Cannabis legal anbauen?

  • Ein Freund von mir raucht häufiger einen joint, bevor er mit dem Auto durch halb Deutschland muss. Er meint, er kann dadurch viel entspannter fahren, rast nicht mehr und ist ein besserer Autofahrer.


    Ich pers. kann das nicht beurteilen, finde die Aussage aber interessant. Und bei ihm auch absolut nachvollziehbar. Er ist nämlich einer, der gerne bei penetranten Linksfahrern rechts überholt und auch den Seitenstreifen nutzt.

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  • Die Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, ist in beiden Fällen stark beeinträchtigt. Ich glaube nicht das man dass verallgemeinern kann. Aber wer Amphetamine zu sich genommen hat (egal welcher Art), sind folgende Symptome vorhanden:


    Die wichtigsten Wirkungen sind:


    erweiterte, lichtstarre Pupillen, zentrale Stimulation (aufputschende Wirkung), Konzentrationsverlust, Rastlosigkeit, Dosissteigerung sowie ein subjektives Gefühl der Leistungssteigerung bei objektiver Leistungseinbuße.


    Massive Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit
    liegt sowohl im akuten Rausch als auch während des Entzugs vor.

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  • Hier einmal ein gutes Beispiel dafür:


    Fallbeispiel:


    Tagsüber, ländliche Gegend:


    Der Polizeiinspektion in H. wurde mitgeteilt, eine männliche Person sei mit einem PKW (BMW der 5er-Reihe) über ein landwirtschaftliches Feld gefahren und schließlich mit den Vorderrädern in einem Entwässerungsgraben zum Stehen gekommen. Der Mitteiler bot dem Fahrer seine Hilfe an, worauf dieser fluchtartig wegrannte.


    Nach Eintreffen der Polizei kehrte der Fahrer zurück. Er redete wirr und zusammenhanglos und konnte keine plausible Erklärung geben. Keine "Alkoholfahne", AAK 0,0 ‰.Stark erweiterte Pupillen.


    Die ärztliche Untersuchung anläßlich der Blutentnahme ergab unsicheren Gang, Faxen bei der Untersuchung, unsichere Finger-Nase-Probe, Denkablauf perseverierend, verworren, euphorische Stimmungslage, Beeinträchtigung des Konzentrationsvermögens bei gesteigertem Antrieb, Zittern, dauernde Bewegungsunruhe sowie stark erweiterte Pupillen.


    Ergebnis der tox. Untersuchung:


    Amphetamin + + + +


    Stellungnahme des Gutachters:


    Fahruntüchtig infolge akuter Amphetamin-Intoxikation. Die beobachteten psychophysischen Auffälligkeiten sind hieraus zwanglos zu erklären.


    http://www.fahrerlaubnisrecht.…ze/Info%20Amphetamine.htm

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  • stimmt! daran bin ich schuld, denn ich bin da etwas abgedriftet.


    Also versuchen wir es mal mit Cannabis und seinen möglichen verfahrensrechtlichen Folgen im Straßenverkehr.


    Ordnungswidrigkeitenrecht und Cannabis


    Ordnungswidrig ist das Fahren unter dem Einfluss von Cannabis und anderer berauschender Mittel bereits dann, wenn Cannabis oder ein anderes berauschendes Mittel im Blut des Fahrers nachgewiesen werden kann.


    Es reicht also nach dem Wortlaut des Gesetzes der Nachweis irgendeiner Konzentration von Cannabis im Blut, das Erreichen eines bestimmten Grenzwerts (wie beim Alkohol) ist nicht erforderlich.


    Ob eine Ordnungswidrigkeit wegen des Fahrens unter der Wirkung von Cannabis verwirklicht ist, hängt nicht davon ab, ob eine Ausfallerscheinung in Gestalt eines Fahrfehlers (z.B. Schlagenlinien) oder gar eine konkrete Gefährdung vorliegt.


    Der Bußgeldkatalog sieht schon bei einem erstmaligen Verstoß wegen des Fahrens unter der Wirkung von Cannabis ein Regelbußgeld i.H.v. 250 € und ein Fahrverbot von einem Monat vor. Ferner werden vier Punkte in das Verkehrszentralregister eingetragen. Wer unter der Wirkung von Cannabis am Straßenverkehr teilnimmt und den Regeln der Fahrerlaubnis auf Probe unterliegt, begeht eine schwerwiegende Zuwiderhandlung. Dies bedeutet, dass schon bei einem nur einmaligen Verstoß ein Aufbauseminar angeordnet wird.


    Hier der Link zum ganzen Beitrag



    http://www.fahrerlaubnis-anwal…/cannabis-und-fahreignung


    Also ob Amphetamine oder Cannabis, strafrechtlich verfolgt werden beide.

