Brexit-Thread

This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies. More details

  • Brexit-Thread

    Wie der Name schon sagt, hier kann alles zu den Brexit-Verhandlungen der nächsten Monate und Jahre rein.

    Das wird schließlich ein langwieriges Thema auch für Deutschland werden, von daher kann man da schon einen Thread zu eröffnen.
    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!

    Klaus Lage
  • Die unfähigste sogenannte "Regierungschefin" (nach Trump) hat sich mal wieder völlig verkalkuliert mit ihrer klassisch vermurksten Unterhauswahl.
    Sie hat keine absolute Mehrheit und muss jetzt entweder eine Minderheitsregierung bilden oder mit einer Pro-EU-Partei koalieren. Auf jeden Fall hat sie ihre persönliche Verhandlungsposition mit Brüssel unmöglich gemacht.

    Jeder Politiker tritt nach einer solchen Blamage zurück - May wird kleben, da bin ich mir sicher.
  • Das nervige ist, dass es vermutlich keinen Weg an Neuwahlen vorbei gibt.
    Weder eine torri noch eine labour Regierung würde sich auch nur bis zum Ende der Brexit Verhandlungen halten können.

    Neuwahlen in 2-3 Monaten wird die einzige Lösung sein. Damit ist dann wieder viel Zeit rum. Die EU wird einer Verlängerung der Verhandlungen zustimmen müssen und das ganze wird je nach Ergebnis der Neuwahlen eher 4 statt 2 Jahre dauern.

    11 Uhr wird May sprechen. Ich gehe davon aus, dass sie zurück tritt. Macht die Sache nicht besser, die größte Chance auf den Posten hat dann BJohnson. Also ein richtiger Mini-Trump.
  • waldiswau wrote:

    ich überlege gerade wie es gewesen wäre wenn labour gewonnen hätte. dann hätte dieser alt-linke den brexit mit der EU verhandeln müssen, also etwas gegen das er selber ist?
    corbyn ist selbst für den brexit (aber aus anderen gründen). labour ist dagegen (bzw. nach dem Referendum für einen soft brexit so sanft wie möglich. das brexit Ergebnis - dass es einen brexit geben wird - haben alle Parteien bis auf die lib dems akzeptiert). Da gibt es eine ziemlich innerparteiliche Zerrissenheit. deswegen hat labour auch nur ganz schwach Werbung für remain gemacht, corbyn selber hat pro remain auftritte zusammen mit blair abgelehnt. er selbst hat in der zeit gesagt der EU würde er so 7/10 Punkten geben. Was nicht gerade ein flammendes Statment für remain war. Hinterher wurde er dafür sehr stark kritisiert. da labour ansich für remain ist. (die labour mp's haben auch schon mehrfach versucht corbyn los zu werden, aber bei der Ur-Wahl setzt er sich immer wieder durch).

    Nach dem brexit Votum hat labour ein doppeltes Problem. Einerseits ist Labour für remain, andererseits haben Wahlbezirke die fest in labour Hand liegen für leave gestimmt. Kann die Partei noch für remain sein, wenn ihre wichtigsten Wahlkreise für leave sind? + Das Problem das der Chef für leave ist (aber halt nicht aus den gründen wie sie die leave Kampagne hatte, sondern wegen seiner von links kommenden Kritik an der EU).
  • Ich wusste dass sie klebt :thumbsup:

    Geduldet wird die Tory-Regierung im Unterhaus jetzt von der DUP, also der protestantischen Seite der nordirischen Politk, welcher zum Wohle der inneririschen Grenze und der Friedenshaltung im eigenen Land natürlich überhaupt nicht an einem von May propagierten Hard Brexit gelegen ist.
    Das ist ein Desaster mit Ansage: außenpolitisch ist May in der Brüsseler Verhandlungen jetzt quasi "enteiert", da sie ja kein klares Mandat für ebendiese Verhandlungen mehr hat; innenpolitisch ist sie über die kleinste Unstimmitgkeit mit einer Provinzpartei ihre Regierungsfähigkeit los. Das heißt, dass es noch in diesem Jahr erneute Neuwahlen geben kann. Wenn die Queen nicht wäre, könnte man das ganze auch "Bananenrepublik" nennen 8)

