Ex-Bundestagswahl-Fred, verschwunden im Aluhut

  • Gibt´s denn ´ne Alternative, wenn man sich die Prognosen anschaut, was Weltbevölkerung und -handel anbelangt?

    Das weiß ich nicht, aber wenn ich mir anschaue, wie die EU bisher agiert- vor allem in den für mich beruflich wichtigen Bereichen- wünsche ich mir möglichst wenig davon.
    Momentan stellt sich die EU für mich vor allem als riesige Geldverbrennungs-und Regulierungsmaschine dar.



    Um nicht völlig unterzugehen, müssen die Staaten zu einem vereinten Europa mit nationalem Charakter zusammenwachsen.

    Das ist doch aber bereits der aktuelle Status.
    Und Deutschland scheint mir, was Wirtschaftskraft und Standort angeht, weit davon entfernt, unterzugehen...



    Das aktuelle Klein-Klein ist kein Fortschritt.

    ...es wäre aber auch ein gewaltiger Rückschritt, wenn auf einmal rechte Hanseln aus Osteuropa in einer für Deutschland und Europa maßgeblich verantwortlichen echten Europaregierung säßen. Für mich gäben wir damit zu viel Verantwortung ab.


    Käme für mich der bescheuerten Euro-Umsetzung gleich. Von da wäre es wohl auch nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Europa-Rente und eine europäische Krankenversicherung kämen. Mit katastrophalen Folgen, und zwar eben vor allem für die "kleinen" Leute...

  • Das weiß ich nicht, aber wenn ich mir anschaue, wie die EU bisher agiert-


    Bin anderer Meinung, was den angeblich nationalen Charakter des heutigen Europas anbelangt. Dafür fehlt es einfach an zu vielem; an einer EU-Regierung z.B., an einem Parlament, das seinen Namen verdient, weil es Zentrum der Legislative und Kontrolle der EU-Regierung wäre. Aber auch ganz banal an einer Staatsbürgerschaft "Europa". Auch das mit der Geldverbrennung halte ich für ein Gerücht.


    Aber ich stimme dir insoweit zu, dass die Vereinigten Staaten von Europa ein anderes Europa sein müssen, als es aktuell die EU ist. Vor allem muss man die Menschen mitnehmen. Sie müssen sich vorrangig als Europäer fühlen und eine EU-Regierung mehrheitlich als ihre legitime Vertretung begreifen.


    Das geht friedlich nicht von heute auf morgen. Vermutlich nicht einmal innerhalb einer einzigen Generation. Das ist ein Prozess, der - sofern überhaupt schon gestartet - derzeit herb ins Stocken gerät.

    Uli. Hass weg!

  • ...dass die Vereinigten Staaten von Europa ein anderes Europa sein müssen, als es aktuell die EU ist. Vor allem muss man die Menschen mitnehmen. Sie müssen sich vorrangig als Europäer fühlen und eine EU-Regierung mehrheitlich als ihre legitime Vertretung begreifen.


    Ich fühle mich in erster Linie als Bayer. Mich vorrangig als Europäer fühlen? Da könnte ich genauso gut sagen ich fühle mich als Bürger der Milchstraße, wäre ähnlich nichtssagend.


    Und wenn ich schon "Vereinigte Staaten von Europa" lese: Es ist niemanden geholfen wenn man versucht aus Europa, mit all seinen unterschiedlichen Kulturen und Sprachen eine Art Möchtegern-USA zu machen.


    Man schafft sich doch jetzt schon ein Monster mit dieser EU: Man kann jetzt zu Dobrindts PKW-Maut stehen wie man möchte, aber es kann nicht angehen daß ein Land ein Vorhaben umsetzen möchte, dies aber erstmal nicht tun kann weil eine selbstherrliche EU dazwischenfunkt und sagt: "So und so geht das aber nicht!"


    Ebenso verhängt die EU fleißig Strafzahlungen an Mitgliedsländer wenn ihr irgendwas nicht in den Kram passt und von der Tatsache der "Schicksalsgemeinschaft" (ein Land baut Mist und alle anderen sollen das bezahlen) fang ich besser gar nicht erst an. Die Briten haben das schon richtig gemacht, hoffe sehr weitere Länder wachen auch irgendwann mal auf.


    Wie unschwer zu erkennen ist bin ich kein Fan dieser EU.


    Aber bei Betrachtung deiner Beiträge zum Thema kommen wir da eh auf keinen gemeinsamen Nenner. ;)

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  • Ich fühle mich in erster Linie als Bayer.

    Was kein Widerspruch ist. Logische Konsequent der USE wäre die Betonung des Regionalen.


    Man hätte den eurpäischen Pass und wäre im Herzen, wenn nicht Europäer, Bayer, Katalane, Schotte, Ire, Baske, Flame, Wallone etc.


    Zum Rest schreibe ich mal nix. :)

    Uli. Hass weg!

  • wollte es anschauen, v.a. auch wegen fleischhauer, aber die verlogene kipping hat mich vergrault. wenn ich die sehe brodelt es in mir und wenn ich sie auch noch höre kommts zur eruption.

