist einfach an der Zeit, die Bemühungen, die man in diesem Bereich nun anstrengt, so fruchtbar und zukunftsgerichtet wie möglich zu gestalten.
    Uli hat sich einen ruhigen Lebensabend mehr als verdient.

  • Eine Transferpolitik, die im Einzelfall diskussionswürdig ist, uns in Summe aber dahin gebracht hat, wo wir heute sind.


    Im Übrigen denke ich, dass sich mittlerweile einiges verändert hat. Andere Köpfe im Verein haben sich emanzipiert oder sind hinzugekommen. Unwahrscheinlich, dass ein Manager Uli Hoeneß zukünftige Transfers im Alleingang tätigen würde.

    Uli. Hass weg!

  • Natürlich und zu der Zeit mag die Transferpolitik auch absolut richtig gewesen sein, aber alles zu seiner Zeit und die Zeit dieser Transferpolitik ist mMn. abgelaufen.


    Vor allem gibt es doch absolut keinen Grund irgendetwas im Managment zu ändern, Sammer und Reschke machen einfach einen zu guten Job um ihnen jemand anderes vor die Nase zu setzen. Selbst wenn dieser andere Uli Hoeneß heißt und unglaubliche Verdienste um den Verein hat.

  • Mir würde einfach das Herz aufgehen, ihn wieder am Spielfeldrand zu sehen. Das ist zunächst mal reine Folklore.


    Ansonsten sage ich nur, dass ich mir Uli wieder in einer offiziellen Funktion in erster Reihe vorstellen kann. In welcher auch immer. Nur eben nicht als Präsidenten. Ausgehend davon, dass seine Expertise auch während seiner Haftzeit gefragt und gefordert war, dürfte sich auch kaum etwas ändern.

    Uli. Hass weg!

  • Richtig. Ich fand diese "FC Bayern Deutschland"-Schiene schon immer problematisch. Jetzt aber mehr denn je.
    Zu Teilen scheint es diese Philosophie ja auch immer noch zu geben, wenn es stimmt, dass man Guardiola als Kroos-Ersatz Sami Khedira angeboten hat...
    Nein, sorry, aber das will ich einfach nicht mehr. Das passt nicht mehr zu diesem Kader und nicht mehr in die Philosophie, die uns momentan so stark macht und eigentlich jeden Transfer zu einem Volltreffer werden lässt.
    Ulis Zeit als Bestimmer sportlicher Geschicke ist vorbei. Und das ist auch gar nicht schlimm, sondern der Lauf der Dinge.
    Er wird aber mit seiner Erfahrung und seinem wirtschaftlichen Gespür weiter unglaublich wertvoll für diesen Club sein.

  • Klar, seine Meinung wird weiterhin gefragt sein und auch gewicht haben, ich stimme dir auch zu, dass ich mir ihn grundsätzlich wieder in einer offiziellen Funktion vorstellen kann. Ich weiß nur ehrlich gesagt nicht, welche das sein soll.

  • Mir wäre am liebsten, er würde Vize-Präsident ohne Aufsichtsrats-Mandat, dann wäre er aus der Schusslinie, könnte sich aber immer noch genug Gehör verschaffen.

  • Die Zukunft von Uli beim FC Bayern ist ein zweischneidiges Schwert.


    Auf der anderen Seite sehnen sich sicher viele Fans und Mitglieder danach, dass er wieder Präsident wird, also quasi wieder alle so wird wie früher und Uli wieder der starke Mann ist. Es gibt wohl keine Person in der Geschichte des FC Bayern, die über Jahrzehnte soviel für den Verein getan hat und ihn nach oben gebracht hat wie Uli. Er hat sich damit den vollen Respekt der Mitglieder und der Fangemeinde verdient. Zudem ist der FC Bayern Gott sei Dank der einzige Top-Club, der wirklich noch intern recht familiär-warm geführt wird. Man lässt keinen im Stich, man kann mit seinen Sorgen als Spieler immer zu den Verantwortlichen kommen und ehemalige Spieler, die sich verdient gemacht haben, finden hier immer ein Plätzchen um nach ihrer aktiven Karriere was weiterzumachen. Und gerade diese warme Atmosphäre hat Uli sehr geprägt, wo auch ich ihm dankbar bin. Ihn wieder ganz oben zu haben, wäre deshalb etwas schönes. Ihm zu Gute halten muss man ja auch, dass er voll und ganz für seinen Fehler eingestanden und ohne zu zucken die Konsequenzen getragen hat. Da machen anderen wie Middelhoff und Co. noch ewig rum und wollen sich irgendwie noch mit juristischen Tricks rausretten. Doch Uli hat zu seinem großen Fehler gestanden und dafür die gerechte Strafe erhalten. Er hat damit seine Schuld an den Staat bezahlt.