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  • Tja, ein Schwellenwert würde wohl erst dann festgelegt werden, wenn der Besitz für den Eigenbedarf nicht mehr unter Strafe steht.
    Sollte es irgendwann so weit sein, dann kann man es ja ähnlich halten wie beim Alkohol: Einen gewissen Schwellenwert festlegen, wenn allerdings auch darunter schon Ausfallerscheinungen auftreten, wird auch schon darunter bestraft, ist ja beim Alkohol mit 0,3 Promille ja nicht anders.

  • Nur wird selbst gebrautes Bier ja nicht vom Arzt verschrieben (Schön wärs...). Auch ist zwar das Schwarzbrauen von Bier verboten, der Konsum von Bier hingegen nicht. Das sind also schon zwei Unterschiede zwischen Bier und Cannabis.


    Zudem würde ich als Arzt auf keinen Fall ein Rezept unterschreiben, wonach mein Patient etwas selbst Angebautes in einer von mir verordneten Menge konsumieren soll. Denn was ist, wenn der das Kraut unsachgemäß anbaut oder sonstwas und sich dann unerwünschte oder zu hohe Konzentrationen an THC ausbilden, so dass dann ich als Arzt dafür am Ende noch haftbar gemacht werden, wenn der Patient davon z.B. irgendwie einen Horrortripp bekommt? Wie soll bzw. kann das geregelt werden? Denn dann müsste ich ja als Arzt verlangen, dass mir der Patient einen anerkannten Nachweis dafür bringt, wie hoch die THC-Konzentration inkl. anderer Stoffe in seinem Cannabis ist. Bei normalen Medikamenten weiß man genau, welche Stoffe in welcher Menge drin sind.


    Man sieht also, dass das Thema doch sehr komplex ist und die Ärztelobby wird natürlich alles dafür tun, dass sie dabei nicht haften muss bzw. zur Verantwortung gezogen werden kann.

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  • Das kann ich nachvollziehen. Habe mich früher immer mit Freunden am Wochenende zum FIFA spielen auf der PlayStation getroffen. Dabei ging auch mal ein Joint durch die Runde. Und danach konnte ich mich total auf das Spiel fokkusieren.
    PS: Das ganze war auch um einiges billiger als ein Discobesuch mit Alkoholexzessen...

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  • 1. was hat bitte so eine chemie-shice, wie meth, mit cannabis zu tun???...


    2. legalisierung würde bedeuten, dass man cannabis frei verkäuflich erhält, was wiederum bedeutet, dass man das ganze wohl eher ungestreckt bekommt, weil sicherere quelle...


    von mir aus kann der staat sogar hingehen und darauf achten, dass die kreuzungen zwischen den einzelnen sorten im rahmen bleibt, denn das ist das einzige, wie man cannabis "überdosieren" kann...


    ich kenne jedenfalls niemanden, der sich zu tode gekifft hat...


    einzelschicksale wird es aber natürlich immer geben, die den konsum derart übertreiben mussten, dass sie daran schaden genommen haben...
    aber dann müsste man so ziemlich alles verbieten, denn nach neuesten erkenntnissen, schaden ja auch smartphones und spielekonsolen bzw. der pc...
    da brauche ich gar nicht bei alkohol anfangen, oder nimm die raserei auf deutschlands autobahnen, die jährlich zig tausende von toten zu tage fördert...
    im grunde alles "drogen", weil daraus süchte entstehen...
    gut, kann man ja alles verbieten, warum nicht...


    die gesellschaft brennt uns seit gefühlten 1000 jahren ein, dass alkohol in ordnung ist...


    by the way... schlimmste DROGE nummer eins... noch vor heroin...
    alleine in deutschland gibt es ca. 1,3 millionen abhängige!!!...


    also einige sollten sich lieber vorab informieren, bevor sie einen derart gequirrlten scheiss loslassen, weil sie gesellschaftlich so erzogen worden sind und sich seitdem auch nicht mehr groß darüber informiert haben...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • schau dir derzeit die thematik mit den "dampfern" an...


    die meisten raucher steigen mehr und mehr auf e-zigarette um...
    was wird erzählt?... pöhse... alles pöhse... langzeitwirungen nicht bekannt, gifte in den liquids, schädlich ohne ende...


    MÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖP!!!...


    warum muss das verkauft werden? richtig... papa staat gehen auf den punkt mal eben einige milliarden steuern flöten und vor allem die tabak-lobby ist absolutely not amused...


    muss ja was dran sein, an den pöhsen e-zigaretten...
    denn im gegensatz dazu, sind in den harmlosen tabakzigaretten nur knapp 4000 chemische verbindungen enthalten... vieles davon giftig und krebserregend...


    wichtig hierzu auch... nikotin selbst ist weniger das problem, sondern eben die zig tausend anderen schadstoffe in der zigarette...
    nikotin ist ein süchtigmachendes nervengift, welches in geringen dosen nicht wirklich viel schaden anrichten kann... es wird vom körper recht schnell abgebaut, im gegensatz zu anderen substanzen...
    die entwöhnung von nikotin ist somit auch recht schnell abgeschlossen...
    die hauptproblematik der meisten raucher ist das sogenannte "ritualrauchen", was sich im kopf festsetzt und weniger die sucht nach nikotin ( nach ca. 2-3- wochen ist die nummer durch )...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • ich bin für die Legalisierung, aber auch nur weil man auch normale Zigaretten und Alkohol darf... ansonsten find ich Rauschkack eben kacke. aber jeder soll selber entscheiden...

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  • Leider selbst das mittlerweile. Allerdings und das ist das, was man bei dieser Debatte unbedingt differenzieren muss ( SEHR WICHTIG! ), passiert dies nur bei den gen-Überzüchtungen aus irgendwelchen Laboren.
    Das Canabis ( THC Gehalt weitaus niedriger ) um was es hier ja geht ist das MEDIZINISCHE Canabis, welches unter ärztlicher Aufsicht unbedingt zu bejahen wäre!
    Eigner nbeu muss nicht ein.
    Lieber welches unter staatlicher Kontrolle anbauen wo der Gehalt klar geklärt ist und nix "gepanscht" wird.
    Der finanzielle Vorteil kommt zudem hinzu ( Steuern )
    Das Ganze dann über Apotheken per Rezept.
    Und ja: nicht nur Schmerzkranke.Auch Menschen mit Panikattacken und Co. sollten davon profitieren.
    Das wirkliche Elend in Sachen Hanf / Hasch und Co. im Vergleich zu früher ist und bleibt das diese ganzen Neuzüchtungen Probleme in Sachen Beikonsum bringen.
    Das Zeug verleitet die Konsumenten auch gerne mal andere Drugs aus zu probieren.
    Der Vergleich ist ungefähr der:
    Ein Mensch der regelmässig "nur" Bier trinkt ( oder leichte Alkoholika ) wird weniger das Verlangen haben harte Sachen zu trinken, als Menschen die Mischkonsum betreiben: Weine, Liköre etc.
    Das sogenannte Suchtgedächtnis ist hier der springende Punkt.
    Der "Kopf" WILL immer das alte Level und keinen Abklatsch.;-)
    Daher: klare Kampfansage an die ganzen Pusher. Aber pro: geregelter Zugang zu niedrigdosiertem Dope.;-)
    ( ich rauche selbst nicht, nicht mehr ( schon ewig her ), hab aber in den letzten 15 Jahren zuviele Menschen gesehen die zwischen Dope am Anfang, Xtc, Koks, Speed un co. ( einige auch H ) ihr Leben völlig aus den Augen verloren haben und einige ihr Leben dabei auch verloren.
    mir braucht da keiner etwas u beschönigen aber auch nicht kleinbürgerlich verteufeln. )

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Ich kenn' ne Menge Leute, die gelegentlich kiffen. Einige sogar regelmäßig.
    Sie gehen alle ihren ganz normalen Jobs nach und haben keinerlei gesellschaftliche oder drogenmäßige Probleme.
    Einen Einzigen kannte ich früher, der auch härtere Drogen konsumiert. Ob das aber wirklich kam, weil er irgendwann mal mit Cannabis angefangen hat, wage ich stark zu bezweifeln.


    Daher: ME könnte man den Kram ruhig komplett legalisieren. Es ist soweit ich das weiß und beurteilen kann auch nicht schädlicher als andere legale Drogen wie Alk oder Nikotin. Ist sogar mE weniger gesundheitsgefährdend als Nikotin/Teer und macht Leute nicht so aggressiv und streitsüchtig wie Alk.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • wie gesagt: rauchen ist nicht gleich rauchen.
    darauf wird es bei einer Debatte ankommen, das zu differenzieren.;-)
    das genmanipulierte zeug macht die kids durchaus aggressiv.
    da ist dann nix mehr mit chillig, peace, reggae hören usw.;-)

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Ok, so genau kenn' ich mich nicht aus. Wusste zB nicht, dass es genmanipulierten Kram gibt. Weiß auch nicht, wo das Zeug herkommt, was da konsumiert (nicht nur geraucht, man kann's auch in leckeren Kuchen verbacken ;-)) wird.


    Ich hab' da jedenfalls nie jemanden erlebt, der aggressiv geworden wäre. Richtig saudoof, ständig am Lachen, extrem megagechillt, ja. Alles natürlich auch recht nervig, wenn man dabei ist und nur ein paar Pilsken im Kopf hat.
    Aber eben lange nicht so schlimm wie wenn manche sich mit Schnaps einen hinter die Binde kippen.

    give a man fire, he'll be warm for a day
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