10. Spieltag: FC BAYERN - TSG Hoffenheim 1:1

  • 1,2, regelmäßig? Okay dann ist Mourinho schon mal aus der Verlosung raus. van Gaal auch. Simeone hats clever gemacht, der ist immer zurückgetreten bevor er entlassen werden konnte. Vielleicht ist das die Schlitzohrigkeit die wir hier brauchen?


    PS: Bei PSG wurde er nicht entlassen. Er hat eine Vertragsverlängerung ausgeschlagen um nach Madrid zu wechseln.

    0

  • Oh mei, es ging allein um den Begriff "Hilflosigkeit" in unserem Spiel.Die Spieldaten sagen aber, dass wir alles andere als hilflos waren (es sei denn man versteht darunter auch unsere chronische Abschlussschwäche).
    Wenn jetzt einige hier wieder ihr typisches Verhaltensmuster an den Tag legen und von diesem speziellen Thema ablenken, indem sie eine Grundsatzdiskussion anzetteln , selbstverständlich sofort garniert mit persönlichen Spitzen, dann bin ich raus.
    Ist mir mittlerweile einfach zu dumm.
    Deswegen wünsche ich den noch anwesenden Damen und Herren eine Gute Nacht.

    2 100% Chancen aus dem Spiel, die erste in der 88. Minute, die zweite in der Nachspielzeit durch Müller sind in Anbetracht unserer theoretischen Offensivstärke nicht "hilflos", sondern armseelig.

    0

  • Entlassungen an sich sind für mich auch kein Kriterium.


    Was allerdings schon auffällig ist, ist, dass er in seiner langen Karriere mit ausnahmslos Favoriten-Teams in ihren Ländern vergleichsweise wenige drei nationale Meisterschaften geholt hat.


    Und ihr wisst ja, der ehrlichste Titel und so.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • "Ich denke es war ein Spitzenspiel. Das hat man ja nicht so oft wenn Platz 1 gegen Platz 3 spielt. Man hat auch gesehen dass Hoffenheim nicht zufällig dort oben auf Platz 3 steht. Ich glaube es war ein sehr emotionales Spiel für die Zuschauer. Erste Halbzeit hatte Hoffenheim Vorteile. Zweite Halbzeit haben wir das Spiel ganz gut dominiert aber zum Schluß hatten wir leider heute das Pech."


    - KHR

    0

  • also wegen nem unentschieden wird carlo wohl nicht entlassen..wir machen uns ja sonst komplett lächerlich


    die nächsten wochen werden aber spannend


    erst das auswärtsspiel in dortmund
    danach die lange reise nach rostow und darauf direkt ein heimspiel gegen leverkusen


    ich bin gespannt wie es danach punktemäßig aussieht

  • 60% des Leistungsvermögens reichen halt nicht um einen gut eingestellten und hochmotivierten Gegner zu schlagen, der 90% abruft.
    Mit dem was man in der ersten Hälfte taktisch und einsatzmässig gezeigt hat, verdient man sich den Sieg auch nicht.

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Wir haben heute in einem Spiel gegen starke Hoffenheimer, die mit viel Selbstvertrauen und einer guten Idee angereist sind, wichtige Punkte liegen gelassen. Auch wenn die TSG zur Zeit oben mitspielt, ist sie doch noch weit entfernt von einer wirklichen Spitzenmannschaft! Daher wäre ich mit dem Ergebnis zufrieden, hätten wir gegen DO gespielt - gegen eine Mannschaft, die letztes Jahr noch knapp dem Abstieg entronnen war, habe ich ein klares Signal erwartet: "Euch Emporkömmlinge zeigen wir die Grenzen auf! Mir san Mir!"
    Von Entschlossenheit, von Tempo und dem Willen, dafür bis an die eigenen Grenzen zu gehen, habe ich nicht viel gesehen. Von klarer Struktur und Systematik noch weniger. Wie schon von anderen bemerkt: Die - mich hoffnungsvoll stimmenden - Ansätze der letzten Spiele sind verpufft, eine Weiterentwicklung ist nicht zu erkennen. Und das nach über 15 Pflichtspielen mittlerweile!!
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ancelotti nicht in der Lage ist, solche Weiterentwicklung voranzutreiben. Er ist höchst erfahren, und sollte wissen, dass im heutigen Fußball das alleinige Setzen auf die individuelle Klasse einzelner Spieler und der Versuch, schnell nach vorn zu spielen, nicht mehr ausreicht gegen immer besser geschulte, im Kollektiv arbeitende Teams. Da muss einfach mehr kommen, vom "Papa Anc" und von der ganzen Mannschaft - dass die Jungs es können, haben sie unter Guardiola gezeigt! Es wird Zeit, dass sie es wieder unter Beweis stellen, und das jemand kommt, der sie aus der "Wohlfühl-Oase" auch mal wieder herausholt. Hin und wieder ein Weckruf von Kalle ist zu wenig!
    Allerdings muss Ancelotti auch zeigen, dass er mehr ist als ein "Spielerversteher", denn wir brauchen einen Konzepttrainer. Gern auch mit Laptop!^^

