Ex-Bundestagswahl-Fred, verschwunden im Aluhut

  • Generell kann man v.a. wegen der neuen Ausgleichsmandatsaregelung, dem (Wieder-)Einzug von FDP und AfD und der schwachen SPD jetzt schon sagen, dass der künftige Bundestag deutlich mehr Abgeordnete als heute haben wird!

    Und wer darf den Schaiss bezahlen?



    Richtig der Steuerzahler.

  • Und wer darf den Schaiss bezahlen?


    Richtig der Steuerzahler.

    Eben! 70 Abgeordnete mehr bedeutet auch 70 Diäten mehr, 70 Gehälter für Büroangestellte mehr, 70 Pensionen mehr, usw.. Das sind zusätzliche Ausgaben in zweistelliger Millionenhöhe, die wir alle zahlen müssen.


    Diese letzte Wahlreform zu den Überhangs- und Ausgleichtsmandaten ist aus meiner Sicht auch deshalb völlig falsch gelaufen. Es fängt ja schon damit an, dass in den Bundesländern teils sehr abweichende Wahlgesetze gelten, so dass die Systematik bei den Ausgleichsmandaten sehr unterschiedlich sein kann. Das ist ein derart komplexes Feld, dass man da erst nach einigem Einarbeiten wirklich völlig durachschaut. Hier müsste endlich mal als Basis eine länderübergreifende, einheitliche Regelung her.


    Der Sinn des Ausgleichs ist ja, dass man den anderen Parteien Ausgleichsmandate entsprechend der Zweitstimmen gibt, wenn eine Partei viele Überhangmadate hat, damit das Verhältnis im Bundestag wieder das Gleiche ist. Doch eben wegen der besagte verschiedenen Regelung und auch der möglichen negativen Mandatsparadoxen hat man ja diese neue, umstrittene Wahlrechtsreform gemacht, die jetzt zu diesem übergroßen Bundestag führen wird.
    Ich würde es viel einfacher machen: Wenn eine Partei Überhangmandate hätte, also durch viele Direktmandate mehr Leute im Bundestag, als ihr nach der Anzahl der Zweitstimmen zustehen, dann sollten alle zwar alle Direktkandidaten in den Bundestag einziehen aber dafür die entsprechende Anzahl an Listenkandidaten weniger, so dass man damit insgesamt wieder auf das korrekte Zweitstimmenverhältnis kommt und der Bundestag damit immer bei der Normalgröße von 598 Sitzen bliebe.

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  • Ja man sieht deutlich, Respekt vorm Geld des Bürger hat da keiner. Es sind nicht nur die Politiker die dort absahnen, GEZ Mitarbeiter verdienen 6500 plus 1700 Zusatzrente, brutto fast netto, da Behörde...

    Neustart, bitte noch Brazzo raus!

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    Und da wundert sich die SPD; warum sie in der Krise steckt. Wenn sie bei mir nicht einmal vor der Union steht, ist Polen halt verloren.

    Ich habe heute schon ein paar "Durchgänge" gemacht und fand es v.a. auch interessant, wie hier die jeweiligen Positionen der im Gegensatz zu Die Partei seriösen und ernsthaften Kleinstparteien aussehen.


    Generell muss ich aber sagen, dass ein paar der im Wahl-O-Mat gestellten Fragen (immer noch) einseitig sind bzw. verzerren. Die bekannte Frage "Sollten auch weiterhin Programme gegen Rechtsextremismus" finanziert werden?" ist eben einseitig, denn wie soll ein Mensch, der Programme sowohl gegen Rechts- als auch Linksextremismus unterstützt nun abstimmen? Klickt er "Ich stimme zu" an, dann wäre es nur explizit gegen Rechtsextremismus. Klickt er "Ich stimme nicht zu" an, dann wäre es explizit die Duldung Rechtsextremismus. Also bleibt nur auf "Neutral" zu klicken, also in der App keine Meinung haben zu dürfen. Auch bei anderen Fragen ist dies so oder ähnlich. Aber in den Begründungen der Parteien unter jedem Punkt steht ja immer drin, wie differenziert sie das Thema sehen, weil es hier nie nur Schwarz und Weiß gibt.

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  • Oder die Direktmandate abschaffen.

    Ist aus meiner Sicht nicht zielführend, denn eben durch unser zweigliedriges Wahlsystem aus Erststimme (für Direktkandidaten) und Zweitstimmen (für Listenkandidaten) sorgt man ja bestmöglichst dafür, dass jeder Wahlkreis im Bundestag vertreten ist. Würde man nämlich nur reine Parteiwahl machen, dann würde dies auf Grund der Listen jeder Partei unweigerlich dazu führen, das viele Regionen garnicht im Bundestag repräsentiert wären. Und das ist nur eine der Gründe.


    Ich finde deshalb unser zweigliedriges Wahlsystem gut, so wie es ist. Aber es müsste wie gesagt eine deutlich bessere und v.a. länderübergreifend einheitliche Regelung für das Thema Übergang/Ausgleich gefunden werden, durch die der Bundestag eben nicht derart anschwillt.

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  • Sollten auch weiterhin Programme gegen Rechtsextremismus" finanziert werden?" ist eben einseitig, denn wie soll ein Mensch, der Programme sowohl gegen Rechts- als auch Linksextremismus unterstützt nun abstimmen?

    Ich würde sagen, er stimmt mit Ja ab, aber ich verstehe dein Problem. Der Wahl-o-mat erhebt ja nicht den Anspruch, jedes Detail abdecken zu wollen, aber er gibt schon ein interessantes Bild.


    Ich finde es halt auch irgendwo bezeichnen, dass die etablierten Parteien durch die Bank weg bei 50-60% liegen. Einheitsbrei eben. Habe in meiner Twitter Timeline nur wenige Leute, die mal irgendwo 70+ erreicht haben und wenn, dann eben bei einer der kleineren Parteien.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."


  • Tja, dieses Ergebnis hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Aber immerhin bin ich offenbar kein Extremist!
    Ich muss aber wohl noch ein paar Runden mit dem Wahl-O-Mat drehen... :D


  • Tja, dieses Ergebnis hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Aber immerhin bin ich offenbar kein Extremist!
    Ich muss aber wohl noch ein paar Runden mit dem Wahl-O-Mat drehen... :D

    Die Piraten gibt es noch? Ich mache es dann auch mal. Bisher war das Ergebnis meist ziemlich überraschend - und ich habe mich noch nie dran gehalten. ;)

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

    • CDU/CSU65,5 %
    • GRÜNE65,5 %
    • FREIE WÄHLER65,5 %
    • DIE LINKE60,7 %
    • PIRATEN60,7 %
    • FDP58,3 %
    • SPD56 %
    • AfD48,8 %


    Ich plädiere eindeutig für die Drittstimme! :D

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

    • Tierschutzpartei69,7 %
    • GRÜNE64,5 %
    • DIE LINKE63,2 %
    • CDU/CSU63,2 %
    • SPD61,8 %
    • NPD56,6 %
    • FDP47,4 %
    • AfD43,4 %

    8o

    "Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."