Cannabis legal anbauen?

  • Tourette soll damit auch gut behandelbar sein, Nebenwirkungen einer Chemo erträglich gemacht werden können. Chronische Krankheiten wie Morbus Crohn und MS sprechen auch darauf an.

  • Ok, danke erstmal für den Aufklärungsunterricht;-)


    Ich kenne auch einen Fall eines MS Patienten der es ab und zu konsumiert und von der gesundheitlichen Wirkung berichtet, bei ihm war ich mir allerdings nie so sicher, ob das wirklich der Grund, oder eher eine willkommene Rechtfertigung ist:D


    Insgesamt hätte ich aber nicht gedacht, dass es bei so vielen Krankheitsbildern hilfreich sein kann!

  • Aber im ernst, ich bin auch absolut dafür das man Gras wie in NL auch hier in Deutschland "anbietet".
    Alleine der Grund das davon noch niemand gestorben ist und eher das Gegenteil ist, von dem was man der Pflanze nachsagen will....
    Lieber einen bekifften begegnen als einen besoffenen.


    Grundsätzlich sollte man die Finger davon lassen oder eben wirklich ganz ganz diskret verwenden.
    Von allen anderen berauschenden Stoffen und chemischen giften sowieso NOGO.
    -Weniger Kriminalität
    -sauberer kontrollierter Anbau
    -bei Missbrauch evtl. leichtere Hilfe für betroffene
    -"gesünder"
    -Heilkraft
    -Steuerkohle
    -beste Kampf gegen Drogendealer.
    -vollständig verwertbare pflanze
    und und und

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  • Es ist wie es ist, wenn dieses Zeug chronisch kranken Menschen hilft, dann sollte die Politik dafür auch etwas tun. Es bleibt allerdings in Bezug auf Gras immer ein kleiner Beigeschmack, denn die Gefahr vor Missbrauch ist hoch, deswegen haben sich ja auch so viele Politiker davor gesträubt. Zudem kommen hier auch wieder die Gegner des Rauchens auf den Plan. Hat eben alles im Leben Vor- und Nachteile. Ich zum Beispiel bin auch seit 24 Jahren chronischer Schmerzpatient und mich hat man mit Opiaten wie Fentanyl abhängig gemacht. Jetzt wo dies nicht mehr wirkt, will man die Dosis auch nicht mehr erhöhen, was ich allerdings auch nicht will. Jetzt soll ich stationär 10 Tage lang davon entwöhnt werden, was sicherlich kein Spaziergang wird. Zudem ist das in 10 Tagen auch noch nicht aus dem Körper, denn das dauert Wochen bis Monate. Übrigens schiebe ich meine ersten Affen leider beim Auftakt der Bundesliga, weil es am 19.08. bei mir losgeht, aber das nur nebenbei.
    Jetzt stelle ich mir die Frage, wo liegt denn jetzt die Schmerzgrenze bei Gras? Irgendwann brauchen diese Patienten auch immer mehr, weil sich eben der Körper daran gewöhnt und die Wirkung auf Dauer immer wieder nachlässt. Die große Gefahr dabei ist neben der ganzen Inhaltsstoffe auch die Sucht, die je nach Dosis immer größer wird.

    Auf Geht's Ihr Roten!!
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  • Ich persönlich wäre ja lieber von einem Naturprodukt abhängig, als von Chemie...;-)


    Zumal die körperliche Abhängigkeit bei Cannabis nicht wirklich groß ist. Da ist es eher die psychische Abhängigkeit, die eine Therapie erforderlich macht. Einen echten körperlichen Affen dürfte man bei Cannabisentzug zumindest nicht auf der Schulter sitzen haben...


    Ob der Körper auch bei Cannabis eine Toleranz in Bezug auf Schmerzbehandlung entwickelt, weiß ich aber gar nicht.

  • ich auch nicht,
    habe aber einen Kollegen, der das Zeug schon einige Jahre gegen Schmerzen nimmt und der sagt ja. Übrigens wurde es mir schwindelig wo er mir sagte was er im Monat dafür ausgibt, 2.000 - 2.200 Euro. Das ist dann eben auch nur möglich, wenn man wie er ein Einkommen von ca.4.000 Euro hat und in einer WG wohnt.
    noch was... er sagte dass er die Dosis im Laufe von sechs Jahren schon vier Mal erhöhen musste, da die Wirkung seiner Meinung nach nachgelassen hatte. Es kann aber eben auch sein, dass seine Psyche das so will und nicht seine Schmerzen. Nichts genaues weiß man eben nich.

