Unwort des Jahres: "Gutmensch"

  • Gutmensch ist nun als das unwort des jahres. schade, damit wird verhindert, dass diejenigen auf die das zutrifft merken, wie negativ das tatsächlich gemeint ist.


    haltet ihr das für eine gute wahl?

  • Mein erster Gedanke: Diese Wahl wird durch eben solche Gutmenschen durchgeführt.
    Finde das Ergebnis nicht gut...


    Meine Wahl wäre, auch wenn es kein Wort ist: "wir schaffen das"

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  • Keine Überraschung diese Wahl. Die gehen doch immer in diese Richtung. ;-)


    Sehe es wie @thomi: "Wir schaffen das" wäre die richtige Wahl gewesen. Aber dazu fehlte der Mut, das hätte wieder viel künstliche Empörung ausgelöst. Meine zweite Wahl: ZDF. :D



    Und bin schon gespannt, wie lange es dauert, bis sich durch diese Umfrage wieder jemand auf den Schlipps getreten fühlt und die Mods zumachen. Weil wir ja so ein tolerantes Forum hier haben. ;-)

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  • Warum? Dass "Gutmensch" negativ besetzt ist, sollte doch eigentlich klar sein.


    Ich denke auch, dass es auf jeden Fall ein Unwort ist, wenn man bedenkt, wie inflationär es von geneigter Seite grade in der Flüchtlingsthematik genutzt wird - für alle die Flüchtlinge erstmal als Opfer sehen und nicht automatisch als potentielle Täter.


    Das was ich für einen "Gutmenschen" halte, sind eigentlich die, die nach Außen auch gerne belehrend, dass "Gute" definieren - selbst aber eigentlich hinter der Fassade das Gegenteil von dem tun.

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

  • Es ist wie immer: Wer mit dem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Finger auf sich selbst.


    Wer jemanden als "Gutmenschen" bezeichnet, outet sich. Hat die Jury richtig erkannt. Damen hoch!

    Uli. Hass weg!

  • Mein Vorschlag wäre Flüchtlingsdebatte oder "Debatte" gewesen. Mir kam es vor, als würde keine Nachrichtensendung ohne das Wort Debatte auskommen. Meist im Zusammenhang mit Flüchtlingen.


    - Die Flüchtlinge stehen zur Debatte.
    - Die Debatte um Putin und seine Russen.
    - Obama debattiert mit Angie über Weißbier und Lederhosen.
    - Amerika führt eine Debatte über schärfere Waffengesetze.
    - Neidhamel debattieren über das von VW bezahlte Trainingslager des FC Bayern, weil im Januar noch keiner über Abgaswerte debattierte.
    Nur ein paar Beispiele, und alle Debatten enden mit der Erkenntnis, dass die Flüchtlinge Schuld sind.

  • Ein schöner Vergleich, ähnlich wie der mit der Bar und den 80 Personen, zu der noch eine dazukommt, verbunden mit der Frage: wie könnte diese Bar jetzt überfüllt sein.


    Klasse!

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  • Ehrlich gesagt gibt es für mich dieses Jahr so viele Unwörter wie schon lange nicht mehr. Pack, Flüchtlinge, Gutmenschen, Dunkeldeutsche, Asylflut, Migrantenschwemme, etc. Ganz oben steht aber für mich: "Wir schaffen das!"

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  • "Wir schaffen das" wäre ja quasi das Gegenstück zum Unwort des Jahres. Vielleicht der Euphemismus des Jahres, falls jemand einen solchen Preis ausgeschrieben hat. Meinetwegen auch das Plagiat des Jahres (Merkel < Obama < Bob der Baumeister:))

    Uli. Hass weg!

  • Euphemismus wäre noch zu wohlwollend formuliert.


    Wer im absoluten Alleingang nationales und internationales Recht bricht und die Situation nur größtenteils dadurch nicht total eskaliert, weil zenhtausende Freiwillige sich engagieren, der ist für mich einfach nur größenwahnsinnig.

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