    Selbst als Liberaldemokrat muss ich allerdings den Hut vor dem Alt-Revoluzzer Corbyn ziehen. Die Medien haben ihn seit seinem Amtsantritt als Parteichef gnadenlos und durch die Bank fertiggemacht; aber der Mann stand und steht zu seinen Prinzipien und hat den Wahlkampf strategisch genau richtig geführt.
    Zu seinen Standpunkten kann man geteilter Meinung sein, aber der Mann ist ein ausgewachsener Politiker, May ist lediglich eine Blenderin.
  • SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat das Ergebnis der britischen Parlamentswahl als „schallende Ohrfeige“ für die Brexit-Befürworter bezeichnet.

    focus.de/regional/hessen/parte…in-hessen_id_7229149.html

    Ich hoffe ja, jemand verpasst Schulz mal eine schallende Ohrfeige.
    Was für ein jämmerlicher EU-Fanatiker! Ein absoluter Kasper vor dem Herrn!
    Gut, daß diese Pfeife bei der Bundestagswahl eh keine Chance hat. (Auch wenn ich auf Murksel ebenso verzichten kann)
  • Schulz hat nunmal recht - das ist eine schallende Ohrfeige, sicherlich für einen Hard Brexit.

    Man kann nur drei Kreuzzeichen machen, dass es diese Ohrfeige gab. GB verteibt 45% seiner Exporte an die EU - Hard Brexit hätte all dies mit Karacho vor die Wand gefahren, nur um die EU-Einwanderung zu kappen; diese wird in ihrem Umfang wiederum benötigt um die Agrar- und Serviceindustrie, die Gastronomie sowie das Gesundheitssystem am Laufen zu halten.

    May hätte es riskiert, dass wir 2019 weder mit der EU, noch mit einem anderen Land einen ratifizierbaren Handelsvertrag hätten. Das wäre ein absoluter Super-GAU, gerade für die jetzige und nachfolgende Generation neben dem kompletten strukturellen und wirtschaftlichen Absturz ganzer Regionen nördlich der Londoner City. Alles nur, weil Ausländerfeindlichkeit offensichtlich wieder salonfähig ist.

    Schulz mag ein EU-Fanatiker sein und meine Stimme im September wird wohl nicht an ihn gehen. Das, was May hier darstellt, ist allerdings um einiges gefährlicher.
  • Charmeoffensiven finden ja nicht nur in München statt, sondern aktuell auch in Brüssel. Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für eine Zukunft der Briten in Europa.

    Eine Chance wäre, dass ein neues Referendum von den Brexit-BEFÜRWORTERN eingebracht wird. Zuletz waren da ja entsprechende Töne von Nigel Farage zu vernehmen.

    Halte ich noch nicht für fix, den Brexit. Zumal Schottland sicher auch mächtig Druck macht.
    Uli. Hass weg!
  • Ich meine, was ich sage.

    Nimmt man die assoziierten Länder d. EWR und die Beitrittskandidaten dazu, muss man aber schon mit der Lupe suchen, um "europäische Staaten, die nicht in diesem Verein sind", zu finden. :)

    Selbst die Schweiz hat doch bilateral so ziemlich alles übernommen, was die EU so zu bieten hat. Bleiben noch die Riesen Andorra, Liechtenstein, San Marino oder Monaco im Kernbereich.

    Auch wenn ich dein Argument prinzipiell teile, dass man nicht so oft wählen lassen sollte, bis das Ergebnis stimmt, sähe ich das hier nicht so eng. Aber Voraussetzung wäre wohl in der Tat, dass eine solche Initiative aus dem Brexit-Lager kämme. Farage und Co. könnten wohl ziemlich schnell ziemlich reich werden...
    Uli. Hass weg!