• Ist sie denn wirklich falsch?

    Nicht falsch verstehen, dass da unten vieles unglaublich im Argen ist und Hoeneß das viel zu schönfärbt, da bin ich bei dir.

    Was ich aber vermute bzw ernsthaft frage: wären die Arbeiter ohne WM nicht in irgendwelchen anderen Projekten "verheizt" worden, nur dann eben, ohne dass das irgendeinen Journalisten interessiert und es dementsprechend auch gar keine Konsequenzen - im Vergleich zu den so zumindest geringen - gegeben hätte?

    Oder wären sie ohne WM in Ruhe gelassen worden und hätten weiter das gemacht, was sie immer tun?

    Ja, ist schon unangenehm, wenn man das "Verheizen" mitbekommt, gell?

    Sowas passt halt nicht in die heile Welt am Tegernsee ... und in der Pfalz?

  • sie wären wohl gar nicht im Land gewesen

    Sicher? Denn das Geld wäre ja da gewesen.

    hätten sie's dann vielleicht nicht für Stadien sondern für irgendeinen drölftausend Meter hohen Tower verbraten? Und da auch wieder sämtliche Sicherheiten ignoriert?

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • sie wären wohl gar nicht im Land gewesen

    Man sollte sich dann aber immer auch fragen, was sie stattdessen gemacht hätten. In Bangladesch verhungern? Irgendwie auch nicht optimal... das ist letztendlich das gleiche Problem wie bei der Kinderarbeit - meist ist so eine Arbeit die beste aller schlechten Möglichkeiten.

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  • Wir sollten uns wirklich nicht bei der Diskussion um die WM in Katar auf das Niveau des heutigen Doppelpass bewegen. Das war heute sehr peinlich. Oder eben Stammtisch nach der vierten Halbe.

    MINGA, sonst NIX!

  • es ist toll wie das Sterben von Slavenarbeitern relativiert wird, denn hätten die das Stadion nicht gebaut, dann halt eben einen Wolkenkratzer

    So ist es aber nun mal. Hätten die nicht die Stadien gebaut, dann wären sie auf irgendeiner Baustelle in Malaysia oder sonst wo gewesen. Das macht für die Arbeiter keinen Unterschied, nur der Deutsche fühlt sich dann wohler, weil er davon nichts weiss...

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  • Mir fehlen echt die Worte wie das hier relativiert wird.


    Und Uli sollte man zu so einem Thema einfach nicht zuschalten. Nur peinlich.

    Früher Tagano - dabei seit 23.08.2006 - ändere nie deine E-Mail Adresse im FC Bayern Forum!

  • Mir fehlen echt die Worte wie das hier relativiert wird.


    Und Uli sollte man zu so einem Thema einfach nicht zuschalten. Nur peinlich.


    Als ob die sich diese Steilvorlage jemals nehmen lassen würden.

    Ein Anruf UHs ist für die und alle anderen Medien doch Gold wert, wie mal wieder bewiesen wurde!


    Der FCB sollte jeden Sonntag ein 2,5h Gespräch mit UH in irgendwelchen Katakomben ohne TV-Anschluß abhalten, damit er den Dopa nicht sehen und anrufen kann.

    Ente Auge Zickzack Zickzack Schlange Stern Eule Ankh Spirale Auge Auge Messer

  • Dass

    So ist es aber nun mal. Hätten die nicht die Stadien gebaut, dann wären sie auf irgendeiner Baustelle in Malaysia oder sonst wo gewesen. Das macht für die Arbeiter keinen Unterschied, nur der Deutsche fühlt sich dann wohler, weil er davon nichts weiss...

    Hat nur leider gar nichts mit Katar zu tun, bzw. ist nur ein schwacher Relativierungsversuch a la UH.

  • Als ob die sich diese Steilvorlage jemals nehmen lassen würden.

    Ein Anruf UHs ist für die und alle anderen Medien doch Gold wert, wie mal wieder bewiesen wurde!


