Eurocup 2016/17

  • Sasa Djordjevic: „Wir haben heute zwei völlig unterschiedliche Spiele gesehen. Wir hatten ohne Frage einen sehr guten Auftakt, haben das Spiel gut gelesen und hervorragend getroffen. Unsere Verteidigung war in der ersten Hälfte ebenfalls auf den Punkt. Was in der zweiten Hälfte passiert ist, kann ich nicht akzeptieren. Wir haben im letzten Viertel Offensiv-Rebounds zugelassen und Murcia hat uns mit ihren Pick-and-Pop-Spielzügen zugesetzt. Eine richtig gute Mannschaft muss wissen, dass man auf diesem Niveau auch für die Punktedifferenz spielen muss.“




    Die Basketballer des FC Bayern München haben ihr erstes Heimspiel im EuroCup gegen UCAM Murcia mit 92:84 (62:35) für sich entschieden und damit den ersten internationalen Sieg der Saison eingefahren. Vor 4.257 Zuschauern im Audi Dome legten die Münchner den Grundstein für den Erfolg in einer furiosen ersten Spielhälfte. In der zweiten Halbzeit zeigten die Bayern allerdings ein völlig anderes Gesicht: Zuerst verloren sie ihren Rhythmus und fanden dann in der zerfahrenen Partie nicht mehr zurück zu ihrem Spiel. Vladimir Lucic war mit 19 Punkten und hundertprozentiger Trefferquote der erfolgreichste Werfer der Bayern.


    Die Punkteverteilung nach Vierteln: 32:16, 30:19, 13:17, 17:31.


    Für den FC Bayern Basketball spielten: Vladimir Lucic (19 Punkte/4 Dreier), Maxi Kleber (12), Devin Booker (11), Danilo Barthel (9), Bryce Taylor (9), Anton Gavel (8), Reggie Redding (8/7 Assists), Alex King (6/2), Alex Renfroe (5), Nihad Djedovic (5), Ondrej Balvin und Georg Beyschlag (dnp).

    rot und weiß bis in den Tod

  • Sensationelle erste Halbzeit, katastrophale zweite.
    Dass das Team offensiv ein riesiges Potential hat, wissen wir ja ohnehin schon. Heute gabs wie letzte Woche schon einen Charaktertest - da muss ich dann sagen, dass mir das vorige Woche deutlich besser gefallen hat als heute, denn was da in der 2. Hälfte abging geht gar nicht auf diesem Niveau. Der Coach hat das ja glücklicherweise schon deutlich angesprochen.


    Mir fehlt noch immer der absolute Wille im Team:
    - der Wille zur bedingungslosen Defense, dem Ausboxen am Brett
    - der Wille auch mal die 100 Punkte vollzumachen und somit ein Spiel einfach durchzuspielen
    - den Wille einfach mal fokussiert zu bleiben über 40 Minuten, egal ob man mit 30 führt oder mit 5


    Traurig, dass die Truppe das nicht tut, denn das sind Dinge, die man aus meiner Sicht nicht trainieren kann. Diesen Biss, Hunger und Ehrgeiz hat ein Spieler in sich oder eben nicht. Schade, denn das macht uns irgendwann Probleme im Laufe der Saison!

  • Carpaccio (wie er bei uns seit heute genannt wird) war lächerlich. Auf dem Platz spielt er super, aber was der da für lächerlichen Mist abgezogen hat war erbärmlich. Aber die Refs pfeifen für ihn. Und richtig schlimm, dass er auch noch dauernd bei den Refs war und diskutiert hat. Warum hat es dafür eigentlich nie ein T gegeben?
    Die erste Halbzeit war super bei uns, allerdings war Murcia auch extrem schwach. Die zweite Hälfte wurde von den Refs vollkommen verpfiffen. Nur noch erbärmlich. Manchmal drängt sich bei mir der Verdacht auf, dass da bewusst so gepfiffen wird, dass die zurückliegende Mannschaft wieder ran kommen kann. Es soll ja spannend sein.
    Live kann man nicht immer alles richtig beurteilen, aber kann mir mal jemand sagen, ob diese gehäuften Pfiffen gegen uns zwecks "Schritte" gerechtfertigt waren?

