Hasan "Brazzo" Salihamidzic

  • Das größte Problem ist unsere mangelnde Clubführung und Kaderplanung, die offensichtlich in der heutigen Zeit Probleme hat klarzukommen.


    Anstatt ständig zu lamentieren und auf andere zu zeigen, wäre es vielleicht mal wieder angebracht in den Spiegel zu schauen und die eigenen Hausaufgaben zu machen, auf allen Ebenen.


    Bei Liverpool laufen die Verträge von Salah Mane und Firmino aus (dieses Jahr Origi), hat man da irgendwelche Missklänge gehört? Offensichtlich ist man in der Lage mit den Spielern und Beratern vernünftig zu reden !

    Bin ich ziemlich bei dir.

    Aber der LFC hat auch mehr Argumente bei den Beratern - W€rtschätzung!

  • Dann muss man sich halt von den Spielern trennen und neue holen.

    Das Problem haben ja alle Vereine und nicht nur wir exklusiv.

    Das stimmt. Wobei bei uns finde ich es verglichen mit anderen Vereinen am Schlimmsten.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Das kann man doch drehen und wenden wie man will. Das Problem ist die Kaderplanung an sich und das ständige durchsickern von Zwischenständen (woher diese Informationen auch immer kommen intern oder extren).


    Wie kann es denn sein , dass andere Vereine es immer wieder schaffen wirklich gute Spieler für viel kleineres Geld, ohne Theater und monatelangem Gezeter in der Presse zu holen und diese auch zeitnah zu verkünden?


    Das war hier früher auch nicht so und das muss man einfach wieder verbessern. Egal wer hier die sportliche Verantwortung hat.

    Früher Tagano - dabei seit 23.08.2006 - ändere nie deine E-Mail Adresse im FC Bayern Forum!

  • Das kann man doch drehen und wenden wie man will. Das Problem ist die Kaderplanung an sich und das ständige durchsickern von Zwischenständen (woher diese Informationen auch immer kommen intern oder extren).


    Wie kann es denn sein , dass andere Vereine es immer wieder schaffen wirklich gute Spieler für viel kleineres Geld, ohne Theater und monatelangem Gezeter in der Presse zu holen und diese auch zeitnah zu verkünden?


    Das war hier früher auch nicht so und das muss man einfach wieder verbessern. Egal wer hier die sportliche Verantwortung hat.

    gab es schon immer und wird es immer geben, bei uns und natürlich auch bei allen anderen.

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  • die Frage ist immer, wer was durchsteckt, und wie es gemacht wird.


    Fährt ein bekannter Spielerberater an der Säbener vor, kann das nicht nur der Paparazzi vermelden, sondern auch der Gärtner.

    Trifft man sich im Campingwagen eines Strohmanns, dann sieht das schon anders aus.

    Kommt darauf an wie geheim man etwas machen will.

    Der bxb hat das zumindest bei Süle recht gut hinbekommen, deswegen war ich ja nochmal besonders sauer.


    Aber wie andere schon schrieben, ist es heutzutage fast unmöglich etwas länger als ein paar Stunden geheimzuhalten.

  • Wie kann es denn sein , dass andere Vereine es immer wieder schaffen wirklich gute Spieler für viel kleineres Geld, ohne Theater und monatelangem Gezeter in der Presse zu holen und diese auch zeitnah zu verkünden?

    Meines Erachtens ist das auch viel selektive Wahrnehmung. Man beschäftigt sich halt viel mit dem FCB und kriegt deshalb jede Kleinigkeit mit. Mit anderen Vereinen beschäftigt man sich automatisch nicht so viel und kriegt dort, wenn überhaupt, nur die Spitze des Eisbergs mit. Dazu kommt noch, dass wir halt das größte Interesse auf uns ziehen und die größte mediale Aufmerksamkeit in Deutschland haben.