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  • Ich denke, das Problem ist, dass wir ja schon 2 Drogen legal haben.
    Alkohol und Tabak. Beides ist schädlich und macht abhängig.
    Vlt. ist genau deswegen der Aufschrei so groß. Man will keine weitere "Droge" legalisieren.....


    Aber das Cannabis bei Jugendlichen vollkommen normal ist und das man auch einfach an Cannabis kommt, sollte man auch beachten.


    Desweiteren wird der Staat wie bei Tabak sich ne goldene Nase verdienen.


    Die Tabaksteuer spült dem Bund jährlich 14 Milliarden Euro in die Kassen. Den größten Anteil daran haben Fertigzigaretten mit 12,3 Milliarden Euro, während Rauchtabak (Feinschnitt und Pfeifentabak) nur eine untergeordnete Rolle spielt. Auf Schnupf- und Kautabak wird seit 1993 keine Steuer mehr erhoben.


    http://www.focus.de/finanzen/steuern/verbrauchsteuern/tid-28473/tabaksteuer-wie-viel-die-tabaksteuer-einbringt_aid_875872.html

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  • das ist ja eben das Absurde xarina


    auf einer Art machen die Politiker immer mehr Krawall ums Rauchen, erhöhen die Tabaksteuer fast jedes Jahr und wollen es überall verbieten und auf der anderen Art und Weise verdient der Staat Unsummen daran. Man stelle sich doch mal vor, alle Raucher hören auf zu Rauchen, dann geht irgendwo das Licht aus, oder andere Steuern klettern ins Unermessliche.

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  • MMn gibt es da keine Diskussionen, ob das Zeug für medizinische Zwecke legalisiert werden soll oder nicht. Es ist unlängst bewiesen, dass Rasen bei Schmerzpatienten aber auch Zwangsstörungen hilft und weitaus weniger Nebenwirkungen hat, als die Chemobomben der Pharmaindustrie.


    Interessanter ist die Frage, ob es generell legalisiert werden soll.


    + Wer etwas haben will, wird sich immer, jederzeit und in jedem Alter auch etwas besorgen können.
    - "Gelegenheit macht Diebe"
    + Kontrollierter Anbau, man weiß, was man bekommt. Kein zwielichtiges Zeug von der Strasse, je nach Sorte gewünschte Wirkung und kein "mal, gucken, wohin die Reise diesmal geht".
    - Eine weitere Suchtgefahr, zusätzlich frei zugängliche Drogen (nur weil Alk erlaubt ist, muss nicht mehr "Schlechtes" erlaubt werden etc)
    + neuer Wirtschaftszweig
    etc. pp


    Also, ich sehe das einzige wirkliche Problem der Legalisierung im Umgang unter 21jährigen. Ich bin der Meinung, dass noch viel zu viele U21-Menschen noch lange nicht psychisch gefestigt sind, da setzt Gras vor allem an. Rauchen im nicht ausgereigften Alter ist fatal, man stumpft regelrecht ab. Da es danach auch keinen Kater gibt, man am nächsten Morgen nicht stinkt, nicht aggressiv wird und sich in iwelche Schwierigkeiten verrennt, ist mMn die Gefahr des EXTREMEN Konsumes höher als beim Alkohol.


    Würde man irgendwelche Maßnahmen gegen Jugendkonsum finden, wäre ich auf voller Linie für die Legalisierung. Vllt. kann man auch auf den Gesellschaftswandel in dem Bereich hoffen. Wenn es akzeptiert, normal und legal ist, dann ist der Reiz auch nicht so groß. Es wird ausprobiert, die Einen bleiben dabei, die Anderen sagen, wäre nix für sie...


    Sind in Holland z.B. denn mehr Raucher, als hier in DL? Gibt es da Schätzungen? Kann ich mir nicht vorstellen, weil das Gras schon etwas Spezielles ist und bleibt - nicht wie Alk, den man in 1000 Formen, Geschmäckern und Abstufungen hat und jeder etwas für sich finden kann.

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  • Naja, man könnte es gleichsetzten dem hochprozentigen Alkohol:
    Kiffen legal erst ab 21 Jahren.


    Wäre doch ok.


