• Gerne! Einfach deswegen, weil ein Platzverweis durchaus vertretbar war. Kein Platzverweis aber eben auch.


    Du machst es dir zu einfach.

    Das interessiert mich:

    Wie argumentiert da ein Anwalt vom DFB-Schiedsrichterwesen, wenn der entsprechende Satz so eindeutig ist?


    Nebenbei bemerkt: Wir reden über Gelb!

  • Das interessiert mich:

    Wie argumentiert da ein Anwalt vom DFB-Schiedsrichterwesen, wenn der entsprechende Satz so eindeutig ist?


    Nebenbei bemerkt: Wir reden über Gelb!

    Da musst du jemandem vom DFB-Schiedsrichterwesen fragen. Ich kann dir nur sagen, wie ich argumentiere:


    Die Antwort findet sich gleich im ersten Satz. Dort wird betont, dass es auf die Einschätzung des Schiris ankommt, ob das Vergehen insbesondere rücksichtslos begangen wurde.


    Ausgehend von dem, was Aytekin anschließend sagte, war er der Meinung, dass die Aktion "noch nicht so rücksichtslos" war, dass Gelb zwingend erforderlich gewesen wäre.


    Klingt schwammig. Ist auch schwammig. Letztlich entscheidet der Schiedsrichter nach Gefühl.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Danke! 👍

    Aber die Bedeutung von "Rücksichtslos" steht doch deutlich dabei...

    Und wird in 11 von 10 Fällen auch konsequent umgesetzt - nur nicht wenn Empathie im Spiel ist. 😅🙄🤪

  • Ausgehend von dem, was Aytekin anschließend sagte, war er der Meinung, dass die Aktion "noch nicht so rücksichtslos" war, dass Gelb zwingend erforderlich gewesen wäre.


    Klingt schwammig. Ist auch schwammig. Letztlich entscheidet der Schiedsrichter nach Gefühl.

    Schau dir doch dies Szene mal genau an und vor allem die darauf fogenden Sekunden! Da wirst du nämlich feststellen, dass der Herr Schiedsrichter anscheinend überhaupt keine Meinung zu der Szene hatte, denn er hat das Spiel einfach weiterlaufen lassen. Und erst als nach einigen Ballkontakten Goretzka den Ball ins Aus spielte, wurde das Spiel unterbrochen.

    Und da hat er sich nämlich selbst ins Knie geschossen. Wenn er die Situation nicht pfeift, hat er natürlich auch ein Problem eine Karte für etwas zu geben, was er ja offensichtlich nicht für pfeifenswürdig hält.

    Der hat die Situation einfach völlig falsch eingeschätzt. Aber das kann man ja nicht zugeben und schwurbelt irgendwas von noch nicht rücksichtslos und Empathie.

    "Ich habe die Situation falsch eingeschätzt!" Und die gesamte Diskussion findet nicht statt. Dann redet man von einer falschen Tatsachenentscheidung.

    War ja nicht die einzige.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • ich verfolge ja die Schiedsrichter nicht so, aber irgendwo habe ich vor dem Spiel gelesen, dass er der beste deutsche Schiri sei, und nur deshalb eingesetzt wurde, obwohl er aus Bayern stammt.


    Ist er wirklich der beste deutsche Schiri?


    Wie hoch ist die Belastung in so einer Situation in so einem Stadion bei der Entscheidungsfindung?

    Ich kann mir das nicht einmal vorstellen, weil ich noch nie vor so vielen Leuten im Mittelpunkt stand.


    Meine Theorie schrieb ich ja im Spieltagsthread, dass ein Schiri als Profi immer zuerst an sich und seine Karriere denkt

    (Unparteilichkeit setze ich mal als Grundberufstugend voraus).


    Er war in einer Dilemma Situation nach dem Bellingham Foul.

    Er hat sich gegen Gelb entschieden, weil er glaubte, dass es für ihn besser sei.

    Ich glaube, dass - außer von unserer Seite - er inzwischen doch nicht zu sehr für diese Entscheidung kritisiert wurde, oder?

    Also hat er aus seiner Sicht das Richtige gemacht.