    Insgesamt gibt es vor allem bei Verlängerungen zu viele Nebengeräusche, was aber sicherlich auch an Beratern liegt, die ihr Interesse durchdrücken wollen. Und wir lassen sie halt leider gewähren, was das Hauptproblem sein dürfte. Aber bei Transfers ist das bei uns nicht schlimmer als bei anderen. Wenn ich an das "monatelange Gezeter" um Adeyemi beim BVB, um Mbappe bei Real, um Haaland im Allgemeinen oder die ganzen ablösefreien Barca-Wechsel denke, ist das bei uns auf keinen Fall schlimmer. Nur weil Falk, Romano und co. das als ihre persönliche Bühne nutzen und jede Woche dreimal den gleichen, 4 Wochen alte Stand vermelden, um ihren Podcast zu füllen, heißt das ja nicht, dass der FCB da irgendwelche Aktien dran hat.


    Wir sind da halt, teils auch selbst verschuldet, mittlerweile bei vielen Fans halt auch auf dem Stand "wie man es macht, macht man es verkehrt". Siehe Gravenberch: Es war sehr schnell sehr klar, dass wir den holen wollen/werden, gleichzeitig wurde die Ungeduld aber Tag für Tag größer, weil er nicht verkündet wurde. Woran lag es? Dass man eben nicht Ajaxs 30 Mio. zahlen wollte, sondern halt verhandelt hat, um den Preis zu drücken, was uns letztlich offenbar auch gelungen ist. Zahlen wir die 30 Mio. direkt, um "zeitnah zu verkünden", sind wir wieder die Trottel, die viel zu teuer kaufen (und natürlich viel zu billig verkaufen), verhandeln wir, so wie es sich eigentlich gehört, sind wir wiederum die Idioten, die "Theater und Gezeter" generieren und die Spieler viel zu spät fix machen.


    Allgemein liegt das Problem mit dem "Theater" in erster Linie an der heutigen Medienlandschaft mit High-Speed-Portalen wie Twitter und selbstdarstellerischen Journalisten, die eine Info x-fach verwerten müssen, um ihre Podcasts aufzupumpen und zu suggerieren, auch jeden allerkleinsten Verhandlungsstand aus erster Hand mitzukriegen. Das muss man sich als Fan einfach bewusst machen, dann macht man sich auch weniger verrückt wegen solcher Geschichten.

  • Meines Erachtens ist das auch viel selektive Wahrnehmung. Man beschäftigt sich halt viel mit dem FCB und kriegt deshalb jede Kleinigkeit mit. Mit anderen Vereinen beschäftigt man sich automatisch nicht so viel und kriegt dort, wenn überhaupt, nur die Spitze des Eisbergs mit. Dazu kommt noch, dass wir halt das größte Interesse auf uns ziehen und die größte mediale Aufmerksamkeit in Deutschland haben.

    Absolut richtig.


    Man braucht gar nicht weit schauen:


    Augsburg. Die haben 2019 für 7,5 Mio (für Augsburger Verhältnisse sehr teuer. Drittteuerster Transfer der Vereinsgeschichte) den TW Koubek geholt. Der hat dann 2/3 der Saison munter vor sich hin gepatzt und ist nach dem 24.Spieltag 2019/20 aus der Startelf geflogen. Seit dem 29.02.2020 hat er nur noch ein einziges Pflichtspiel absolviert (letzter Spieltag 19/20, wohl eher ein "Aufmunterungseinsatz"). In den Saisons 20/21 und 21/22 war er durchgehend auf der Bank gesessen.


    Und beim teuersten Transfer (Pepi) weiß man auch noch nicht, ob das nicht ein Rohrkrepierer wird.



    Man stelle sich vor unser dritteuerster Spieler der Vereinsgeschichte (Upamecano) wäre nach 20 Spielen aus der Startelf geflogen und wäre seitdem nur noch Bankdrücker. Da wäre was los (durfte man hier im Forum ja bei ihm und auch bei Hernandez beobachten).



