Rechtsextremismus in der Bundeswehr

  • Jüngste Meldung: mit Wehrmachts-Devotionalien dekorierter Besprechungsraum in Kaserne entdeckt.


    Ist noch jemand so überrascht wie ich...? :)

    Uli. Hass weg!

  • Ich bin eher darüber überrascht, dass man über sowas überrascht ist. Das militärische Strukturen für solche Gesinnungen einen fruchtbaren Nährboden darstellen, ist wohl klar.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Genau... regt euch mal schön darüber auf, dass man alte Helme der Wehrmacht in einer Vitrine stehen hat. Denn nichts Anderes ist dort "gefunden" worden.


    Die Wehrmacht gehört zu unserer Geschichte genau so wie Goethe oder Schiller und dass sie als eine der besten Armeen die es jemals gab von unserer Bundeswehr als solches geschätzt wird, ist völlig legitim.


    Die damals Dienenden waren zu 95% Soldaten, keine Mörder. Und auf ebenjene 95% sollte man stolz sein dürfen. Aber was erzähle ich das all' den Sofa-Rambos?!

  • Jüngste Meldung: mit Wehrmachts-Devotionalien dekorierter Besprechungsraum in Kaserne entdeckt.


    Ist noch jemand so überrascht wie ich...? :)

    Und weiter? Wo ist jetzt das Problem? Also außer dem künstlichen Hilfe-Nazis-Getue?

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  • mir ist irgendwie nicht so ganz klar was das mit rechtsextremismus zu tun haben soll?


    Selbst in der Tagesschau wurde deutlich gesagt, das es sich bei dem fund um keine strafrechtlich relevanten Dinge gehandelt hat.


    Hier wird lediglich versucht ein Fass aufzumachen das es nicht gibt.


    Mimimi alles nazis... :D

  • Selbst in der Tagesschau wurde deutlich gesagt, das es sich bei dem fund um keine strafrechtlich relevanten Dinge gehandelt hat.


    Keine Ahnung was "selsbt in der Tagesschau" bedeuten soll.


    Rechtsextremismus ist nun mal nicht strafbar. Man darf auch jederzeit Hitler-Deutschland toll finden.


    Ob Wehrmachts-Devotionalien einen Bundeswehr-Raum schmücken sollten, ist eine völlig andere Frage. Wer das nicht versteht, will es vermutlich auch nicht verstehen.



    Wo ist jetzt das Problem?


    Frag´ das doch mal unsere Verteidigungsministerin! Für sie scheint das ja ein Problem zu sein.

    Uli. Hass weg!

  • Die damals Dienenden waren zu 95% Soldaten, keine Mörder. Und auf ebenjene 95% sollte man stolz sein dürfen. Aber was erzähle ich das all' den Sofa-Rambos?!


    Schön wär´s. Tatsächlich ist die Wehrmacht untrennbar mit den größten Menschheitsverbrechen überhaupt verbunden.


    Natürlich haben sich die Angehörigen der Wehrmacht nicht alle im selben Maße entmenschlicht. Und längst nicht jeder marschierte freiwillig mit.


    Die "sportlichen Leistungen" der Wehrmacht spielen angesicht der direkt oder indirekt von ihr begangenen Verbrechen schlicht keine Rolle. Niemand hat etwas dagegen, dass Wehrmachtuniformen etc. im Sinne einer Ausstellung, eines Museums etc. der Öffentlichkeit und oder Soldaten zugänglich gemacht werden. Aber die aktuellen Funde hatten offenbar diesen Zweck gerade nicht.

    Uli. Hass weg!

  • Frag´ das doch mal unsere Verteidigungsministerin! Für sie scheint das ja ein Problem zu sein.

    Soll sie halt ein STOP-Schild vor die Vitrine hängen...liegen im Familienministerium sicherlich noch genug von im Keller.


    Aber was will man auch erwarten von einer Verteidigungsministerin die ernsthaft behauptet die Wehrmacht sei nicht traditionsstiftend für die Bundeswehr gewesen. Angesichts der Zahl an Altpersonal das nach Kriegsende den Dienst zeitnah wieder aufgenommen hat, der Weiternutzung vieler Kasernen und sonstiger Einrichtungen und selbst so Kleinigkeiten wie das die Panzer heute noch immer nach Raubkatzen benannt werden und mit Balkenkreuz markiert sind, zeigt halt das diese Aussage einzig dem vorherrschenden Mainstream geschuldet ist das alles, wirklich alles was irgendwie mit diesen 12 Jahren zu tun hat schlecht, böse und Pfui ist. Wie an so vielen Stellen, man macht die Geschichte nicht einen Deut besser nur weil man eine fröhliche Schleife drum bindet oder sich die Augen zuhält, aber das hat die Frau ja schon bei KiPos im Internet nicht verstanden.


