10. Spieltag: FC BAYERN - TSG Hoffenheim 1:1

  • @denkerundlenker:
    Die Mannschaft hat hier bereits bewiesen, was sie leisten kann. Bei mir hat sie deshalb Kredit.


    Aber sollte man es ihr zum Vorwurf machen können, wenn sie den Trainer als Motivator braucht? Hat man nicht genau für so etwas auch einen Trainer? Sonst könnten wir ja wirklich ganz ohne weiter spielen, weil wir ja mit Lahm, Müller und Robben schon gute Taktiker da haben, Boa macht den Fitness-Bereich und motivieren kann sich eh jeder selbst...

  • Dass es anders geht, hat man gegen Gladbach beispielsweise gesehen. Und da sollten wir mal gucken, was da anders war: Nämlich, dass man konsequent gegengepresst hat und dass man die Bälle haben wollte, dass man Zweikämpfe angenommen hat und den Weg zum Tor gesucht hat. Ähnliches galt für die erste Halbzeit in Augsburg.


    Dominanter Fußball gelingt nur, wenn ich Zweikämpfe annehme, wenn ich die Räume dicht mache, wenn ich den Ball nach Ballverlust wieder zurück gewinnen will. Aber ob das gelingt, liegt an vielen Kleinigkeiten und viele Kleinigkeiten, die funktionieren, setzen ein hohes Maß an Einsatz voraus. Das passt bei uns nicht und genau deshalb kriegen die Gegner die Räume.

    Es kann aber doch nicht am Einsatz oder der Einstellung der Spieler liegen, ob ich jetzt Angriffs- und Mittelfeldpressing spiele oder ob meine Viererkette inklusive zentraler Mittelfeldspieler erst einmal Geleitschutz bis zum eigenen Strafraum anbietet. Nur, weil sie keine Lust haben in dem Moment? Dann haben sie aber ganz schön oft keine Lust, so häufig wie das bei uns vorkommt. Das muss doch eine taktische Anweisung sein.


    Es ist möglicherweise mal zu fragen, was es über die Mannschaft aussagt, wenn sie vom Trainer speziell motiviert werden muss und ohne dieses nicht bereit ist, ihre Bestleistung zu bringen

    Natürlich ist das genauso zu hinterfragen. Aber schlussendlich geht es ja nicht darum, dass sie komplett die Leistung verweigern, sondern darum, dass sie genau diese neuen taktischen Elemente mehr schlecht als recht umsetzen. Und ja, dann ist es definitiv Aufgabe des Trainers, den Spielern klarzumachen, wieso die neue Marschroute erfolgversprechend (im Sinne von fußballerischer Entwicklung, nicht Titel) ist. Denn wenn du die Spieler nicht für deine Idee gewinnen kannst, hast du verloren.

  • @denkerundlenker:
    Die Mannschaft hat hier bereits bewiesen, was sie leisten kann. Bei mir hat sie deshalb Kredit.


    Aber sollte man es ihr zum Vorwurf machen können, wenn sie den Trainer als Motivator braucht? Hat man nicht genau für so etwas auch einen Trainer? Sonst könnten wir ja wirklich ganz ohne weiter spielen, weil wir ja mit Lahm, Müller und Robben schon gute Taktiker da haben, Boa macht den Fitness-Bereich und motivieren kann sich eh jeder selbst...

    Ancelotti kommt dieser Aufgabe sicher auch nach - aber auch der kann machen, was er will, wenn die Spieler nicht wollen. Ich unterstelle dabei noch nichtmal jemandem Absicht, ich denke, dass es nach den erfolgreichen Jahren irgendwann normal ist, dass etwas Dampf fehlt. Die Interaktion Ancelottis mit der Mannschaft können wir konkret eh nicht beurteilen. Sollte intern klar sein, dass Ancelotti den Spielern diese Einstellung quasi "mitgibt", indem er lasch arbeitet, ist für ihn sowieso schnell Schluss in München. Sieht es intern anders aus, bin ich wieder bei den Spielern und ihrer Einstellung. ;)

