Nervige Bundesligaunterbrechung

  • Man muss zwar froh sein, wenn Jogi endlich abdanken muss aber von dem Zeitpunkt jetzt wäre ich nicht so der Fan. Man kommt jetzt eh bis März nicht mehr zusammen und große Turniervorbereitung gibt es im neuen Jahr dann auch nicht mehr. Finde Trainer aber auch die zu Führungsspielern erkorenen Akteure sollen das EM Turnier noch voll ausbaden und dann ein sauberer Schnitt im Anschluß.

  • Nach "Bild"-Informationen soll es nach der Landung in München heute einen Krisengipfel im VIP-Bereich des Terminals gegeben haben, bei dem DFB-Präsident Fritz Keller, Oliver Bierhoff und Co-Trainer Macus Sorg über das weitere Vorgehen beraten haben.

    Wenn Sorg dabei war, ist auch klar, dass der wohl Interimstrainer wäre. Das würde wohl keinem was bringen. Wenn man es wirklich ernst meint, holt man jemanden von "extern" wie Rangnick oder Tuchel. Aber beide genannten würden mit Sicherheit nicht unter Bierhoff arbeiten wollen.

    Man fasst es nicht!

  • Ja man!


    Löw ist wie Merkel, einfach unkaputtbar.


    Dass er weitermachen darf, zeigt auf erschreckende Art und Weise, dass dieser Typ und die von ihm kreierten Seilschaften mittlerweile mächtiger sind als der DFB Präsident selbst.


    Bzw. IST der DFB Präsident ja selbst Teil dieser "Spätzle-Mafia".


    Wahrscheinlich geht das hoch bis zur Kanzlerin, die ja seit 2006 der erste Fan des Systems Klinsmann-Bierhoff-Löw ist.


    So jemand wird nicht gegangen. Der bleibt bis zum bitteren Ende. Da es die Nationalelf betrifft, kann ich mich aber entspannt zurücklehnen.


    You like some wine to the bread?

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Raphael Honigstein in The Athletic:


    "Low has failed in his main objective, the building of a functioning side for the Euros, and he has done so in spite of the individual quality at his disposal, not because of it. Every single one of his players looks diminished wearing the white shirt. That denotes a systemic problem. Low’s guidance is neither specific nor inspiring enough to bring out normal performance levels out of his charges, let alone improve them. (...)


    The players have long picked up on that. Levels of enthusiasm in the camp, especially among some of the younger players has been low throughout this botched Nations League campaign. Low doesn’t enjoy the same emotional bonds he did with the Schweinsteiger generation, and in light of his general aloofness, it’s doubtful whether that will change. The players would still follow him if they believed in his strategy but it’s obvious that they don’t. When you know the battle is likely to be lost before it even starts, it doesn’t take much to capitulate. (...)


    The need for change at the top has never been clearer. Tuesday night felt inescapably like the sorry end of an era. Very few still believe that Low will see out his existing contract until the 2022 World Cup. But it’s still unclear how drawn-out his inevitable departure will be. German FA president Fritz Keller, a man who solely owes his position to lack of viable alternatives, is naturally reluctant to pull the plug immediately in light of Low’s historic achievements. National team director Oliver Bierhoff’s instinct, too, is to be loyal and stick with Low until the Euros, to allow him one more shot at redemption. (...)


    Chances are they will continue to muddle through instead, hoping that the team will somehow rectify itself by the time they’ll meet again in March. It doesn’t bode well."


    https://theathletic.com/220520…ermany-spain-joachim-low/

  • Wahrscheinlich hat romabarzi mit dem Zeitpunkt nicht so unrecht. Nach einer derart historischen Klatsche kann man aber auch einfach mal die Eier haben, sich einzugestehen, dass der Weg der letzten mindestens drei Jahre ein äußerst holziger war. Und nach einem 0:6 ist der Zeitpunkt immer richtig.


    Hofft man jetzt auf den kompletten Neustart, wenn sich Deutschland bei der EM hoffnungslos blamiert? Es braucht zwingend frischen Wind.

  • Quote

    Ganze 30 Minuten saßen der Bundestrainer, DFB-Präsident Fritz Keller (63), Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff (52) und Co-Trainer Marcus Sorg (54) im Flughafengebäude zusammen, diskutierten über die Geschehnisse des Vorabends sowie die Zukunft.

    Darf ich mal bescheiden Fragen was bei so einer Sitzung der Sorg zu suchen hat?


    Quote

    Das Ergebnis der Runde: Kein Rauschmiss von Löw! Auch kein Rücktritt!

    Löw verließ nur einmal kurz das Gebäude, gönnte sich eine Zigarette – dann tagte die Runde. Keller und Bierhoff bauten den Bundestrainer auf, sprachen von einem einmaligen „Blackout“, der kein generelles Scheitern bedeuten würde. Auch Löw gab sich kämpferisch. Schon am Vortag hatte er nach dem Debakel signalisiert, dass er weiter machen wolle.