  • Also Kipping und Göring-Eckhardt haben den Vogel mal wieder abgeschossen. Kipping hat Berlin als Beispiel guter Politik von Rot-Rot-Grün genannt. Ich musste laut lachen. Die sind nicht ernst zu nehmen.

    #nichtmeinpräsident

  • Also Kipping und Göring-Eckhardt haben den Vogel mal wieder abgeschossen. Kipping hat Berlin als Beispiel guter Politik von Rot-Rot-Grün genannt. Ich musste laut lachen. Die sind nicht ernst zu nehmen.

    Ich werd mir die Sendung morgen im Archiv anschauen...Scheint sehr lustig zu werden :D ...

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  • Das Problem ist einfach, dass viele das positive, was uns die EU bringt, schon gar nicht mehr erkennen, weil wir die Welt ohne gar nicht kennen - und man sich immer am Negativen, wie einem übermässigen Regulierungswahn, der eigentlich gar nicht die Kernbereiche unseres Lebens betrifft oder meist nur Nebensächlichkeiten betrifft, aufhängt.


    Andererseits sind die Unterschiede in der EU mit dem Beitritt von immer mehr Mitgliedsstaaten immer größer geworden, was m.E. die größte Schwierigkeit ist.


    Ich weiß, dass viele immer gerne die "deutsche Opferrolle" hervorheben - quasi der Staat, der immer zahlen darf - in wirtschaftlicher Hinsicht sind wir aber in großen Maßen das Land, dass aus diesen Zusammenschlüssen die meisten Vorteile zieht.

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  • und man sich immer am Negativen, wie einem übermässigen Regulierungswahn, der eigentlich gar nicht die Kernbereiche unseres Lebens betrifft oder meist nur Nebensächlichkeiten betrifft, aufhängt.

    Hm. Ich verbringe zwischen 50 und 60 Stunden wöchentlich im Büro und mein Arbeitsalltag hat sich dank der EU extrem verändert. Als Teilbereich oder Nebensächlichkeit würde ich das nicht bezeichnen...


    Ich bin kein Europa-Gegner. Im Gegenteil. Ein geeintes Europa, vorher über Jahrhunderte von Kriegen zerrissen, ist ein Traum. Doch wie so oft wurde hier eine eigentlich sehr gute Grundidee in vielen Bereichen einfach schlecht umgesetzt. Von vielen Folgen der EU möchte ich einfach nicht noch mehr haben.
    Wenn man sich da wieder auf die Grundidee besinnt und als Hauptgedanken den Frieden im Vordergrund behält, ohne alles gleich machen zu wollen und diesen Vereinigten Staaten von Europa hinter zu hecheln, ist doch alles gut. Zweck erfüllt.

  • Das Problem ist einfach, dass viele das positive, was uns die EU bringt, schon gar nicht mehr erkennen, weil wir die Welt ohne gar nicht kennen - und man sich immer am Negativen, wie einem übermässigen Regulierungswahn, der eigentlich gar nicht die Kernbereiche unseres Lebens betrifft oder meist nur Nebensächlichkeiten betrifft, aufhängt.


    Andererseits sind die Unterschiede in der EU mit dem Beitritt von immer mehr Mitgliedsstaaten immer größer geworden, was m.E. die größte Schwierigkeit ist.


    Ich weiß, dass viele immer gerne die "deutsche Opferrolle" hervorheben - quasi der Staat, der immer zahlen darf - in wirtschaftlicher Hinsicht sind wir aber in großen Maßen das Land, dass aus diesen Zusammenschlüssen die meisten Vorteile zieht.


    Endlich mal ein sachlicher Beitrag zur EU!!!



    Wenn man sich da wieder auf die Grundidee besinnt und als Hauptgedanken den Frieden im Vordergrund behält, ohne alles gleich machen zu wollen und diesen Vereinigten Staaten von Europa hinter zu hecheln, ist doch alles gut. Zweck erfüllt.


    Dann ist Europa aber nicht mehr als eine Absichtserklärung.

    Uli. Hass weg!

  • Es gibt sicher einige Bereiche die eine Vereinheitlichung bräuchte wie zB Sicherheit, Militär, Fiskalpolitik wenn man schon ne gemeinsame Währung hat, Immigration, Asyl. Hier würde ein übernationales Denken und Handeln viel mehr bewirken als eine Kleinstaaterei wie sie derzeit an den Tag gelegt wird und einen Rückfall zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt.
    Ein Modell wie in den USA würde in der EU nicht funktionieren. Dafür gibt's zu viel unterschiedliche Interessen, Kulturräume etc.
    Vor allem muss sich die EU selbst reformieren weg vom Beamten- u. Verwaltungsapparat zu einem demokratisch-politischen Akteur.

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  • Ein Modell wie in den USA würde in der EU nicht funktionieren. Dafür gibt's zu viel unterschiedliche Interessen, Kulturräume etc.
    Vor allem muss sich die EU selbst reformieren weg vom Beamten- u. Verwaltungsapparat zu einem demokratisch-politischen Akteur.