  • Gestern konnte man in der zweiten Halbzeit gut erkennen, wie schmal der Weg in der Offense in Wirklichkeit ist. In der ersten Halbzeit hat man Murcia mit einfachen Pick & Pop-Plays sowie einem tollem Ball-Movement gekillt, wohingegen man in der zweiten Halbzeit - im Gefühl des sicheren Sieges - an Konzentration verlor und überdies einen Arroganz-Anfall bekam.


    Es kann nicht angehen, dass man selbst bei einer +30-Führung eine Halbzeit lang nur noch Alley Oop-Zuspiele und "behind-the-back"-Pässe versucht, um den Gegner vollends zu demütigen. Die Leistung (oder eher: Anti-Leistung) in der zweiten Halbzeit gehört zu dem Entwicklungsprozess des Teams dazu, zumal die Leistung nicht an mangelnder Qualität oder fehlendem Willen lag. Dem Team fehlt noch die Konstanz.


    Man darf auch nicht vergessen, dass die zweite Hälfte Coach Djordjevic in die Karten spielt. Hätte man Murcia in ähnlicher Höhe wie ALBA aus der Halle geschossen, hätte er allenfalls Kleinigkeiten ansprechen können. So liefert ihm die zweite Halbzeit genug Munition, um das Team zu erden und wieder in die Spur zu bringen.

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Ich würde sagen, es waren max. 3000 Leute da. Viele Dauerkartenbesitzer waren nicht da, werden aber mitgezählt. Des Weiteren wurden sehr viele Freikarten verteilt und da sind sicherlich auch einige nicht eingelöst worden.
    Die Stimmung war aber recht gut. Wir hatten unseren Spaß :-)

  • Plan für das Spiel gegen Malaga:
    - Rebounds kontrollieren - jo das wäre Mal ein Fortschritt. Richtiges Ausboxen Mal nicht so viele Offensivrebounds zulassen.
    - Defense - 3er? Weiter verbesserte Teamdefense?
    - nicht von Fans beeindrucken lassen - Balvin und Lucic kennen sich ja mit der Stimmung in Malaga aus.
    http://www.tz.de/sport/fcb-bas…urocup-spiel-6907402.html


    Lucic hat im letzten Spiel aufblitzen lassen, wie es ist, wenn er heiß läuft. Darf er gerne wiederholen.

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  • Shiet egal wie man hier sagen würde. Ein Sieg mit dem Abstand kann wichtig sein in der Endabrechnung. Wobei letzte Woche hat man ja einiges verspielt (direkten Vergleich) heute auswärts aber wichtiger Sieg nach einem Anfang der bescheiden war.

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  • Espectacular!


    In Malaga gewonnen!


    Was für ne geile zweite Halbzeit. Taylor der heimliche Matchwinner, Lucic saustark, Redding und Booker ebenso!


    Für Barthel hoffe ich inständig, dass er sich an das Niveau noch ranarbeiten kann. Dedovic muss dringend an seiner Karriere arbeiten.


    Aber toller Erfolg des GESAMTEN TEAMS! So kann es gerne weitergehen!

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  • Sasa Djordjevic: „Das war ein sehr schweres und wichtiges Spiel. In der ersten Halbzeit sind wir nicht mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Einsatz an die Sache rangegangen. Als wir dann aber angefangen haben, Defense mit Kontakt zu spielen und auch die Situationen im Low Post lösten, wo wir in der ersten Hälfte viele Pässe zugelassen haben - in diesem Moment wurde es besser. Die Verteidigung war entscheidend und die Rebounds der Schlüssel. Der Gegner hatte bis zur Pause acht Offensivrebound, am Ende waren es nur zwölf - als wir die Bretter kontrolliert haben, wurde das Spiel einfacher für uns. Eine andere wichtige Zahl sind die Assists, da hatten wir bis zur Pause fünf und am Ende 18. Alles in allem war das ein sehr wichtiger Sieg in dieser schweren Gruppe.“


    Vladimir Lucic: „Das war ein ganz wichtiger Sieg bei einem der besten Teams im EuroCup. Wir haben am Anfang gelitten, weil wir uns nicht auf ihre physische Defensive und die Help-Situationen einstellen konnten. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir uns ins Spiel gekämpft, mit viel Energie und Einsatz. Das ist sehr wertvoll, denn nicht viele Teams werden die Gelegenheit haben, hier zu gewinnen.“

    rot und weiß bis in den Tod