Alles zu den deutsch-türkischen Beziehungen

  • Wo kein Kläger...


    Außerdem gebe ich zu bedenken, dass es sich, wenn ich das richtig sehe, ja nicht um einen klassischen Wahlkampf handelt, sondern um eine Volksabstimmung. Muss also nicht einschlägig sein, die Vorschrift.


    Letztlich ist es doch relativ einfach: Da diese Veranstaltungen nicht im Freien stattfinden, sind sie auch praktisch kaum zu untersagen. Wenn auf der anderen Seite die Säle unter falschen Voraussetzungen angemietet wurden, dürfen sich die türkischen Politiker nicht wundern, wenn die Verträge gekündigt werden.


    Besser wäre es natürlich, wenn die beiden Regierungen das unter sich klären. Aktuell sind es ja die Kommunen und privaten Betreibern, die den Schwarzen Peter haben.

    Uli. Hass weg!

  • herrlich diese auslegungsvergewaltigungen. wird man so wenn man jurist ist oder wird man jurist wenn man so ist? wohl ähnlich wie bei den psychologen.


    bitte an die mods: kann man den fred in irgendwas wie "verhältnis zur türkei" oder so umbenennen? ich denke das thema gibt demnächst noch einiges her. ansonsten würde ich einen neuen fred aufmachen.

  • Gibt eine ganz aktuelle BVerfG-Entscheidung zum Thema.


    http://www.rp-online.de/politi…d-erfolglos-aid-1.6679951


    Zwar ist der Beschwerdeführer - letztlich aus formalen Gründen - gescheitert. Aber die Richter haben einen klaren Hinweis an die Bundespolitik gegeben, demnach einem ausländischen Politiker keinesfalls die Einreise erlaubt werden müsse, falls er in amtlicher Eigenschaft hier Wahlkampf betreiben möchte.


    Lässt zwar offensichtlich auch weiter Interpretationsspielraum, zeigt aber deutlich, dass es an der Regierung ist, für klare Kante zu sorgen.

    Uli. Hass weg!

  • Da lief doch sowas Witziges im TV über "Monitor" in Bezug auf die Institution der Internationalen Deutsch-Türkischen Demokraten oder so... Ein Horror, akzentfrei sprechende junge Frauen, offenbar hier geborene türkisch-stämmige Damen huldigtem dem Führ... äh Präsidenten der Türkei so schamlos, dass mir als freiheitlich-demokratischem Mitteleuropäer die Sprache weg blieb.


    Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass die ganzen Russland-Deutschen (früher die Nachkommen der damals Vertriebenen) mit ihren Deutschen Schäferhunden auf die Strasse gehen und sich für rein russische Belange demonstrativ einsetzen.


    Was für ein Zeitalter.

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Wegen mir können die da unten ihr osmanisches Reich wieder aufbauen, wenn sie denn unbedingt so scharf darauf sind. Nur darf dann jeder hier lebende Deutschtürke oder Deutsche mit türkischen Migrationshintergrund oder wie auch immer man sie nun bezeichnen soll, der einen türkischen Pass hat und Erdolf huldigt, wieder zurück ihn ihr Reich, denn heute fährt die 18 bis nach Istanbul. Alle anderen dürfen gerne hier bleiben!

    #nichtmeinpräsident

  • Deutschtürke oder Deutsche mit türkischen Migrationshintergrund oder wie auch immer man sie nun bezeichnen soll

    wie wäre es schlicht mit Deutsche / Deutscher


    dies ist auch ein Teil oder Erklärung des Problems und des Zulaufs den solche "Vereine" wie die AKP erfahren

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  • wie wäre es schlicht mit Deutsche / Deutscher
    dies ist auch ein Teil oder Erklärung des Problems und des Zulaufs den solche "Vereine" wie die AKP erfahren

    Du, von mir stammt diese Wortwahl nicht, sondern von unseren lieben Grünen und Linken Weltverbessereren. Wenn es nach mir ginge, gäbe es eh nur einen Pass und man wäre dann halt Deutscher oder Ausländer, weil ich diese doppelte Staatsbürgerschaft für absoluten Käse halte. Ist für meinen Geschmack für eine "Identitätsfindung" bzw. "Zugehörigkeit" deutlich besser. Also, nur falls das falsch herübergekommen ist.

    #nichtmeinpräsident

  • Du, von mir stammt diese Wortwahl nicht, sondern von unseren lieben Grünen und Linken Weltverbessereren. Wenn es nach mir ginge, gäbe es eh nur einen Pass und man wäre dann halt Deutscher oder Ausländer. Ist für meinen Geschmack für eine "Identitätsfindung" bzw. "Zugehörigkeit" deutlich besser. Also, nur falls das falsch herübergekommen ist.

    nö finde ich nicht... hab auch einen Doppelpass, vielleicht schaff ich noch nen 3ten dazu :)


    der Pass hat recht wenig mit Identität, Integration zu tun. ein Stück Papier...

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  • Das mag für dich so stimmen, aber ich finde ehrlich gesagt, dass man da irgendwie zwischen den Stühlen sitzt.

    das schon nicht nur im "politischen" Denken. man ist eben ein "Produkt" von mehreren Einflüssen. ich denke nicht dass man sich wirklich entscheiden muss ob man das eine oder andere lieber mag. geht beides.


    abgesehen von der speziellen Türkei-Thematik finde ich dass man politische Mitwirkung unabhängig von der Staatsbürgerschaft zulassen müsste und dies an den Wohnsitz verknüpfen sollte. auch in Deutschland. wenn jmd sagen wir mind 5 Jahre seinen Lebensmittelpunkt in einem Land hat sollte dort auch mitgestalten dürfen. Wäre aber wohl jetzt noch zu viel Demokratie. aber eine "echtere" als das was man bisher als Demokratie verkauft.