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • schön, sachliche diskussion. tut gut, wenn wir hier nicht in "bestbesetzung" antreten, wenn ihr wisst was ich meine.


    ich denke dass beide varianten die hier als grund vorgegeben werden richtig sind: wie dodge richtig sagt waren wir überlegen und hätten gewinnen müssen. neuer hat nach meiner erinnerung 2 schüsse aufs tor bekommen, davon einer unhaltbar drin, der andere leichte beute. wir hatten ja wesentlich mehr chancen als die 2 gebälktreffer am schluss. schon in der ersten hätten wir führen müssen. zum anderen lassen wir hinten einfach auch zu viel zu weil wir vile zu spät und viel zu wenig konsequent angreifen. es ist teils ein körperloses spiel. klar, wir wissen dass wir bei der ersten kleinigkeit gelb sehen, während auch gestern der gegner wieder unzählige male schön von hinten die beine weggrätschen durfte. aber das darf ein körperliches spiel nicht verhindern. vorne fehlt die kaltschmäuzigkeit.


    ein paar positionsveränderungen der spieler um deren kompetenzen besser zu nutzen, sinnvollere einwechslungen und etwas mehr die spieler pushen, dann klappts auch wieder mit dem trainer.

  • Es ist natürlich Aufgabe des Trainers, die Mannschaft zu motivieren. Aber muss nicht Motivation immer auch aus den Spielern selber kommen? Es ist ja nicht so, dass ein Trainer Einsatz und Wille nur durch die passenden Worte "aktiviert". Der Trainer kann machen, was er will: Wenn die Mannschaft - oder Teile der Spieler - nicht will, nützt das alles nichts.

    Das Gegentor gestern ist für mich sympthomatisch für den fehlenden Einsatz und Bereitschaft, den extra Schritt zu machen, wenn er notwendig ist.
    Seht euch mal an , wie pomadig ein Vidal zurück"arbeitet". Der gibt dem Torschützen nicht einmal Begleitschutz. Thiago , Bernat , Alonso=alle stehen völlig teilnahmslos herum ohne einzugreifen.
    Rafinha ist 5 Meter von seinem Gegenspieler weg, als der bereits am/im Strafraum ist ohne ihn zu stellen und attackieren.
    So kann man einfach nicht verteidigen. Nicht gegen HOF und schon gar nicht gegen die besseren Gegner.
    Wenn sich an dieser laschen Einstellung nicht ganz schnell was ändert, dann gibt es in Doofmund wirklich auf die Mütze. Und zwar schwer.
    Eine meiner grössten Enttäuschungen unter CA bisher ist diese fast körperlose Abwehr. Ich dachte ein ital. Trainer würde gerade im Abwehrverhalten unsere Spieler noch besser,effektiver machen.
    Das ist bisher leider nicht der Fall.

  • regelmäßig :thumbup:
    PSG, Chelsea, Madrid.

    Nicht , dass es jetzt entscheidend darauf ankommen würde, wie oft wer wo entlassen wurde, aber:
    Bei PSG hat CA um Vertragsauflösung gebeten, weil er zu RM wollte. Als PSG Blanc bekommen hat, wurde ihm sein Wunsch erfüllt.