    0

  • Bei uns`, oder Hoffenheim?

    Sowohl als auch. Mannschaften wie Hoffenheim schaffen es uns auszurechnen und das bessere Spiel abzurufen. Wir entwickeln uns von Spiel zu Spiel zurück und die guten Spiele sind Ausreißer, aber keinesfalls die Regel.

    0

  • Der Gegner ist momentan nicht ebenbürtig, weil er uns taktisch überlegen wäre, sondern, weil wir einfach nicht mit der Begeisterung spielen, die nötig wäre, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Die Probleme, die wir gestern hatten, ergeben sich größtenteils weniger aus dem System - ich bin auch kein Freund von nur drei offensiven Spielern - als vielmehr daraus, dass wir dauerhaft einen Schritt zu wenig machen oder bei Abspielen unkonzentriert sind. Die Ballverluste, die immer zu bemerken sind, resultieren nicht aus dem System, sondern aus der Art und Weise, wie die Mannschaft auftritt. Da fehlen 5 - 10 % Einsatz. Da fehlt einfach der Wille.


    Genau das ist doch die Grundlage des Fußballs. Bevor ich über Systeme spreche - und ich kann die Kritik am 4-3-3 durchaus teilen - muss ich doch erstmal überlegen, ob ich im Kopf in der Lage bin, meine beste Leistung abzurufen. Das habe ich gestern bei zu vielen Spielern, vor allem zu Beginn des Spiels, wieder nicht gesehen. Es ist zu einfach, wie der Gegner das 1:0 schießt. Sowas kann passieren, aber es passiert uns mittlerweile regelmäßig. Das sind Gegentore, die wir nicht kassieren dürfen. Rafinha geht nicht hin und in der Mitte stimmt die Zuordnung auch nicht. Warum? Weil die Spieler nicht wissen, wie sie sich defensiv verhalten sollen? Oder weil sie einfach nicht bereit sind, die Wege zu gehen, die entscheidend sind? Es stimmt wahrscheinlich von beidem etwas, aber ich denke, es liegt weniger am System, als vielmehr an der Konsequenz, mit der die Spieler ihre Aufgabe annehmen.


    Für mich ist die Frage, ob das nicht irgendwann auch normal ist, wenn man, das habe ich gestern schon geschrieben, über Jahre erfolgreich war. Man kann als Fan vielleicht einfach nicht erwarten, dass es immer so weiter geht. Irgendwann musste mal eine Delle kommen und die ist leider gerade da. Es ist vollkommen müßig, darüber zu spekulieren, was unter Guardiola gewesen wäre oder darauf zu verweisen, dass es unter Guradiola besser lief (was inhaltlich sicher stimmt, aber letztlich unerheblich sein kann).