    Auf der anderen Seite muss man freilich immer sehen, dass Uli eine Gefängnisstrafe erhalten hat. Damit haftet ihm fortan immer diese Stigma an und jeder kann ihm dafür an den Karren fahren bzw. Uli wird niemehr so "frei" in der Gesellschaft sein wie früher. Dadurch könnte er als Präsident in bestimmten Situationen angreifbar sein und es könnte sich negativ auf den FC Bayern abfärben. Der FC Bayern hat einen guten Ruf als sauberer und ehrlicher Verein, der neben financial Fairplay sich auch sonst stets an die Regeln hält und verantwortungsvoll agiert. Und das würde er ohne Frage auch weiterhin, wenn Uli wieder Präsident wäre. Doch wie sehen das sie Außenstehenden bzw. Kritiker des Vereins, die Ulis Vergangenheit gegen den FC Bayern instrumentalisieren könnten? Auch gilt es sich freilich die moralische Frage zu stellen, ob ein erst einige Monate zuvor aus dem Gefängnis entlassener dann gleich wieder Präsident werden darf? Ist es moralisch korrekt? Vermittelt der FC Bayern damit vielleicht ein falsches Signal nach außen? Diese Fragen muss man sich objektiv dabei stellen.


    Man sieht also, dass es wie gesagt ein zweischneidiges Schwert ist. Aus meiner Sicht könnte Uli natürlich wieder Präsident werden, denn er hat seine Schuld an den Staat bezahlt. Die Frage wäre aber, wie er wieder in dieses Amt kommen will. Wenn es nach seiner Freilassung eine gewaltige und anhaltende Bekundung der Mitglieder und Fans gibt, dass sie ihn wieder in der Position haben wollen, dann wäre es wohl leichter, dies nach außen zu vermitteln. Wäre es dagegen vor der Jahreshauptversammlung ziemlich ruhig, dann sehe ich das mit sehr gemischten Gefühlen. Es ist also immer eine Frage vom Kontext, der sowas vorausgeht.


    Persönlich würde ich es erstmal gut finden, wenn Uli so schnell wie möglich wieder als eine Art Berater beim FC Bayern aktiv wird. So hat er erstmal noch keinen Posten in erster Reihe, kann sich aber schon wieder direkt einbringen. Er sollte sich dabei aber auf das Sportliche und gerade nicht auf das Finanzielle konzentrieren, denn Zweiteres könnte nach hinten losgehen. Und dann gilt es abzuwarten, wie sich die Sache weiterentwickelt. Kommt aus dem Mitglieder- und Fanlager eine so große, laute und breite Zustimmung, dass sie unbedingt Uli wieder als Präsident wollen, dann kann man es sich überlegen, ihn wieder für den Posten zur Abstimmung zu stellen. Die Frage ist nur, ob Uli das selbst möchte oder ob er lieber aus der zweiten Reihe heraus viel für den FC Bayern bewirken möchte. Hier werden also die nächsten Monate entscheidend sein.

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  • Punkt 1 gebe ich dir recht ... fehlt mir eine Rubrik: "In verantwortlicher Position". .... das wäre noch eine gute Alternative gewesen ....


    .... dass er in bislang ungehörtem Ausmaß in die Staatskasse gegriffen hat. .... meinst du diese Formulierung ist so korrekt ? Meines Wissens hat er zeitlebens alles einbezahlt und versteuert, was er in Deutschland erarbeitet und verdient hat und das dürfte nicht wenig gewesen sein. Mit seinem versteuerten Geld, hat er im Ausland gezockt und hierfür die Abgaben nicht entrichtet.


    In Deutschland ist das eine Straftat - richtig ! Aber in die "Staatskasse gegriffen" ist doch sehr gewagt.


    Aber das Thema hatten wir schon zur genüge ...

  • Du wirst aber in der Jugendabteilung weiterhin diese Schiene fahren müssen, die Arbeit in den U-Bereichen wird über deutsche Talente oder ''Ausländer'', die in Deutschland leben, gehen müssen. Kindertransfers aus dem Ausland ala Barca oder Real wird es beim FC Bayern nicht geben.


    Dass kaum mehr gute und ehrgeizige Talente nachkommen ist nicht des FC Bayern schuld. Und wenn es welche gibt, besitzen sie eben, wie du richtig geschrieben hast, beim jetzigen Kader einfach nicht die notwendige Klasse.


    Die einzigen Lichtblicke sind Kimmich und Sane. Die Weisers, Kurts, Gaudinos und Hojbjergs (ja ich weiß, Däne) sind eben nicht gut genug. Wären sie 10 Jahre vorher auf die Welt gekommen, hätten sie hier aber fix einen Stammplatz inne.

  • Den zweiten Teil sehe ich zwar nicht so, denke schon, dass UH hier nach wie vor der starke Mann bei einer vollständigen Rückkehr in mehrere Ämter wäre. Bzw. zumindest wären es nicht Leute wie Sammer oder Hopfner, sondern eher ein Rummenigge, der sich evtl. nicht unterordnen würde. Aber ob ausgerechnet das dann für unseren FCB besser wäre, wage ich zu bezweifeln. Ich will hier jedenfalls niemals KHR als alleinigen starken Mann beim FCB sehen. Deshalb hoffe ich, dass UH zurück kommt und zwar nicht nur im Nachwuchsbereich.


    Volle Zustimmung was den ersten Teil angeht. Natürlich wurden unter UH hier auch Leute installiert, denen man einen Gefallen tun wollte, diese "Vetternwirtschaft" ist aber leider ganz normal und gibt es in fast jedem Verein. Allerdings kann das nicht auch nur im Ansatz das trüben, was UH erstens aufgebaut und zweitens fortgeführt hat. Ist ja nicht so, als ob wir erst gute Transfers tätigen würden, seitdem UH hier nicht mehr offiziell Manager ist. Er hat auch an den letzten fünf Jahren einen größeren Anteil als jeder andere!

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  • Für mich gibt es nur die Rückkehr auf den Präsidenten-Posten, das ist die Krönung seiner Lebensleistung und die hat er sich redlich verdient. Die Lautsprecher-Funktion sollte er dabei natürlich abschalten, das geht nicht mehr.

  • Was UH konnte wie kein Zweiter , war, neue Vermarktungsmöglichkeiten und Sponsoren zu erschließen. Auf dem Gebiet könnte er ohne jede Einschränkung wieder tätig werden. Und dort könnte man ihn auch gut gebrauchen, der Geldbedarf wird ja bestimmt nicht geringer werden in den nächsten Jahren.
    Außerdem war er immer derjenige , der ein Ansprechpartner für Spieler in allen möglichen Angelegenheiten war. Oder zB einen Guardiola maßgeblich davon überzeugt hat, nach München zu kommen. Im persönlichen Umgang mit Leuten hat er mE Qualitäten , die weder Sammer noch KHR aufweisen. Darauf sollte man nicht verzichten.


    In welche Funktion man all das kleidet, wird man sehen.
    Eines mal vorab: UH ist alles andere als ein Schwerverbrecher - was einige dazu so schreiben , halte ich schlicht für grotesk....- und er ist , was nun mal absolut das Entscheidende ist, nach Verbüßung seiner Strafe vollständig resozialisiert. Nimmt man also das auf jeden Mehrfach-Mörder bis zum Überdruß angewandte Plädoyer von der uneingeschränkten Wiedereingliederung auch in seinem Fall an, müßte er alles wieder machen können. Oder ?:-)
    Formal stünden ihm sowieso so ziemlich alle Türen offen.
    Auch als völlig offizielle Posten in der AG bis him zum Vorstand.
    Ob er dann aber zB unbedingt wieder Vorsitzender des AR werden müßte - was er als Präsident ja wäre- , ist natürlich auch ne Geschmacksfrage. Man sieht einerseits, dass der Posten des Präsidenten an sich gar keine besondere Medienpräsenz haben muß - seit Hopfer ihn macht. Nur interessieren sich natürlich auch die Medien ehrlich gesagt nicht besonders für die Person Hopfner und das was er sagt. Das wäre bei UH komplett anders. Wobei eines auch klar ist: Niemand muß UH erklären, dass die Zeiten des personifizierten erhobenen Zeigefingers in gesellschaftspolitischen Fragen vorbei sind. Zum Thema Fußball und insbesondere dem Fußball als Geschäft ist er mE aber auch künftig in keiner Weise eingeschränkt, seine Meinung kund zu tun. Und hören wird man sie bei den Medien sicherlich sehr, sehr gerne....


    Ob er im Jugendbereich dauerhaft seine Fähigkeiten am besten für den Verein einsetzt, wage ich zu bezweifeln.. Wer sind denn seit Jahren die führenden Vereine in der Nachwuchsarbeit? Schalke, Stuttgart...selbst 60 bringt doch immer wieder bemerkenswerte Spieler raus. Die haben alle keinen UH im Nachwuchsbereich. Da ist er mE verschenkt einerseits, was seine speziellen Fähigkeiten angeht und andererseits weiß ich nicht, ob er die Kenntnisse mitbringt, um das zu erstellen, was es in dem Bereich braucht.
    Bin sehr gespannt, wo er landen wird.

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