    Bei Dortmund waren es Spieler wie Schürrle, Schluz und Co, die floppen.


    Bei Leipzig kommt Olmo (zweitteuerster Spieler der Abteilungsgeschichte) auch hautpsächlich von der Bank.


    Bei Wolfsburg sind die beiden teuersten Transfers Draxler und Schürrle gewesen. Enough said....


    Bei Stuttgart ist der drittteuerste Spieler der Geschichte ein gewisser Pablo Maffeo. Hat ganze 691 Pflichtspielminuten für Stuttgart absolviert. Wurde seitdem mehrfach verliehen und wechselt jetzt für ein Drittel der ursprünglichen Ablöse nach Mallorca. Und erinnert sich noch jemand an Jon Dahl Tomasson? Für (damals teure) 7,5 Mio geholt. Nie überzeugt und am Ende für 500'000 wieder abgegeben.



    Man könnte ewig so weitermachen. Aber das Gras in Nachbars Garten ist halt doch grüner...

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  • Insgesamt gibt es vor allem bei Verlängerungen zu viele Nebengeräusche, was aber sicherlich auch an Beratern liegt, die ihr Interesse durchdrücken wollen.

    Dieser permanente Medienkrieg mit den Beratern geht mir allmählich aber auch auf den Keks. Das ist nämlich mit Sicherheit kein Problem, das wir exklusiv haben. Nur macht unser Management bei der Schlammschlacht dann noch fleissig mit. Bei anderen Vereinen lässt man die Berater halt ihre Meldungen lancieren und reagiert nicht drauf, dann ist das Thema nach 24 Stunden erledigt. Beim FC Bayern setzen sie sich für den Rundumschlag in den Doppelpass.

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  • Dieser permanente Medienkrieg mit den Beratern geht mir allmählich aber auch auf den Keks. Das ist nämlich mit Sicherheit kein Problem, das wir exklusiv haben. Nur macht unser Management bei der Schlammschlacht dann noch fleissig mit. Bei anderen Vereinen lässt man die Berater halt ihre Meldungen lancieren und reagiert nicht drauf, dann ist das Thema nach 24 Stunden erledigt. Beim FC Bayern setzen sie sich für den Rundumschlag in den Doppelpass.

    Ja, das sehe ich auch kritisch und das ist definitiv auch ein Problem.


    Exklusiv haben wir aber auch das nicht. Der Barca-Präsident gibt gefühlt jede Woche eine PK, weil die teilweise die Verträge auch nicht verlängert bekommen, PSG hat sich öffentlich von Mbappe bzw. dessen Mutter vor den Karren spannen lassen etc.


    Aber klar ist natürlich: Nur weil andere da auch schlecht reagieren, heißt das nicht, dass wir es nicht besser können müssten. Da sehe ich auch massives Verbesserungspotenzial. Im Gegensatz zu Transfers, bei denen ich die Hektik und das ungeschickte Verhalten eher bei ungeduldigen Fans, die sich von den Medienberichten verrückt machen lassen, verorte.

  • Meines Erachtens ist das auch viel selektive Wahrnehmung. Man beschäftigt sich halt viel mit dem FCB und kriegt deshalb jede Kleinigkeit mit. Mit anderen Vereinen beschäftigt man sich automatisch nicht so viel und kriegt dort, wenn überhaupt, nur die Spitze des Eisbergs mit. Dazu kommt noch, dass wir halt das größte Interesse auf uns ziehen und die größte mediale Aufmerksamkeit in Deutschland haben.


    Starker Beitrag. :thumbup:


    Es gab mal Zeiten, in denen mich die reißerischen Headlines über Bayern München geärgert haben. Bis ich irgendwann verstanden habe, dass auch die Negativberichterstattungen, eigentlich eine große Auszeichnung sind. Dementsprechend überfliege ich die ganzen Schlagzeilen heutzutage nur noch, muss gelegentlich sogar darüber schmunzeln, wenn die Mainstream-News, oder Typen wie Loddar, Hamann und die Babbles dieser Welt, mal wieder zum Angriff blasen.