  • Danke! 👍

    Aber die Bedeutung von "Rücksichtslos" steht doch deutlich dabei...

    Und wird in 11 von 10 Fällen auch konsequent umgesetzt - nur nicht wenn Empathie im Spiel ist. 😅🙄🤪

    Ja, es gibt eine Legaldefinition.


    Nur hilft die halt auch nicht weiter. Hat Bellingham die Folgen für Davies außer Acht gelassen oder sich darauf verlassen (dürfen), den Ball weglupfen zu können? Das ist halt das, was der Schiri in dem Moment für sich zu entscheiden hat.


    Klar, der Fuß hat da oben nichts zu suchen. Deswegen spricht ja auch einiges für Gelb. Ist nur halt nicht zwingend.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Also ich halte meine Schiedsrichterkritik auch im Rahmen und - nochmal - wir hätten das Spiel auch so gewinnen müssen.


    Aber wenn schon ein Tritt in das Gesicht (und mir kann man nicht - glaubwürdig - vermitteln, dass Bellingham Davies nicht gesehen hat) nicht als

    "so rücksichtslos" gewertet wird, dass es Gelb ist, dann frage ich mich schon, was genau "Gelb" ist.

    Dass Aytekin die Messlatte, die er am Anfang gelegt hat, später bereut, ist sein Problem und wurde durch ihn zum Problem von Bayern München gemacht.

    Das ist mein "Vorwurf" an ihn.


    Alles weitere was er danach sagt und wie er argumentiert und wie es in Teilen der Öffentlichkeit diskutiert wird, ist vielleicht sogar menschlich, aber am Ende sicher - aus unserer Sicht - mehr ärgerlich.


    Ärgerlich sollte aber auch - in letzter Konsequenz - für andere Vereine die Art der Diskussion sein, denn es trifft ja nicht immer den großen FC Bayern, der es ja verschmerzen kann, verdient oder was auch immer. Diese Art des Umgangs mit Fehlentscheidungen und mangelnder - öffentlicher - Selbstreflektion, führt dazu, dass das Schiedsrichterwesen (und ich sehe Aytekin auch grundsätzlich als einen guten Schiedsrichter an), tatsächlich ein Qualitäts- und Glaubwürdigkeitsproblem hat.

    Aber evtl. ist das auch Fan-Brille, denn KHR fand die Argumente von Aytekin ja auch nachvollziehbar.

  • Er wurde eingesetzt, weil er aus Bayern kommt. Denn so nimmt man direkt den Druck vom Kessel, eine Zweyer 2.0 Situation zu bekommen. Denn der Schiri aus Bayern wird einen Teufel tun, in solch einem Spiel enge Entscheidungen pro Bayern zu pfeifen, auch wenn die Entscheidungen richtig gewesen wären. Wie die Dortmunder darauf reagieren, haben wir ja alle erlebt.

  • Es war ja nicht nur das Foul an Davies. Danach gab es noch eine Szene, in der Schlotterbeck als letzter Mann Musiala stoppte - wurde als Stürmerfoul gewertet... (nur das Musiala gar nichts tut)


    Schlotterbeck tritt Goretzka im Strafraum das Bein weg - ohne Chance auf den Ball. Stürmerfoul...

    0

  • Hallo? Was glaubst du denn was los gewesen wäre, wenn er da gelb rot gezeigt hätte und dann auch noch in der 45. Minute? Das wäre wieder eine mediale und vor allem Dortmunder Hetzjagd vom Allerfeinsten geworden.

  • Aytekin hat die ganze Szene von hinten gesehen. Da sieht es ganz anders aus als von vorne. Da es die Anforderungen an eine rote Karte anscheinend nicht erfüllte durfte auch der VAR nicht einschreiten und somit Aytekin auch nicht zum Monitor. Das sollte man bei aller Kritik an Aytekin berücksichtigen

  • Das hat nichts mit Fan-Brille zu tun.