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  • habe auch doppelpass und fühle mich beiden ländern verbunden. ich lebe hier und identifiziere mich komplett mit deutschland. heimat sind dennoch beide länder. ich finde die passdiskussion eine scheindebatte. diskussionswürdiger ist da eher wenn deutsche mit migrationshintergrund aus respekt vor ihrem "heimatland" (wenn auch meist hier geboren) auf das mitsingen der hymne verzichten. wenn sie es tun weil sie den text nicht behalten können oder sie die melodie immer mit dem des schlumpfliedes verwechseln ist das ok. so wichtig sind mir solche symbole nicht. mir geht es um die identifikation.

  • Es ist halt leider nicht jeder so klar im Kopf, wie ihr zwei. Aber da wäre wohl auch ein Pass nicht des Rätsels Lösungs, sodass ich an dieser Stelle mitgehe. Das mit der Identifikation ist ein gutes Stichwort, aber woran soll man das genau festmachen? Ich selbst habe das Gefühl, dass sich immer mehr hier lebende Deutschtürken der 3. Generation zu "ihrer" alten Heimat hingezogen fühlen. Geht das nur mir so? Ich verstehe einfach nicht wieso.

    #nichtmeinpräsident

  • Pass hin oder her. Wer hier lebt, soll sich integrieren, mit allem, was dazu gehört. Wer damit ein Problem hat, tschau, auf wiedersehen. Und wer in anderen Ländern einen Diktator wählen will, dann soll er auch dahin. Die Grenzen stehen jedem offen.

  • Dieses Kasperltheater mit dem Kalifen vom Bosporus geht langsam echt zu weit.


    Und auch hier haben wir wieder das Phänomen dass ihm die Leute widerspruchslos folgen obwohl er die Abschaffung der Demokratie mit Perfektion vorantreibt.


    Haben wir mittlerweile nur noch "Roboter" die irgendwelchen Populisten wie Trump, Petri, Erdowahn oder auch Würsi blind folgen und jeden Schmarren glauben? Traurig.


    Wird nicht lustig für die Türken in den nächsten Jahren da er das Referendum (egal wie ;( ) sicher für sich entscheiden wird.

    Alles wird gut:saint:

  • Ich selbst habe das Gefühl, dass sich immer mehr hier lebende Deutschtürken der 3. Generation zu "ihrer" alten Heimat hingezogen fühlen. Geht das nur mir so? Ich verstehe einfach nicht wieso.

    diesen "Trend" sehe ich auch. hier geboren, deutsche Staatsbürgerschaft, meist halbwegs gebildet und berufstätig aber sehr "nationalistisch" unterwegs. ist ja derzeit europaweit ein Trend und je verschlossener eine Gesellschaft ist und wird umso reservierter sind dann auch Minderheiten, egal in welchem Land, ist meine Erfahrung.
    Einige fühlen sich eben nicht wirklich als Deutsche akzeptiert, wie ich schon anmerkte diese Debatten um mit/ohne MiHiGu, Doppelpässe, Integration, Islam, DeutschTürken, Passdeutsche etc wirkt auf viele irritierend. Dann die Prägung aus Familie, Freunde, Umfeld, Trotzreaktionen der älteren Generation gegenüber, Unwissen über politische Themen, Zukunftsängste etc... Dann kommt ein Rattenfänger und sammelt die Leute da ein... funktioniert ja bestens siehe AFD

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  • Da lief doch sowas Witziges im TV über "Monitor" in Bezug auf die Institution der Internationalen Deutsch-Türkischen Demokraten oder so... Ein Horror, akzentfrei sprechende junge Frauen, offenbar hier geborene türkisch-stämmige Damen huldigtem dem Führ... äh Präsidenten der Türkei so schamlos, dass mir als freiheitlich-demokratischem Mitteleuropäer die Sprache weg blieb.

    Dann hätte ich diese jungen Frauen mal gerne zu ihrer Rolle als Frau in der Türkei befragt und warum allein in den letzten 2 Jahren die Morde an Frauen dort um 45 % gestiegen sind. Die Gefahr, von einem Mann erschossen, erstochen oder totgeprügelt zu werden, ist für eine Frau größer, als bei einem Autounfall oder an Krebs zu sterben.
    Ebenso haben vierzig Prozent der türkischen Frauen schon einmal Gewalt erfahren, zwanzig Prozent von ihnen sexuelle. Wird eine Frau in der Türkei vergewaltigt, dann ist ihr in zwei von drei Fällen der Täter bekannt es ist ihr Ehemann, Liebhaber, Vater oder ein Verwandter. Wird eine Prostituierte vergewaltigt, dann kommt der Täter mit einem blauen Auge davon, dabei bleiben Vergewaltiger ohnehin nie lange im Gefängnis. Die Frau hingegen gilt fortan als beschmutzt.



    Und am Weltfrauentag geht die türkische Polizei mit Gummisgeschossen und Tränengas gegen demonstrierende Frauen vor.


    https://netzfrauen.org/2016/03…chosse-gegen-frauen-demo/



    Aber voll supi der Erdowahn, auch aus Frauensicht, von Deutschland aus. 8|

    Wir ham den Cup gewonnen, den Thron erklommen, der Arjen hat´s gemacht!