    Vom Trainer wünsche ich mir eine Anpassung im System, da wir mit vier Offensivspielern immer besser agieren als mit dreien und von der Mannschaft wünsche ich mir mehr Bereitschaft, an die Leistungsgrenze zu gehen. Ich denke, dass wir dann immer noch einer sehr erfolgreichen Saison entgegenblicken können. Aber wenn sich die Einstellung nicht ändert, werden wir noch viele Punkte unnötig liegen lassen und dann wäre es am Ende möglicherweise auch logisch, dass man eben nicht Deutscher Meister wird.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Es ist vollkommen müßig, darüber zu spekulieren, was unter Guardiola gewesen wäre oder darauf zu verweisen, dass es unter Guradiola besser lief

    Da sind wir aber doch wieder bei der Motivation. Was ist denn so falsch daran, zu sagen, dass Sammer und Guardiola es nach einem Triple (!) geschafft haben, die Mannschaft hungrig bleiben zu lassen? Gelogen ist das in meinen Augen nicht. Vor allem, wenn man dann den eklatanten Unterschied in den letzten Wochen sieht.


    Es mag sein, dass diese Unsicherheiten tatsächlich an der Einstellung der Spieler liegen, hat man doch auch beobachten können, dass dieses 4-3-3 nur dann funktioniert, wenn alle 100 % geben. Als Trainer bin ich dann aber in der Pflicht. Entweder, ich schaffe es, meine Jungs zu motivieren und ihnen einen Antrieb zu geben (was nun mal auch zu meinen Aufgaben gehört) oder ich passe mein System dementsprechend an, wenn ich das andere nicht schaffe. Beides passiert nicht.


    Natürlich ist es fies, dass der schwächste in der Kette dann immer Ancelotti ist, aber so war das schon immer im Fußball und so wird es immer bleiben. Ob taktische Mängel oder "Nichterreichen" der Mannschaft, beides wäre nicht optimal, um hier dauerhaft verantwortlich zu bleiben.


    Und für einige Blitzmerker: Nein, ich will Ancelotti nicht rausgeworfen sehen.

  • @denkerundlenker:
    Ganz schön analysiert, aber ich finde, dass du zwei wichtige Dinge außen vor lässt, die in meinen Augen ganz wichtig und entscheidend für unser Spiel sind: die Rolle der Außenverteidiger und unser Verhalten bei Ballverlust. Für mich, aber das ist mein persönlicher Geschmack, ist es Quatsch, was unsere Außenverteidiger spielen. Sie fallen so beide gleichzeitig nicht nur als Absicherung aus, sondern können auch nicht beim Pressing helfen.
    Womit wir eben bei Problem Zwei wären. Mir blutet schon wirklich regelmäßig fast das Herz, wenn ich sehe, wie Pressing-Monster wie Boa, Javi oder Vidal bei Ballverlust bis zum oder sogar in den eigenen Strafraum zurück weichen, bevor sie dem Ball entgegen gehen. Das ist Wahnsinn!
    Und auch diese Saison hat schon gezeigt, dass wir das schon noch richtig gut können, es wird aber leider überhaupt nicht konsequent angewandt.
    Und dieses Verhalten muss eine Anweisung des Trainer sein. Oder?
    Und dann ist es einfach ein kapitaler Riesenbock, den er damit schießt.

  • Ach ja, Vidal: nach Müller die zweite scharfe Waffe, die wir nicht nutzen.
    Vidal kann ein entscheidender Spieler sein, das haben wir alle gesehen. Wo ist die Torgefahr ihn? Das kann nicht allein an fehlender Form liegen.

  • Da sind wir aber doch wieder bei der Motivation. Was ist denn so falsch daran, zu sagen, dass Sammer und Guardiola es nach einem Triple (!) geschafft haben, die Mannschaft hungrig bleiben zu lassen? Gelogen ist das in meinen Augen nicht. Vor allem, wenn man dann den eklatanten Unterschied in den letzten Wochen sieht.
    Es mag sein, dass diese Unsicherheiten tatsächlich an der Einstellung der Spieler liegen, hat man doch auch beobachten können, dass dieses 4-3-3 nur dann funktioniert, wenn alle 100 % geben. Als Trainer bin ich dann aber in der Pflicht. Entweder, ich schaffe es, meine Jungs zu motivieren und ihnen einen Antrieb zu geben (was nun mal auch zu meinen Aufgaben gehört) oder ich passe mein System dementsprechend an, wenn ich das andere nicht schaffe. Beides passiert nicht.