    Ob heute ein 16jährige sich das Zeug illegal beschafft oder morgen, macht ja nix.
    Nur alle älteren bekommen es eben billiger und "aus ökologischem Anbau" :)

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  • Ich glaube nicht, dass es billiger sein würde. Zu dem eigentlichen Preis für Drogen (den man ja nach Außen hin so schön legitimieren könnte), kämen noch Steuern, Aufschläge für Qualitätssicherung etc pp.


    Aber gut, das wäre dennoch den Preis wert.


    Ich muss sagen, dass ich zuvor ein starker Anti-Drogen-Aller-Art-Anhänger war. Ich habe in meinen jungen Jahren im Freundeskreis alle möglichen Auswirkungen miterlebt...Schön war das nicht. Seit paar Monaten darf ich aber keinen Alk mehr trinken und so habe ich mich wegen Alternativen umgeschaut.


    Da Chemie jeglicher Art und harte Sachen, ja nicht mal Hasch (weil auch da alles mögliche rein gemischt werden kann, und man sieht es nicht) für mich in keinster Weise in Frage kommen, habe ich halt paar Kontakte angesprochen und mal ein wenig Rasen von da, das nächste Mal von woanders bezogen - also das erste Mal im Leben mit 26 geraucht -. Die Wirkung war/ist bei mir nicht so, wie erhofft. Weniger aufheiternd, mehr beruhigend/ermüdend - also eher ungeeignet als Alk-Ersatz auf Partys. So hat sich das Zeug nun bei mir höchstens als Absacker, als Abschluss für einen Abend "etabliert". Dazu ist gesagt: Ich rauche vllt. an einem oder zwei Abenden im Monat, 1-2g reichen bei mir für 1-2 Monate und mehr....also völlig entspannt. Wenn es so bleibt, lasse ich es auch sein. Ausprobiert, nicht wirklich für meine Zwecke geeignet, also wird es wohl sein gelassen.


    Nun weiß ich, dass es eben verschiedene Sorten gibt, mit verschiedenen Wirkungen (von aufdrehend bis hin zu eine Art "Schlafmittel") und mit verrschiedenen Stärken, sowie Geschmäckern. Ich als weitgehend gefestigte Persönlichkeit möchte nun nicht auf Teufel komm raus mehr ballern, nur um die Wirkung zu erzwingen, weil ich mir den Gefahren bewusst bin. Also würde ich mich gern professionell beraten lassen, um evtl. "meine Sorte" zu finden und um einfach zu wissen, was man da inhaliert. Wenn es bei allen Arten mehr oder weniger ist, wie oben beschrieben. Dann weiß ich endgültig, dass ich das einfach nicht machen brauche.


    Diese Möglichkeit wird jedoch mir und vielen Leuten, den es so geht (und davon gibt es einige), durch den Verbot verwehrt. Also wird sich auf eigene Faust durchprobiert, was weitaus gefährlicher ist...

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  • Man könnte es doch genau so handhaben wie beim Alkohol:


    Man darf bis zu zwei Hektoliter Bier steuerfrei für den Eigenbedarf pro Jahr selbst brauen, darüber hinaus werden Steuern fällig. Davon ausgehend, dass es als Rauschmittel am Wochenende dient, wären das eben ca. vier Liter pro Wochenende, was den meisten wohl ausreichen sollte. Wem nicht, der muss halt auf die Überproduktion Steuern zahlen, oder sich externer Quellen bedienen. So sollte man es dann auch beim Cannabis halten: Mehr als ein halbes Gramm pro Woche (oder sowas in der Richtung, jeder verträgt es anders, Alkohol ja auch) dann nur auf Rezept, oder eben besteuert.

  • Ich hatte ja bereits schon geschrieben, das ich von Fentanyl abhängig bin und davon stationär entzogen werden soll. Dieses Pflaster ist Hightech und gibt genau 75 Mikrogramm Fentanyl pro Stunde ab. Übrigens kostet ein Pflaster so um die 25 Euro.
    Jetzt sammle ich natürlich so viel Infos und Erfahrungsberichte wie ich kriegen kann und bin auf (für mich) ungeheuerliches gestoßen.
    Da gibt es doch wirklich Patienten, die dieses Zeug lutschen oder gelutscht haben. Dadurch gibt es dem Körper eine größere Dosis auf einmal ab und man braucht dadurch auch ständig mehr. Was ist das denn für ein krankes Volk?? Dies ist natürlich Missbrauch und völlig daneben.
    Was ich aber eigentlich damit sagen möchte, auch wenn es Gras auf Rezept frei zu kaufen gibt und ein Grundsatzurteil jetzt einigen Patienten erlaubt selbst anzubauen, der Missbrauch kann nie kontrolliert werden und wie soll die Politik das steuern? geht überhaupt nicht.