    Der FCB sollte jeden Sonntag ein 2,5h Gespräch mit UH in irgendwelchen Katakomben ohne TV-Anschluß abhalten, damit er den Dopa nicht sehen und anrufen kann.

    Warum nicht ne Talkrunde mit UH bei Servus TV?^^

  • Um alle auf den Stand zu bringen. Im Artikel ist auch das original Video verlinkt.


    Am Sonntagvormittag läuft bei Sport 1 der Fußballstammtisch „Doppelpass“. Als es ums Thema Katar geht, platzt Uli Hoeneß vor dem TV offenbar der Kragen. Er greift zum Telefon und beschimpft einen der Teilnehmer als „König der Scheinheiligen“.


    https://www.welt.de/sport/fuss…-und-wuetet-drauflos.html


    Ist Nagelsmann wirklich so lernresistent?!

  • Sicher? Denn das Geld wäre ja da gewesen.

    hätten sie's dann vielleicht nicht für Stadien sondern für irgendeinen drölftausend Meter hohen Tower verbraten? Und da auch wieder sämtliche Sicherheiten ignoriert?

    das ist doch kaffeesatzleserei. wäre ich heute morgen nicht zur arbeit gefahren, hätte ich da nicht evtl. jemanden umgebracht? genauso ne quarke ist das. man kann nur das beurteilen was da ist, sonst kommen wir in eine ganz ganz schlimme zeit.

  • In welchem Land hat sich denn je die Situation der Armen nach einer WM gebessert? Das ist halt auch einfach ein unrealistischer Ansatz, welcher dem Zuschauer ein positives Gefühl geben soll.


    Man kann durchaus darüber diskutieren, ob eine WM in eine Diktatur vergeben werden soll. Ich bin da grundsätzlich dagegen, weil ein solches Fest wenn überhaupt nur der Regierung dient, die zeigen kann, wie toll doch alles ist. Umgekehrt ist es natürlich auch richtig, dass man immer auch in Kontakt mit unliebsamen Herrschern sein sollte. Von daher kann eine WM vielleicht auch einen kleinen positiven Effekt haben.


    Was aber überhaupt nicht geht, ist ein Vorgehen wie das von Uli, wo einfach jede Kritik abgebügelt und die WM quasi als ein Segen für die Arbeiter dargestellt wird. Angesichts der Tausenden von Arbeitern, die bei der Errichtung für die WM-Infrastruktur gestorben sind, ist das einfach ein Hohn. Man darf ja gerne zum Ausdruck geben, dass sich wegen der WM die Situation der Arbeiter bessern wird (was ich nicht glaube), aber das Leid, das dadurch beteits unabänderlich verursacht wurde, darf nicht einfach übergangen werden.

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  • Missstände auf der Welt lassen sich nur beheben, wenn sie publik gemacht und angeprangert werden.

    Dazu gehört eben auch die fortwährende Diskussion.


    Tja, Katar, du wolltest die WM. Du hast sie bekommen. Mit allem drum und dran. Leb damit!

    Gilt natürlich auch für die FIFA.

  • In welchem Land hat sich denn je die Situation der Armen nach einer WM gebessert? Das ist halt auch einfach ein unrealistischer Ansatz, welcher dem Zuschauer ein positives Gefühl geben soll.


    Man kann durchaus darüber diskutieren, ob eine WM in eine Diktatur vergeben werden soll. Ich bin da grundsätzlich dagegen, weil ein solches Fest wenn überhaupt nur der Regierung dient, die zeigen kann, wie toll doch alles ist. Umgekehrt ist es natürlich auch richtig, dass man immer auch in Kontakt mit unliebsamen Herrschern sein sollte. Von daher kann eine WM vielleicht auch einen kleinen positiven Effekt haben.