    Ich habe verstanden, dass Bayern München der absolute Primus in Deutschland ist, der einzige Verein, mit dem spezifische News überhaupt funktionieren. Verstanden, dass kein anderer Verein den Klastschmedien mehr Klicks und Quote garantieren. Man stelle sich alleine vor, was in München los wäre, wenn die Bayern in den vergangenen Jahren, eine Transferpolitik wie der BvB, mit seinen zahlreichen Umbrüchen hingelegt hätte?


    Susi Zorc ist trotzdem immer gut raus - und wie in jedem Jahr um diese Zeit, hat der BvB angeblich mal wieder alles besser gemacht, als die Bayern, wo ja eh nur Stümper herumlaufen, die von der Materie keine Ahnung haben. Als Bayern-Fan frage ich mich immer wieder, warum sich viele Fans aus den eigenen Reihen von dieser Berichterstattung immer anstecken und sich herunterziehen lassen? Denn ich behaupte an dieser Stelle, dass nur ganz wenige Vereine in Europa, ihren Fans in den vergangenen 10 Jahren, so viel Freude und Titel beschert haben, wie die Stümper aus München.

  • Man stelle sich vor unser dritteuerster Spieler der Vereinsgeschichte (Upamecano) wäre nach 20 Spielen aus der Startelf geflogen und wäre seitdem nur noch Bankdrücker. Da wäre was los (durfte man hier im Forum ja bei ihm und auch bei Hernandez beobachten).

    Die Häme über andere Vereine kann man sich sparen. Unser mit Abstand teuerster Spieler war zwei Jahre vorrangig nur Bankdrücker.

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  • Da mag ja vieles von dem in den letzten Beiträgen Geschriebenem richtig sein, selektive Wahrnehmung, viel Beschäftigen mit dem eigenen Verein und kein Einblick in andere Vereine, usw..


    Ich bleibe trotzdem dabei, das, was wir gerade erleben und von unseren Profispielern, ihren Beratern, aber auch unserem Management hier geboten bekommen (bzw. was das Management auch teils öffentlich schluckt (Sky90 z.B.) obwohl es mal draufhauen müsste damit endlich mal Ruhe im Karton ist), das hat mittlerweile schon echt Qualitäten, das hat Ausmaße angenommen, die einfach nicht mehr schön sind.


    Das gestandene Fußballer sich da mit all ihren Privilegien hinstellen und beim Dealen um noch weiteren Millionen in (oder am Ende) der Coronakrisenzeit dann von mangelnder Wertschätzung labern, der eine will kein Angebot bekommen haben und heult fast (ja, wat denn nu, wenn Dich das seit Monaten nervt, dann latsch doch mal zum Chefe, den Berater labert doch schon mit dem, und Du willst nix gehört haben?), der nächste social-mediat schon Jahre vorher dass er doch eigentlich weg will, der nächste läuft obwohl sicher in seinem fetten Vertrag sitzend unmotiviert übers Gras und erzählt bei Kritik dann noch "ich will doch nur Fußball spielen",...


    usw. usf., ich will das gar nicht hier noch weiter aufzählen, aber alleine, dass es für eine solche lange Aufzählung (wie gesagt, bei den Versäumnissen oder Fehlern bei den Transfers war ich noch gar nicht) überhaupt reicht, sagt doch schon alles aus.


    Das ist schon ungewöhlich, und ja, ich habe auch 80, vor allem auch 90er und die 00er Jahre mitbekommen, und da war auch oft viel Kopfschütteln angesagt, aber nochmal, das aktuell Gebotene erreicht neue Qualitäten, und wenn wir hier nicht aufpassen, dann kann das auch sportlich ganz schnell (und erst Recht mit der vermaledeiten WM im Winter) richtig unschöne Wendungen nehmen!