    Natürlich ist es fies, dass der schwächste in der Kette dann immer Ancelotti ist, aber so war das schon immer im Fußball und so wird es immer bleiben. Ob taktische Mängel oder "Nichterreichen" der Mannschaft, beides wäre nicht optimal, um hier dauerhaft verantwortlich zu bleiben.


    Und für einige Blitzmerker: Nein, ich will Ancelotti nicht rausgeworfen sehen.

    Daran ist nichts falsch, weil es Tatsache ist. Die Frage ist nur, wen das weiterbringt. Mich persönlich nerven diese Vergleiche, weil sie nichts bringen, aber wer daran teilnehmen will, kann das ja gerne tun.


    Es ist natürlich Aufgabe des Trainers, die Mannschaft zu motivieren. Aber muss nicht Motivation immer auch aus den Spielern selber kommen? Es ist ja nicht so, dass ein Trainer Einsatz und Wille nur durch die passenden Worte "aktiviert". Der Trainer kann machen, was er will: Wenn die Mannschaft - oder Teile der Spieler - nicht will, nützt das alles nichts.


    Dass es anders geht, hat man gegen Gladbach beispielsweise gesehen. Und da sollten wir mal gucken, was da anders war: Nämlich, dass man konsequent gegengepresst hat und dass man die Bälle haben wollte, dass man Zweikämpfe angenommen hat und den Weg zum Tor gesucht hat. Ähnliches galt für die erste Halbzeit in Augsburg. Es ist nicht ganz richtig, dass das 4-3-3 nur funktioniert, wenn man 100 % gibt. Das gilt vielmehr für jedes System. Ich kann mit drei Offensiven beginnen, mit vier oder auch nur mit zwei - will ich nicht am Spiel teilnehmen, nehme ich nicht am Spiel teil. Egal, in welchem System. Dominanter Fußball gelingt nur, wenn ich Zweikämpfe annehme, wenn ich die Räume dicht mache, wenn ich den Ball nach Ballverlust wieder zurück gewinnen will. Aber ob das gelingt, liegt an vielen Kleinigkeiten und viele Kleinigkeiten, die funktionieren, setzen ein hohes Maß an Einsatz voraus. Das passt bei uns nicht und genau deshalb kriegen die Gegner die Räume.


    Ich weigere mich im Moment, das am Trainer festzumachen. Es ist möglicherweise mal zu fragen, was es über die Mannschaft aussagt, wenn sie vom Trainer speziell motiviert werden muss und ohne dieses nicht bereit ist, ihre Bestleistung zu bringen. Bevor ich den Trainer kritisiere, kritisiere ich erstmal die Mannschaft - am Ende ist natürlich, wie du richtig sagst - immer der Trainer verantwortlich, aber ganz so einfach sollte man es sich im Moment nicht machen - meiner Meinung nach.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Das Verhalten der Außenverteidiger ist auch nicht meine Idee vom Fußball. Ich sähe lieber vier offensive Spieler (Müller zentral) und dafür defensiver spielende Links- und Rechtsverteidiger. Das Verhalten gegen den Ball ist für mich aber der eigentliche Knackpunkt. Das ist genau der Kern der Sache und da bin ich mir momentan sehr unsicher, ob das wirklich die Vorgabe des Trainer ist, den Gegner erst am eigenen Strafraum wieder zu stellen.


    Warum hat das dann gegen Gladbach anders ausgesehen, warum gegen Augsburg? Hier liegt das Problem, das unserem Spiel genau die Instabilität gibt, an der wir arbeiten müssen. Ist das wirklich die Vorgabe des Trainers, das Mittelfeld praktisch "preiszugeben", um am eigenen Strafraum zu verteidigen, ist das ein kapitaler Fehler (und ich sehe mich nicht als großen Taktik-Experten, aber das maße ich mir dann doch an).


    Aber Tatsache ist ja, dass auch das Angreifen am eigenen Strafraum nicht regelmäßig passiert. Das 0:1 durch Demirbay ist ja das perfekte Beispiel dafür. Ich frage mich, auch, bei einer Staffelung der Mannschafg im Strafraum, regelmäßig, warum die Gegner flanken dürfen, ohne attackiert zu werden. Und mindestens das kann ja nicht die Vorgabe unseres Trainers sein.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!