    Ein Witz

  • Darf ich mal bescheiden Fragen was bei so einer Sitzung der Sorg zu suchen hat?


    Ein Witz

    Sorg? Du weißt doch, immer im eigenen Saft schmoren. Der DFB besetzt immer intern. Da liegt Sorg doch nahe, obwohl der dafür nicht im geringsten geeignet ist. Das hat den DFB aber noch nie interessiert. Stell dir mal vor, da kommt jemand von Außen. Der stellt auf einmal Fragen. Das kann doch keiner wollen ...

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Sorg? Du weißt doch, immer im eigenen Saft schmoren. Der DFB besetzt immer intern. Da liegt Sorg doch nahe, obwohl der dafür nicht im geringsten geeignet ist. Das hat den DFB aber noch nie interessiert. Stell dir mal vor, da kommt jemand von Außen. Der stellt auf einmal Fragen. Das kann doch keiner wollen ...

    Außerhalb des Badischen und Schwäbischen versteht dieser jemand sowieso nicht viel...

  • Sorg? Du weißt doch, immer im eigenen Saft schmoren. Der DFB besetzt immer intern. Da liegt Sorg doch nahe, obwohl der dafür nicht im geringsten geeignet ist. Das hat den DFB aber noch nie interessiert. Stell dir mal vor, da kommt jemand von Außen. Der stellt auf einmal Fragen. Das kann doch keiner wollen ...

    der ist Schuld :thumbsup:

  • Quote

    Keller und Bierhoff bauten den Bundestrainer auf, sprachen von einem einmaligen „Blackout“, der kein generelles Scheitern bedeuten würde.

    Die letzten 2 Jahre leider komplett verpennt. Das schlimme ist halt einfach: Die Leben in ihrer eigenen Welt und reden sich alles schön. Da Keller Teil der ganzen Connection ist, hast du halt auch niemanden, der das ganze infrage stellt. Ist wie mit den Truthähnen, die über Weihnachten abstimmen.

    Man fasst es nicht!

  • Das mag ja sein - aber dann darf der doch nicht in der Sitzung sein in der es um seinen Vorgesetzten geht.

    Ich denke mal, dass die Sorg gefragt haben, ob er von Jogi übernimmt, wenn sie den rausschmeissen.


    Sorg: "Ah noi".


    Keller, Bierhoff: "Gut, dann bleibt Jogi."

  • War die WM auch ein einmaliger Blackout? War der Abstieg aus der Nations League ein einmaliger Blackout? Waren Punktverluste gegen Underdogs einmalige Blackouts?


    Ziemlich viele einmalige Blackouts, wie ich finde.

  • "Keller und Bierhoff bauten den Bundestrainer auf, sprachen von einem einmaligen „Blackout“, der kein generelles Scheitern bedeuten würde."


    Genau das macht mir Angst. Die haben immer noch nichts kapiert. Das ist alles nicht mehr ernst zu nehmen.

    Ich mache mir wirklich Sorgen um die Zukunft des dt. Fussballs. Der dt. Fussball wird auf Verbandsebene von Dilettanten geführt wird.

    Wir reißen uns an der Basis im Jugendbereich den A.rsch auf und die Funktionäre oben verpennen jede Entwicklung.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Das Problem ist für mich noch nichtmal das Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft in Russland. Löw hat vorher 12 Jahre sehr gute Arbeit geleistet und war bei jedem Turnier immer mindestens im Halbfinale. Man mag zu ihm stehen, wie man möchte, aber grundsätzlich war er ein guter Bundestrainer, der das Pech hatte, dass Spanien mit einer Jahrhundertmannschaft zwischen 2008 und 2012 den Weltfußball dominierte. Problematischer ist doch, dass sich seit 2018 nichts verbessert hat - eher im Gegenteil. Das Analysieren der WM hat zu nichts geführt, der Fußball unserer Mannschaft ist unattraktiver als noch 2018.


    Das ist eben dann fast nicht mehr darstellbar, wenn man gleichzeitig Spieler wie Hummels, Boateng und Müller rauswirft. Tue ich das, muss ich Leistung bringen. Das tut die Nationalmannschaft viel zu lange schon nicht mehr. Hinzu kommt eben, dass die Mannschaft absolut falsch vermarktet wird. Sie schottet sich ab, sie präsentiert sich nicht mehr volksnah, das ist alles nicht mehr anknüpfbar an das Empfinden von vielen, vielen Fans.


    Seit 2016 sind viele Entwicklungen im Bereich der Nationalmannschaft äußerst unglücklich gewesen und die Korrekturen, die vorgenommen wurden, haben die Dinge nicht zum Positiven entwickelt. Dafür müssten Löw und Bierhoff eigentlich ihren Hut nehmen.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Bierhoff hat doch vor dem Spiel die NM schon in die Underdog-Rolle geschoben. Da sind sie jetzt auf jeden Fall angekommen, auf einer Stufe mit Fußballzwergen wie Dänemark, Griechenland und Portugal.

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller