Cannabis legal anbauen?

  • Völlig dafür. Ein längst überfälliger Schritt. Cannabis kann nicht überdosiert werden, die Wirkung ist für Schmerzpatienten unglaublich wertvoll. Darf auch gerne noch ausgeweitet werden, finde ich. Wer sich Hunderttausende Alkoholtote im Jahr leisten kann, den dürfte das nicht weiter kratzen...

  • Ich bin auch sehr dafür.
    Menschen mit Schmerzen müssen starke Mittel nehmen (und diese haben schlimme Nebenwirkungen)


    Dann doch lieber Cannabis...ist immerhin ein Naturheilmittel, wenn ich das richtig interpretiere, wie man das ganze Anbaut.

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  • cannabis kann nicht überdosiert werden? da kenne ich andere beispiele. droge bleibt droge. oder willst du gleich noch meth erlauben?

    rot und weiß bis in den Tod

  • Um es mit Ströbele zu sagen: Gebt das Hanf frei!


    Der Staat könnte doch den privaten Anbau genehmigungspflichtig machen, und Steuern pro angebauter Pflanze/ m² Anbaufläche erheben, wäre für alle Seiten immernoch ertragreicher und günstiger, als das alles dem Schwarzmarkt zu überlassen.

  • Ich bin da ein wenig zwiegespalten.


    Ich bin Nichtraucher und habe außer Alkohol noch nie irgendwelche Drogen ausprobiert. Ich kann aber im Endeffekt keinem einen Vorwurf machen, der Cannabis raucht, denn im Endeffekt ist es wahrscheinlich sogar noch ungesünder sich zu betrinken. Ich habe allerdings Bedenken, dass das Kiffen eher dazu verleitet härtere Drogen zu konsumieren.
    Das ist allerdings ganz allein mein Eindruck, ohne dazu irgendwelche Studien oder Statistiken zu kennen. Um es genau beurteilen zu können bin ich sowieso zu wenig in dem Thema drin;-)


    Dass es für Patienten, die es gesundheitlich brauchen, selbstverständlich zugänglich sein soll, dürfte allerdings wohl außer Frage stehen.

  • Du kannst Cannabis nicht überdosieren. Eine Vergiftung wie bei übermäßigem Alkoholkonsum gibt es nicht.
    Der Vergleich mit Meth ist...nun ja...hm...ich weiß auch nicht, aber ungefähr so, als würde ich gepanschten Fusel auf Methanolbasis mit Bier vergleichen...


    Keine Macht den Drogen! :)

  • Aus eigener Erfahrung (also jetzt natürlich nur in meinem Freundeskreis, nicht ich persönlich *g*): Aus Medizinischen Gründen ja, zu privaten Zwecken ganz klar nein!

  • Es sollte doch ein leichtes sein, auch damit Steuergelder zu generieren.
    Ich verstehe die Haltung auch nicht. Alkohol ist gesellschaftlich akzeptiert, Gras wird verteufelt.
    Beides kann abhängig machen. Mir ist bislang aber noch niemand untergekommen, der durch Gras Konsum aggressiv wurde, im Gegensatz zum Alkohol. Ich selbst rauche jedoch nicht.

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  • Ich habe mal eine Reportage gesehen, in der ein paar Leute diese "Schüttelkrankheit" (ka wie die eigentlich heißt) haben, Die armen Menschen konnten nichtmal ein Glas Wasser trinken, da die Menschen so am zittern waren, dass alles übergeschwappt ist. Dann einen Joint und alles war wieder normal.
    Für solche Krankheiten sollte Cannabis auch legalisiert werden.

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  • Chronisch Kranke dürfen künftig in Ausnahmefällen Cannabis bei sich zu Hause anbauen, das hat das Kölner Verwaltungsgericht am Dienstag entschieden. Die Betroffenen, die gegen das Anbauverbot geklagt haben, nehmen die Droge zur Schmerzlinderung - dies ist auch eines der Hauptanwendungsgebiete für Cannabis in der Medizin. Zwar könnten die Kläger auch sogenannte Medizinal-Cannabisblüten in der Apotheke kaufen - doch diese waren für die Betroffenen zu teuer.


    Der Einsatz von Cannabis in der Medizin polarisiert, immerhin ist es als Droge in vielen Ländern illegal. Gleichzeitig werden den Hauptwirkstoffen Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sowie dem weitaus komplexeren Stoffgemisch aus der Cannabis-Blüte eine Reihe von nützlichen Wirkungen zugesprochen, die es aus medizinischer Sicht interessant machen. Es soll:


    Es soll:
    - Schmerzen lindern,
    - den Appetit anregen und Übelkeit oder Brechreiz entgegenwirken,
    - Krämpfe lösen und Spasmen unterdrücken,
    - die Stimmung verbessern.


    Die Datenlage für die meisten Anwendungen ist dünn. Forscher beklagen zum Teil, dass der Goldstandard der medizinischen Studie, der doppelblinde placebokontrollierte Versuch, oft schon daran scheitert, dass man die Patienten schlecht täuschen kann: Man merkt eben, ob man nur ein Placebo nimmt oder eine auf das Bewusstsein wirkende Droge konsumiert.


    Dass Cannabis den Appetit anregt, ist wohlbekannt. Der Effekt kann - kombiniert mit der Verminderung des Brechreizes - insbesondere für Krebspatienten segensreich sein, die unter einer strapazierenden Chemotherapie abmagern. Bereits 1975 berichteten Ärzte im "New England Journal of Medicine", dass THC oral eingenommen Übelkeit bei Krebspatienten verhindert. 2012 löste der Fall der damals siebenjährigen Mykayla eine große Debatte in den USA aus. Das an Leukämie erkrankte Mädchen schluckte begleitend zur Chemotherapie täglich Cannabis-Kapseln, um die Nebenwirkung der Chemo zu lindern und in der Hoffnung, dass die Zusatzbehandlung ebenfalls aktiv gegen den Krebs wirkt.


    Auch Aids-Patienten können von der appetitanregenden und Übelkeit unterbindenden Wirkung profitieren, da ihre Krankheit häufig mit Gewichtsverlust einhergeht. Auch die stimmungsaufhellende Wirkung von Cannabis könnte ihnen helfen. In einer Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration von 2013 beklagen Forscher allerdings, dass Langzeituntersuchungen fehlen.
    Asthma, Tourette, Glaukom


    Da Cannabis Spastiken reduziert, wird es zudem bei Multipler Sklerose eingesetzt. Die Droge kann die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen wieder verbessern. Das Fortschreiten der Krankheit kann sie indes nicht drosseln, die Behandlung ist rein symptomatisch. Allerdings vermag Cannabis auch die mit der Krankheit einhergehenden Schmerzen zu lindern.


    Es gibt eine Reihe weiterer Leiden, bei denen Cannabis eingesetzt werden kann, darunter das Tourette-Syndrom - viele Betroffene berichten über eine Abnahme der störenden Tics. Auch beim Glaukom können Cannabis oder einzelne Inhaltsstoffe helfen, indem sie den Augeninnendruck senken, der bei dieser Krankheit nach und nach den Sehnerv zerstört. Dieser Effekt tritt jedoch nicht bei allen Betroffenen auf. Und weil es die Bronchien weitet, kann Cannabis auch für Menschen mit Asthma nützlich sein - dann allerdings nicht als Joint, der geraucht wird.


    http://www.spiegel.de/gesundhe…roge-helfen-a-982282.html

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