    Die Wehrmacht ist Teil der Geschichte dieses Landes und natürlich die Vorgängereinrichtung der Bundeswehr, alles andere ist doch Augenwischerei. Und wenn man sich von der Ideologie befreit, kann man sich auch ganz unverkrampft militärhistorisch damit beschäftigen ohne die Gräueltaten, die es natürlich ohne Zweifel gab und die man nicht oft genug verurteilen kann, in irgendeiner Form zu verharmlosen oder gar nachträglich zu legitimieren.

  • Ja, nach dem Oberleutnant als getarntem Syrer ist das natürlich ein Problem, für die persönliche PR der Ministerin.


    Ob jetzt Stahlhelme der Wehrmacht oder Pickelhauben oder sonstwas in einer Vitrine liegen, es kommt zu allererst auf den Kontext an. Offensichtlich wurde daraus keine Verehrung des dritten Reiches und seiner Ideologie gemacht, so what?

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  • Guter Beitrag, @suedstern80. Auch wenn ich die Schlagrichtung nicht nachvollziehen kann.


    Im Kern geht es um den Verdacht, dass die Bundeswehr Rechtsextremisten im Wortsinne Raum lässt.


    Das muss sich ein Staat mit dieser Vergangenheit nicht bieten lassen.


    Wäre schön, wenn da auf Führungsebene ein paar Köpfe rollen, um den demokratischen Druck zu erhöhen.





    Offensichtlich wurde daraus keine Verehrung des dritten Reiches und seiner Ideologie gemacht, so what?


    Offensichtlich verfügst du über nähere Informationen. Denn um eben diesen Verdacht geht es.

    Uli. Hass weg!

  • Zweiter BW-Soldat verhaftet. Diesmal wohl in Kaserne in Kehl. Soll Komplize des ersten gewesen sein.


    Als Motiv vermutet die Bundesanwaltschaft offenbar in der Tat rechtsradikale, fremdenfeindliche Motive. Demnach sollte ein Anschlag verübt und der Verdacht auf Flüchtlinge gelenkt werden, um die Stimmung anzuheizen. Zu dem Zweck soll die im Wiener Flughafen gefundene Schusswaffe gedient haben.


    Also etwa das, was in Dortmund u.a. als Tatmotiv gemutmaßt wurde, bevor der Verdacht in Richtung Börsen-Spekulation ging.


    Im Raum steht jetzt auch der Verdacht einer terroristischen Vereinigung.

    Uli. Hass weg!

  • Jüngste Meldung: mit Wehrmachts-Devotionalien dekorierter Besprechungsraum in Kaserne entdeckt.


    Ist noch jemand so überrascht wie ich...? :)

    War ja selber mal 12 Monate in dem Laden. Mich wundert wirklich wie überrascht jetzt alle tun. War doch schon immer klar, dass da erhebliches rechstradikales Potential lauert.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Angesichts der Zahl an Altpersonal das nach Kriegsende den Dienst zeitnah wieder aufgenommen hat, der Weiternutzung vieler Kasernen und sonstiger Einrichtungen und selbst so Kleinigkeiten wie das die Panzer heute noch immer nach Raubkatzen benannt werden und mit Balkenkreuz markiert sind, zeigt halt das diese Aussage einzig dem vorherrschenden Mainstream geschuldet ist das alles, wirklich alles was irgendwie mit diesen 12 Jahren zu tun hat schlecht, böse und Pfui ist.

    Ja, die Autobahnen zum Beispiel waren etwas Gutes. 8) Die Wehrmacht losgelöst von der dahintersteckenden Ideologie zu betrachten, halte ich für unangebracht, da die Wehrmacht der verlängerte Arm dieser Ideologie war und sie quasi aus der Ideologie heraus geboren wurde, um die Ziele der Ideologie zu erreichen.

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  • War ja selber mal 12 Monate in dem Laden. Mich wundert wirklich wie überrascht jetzt alle tun. War doch schon immer klar, dass da erhebliches rechstradikales Potential lauert.


    Dazu musst du nicht mal gedient haben - der typische Antifa und Pazifist gehört sicherlich nicht zum Klientel derer, die sich für die Bundeswehr verpflichten lassen. Ist ja nicht wirklich ein normaler Job, sondern eher eine Ideologie.

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