  • Ich versuche in erster Linie zu verstehen, weshalb wir gestern wieder so stark mit den einrückenden Außen gespielt haben. Ebenso, warum Thiago fast alleine das Mittelfeld zu überbrücken hatte. Ich finde einfach, dass wir es uns dadurch gegen tiefstehende (!) Gegner selber schwer machen, die ohnehin die Mitte stark verdichten. Wenn wir dann selbst noch Spieler einrücken lassen, werden die Räume immer enger. Resultat: Wir finden kaum Lücken und Wege. Wenn wir natürlich umschalten, dann macht das Sinn, wenn dann die Außen zusätzlich Spieler im Zentrum binden, um den AV's die Außenbahnen "freizuhalten". Nur ist das in 98% der Spiele, vor allem zu Hause in der AA, nicht der Fall. Betrachte ich dann dazu unser MIttelfeld, dann musste Thiago gestern alleine sehr weite Räume beackern. Vidal ist als bester Box-2-Box Spieler dieser Welt für diese Position wie gemacht, wie er schon mehrfach gezeigt hat. Alonso kann Bälle verteilen und Gegner sezieren wie kein anderer. Thiago kann den tödlichen Pass spielen und für Überraschungsmomente sorgen. Es geht also nicht um das System/Aufstellung der Spieler, sondern um deren Rollen. Bereits letzte Saison hatten wir hier die Diskussionen über das Zusammenspiel zwischen den drei genannten Protagonisten, weil es hier und da hakte.


    Kaum als wir dann gegen Ende des Spiels das Spiel in die Breite gezogen haben (auch dank Coman!), kamen wir in unsere beste Phase. Natürlich muss auch bedenken, dass die TSG müde wurde, aber das ändert nichts Grundlegendes.


    Um es kurz zu machen: Nach den wirklich positiven Entwicklungen nach dem Spiel gegen Frankfurt (mannschaftliches Pressing, Variabilität im Offensivspiel, etc.) war das gestern ernüchternd anzusehen. Ich hoffe, es war nur ein kleiner Ausreißer nach unten. Dass wir am Ende das Spiel dennoch gewinnen müssen, geschenkt. Über unsere mangelnde Chancenverwertung habe ich mich die letzten Jahre genügend aufgeregt....

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Es fehlt unserem Spiel zu ziemlich alles, was uns die letzten Jahre stark gemacht hat. Tempo, Flexibilität, Dominanz, Spieler auf den Positionen wo sie hingehören, ein Matchplan. Rückschritt wohin man sieht.

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  • Das Gegentor mit fehlendem Einsatz und Willen abzuhandeln, ist mir zu einfach. Wenn ich daran denke, was man hier hoch und herunter diskutieren mussten, um das 0:1 von Juve gegen uns zu erklären, bei dem 8 Mann hinter dem Ball und ca. 30-40m vor unserem Tor standen, dann ist das jetzt zu billig. Da wurde quasi die Defensive für bankrott erklärt und die legendäre Rasenstreifenbreitetheorie ist entstanden.


    Gestern stimmte die Raumaufteilung (in der defensiven Umschaltbewegung) absolut gar nicht. Es kann nicht sein, dass ein Spieler am 16er im Umkreis von 5m keinen Gegenspieler hat. Das war gestern zwar ein extremes Beispiel, aber die Lücken bzw. mangelnde Raumaufteilung speziell im Defensivverbund zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wie gesagt: Die Aufteilung unserer Mittelfeldaktuere gefiel mir gestern gar nicht, da der Gegner viel zu einfach das Mittelfeld überspielen konnte, weil dort riesige Räume waren.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Ich versuche in erster Linie zu verstehen, weshalb wir gestern wieder so stark mit den einrückenden Außen gespielt haben. Ebenso, warum Thiago fast alleine das Mittelfeld zu überbrücken hatte. Ich finde einfach, dass wir es uns dadurch gegen tiefstehende (!) Gegner selber schwer machen, die ohnehin die Mitte stark verdichten.

    Meine persönliche Vermutung:
    Das Hauptaugenmerk liegt heuer eindeutig auf der CL.
    Dafür will CA sein System mit den einrückenden Aussen vorbereiten und einspielen.
    Dafür braucht er Zeit und auch die notwendigen Spiele.
    Dass er dies dann natürlich auch und in erster Linie in der BL machen muss (auch mal gegen Gegner , die eigentlich anders besser zu knacken wären) ist klar.
    Nur im Training geht das einfach nicht, man braucht dafür auch die Wettkampfbedingungen.