    Was aber überhaupt nicht geht, ist ein Vorgehen wie das von Uli, wo einfach jede Kritik abgebügelt und die WM quasi als ein Segen für die Arbeiter dargestellt wird. Angesichts der Tausenden von Arbeitern, die bei der Errichtung für die WM-Infrastruktur gestorben sind, ist das einfach ein Hohn. Man darf ja gerne zum Ausdruck geben, dass sich wegen der WM die Situation der Arbeiter bessern wird (was ich nicht glaube), aber das Leid, das dadurch beteits unabänderlich verursacht wurde, darf nicht einfach übergangen werden.

    Sobald ein Land - selbst mit autokratischem Regime sich für eine WM Austragung kandidiert, ist es sich sehr bewusst dass alle Augen der Welt auf sie gerichtet sein werden.

    Das führt zwangsläufig zu Verbesserungen.
    Ob jetzt diese Verbesserungen von Dauer sind - das kann man nie wissen.

    Jedoch, so oder so muss man die WM Austragung alle 8-12 Jahre einfach auf einem anderen Kontintent austragen, das nicht Europa oder Lateinamerika heißt.

    In 10 Jahren oder so wird es wieder zu einer politischen Frage wann Afrika wieder eine Austragung der WM bekommt - und zwei Mal kann man das nicht in Südafrika machen.

    Wenn sich. z.B. Ghana und Elfenbeinküste zusammen kandidieren, oder Nigeria und Kamerun - alle Länder wo Fussball Nationalsport Nr. 1 ist - dann wird es schwer vor allem politisch zu rechtfertigen wenn die es nicht bekommen wir aber zum X-ten Mal die Austragung in Europa veranstalten.

    Irgendwann werden die anderen Länder sagen dass die Welt nicht nur aus westlicher Hemisphäre besteht und das so nicht weitergehen kann.

    Und spätestens da wird dann eine ganz andere Diskussion beginnen. Ist es eine WM - oder WM? (Weltmeisterschaft - oder Westliche Sphäre Meisterschaft?)

    Der beste Weg wäre die WM Austragung nach Kontinenten aufzuteilen. Wenn z.B.
    es an der Reihe wäre, dass Afrika eine WM Austragung erhält - würden sich immer 3-4 Staaten melden und so würde es zu einem positivem Konkurrenzkampf kommen.

    Selbst wenn am Ende des Tages keiner von ihnen zu 100% an unsere Standards bzgl. der Gesellschaft, Menschenrechte etc, rankommt - würde es schon eine gewisse Änderung zum Guten geben.

    Und die anderen Länder könnten sich dann was davon abgucken wenn sie sich selber in 15-20 Jahren kandidieren wollen.

  • Es muss ein Ablenkungsmanöver (wie in alten Zeiten) gewesen sein, um den Druck und Focus von der Nagelsmanndiskussion zu bekommen.

    Das mag vor 20 Jahren noch ein probates Mittel gewesen sein, wenn es dann Kicker und Co abdruckten und in diversen Sendungen diskutiert wurde. Aber in Zeiten von Social Media führt das sicher zu vielem, aber nicht zur Ablenkung. Eher im Gegenteil. Das wird Hoeneß aber nicht mehr lernen.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Das mag vor 20 Jahren noch ein probates Mittel gewesen sein, wenn es dann Kicker und Co abdruckten und in diversen Sendungen diskutiert wurde. Aber in Zeiten von Social Media führt das sicher zu vielem, aber nicht zur Ablenkung. Eher im Gegenteil. Das wird Hoeneß aber nicht mehr lernen.

    Das ist genau der Punkt. Früher funktionierte das wunderbar, die Medien waren voll davon, weil man teilweise erst Tage später darauf reagieren konnte. Dass Hoeneß die heutige Medienlandschaft nicht versteht, hat er schon häufiger bewiesen. Da wird er halt schon attackiert, kaum dass er es gesagt hat. Und das gleich 1000 Mal, weil jeder das aufgreift. Und trotzdem wird die Mannschaft nicht weniger ihr Fett weg bekommen.