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  • Dazu mal eine praktische Frage ohne irgendeine Wertung in die eine oder andere Richtung:


    Beim Alkohol gibt es im Straßenverkehr ja die klare Grenze von 0,5 Promille bzw. bei Unfällen von 0,3 Promille. Doch wie wäre das mit Cannabis? Was ist, wenn einer nach dem Kiffen sofort Auto fährt? Nach dem Wortlaut des § 24 a Absatz II Satz 2 StVG ist der Tatbestand des Fahrens unter Drogeneinfluss bereits dann verwirklicht, wenn Cannabis bzw. THC oder eine andere in der Anlage zum StVG genannte Substanz im Blut nachgewiesen werden kann, ein bestimmter Schwellwert wird nicht genannt, ebensowenig ist es erforderlich, daß Ausfallerscheinungen hinzutreten.


    Mal angenommen, Cannabis würde wirklich generell freigegeben werden - wie und warum würde man dann hier eine Grenze festlegen? Kann man genau wie beim Alkoholtest auch bei Polizeikontrollen auch schnell und einfach den THC-Gehalt im Körper nachweisen? Und ist hier der THC-Gehalt allein die Maßgabe für eine Beurteilung, ob der Fahrer noch fahrtüchtig ist oder gibt es im Cannabis noch andere Substanzen, die ebenfalls dahingehend noch eine Rolle spielen?


    Heute gilt hier eine Grenze von 1,0 ng/ml Blutplasma und bei Ausfallerscheinungen noch niedriger. (Der pro-Cannabis-Lobbyverband DHV schägt dagegen 7,0-10,0 ng/ml vor!). Wie ist diese Grenze mit der des Alkohols vergleichbar und wie würde man wohl mit dieser Grenze umgehen, wenn Cannabis wirklich mal legalisiert würde? Ist die Grenze heute schon zu hoch und müsste dann gesenkt werden oder andersrum?


    Und beim Thema Fußball kommen ja offensichtlich sehr stark alkoholisierte = voll besoffene Personen oft nicht durch die Kontrollen. Doch wie wäre es mit einer sehr stark bekifften = völlig zugedröhnten Person? Ist hier mit einem ähnlichen Gefährdungs- bzw. Aggressionspotenzial zu rechnen und wie sollte/würde man hier an der Kontrolle urteilen?


    Frage über Fragen, die man sich bei dem Thema natürlich stellt.

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  • Ich würde das Fahren bei Graskonsum völlig verbieten. Auch wenn es wirklich Werte gibt, die man prüfen kann (wusste ich nicht), wie du sagst, so ist die Wirkung einfach unvorhersehbarer als bei Alkohol.


    Aggressionspotential unter der Wirkung ist quasi gleich null. Sagen wir mal, die Wahrscheinlichkeit, dass dein normales Aggressionspotential höher wird, ist gleich null.

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  • Natürlich ist das Fahren unter BTM verboten! Was für eine Frage. Es gibt genug Kontrollen, gerade nach Open Air Konzerten. Amphetamine lassen sich noch vor Ort bei einem Schnelltest nachweisen, so gar auch dann, wenn Du mit dem Zeug nur in Berührung gekommen bist. Zeigt der Test an, wirst du genauso wie bei Alkohol einer Blutabnahme zugeführt. Aber es stimmt, von einem Grenzwert wie beim Alkohol habe ich auch noch nichts gehört. Wahrscheinlich kann man da auch keinen festlegen.
    Jeder Kraftfahrer sollte aber wissen. selbst wenn er Patient ist und das Gras frei in der Apotheke kaufen kann, bei einer Kontrolle ist der Lappen erst einmal weg.

    Auf Geht's Ihr Roten!!
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  • Also ist das Fahren nach Cannabiskonsum generell gefährlicher als nach Alkoholkonsum einzustufen? Die Reaktionszeit dürfte sich aus meiner Sicht bei Cannabis stärker verschlechtern als mit Alkohol. Doch wie sieht es mit der visuellen Wahrnehmung aus, also ob und wie die Wahrnehmung mit den Augen jeweils beeinträchtigt wird? Ich habe außer Alkohol und Tabak noch nie Drogen genommen und kann es dahier nicht ais persönlicher Erfahrung beurteilen.

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