  • Meine persönliche Vermutung:Das Hauptaugenmerk liegt heuer eindeutig auf der CL.
    Dafür will CA sein System mit den einrückenden Aussen vorbereiten und einspielen.
    Dafür braucht er Zeit und auch die notwendigen Spiele.
    Dass er dies dann natürlich auch und in erster Linie in der BL machen muss (auch mal gegen Gegner , die eigentlich anders besser zu knacken wären) ist klar.
    Nur im Training geht das einfach nicht, man braucht dafür auch die Wettkampfbedingungen.

    Ist durchaus möglich, aber meiner Meinung nach ein Spiel mit dem Feuer. Zugegeben, wir haben mittlerweile eine Kaderqualität, die die Gruppenphase der CL überstehen muss. In den KO-Spielen sieht das natürlich wieder anders aus, und da könnte das mit dem Umschalten dann wirklich passen.


    Aber für die Liga ist das meinem Empfinden nach einfach nur Murks.


    Edit: Aber dann macht das mit Thiago trotzdem keinen Sinn. Wenn wir das Mittelfeld in der Art wie gestern aufgeben, werden wir auch in der CL mit diesem System Probleme bekommen, wenn wir die Gegner machen lassen, denn dafür stimmt die Raumaufteilung einfach nicht. Wie gesagt, ich würde es einfach nur gerne besser verstehen.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Ach Leute, dass darf doch wohl alles nicht euer ernst sein.
    Wenn hier ein neuer Trainer ankommt, und die spieler ganz plötzlich keine Lust mehr auf Fußball haben und nicht mehr ihre Leistung abrufen ist das also alles völlig normal nach all den jahren?
    Wir haben genug Spieler die heiss sein müssen, wir haben genug rotation- und auch wenn das viele hier nicht wahr haben wollen, wenn wir ein einstellungsproblem haben ist es ein problem das der trainer zu beheben hat, sonst ist er hier einfach nicht der richtige.

  • Meine persönliche Vermutung:Das Hauptaugenmerk liegt heuer eindeutig auf der CL.
    Dafür will CA sein System mit den einrückenden Aussen vorbereiten und einspielen.
    Dafür braucht er Zeit und auch die notwendigen Spiele.
    Dass er dies dann natürlich auch und in erster Linie in der BL machen muss (auch mal gegen Gegner , die eigentlich anders besser zu knacken wären) ist klar.
    Nur im Training geht das einfach nicht, man braucht dafür auch die Wettkampfbedingungen.

    sicher. Wir lassen das Brot und Buttergeschäft schleifen, weil wir den CL Sieg mit Umschaltrumpeln einplanen. Es reicht nicht mal für Köln oder Augsburg, aber alles im Sinne deswegen Real oder Barca zu putzen.

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  • Ach Leute, dass darf doch wohl alles nicht euer ernst sein.Wenn hier ein neuer Trainer ankommt, und die spieler ganz plötzlich keine Lust mehr auf Fußball haben und nicht mehr ihre Leistung abrufen ist das also alles völlig normal nach all den jahren?
    Wir haben genug Spieler die heiss sein müssen, wir haben genug rotation- und auch wenn das viele hier nicht wahr haben wollen, wenn wir ein einstellungsproblem haben ist es ein problem das der trainer zu beheben hat, sonst ist er hier einfach nicht der richtige.

    Ja, ist es. Weil der Erfolg der letzten Jahre unnormal war. Mittlerweile sind wir nur so selbstverständlich an guten und erfolgreichen Fußball gewöhnt, dass es uns schwer fällt, etwas Anderes zu akzeptieren. Phasen wie jene, die aktuell bei uns Thema sind, hat es früher immer wieder mal gegeben. Es ist schlichtweg menschlich, dass die Konzentration irgendwann leidet. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass wir auch die nächste vier Meisterschaften holen, ohne, dass es irgendwann auch mal eine Delle gibt.


    Das ist noch nichtmal verwerflich. Es ist einfach normal, dass Spieler irgendwann - auch unbewusst - vielleicht nur noch 95 % statt 100 % abrufen.