    Die USA sind doch eigentlich ein Paradebeispiel, wie es sehr wohl funktionieren kann. Wenn man sich die Unterschiede der Bundesstaaten ansieht - kein Vergleich beispielsweise zu den Ländern bei uns in DE.


    Allerdings wäre ich stark dafür, wenn man die USE mal angehen sollte, den Schwerpunkt auf die Regionen zu legen. Damit würde man sich dann auch aktueller Probleme entledigen, wie sie Spanien, Belgien, aber auch UK mit ihren separatistischen Bestrebungen etc. haben.

    Uli. Hass weg!

  • Das Problem ist einfach, dass viele das positive, was uns die EU bringt, schon gar nicht mehr erkennen, weil wir die Welt ohne gar nicht kennen - und man sich immer am Negativen, wie einem übermässigen Regulierungswahn, der eigentlich gar nicht die Kernbereiche unseres Lebens betrifft oder meist nur Nebensächlichkeiten betrifft, aufhängt.


    Andererseits sind die Unterschiede in der EU mit dem Beitritt von immer mehr Mitgliedsstaaten immer größer geworden, was m.E. die größte Schwierigkeit ist.


    Ich weiß, dass viele immer gerne die "deutsche Opferrolle" hervorheben - quasi der Staat, der immer zahlen darf - in wirtschaftlicher Hinsicht sind wir aber in großen Maßen das Land, dass aus diesen Zusammenschlüssen die meisten Vorteile zieht.

    ich stimme der jennifer ja selten zu, aber hier tue ich das außer dem letzten absatz zu 100%. insofern geht es für mich nicht um ein ja oder nein bzgl. der EU sondern um ein wie? du hast die schwachpunkte teilweise gut beschrieben. würde man daran arbeiten, wäre die EU auch bei den menschen wieder beliebter. als erstes sollte man alle laufenden beitrittsverhandlungen stoppen. wir erleben gerade die folgen vom aufnehmen von ländern wie griechenlanf, die von anderen kommen ja erst noch, und wollen uns mit weiteren, wirtschaftlich völlig vorsintflutlichen und gesellschaftlich weit entfernten ländern nochmal vergrößern. wir bekommen doch jetzt schon in den entscheidenden fragen wie eurorettung, flüchtlinge, grichenland keinerlei gemeisame stimme hin. was soll das werden wenn serbien und die türkei dazukommen?

  • @ waldi...


    Die Türkei kann doch gar nicht in die EUROPÄISCHE Union...


    Weil sie nun mal in Asien liegt - und deren Kultur und "Herrschaftssystem" untermauern das auch...
    Ich meine, such mal ein anderes muslimisches Land in Europa, und eines mit einem absoluten Herrscher, wie es Erdogan ist...wirst du nicht finden...


    Und die werden auch niemals zur EU gehören...gibt zu viele Stimmen, die dagegen wären...Ungarn, Österreich, Italien, Frankreich, die Niederlande - die alle hatten sich schon gegen einen Beitritt ausgesprochen...


    Will heißen, das könnte die EU niemals durchsetzen...

    #KovacOut

  • Thema "Regulierungswahn":
    Lese gerade, dass die EU jetzt viele Malstifte, Wasserfarben und Buntstifte verbietet, weil man die Blei-Grenzwerte herabsetzt. Diese Produkte dürfen dann nicht mehr vertrieben werden.
    Einfach nur der pure Wahnsinn, was diese hochbezahlten , unfähigen Sesselfur.zer immer wieder veranstalten, nur um irgendwie eine Rechtfertigung für dieses unsägliche künstliche Gebilde namens EU vorzugaukeln.


    Die EU samt dem EURO ist eine seltene Missgeburt und gehört besser gestern als morgen abgeschafft.
    Statt dessen wird sie von solchen Bürokratenhengsten wie dem neuen Kanzlerkandidaten der SPD oder diesem selbst entlarvten Lügner Junker aus LUX mit aller GEwalt am Leben gehalten.

  • Thema "Regulierungswahn":
    Lese gerade, dass die EU jetzt viele Malstifte, Wasserfarben und Buntstifte verbietet, weil man die Blei-Grenzwerte herabsetzt. Diese Produkte dürfen dann nicht mehr vertrieben werden.
    Einfach nur der pure Wahnsinn, was diese hochbezahlten , unfähigen Sesselfur.zer immer wieder veranstalten, nur um irgendwie eine Rechtfertigung für dieses unsägliche künstliche Gebilde namens EU vorzugaukeln.


    Die EU samt dem EURO ist eine seltene Missgeburt und gehört besser gestern als morgen abgeschafft.
    Statt dessen wird sie von solchen Bürokratenhengsten wie dem neuen Kanzlerkandidaten der SPD oder diesem selbst entlarvten Lügner Junker aus LUX mit aller GEwalt am Leben gehalten.

    Die Idee der EU ist nicht falsch. Das Problem ist, dass sich viele Dinge verselbständigt haben und zu viele Länder aufgenommen wurden. Ich bin aber trotzdem weiter Befürworter der EU, allerdings mit entsprechenden Reformen und aus meiner Sicht mit einer abgespeckten Mitgliederzahl.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.