    Die ganze Sache ist ja noch viel schlimmer (und übrigens auch ein noch deutlicheres Zeichen, wie es um den deutschen Sportjournalismus steht!):


    Zitat aus: Video-Assistenten-FAQ :: Schiedsrichter :: Sportl. Strukturen :: Der DFB :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

    Quote

    Bei welchen Situationen kann der Video-Assistent eingreifen?

    Diese Möglichkeit gibt es in vier Fällen:

    • Torerzielung (Foul, Handspiel, Abseits und andere Regelwidrigkeiten bei oder im Vorfeld der Torerzielung)
    • Strafstoß / Elfmeter (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
    • Rote Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
    • Verwechslung eines Spielers (bei Roter, Gelb-Roter oder Gelber Karte)

    Voraussetzung für ein Eingreifen des Video-Assistenten ist jeweils, dass nach seiner Einschätzung eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz vorliegt. ... "


    Ende Zitat.


    Wenn zu Beginn dieser Saison zum Schutze der Spielerköpfe extra nochmal drauf hingewiesen wurde (siehe übrigens auch, was in den letzten 10 Tagen im US-Football losgetreten wurde, nachdem dort Kopfverletzungen lange ignoriert wurden), dass ein absichtlicher Fuß-auf-Kopftreffer mit Rot zu ahnden wäre (andernfalls reden wir über Gelb), dann bedeutet das für mich, dass hier auch der Kölner Keller versagt hat!


    Warum? Aytekin hat das Spiel nicht abgebrochen, das war erst, nach dem Goretzka den Ball ins Aus beförderte. Der Kölner Keller muss den Kopftreffer in jedem Fall gesehen haben, das bedeutet, zumindest eine Prüfung ist zwingend fällig, weil eben ja auch im Raum stehen könnte, dass Aytekin das Foul gar nicht wahrgenommen hat (ansonsten hätte er ja unterbrechen müssen!). Wir haben hier ein nicht oder falsch geahndetes Vergehen, dass möglicherweise eine Rote hätte zur Folge haben können, der Schiri pfeift nicht, unterbricht also nichtmal das Spiel, und der Kölner Keller macht nix?:cursing:


    Was die versammelte Riege damit Aytekin in der Runde gestern nicht zu Wege gebracht hat, war, mal nachzufragen, ob es einen Kontakt aus Köln gab, ob die mal nachgefragt haben, ob Aytekin das gesehen hat, ob er sich seiner Entscheidung sicher sei, oder ob er sich das nicht lieber noch (Edit: ja, dann eben von VORNE!) ansehen wolle. Wobei die Frage, ob er das tatsächlich richtig gesehen hat, sich theoretisch hätte automatisch beantworten müssen, denn ansonsten hätte er das Spiel sofort unterbrechen müssen - nun gut, aber da kommt dann plötzlich die Empathie ins Spiel...


    Erst Recht, wenn Aytekin dann gestern auch noch damit argumentiert, dass Bellingham Davies gar nicht gesehen hätte (mittlerweile widerlegt), er plötzlich Empathie ins Spiel bringt (ach, wenn Foul ist, dann führt die Empathie sogar dazu, dass man noch nichtmal mehr das Spiel unterbricht? Geht's noch?) usw. Sorry, dann hätte Aytekin lieber schweigen sollen. Hätte er sich gestern hingesetzt und einfach nur gesagt, dass er die Szene zwar gesehen und bewertet hätte, aber vielleicht aus dem Winkel falsch eingeschätzt hätte, dann würde ich ihm Respekt zollen, aber das hat er spätestens nach dem Spiel, als er schon dazu interviewt wurde und die Aufnahmen der Kameras gesehen haben muss, verspielt. Es gab hier ganz eindeutig nur den Spielraum zwischen Rot und Gelb, und sonst nix.


    Ganz ehrlich, für mich eine ganz klare Bankrotterklärung des deutschen Schiedsrichterwesens, des VAR-Systems, wie wir es derzeit haben (den Kölner Keller könnt ihr zusperren!), und auch des deutschen Sportjournalismus (nehme da mal das ZDF und Bela Rethy aus, den ich sonst oft genug auch kritisiert habe). Da gibt es auch nix rumzuschwurbeln, das ist ein handfester Skandal!

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  • Es war ja nicht nur das Foul an Davies. Danach gab es noch eine Szene, in der Schlotterbeck als letzter Mann Musiala stoppte - wurde als Stürmerfoul gewertet... (nur das Musiala gar nichts tut)


    Schlotterbeck tritt Goretzka im Strafraum das Bein weg - ohne Chance auf den Ball. Stürmerfoul...

    Schotterbeck verursacht doch nur in der Nationalmannschaft Elfmeter, denn da pfeifen ja auch ausländische Schiedsrichter.:thumbsup:

    It is not where you start but how high you aim that matters for success.
    - Nelson Mandela -

  • Aytekin hat die ganze Szene von hinten gesehen. Da sieht es ganz anders aus als von vorne. Da es die Anforderungen an eine rote Karte anscheinend nicht erfüllte durfte auch der VAR nicht einschreiten und somit Aytekin auch nicht zum Monitor. Das sollte man bei aller Kritik an Aytekin berücksichtigen

    Laut Regelwerk erfüllte es aber die Anforderungen an eine rote Karte. Aytekin hat die Szene gar nicht bewertet und dann darf auch der VAR einschreiten.

  • Der Fehler liegt zu gleich Teilen bei Aytekin und dem VAR.

    Wenn Aytehin nicht pfeift und das hat er ja definitiv nicht, hat er natürlich ein Problem, eine Karte für ein nicht gepfiffenes Vergehen zu geben und das zu begründen.

    Schaltet sich der Keller ein, ist die automatische Folge eben Gelb-Rot. Tut er aber nicht.

    Und das angeliche Stürmerfoul von Goretzka führte ja auch nicht zum Einschreiten des Kellers trotz klarer Fehlentscheidung.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Hallo? Was glaubst du denn was los gewesen wäre, wenn er da gelb rot gezeigt hätte und dann auch noch in der 45. Minute? Das wäre wieder eine mediale und vor allem Dortmunder Hetzjagd vom Allerfeinsten geworden.

    Es hat doch aus BVB-Sicht und aus Sicht der Medien alles funktioniert wie man es seit Zwayer und den Bellingham-Aussagen erahnen konnte.
    Zwayer wurde zum Buhmann gemacht, der Rotzlöffel aus England wurde weder von den Medien, DFL oder vom Verein in die Schranken gewiesen nach seinen ungeheuren Aussagen.

    Der genießt doch mittlerweile auch auf dem Platz Narrenfreiheit, ansonsten wäre der schon öfters vom Platz geflogen.

    Keep calm and go to New York

  • Wenn Aytehin nicht pfeift und das hat er ja definitiv nicht, hat er natürlich ein Problem, eine Karte für ein nicht gepfiffenes Vergehen zu geben und das zu begründen.

    Warum sollte das nicht gehen? Er hat ja beim Foul von de Ligt auch Vorteil laufen lassen und dann die gelbe Karte gegeben.

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  • Warum sollte das nicht gehen? Er hat ja beim Foul von de Ligt auch Vorteil laufen lassen und dann die gelbe Karte gegeben.

    Bei Davies gab es aber keinen Vorteil. Der hat das einfach unterschätzt.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Was mir übrigens auch missfällt..


    Es wurde weder von den Medien, noch im DoPa erwähnt, dass Bellingham in HZ 2 NOCH 2 klare Fouls hatte und trotzdem nicht vom Platz flog !!!!


    Keine schweren, aber klare Fouls. Eins davon, ca. 70. - 75. Minute, konnte man auch als taktisches Foul werten, damit auch zwingend gelb !! War ein Festhalten, glaube, gegen Gore.


    Bellingham hatte, wie alle vom Zeckenpack, nen Freifahrtschein !! Aytekin hätte niemals einen vom Bvbäh vom Platz gestellt, dafür hatte er nicht den Mumm !!!


    Und das kann und darf nicht sein !!


    Dass KANN der DFB nicht übersehen, dann stellt man sich als Mafia bloss, die ihre Schiris ungestraft beschei*en lässt !!!

    #Außer Betrieb