    Die andere Geschichte ist die Frage nach dem Trainer. Da bin ich aber relativ entspannt, weil wir mit Rummenigge, Reschke und Hopfner genug Kompetenz haben, um interne Situationen zu analysieren. Arbeitet Ancelotti zu lasch, wird er sich hier eh nicht lange halten. Die derzeitige Situation aber nur am Trainer festzumachen, ist viel zu einfach. Ein nicht passendes System tut vielleicht sein Übriges, aber ist doch nicht die alleinige Erklärung.


    Manchmal verstehe ich nicht, wie man sich das mit der Motivation vorstellt. Du kannst machen, was du willst: Akribisch vorbereiten, auf die Wichtigkeit der Spiele hinweisen, auf Dinge hinweisen, die nicht gut laufen, auf Titel hinweisen, auf das "Recht der Fans, ein gutes Spiel zu sehen" hinweisen, auf alles hinweisen, was man noch als Motivation heranziehen kann: Sind die Spieler nicht bereit, das umzusetzen, hilft das nicht. Welche Richtung da jetzt stimmt (ob Ancelotti das einfach nicht ausreichend macht oder die Mannschaft ein grundsätzliches Problem hat) können wir von dieser Warte aus nicht beurteilen. Wie gesagt: Da vertraue ich auf die Kompetenz der Verantwortlichen.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Manchmal habe ich den Eindruck das die Spielfreude fehlt und dann wieder sieht es für mich so aus als würde das letzte Quäntchen Power bzw. Fitness fehlen.
    Die Laufbereitschaft hat nachgelassen und die Raumaufteilung sieht teils haarsträubend aus.
    Vor der Saison dachte ich noch wer da bei unseren defensiven Möglichkeiten noch durchkommen soll, mittlerweile kassieren wir Gegentore die in den letzten Jahren so nicht gefallen wären.
    Ob es ein Motivationsproblem oder nicht, kann ich nicht beurteilen, ein Typ wie Sammer wäre jetzt trotzdem gar nicht so verkehrt.

  • Ach Leute, dass darf doch wohl alles nicht euer ernst sein.Wenn hier ein neuer Trainer ankommt, und die spieler ganz plötzlich keine Lust mehr auf Fußball haben und nicht mehr ihre Leistung abrufen ist das also alles völlig normal nach all den jahren?
    Wir haben genug Spieler die heiss sein müssen, wir haben genug rotation- und auch wenn das viele hier nicht wahr haben wollen, wenn wir ein einstellungsproblem haben ist es ein problem das der trainer zu beheben hat, sonst ist er hier einfach nicht der richtige.

    Unlust, Müdigkeit, Überspieltsein, was auch immer, die Leistung stimmt nicht. Solche Phasen wird es immer geben und hat es auch früher gegeben. Worauf es aber ankommt,ist, diese Phasen zu überwinden, ohne entscheidende Punkte zu verlieren. Und dafür ist es eben wichtig, dass die Mannschaft ihrem aktuellen Leistungsstand entsprechend eingestellt wird. D.h. in Schwächephasen muss zuerst an die Stabilität der Defensive gedacht werden. Und hier verstehe ich Ancelotti nicht. Wenn ich Trainer wäre, hätte die Mannschaft da schon länger mal die entsprechenden Ansagen bekommen, denn so eine lasche unentschlossene Defensivarbeit würde ich schlicht nicht tolerieren. Letztlich haben wir gegen Hoffenheim, Köln und Frankfurt leicht zu vermeidende Gegentore bekommen. Ohne diese Gegentore wären die Spiele zwar auch nicht gut gewesen, wir hätten aber alle Spiele gewonnen. Sobald ein Gegner mal halbwegs schnell in unsere Hälfte kommt, sind dort keine Abstimmungen und keinerlei Pressingbereitschaft zu erkennne, wir bieten so viel offene Räume, dass was jede Mittelklassemannschaft die Geschenke annehmen muss. Man muss jetzt einfach erwarten, dass Carlo entsprechende Abhilfe schafft, ansonsten sind wir nach dem nächsten Spieltag die Tabellenführung los. Denn vor allem die Zecken sind nun gerade eine Mannschaft, gegen die du eines können muss: die Räume eng halten und konsequent den Ballführenden stören. Von mir aus können wir bis Weihnachten dreckige 1:0- Siege einfahren, aber Punktverluste durch so eine lasche desolate Einstellung will ich nicht mehr sehen.