    Wir verbrennen für erhebliche Teile unseres Kaders ordentlich Kohle, und da kommt im Moment nicht mehr so richtig das bei raus, was rauskommen müsste. Ich wiederhole, wenn wir mit der verdammten WM in der Mitte ein Motivationsloch(ich will mich nicht verletzen...) vor der WM und ein paar Verletzte nach der WM haben, dann rumpelt es, aber richtig. JN muss zusehen, dass der Kader endlich wieder sicherer spielt, und zwar noch vor der WM, und Brazzo muss schleunigst (und zwar weit vor Toresschluß!) mal zusehen, Zu- und Abgänge festzunageln - d.h. im Zweifelsfall auch Lewa festzunageln, aber Hauptsache, er macht jetzt mal hin!

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  • Die Häme über andere Vereine kann man sich sparen. Unser mit Abstand teuerster Spieler war zwei Jahre vorrangig nur Bankdrücker.

    Die erste Saison bei uns war er ewig verletzt mit dem Innenbandriss. In der zweiten Saison war er der Feldspieler mit den 7.meisten Minuten im Kader.

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  • Denn ich behaupte an dieser Stelle, dass nur ganz wenige Vereine in Europa, ihren Fans in den vergangenen 10 Jahren, so viel Freude und Titel beschert haben, wie die Stümper aus München.

    Das ist zweifellos korrekt. Was Du und andere aber übersehen, ist, dass die Erfolge zwischen 2010 und 2020 in allererster Linie auf van Gaal, Heynckes, Guardiola und Reschke zurückgehen. Unter ihnen wurde taktisch und spielerisch einerseits und auf dem Transfermarkt andererseits eine selten dagewesene Substanz aufgebaut, von der der FCB bis heute zehrt. Die negative Grundstimmung hier im Forum ist darauf zurückzuführen, dass die damals aufgebaute Substanz schwindet und keine gleichwertige neue aufgebaut worden ist, obwohl der FCB so viel Geld für Spieler ausgegeben hat wie nie zuvor. Die Mannschaft hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Qualität verloren, die Spielkultur in der abgelaufenen Rückrunde ist wieder auf dem Stand der Vor-van-Gaal-Zeit angelangt - trotz 350 Millionen Euro Gehaltskosten.


    Die negative Grundstimmung ist nicht Ausdruck der Lust am ewigen Genörgel, sondern der Sorge, dass die unfassbaren Erfolge in besagtem Zeitraum nicht wiederholt werden können. Der FCB war über Jahre nahezu unschlagbar, Niederlagen waren, abgesehen vielleicht von CL-Halbfinals, mehr Ausrutscher denn Minderleistung. Das kam nicht von ungefähr, sondern war das Ergebnis der Arbeit von Experten. Ist das heute immer noch so? Oder ist der FCB trotz höherer Ausgaben nicht vielleicht schwächer als in den großen Jahren? Und wenn ja: Warum ist das so?


    Nichts ist schwieriger, als Erfolge wieder und wieder zu bestätigen. Und wer angesichts dessen in den vergangenen Jahren als Bayern-Fan sich nicht zumindest fragt, ob im Club alles in die richtige Richtung geht, der will es dann vielleicht auch gar nicht wissen. Erfolg haben aber nicht die, die sich am meisten bejubeln, sondern die, die sich auf im Erfolg ständig hinterfragen.

  • Die Häme über andere Vereine kann man sich sparen. Unser mit Abstand teuerster Spieler war zwei Jahre vorrangig nur Bankdrücker.

    Welche Häme?


    Ich habe doch mit meinem Beitrag nur aufgezeigt, dass es bei anderen Vereinen eben auch (!!!) oft mal schief läuft...


    Der Unterschied ist eben, dass es bei uns deutschlandweit Thema ist, bei anderen Vereinen dagegen kaum jemand interessiert, der mehr als 20km vom Trainingsgelände entfernt wohnt.