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  • Es gibt eigentlich nur zwei Trainer weltweit (auf hohen Niveau) die noch nie vorzeitig entlassen wurden: Guardiola und Klopp. Welchen hätten 's denn gerne?

    Wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt wirklich darüber diskutieren??

  • Miasanrot Analyse


    Ganz gute Zusammenfassung, v.a.


    3 Dinge, die auffielen:


    1. Bayerns Ideenlosigkeit bei hohem Pressing


    In der ersten Halbzeit bestätigte sich, dass der Rekordmeister in dieser Saison bei hohem Anlaufen des Gegners besonders anfällig ist. Die TSG war der erwartet schwere Gegner und bewies sich als echtes Spitzenteam. Nagelsmann stellte seine Mannschaft in einem 3-1-4-2 auf, das mit seinen Ideen in allen wichtigen Zonen Überzahl kreierte. Ein bewusst geöffneter Raum im Zentrum gehörte Alonso. Sobald der Spanier den Ball erhielt, packte Hoffenheim aber zu und begann mit einem aggressiven Pressing. Der Routinier war damit sichtlich überfordert.
    Bayern schaffte es nicht sich aus dieser Falle zu befreien. Alonso hielt an seiner Position fest, Vidal unterstützte kaum und so hing das ganze Spiel im zweiten Drittel an Thiago. Das ist auf diesem Niveau deutlich zu wenig. Zwar machte Thiago das wiedermal hervorragend, aber schlussendlich ist das dann zu berechenbar. Besonders erkenntlich wurde die mangelnde Struktur im Aufbau, wenn Hummels oder Boateng am Ball waren. Ersterer spielte für ihn ungewöhnliche zehn Fehlpässe und auch letztgenannter kam am Ende auf 11 fehlerhafte Zuspiele.
    Man könnte hier wieder die Diskussion um die Dreierkette aufbrechen, die an Tagen wie diesen sicherlich hilfreich gewesen wäre. Alonsos Rolle wirkt in diesem System überflüssig und forciert eher seine Schwächen als die vielen Stärken, die ihn in den letzten Jahren so wichtig gemacht haben. Mit einer 3-2- oder 3-3-Staffelung wäre der Zugriff für Hoffenheim vermutlich schwerer gewesen und der Übergang vom ersten ins zweite Drittel vielleicht fluider. Ancelotti muss in den nächsten Wochen Lösungen gegen Mannschaften finden, die im Zentrum kompakt und hoch zustellen.
    2. Das Thomas-Müller-Problem
    Das Spiel des FC Bayern hat ein Problem. Dieses Problem personifiziert sich am ehesten im Formtief von Thomas Müller. Dieser bekam zuletzt weniger Spielzeit. Er bestritt in der Bundesliga keines der letzten drei Spiele von Beginn an. Gegen Gladbach und Hoffenheim wurde er erst spät eingewechselt.
    Das liegt zum einen daran, dass Ancelotti noch keinen perfekten Weg gefunden hat ihn einzubinden. Auf den Flügeln ist der Nationalspieler verschenkt. Das zeigte sich in ein paar halbgaren Versuchen sehr schnell. Zuletzt spielte Müller zwar nominell auf der Flügelposition, zog aber sehr stark ins Zentrum. In der Champions League gegen Eindhoven war dies zum Beispiel extrem auffällig.
    Zum anderen liegt es aber auch daran, dass Müller sich in einer absoluten Formkrise befindet. In der Bundesliga ist Thomas Müller noch ohne Tor und seit dem zweiten Spieltag ohne Torbeteiligung geblieben. Vor einem Jahr stand er am 10. Spieltag noch bei 10 Toren. Immerhin konnte Müller in der Champions League schon zwei Mal treffen. Auffallend ist aber, dass beim Angreifer die Leichtigkeit fehlt. Die Selbstverständlichkeit ist ihm eigentlich im gesamten Kalenderjahr 2016 abhanden gekommen. Dafür sinnbildlich stehen die Versuche vom Elfmeterpunkt. Negativer Höhepunkt sicherlich zuletzt im DFB-Pokal gegen Augsburg.
    Zugute halten muss man Thomas Müller aber, dass er sich Abschlusssituationen erspielt. Gegen Eindhoven waren es schon fünf Abschlüsse, gegen Hoffenheim in 20 Minuten immerhin 2 – und das waren neben dem Pfostenschuss von Hummels, der ebenfalls von Müller eingeleitet wurde, die größten Chancen in der zweiten Halbzeit.
    Dennoch muss der Knoten auch bei ihm bald wieder platzen. Die Formkrise, die viel mehr eine Abschlusskrise ist, muss sich auflösen. Franck Ribéry drängt zurück auf den Platz und auch Douglas Costa setzt in der Offensive vermehrt Akzente. Die größten Einsatzchancen wird er wohl zeitnah nur bekommen, wenn er einen Achter aus der ersten Mannschaft verdrängen kann.
    Die Nationalmannschaft ist in den nächsten zwei Wochen aber keine Hilfe. Joachim Löw schont Müller für die Spiele gegen San Marino und Italien.
    3. Ist das Fass halb voll oder halb leer?
    Die Zeit bis Weihnachten lässt sich in der Regel immer sehr gut in den Phasen zwischen den Länderspielpausen unterteilen, die im September, Oktober und November anstehen. In den letzten drei Wochen standen für den FC Bayern 7 Spiele auf dem Plan. Den negativen Höhepunkt machte dabei ausgerechnet der Auftakt. Das 2:2 gegen Frankfurt war das schlechteste Saisonspiel. Seitdem hat sich der FC Bayern deutlich gesteigert. Es folgten fünf Siege (2x Augsburg, 2x Eindhoven und Gladbach). Bevor es zum Ausklang abermals einen Punktverlust in Form eines Unentschiedens gab.
    Der FC Bayern konnte sich zuletzt spielerisch deutlich steigern und hat zum Teil sehr dominante Phasen in diesen Spielen gehabt. Besonders auffällig war, dass sowohl gegen Eindhoven als auch gegen Hoffenheim die Mannschaft in den letzten Minuten nochmals zulegen konnte. Schon in der Champions League gab es vier bis fünf aussichtsreiche Abschlüsse kurz vor Ende und auch gegen die TSG gab es ab der 80. Minute sechs gute Gelegenheiten.
    Hierauf kann Ancelotti aufbauen, wenn es nach der Länderspielpause nach Dortmund geht und unter anderem noch Leverkusen, Atlético und Leipzig auf dem Spielplan stehen. Allerdings haben auch die ersten 45 Minuten gegen Hoffenheim gezeigt, wie anfällig das System von Ancelotti für Pressing ist. Hoffenheim bildete hier erst den Auftakt. Es wird spannend zu sehen sein, ob der Bayern-Trainer die Länderspielpause nutzt und taktische Anpassungen vornimmt. Ein 4-4-2 System anstelle des 4-3-3 hat Ancelotti ja bereits in einigen Interviews in Erwägung gezogen.

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  • Bin überrascht, wie gnädig gestern im Sportstudio sowohl das Spiel allgemein als auch unsere Leistung im Beosnderen besprochen wurden.


    Klar hätten wir gewinnen können, ausgehend von den letzten Minuten sogar gewinnen müssen. Aber insgesamt war das ein erschreckend müder Kick. Ideenlos und uninspiriert. Langweilig. Erinnerte an alte Zeiten, als unser Erfolg davon abhing, ob Robben oder Ribéry einen guten Tag haben.

    Uli. Hass weg!