    Ja, Hernandez war zu teuer. Das wurde im Forum inzwischen bis zum erbrechen rauf und runter diskutiert. Muss nicht nochmal sein.


    Und ja, aktuell machen wir in vielen Punkten eine deutlich schlechtere Figur als es sein müsste, deshalb ist Kritik natürlich angebracht.




    Aber es geht mir einfach tierisch auf die Nerven, dass man hier im Forum ständig lesen muss, wie toll es bei allen anderen Vereinen angeblich ist.


    Deswegen habe ich Beispiele aufgezählt wie es bei anderen Vereinen mit den teuren Transfers ausschaut, und da geht es eben auch (!!!) oft genug schief. Und das waren jetzt nur Beispiele aus Deutschland...

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  • Das ist zweifellos korrekt. Was Du und andere aber übersehen, ist, dass die Erfolge zwischen 2010 und 2020 in allererster Linie auf van Gaal, Heynckes, Guardiola und Reschke zurückgehen. Unter ihnen wurde taktisch und spielerisch einerseits und auf dem Transfermarkt andererseits eine selten dagewesene Substanz aufgebaut, von der der FCB bis heute zehrt. Die negative Grundstimmung hier im Forum ist darauf zurückzuführen, dass die damals aufgebaute Substanz schwindet und keine gleichwertige neue aufgebaut worden ist, obwohl der FCB so viel Geld für Spieler ausgegeben hat wie nie zuvor. Die Mannschaft hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Qualität verloren, die Spielkultur in der abgelaufenen Rückrunde ist wieder auf dem Stand der Vor-van-Gaal-Zeit angelangt - trotz 350 Millionen Euro Gehaltskosten.

    Nein, ich übersehe da überhaupt nichts, ich habe lediglich eine andere Erwartungshaltung, als viele Kritiker. Denn nach meiner Auffassung ist das Ende einer Ära ein ganz normaler Prozess, speziell, wenn diese Ära so außergewöhnlich war, wie diese in den vergangenen 10 Jahren. Wie außergewöhnlich diese Ära war, zeigt ja die über 120-jährige Vereinsgeschichte beeindruckend auf. Man wird das wohl erst mit etwas Abstand zu den aktuellen Ereignissen, also in der Zukunft, etwas besser greifen und wertschätzen können.


    Dass nicht immer alles richtig gemacht wird, liegt in der Natur der Sache. Aber auch das gestehe ich einem Verein zu. Denn Fußball, ein Mannschaftsgefüge und speziell Transfers, sind sehr komplexe Themen. Auch wenn viele Fans häufig so tun, als würde man über ein Fußballmanagerspiel oder Fifa Soccer sprechen. Speziell Corona, aber auch die Einflüsse der Scheichmilliarden, oder die TV-Gelder in England, haben die komplette Fußballlandschaft in den vergangenen Jahren doch radikal verändert. Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die dennoch nach kreativen Lösungen suchen, besonders, wenn ich wie heute lese, dass die Bayern die Saison 20/21, als einer der wenigen Vereine in Europa, mit einem finanziellen Gewinn beendet haben - trotz aller Herausforderungen.

  • was du natürlich besser einschätzen kannst als der Trainer Flick? Lachhaft

    Nicht besser aber meine Meinung ist eine andere. Ich hätte Lucas gerne öfter gesehen.


    Und Flick ist übrigens nicht unfehlbar. Siehe auch seine Dantas Einschätzung oder die ganzen bescheuerten Werner/Henrichs/Emre Can usw. Pläne. Von her ist "Flick hat das aber so gesehen" nun alles andere als ein wasserdichter Beleg für einen Standpunkt.


    Hansi hat seinen Fehler dann ja auch korrigiert und Lucas mit den 7. meisten Minuten in der zweiten Saison belohnt. Und hier wird er als Bankdrücker betitelt, schon witzig.

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