Bundestagswahl 2017

  • Die Union hat halt aktuell mit der AFD das gleiche Problem wie die SPD mit den Linken.


    Da gehen dem bürgerlichen Lager einfach zu viele Stimmen verloren um eine Mehrheit zusammen zu bringen.


    So wie Rot-Grün seit dem Erscheinen der Linken auf der bundespolitischen Bildfläche im Bund keine Chance auf eine Mehrheit mehr hat, so geht es nun Schwarz-Gelb.



    Wenn mit AFD und Linken schon mal ca. 20% "belegt" sind, dann wird es einfach schwer für Zweierbündnisse unter den anderen Parteien.



    Entweder schafft es einer der beiden (Union mit der AFD oder SPD mit den Linken) seinen äußeren Rand wieder einzufangen und so die AFD oder Linkspartei aus dem Bundestag zu drängen oder wir werden uns in Zukunft darauf einstellen müssen, dass außer Groko (wenn überhaupt) nur noch Dreierbündnisse mehrheitsfähig sind.


    Die Linken sind mMn schon zu etabliert als das es wahrscheinlich wäre, dass die wieder verschwinden.


    Auch bei der AFD habe ich Zweifel, dass das passiert. Bei denen habe ich aber zumindest noch eine kleine Resthoffnung, dass die sich selber zerlegen.



    Mit dauerhaft 6 Fraktionen im BT wird es immer kompliziert sein eine Regierung zu bilden...




    Die Bayern-Wahl wird aber in der Tat spannend. Aber hier ist die CSU ja noch stark genug, dass selbst bei einem verpassen der absoluten Mehrheit ein Koalitionspartner reichen würde...

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  • Wobei es ja zumindest bei den Linken schon Stimmen gibt, dass man sich bei SPD, Grünen und Linken mal über eine "linke Sammlungsbewegung" unterhalten sollte.


    Dass die AfD verschwindet, glaube ich auch nicht, aber ob schwarz-gelb sich mit denen einlassen können, selbst wenn sich die Prozente innerhalb dieser Parteien verschieben?


    Ich sehe ja tatsächlich die FDP bzw die Grünen als entscheidend an, was die Zukunft angeht. Beide haben eine ähnliche Wählerschaft, beide verkörpern Politik, die sich bis auf einige Dinge durchaus vereinbaren ließe. Man will aber nicht. Beide stehen vor allem zwischen den Stühlen und könnten sowohl mit SPD als auch mit Union koalieren.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Naja, ob der bürgerliche Flügel der Grünen mit den Linken eine "Bewegung" eingehen möchte, halte ich dann doch für fraglich.


    Schwarz-Gelb wird mMn nicht den "Tabubruch" begehen und mit der AFD zusammenarbeiten.


    Das macht ja noch nicht mal die SPD mit den Linken und die sind ja gegenüber der AFD eher zahm...



    Ich denke die Union muss alles daran setzen bei der nächsten BT-Wahl die AFD zurückzudrängen.


    Gelingt es der Union die AFD auf 5-8% zurückzudrängen und selbst wieder auf 37%+X zu kommen, dann rückt eine Mehrheit für Schwarz-Gelb oder Schwarz-Grün in greifbare nähe.


    Ich bin überzeugt, dass eine solche Koalition dann auch zustande kommen würde.
    Müssen nur zwei Partner Kompromisse schließen, dann ist das grundsätzlich leichter als bei 3.
    Außerdem werden es dann weder FDP noch Grüne sich erlauben können Deutschland nochmal in eine große Koalition zu schicken...

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  • Bei den Grünen mache ich mir auch keine Sorgen, aber dass die Union noch einmal auf 37% kommt, sehe ich auch nicht so ohne weiteres. Aber gut. Erst einmal hat man zwei Jahre Zeit. Würde mich nicht wundern, wenn Merkel den Schlussstrich schon da zieht. Immerhin wäre sie danach eine lame Duck, die den Parteivorsitz an den kommenden Kanzlerkandidaten abgeben müsste. Im Grunde müsste man fast schon erwarten, dass sie dem nächsten Kandidaten dann auch direkt den Wahlkampf aus dem Amt heraus ermöglicht.


    Das werden spannende zwei Jahre.

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  • Alles entscheidend wird die Flüchtlingsfrage sein. Angst, Groll und Hass in der Bevölkerung wachsen. Geht das noch 2 Jahre so weiter, steht die AfD bei 20-25%.

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Alles entscheidend wird die Flüchtlingsfrage sein. Angst, Groll und Hass in der Bevölkerung wachsen. Geht das noch 2 Jahre so weiter, steht die AfD bei 20-25%.

    Jep, die AFD und die Blauen werden bei der nächsten Bundestagswahl zwischen 20 - 25% zusammen bekommen...Vielleicht sogar bis zu 30%...

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  • CDU 30%, SPD 12%, AfD 22%, FDP 10% Grüne 9%, Linke 10%...



    Flotter 3er unter der CDU und alles bleibt beim Alten. :/

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Zu den 30% der AfD äußere ich mich mal nicht weiter. Die wird es nicht ansatzweise geben.


    Aber wieso werden bei euren Prognosen permanent die Grünen so schwach dargestellt? Man muss sie ja nicht wählen, aber die letzten Wochen haben eines gezeigt, nämlich, dass die Grünen die Partei im linken Spektrum sind, die von einer schwachen SPD profitieren. Sie stehen seit der Wahl konstant bei 12% und mehr und haben damit mehr oder weniger genau die Krümel aufgelesen, die die SPD abgegeben hat.


    Der "große" Verlierer der kleinen Parteien scheint die FDP zu sein, die seit ihrem Nein zu Jamaika nur selten auf die fast 11% kommt, die sie bei der Wahl erreicht haben. Die stehen seitdem konstant bei 8-9.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Neuwahlen mal außen vor, sind es bis zur nächsten Wahl noch einige Jahre hin. Unmöglich vorherzusagen, wie sich die Stimmungslage bis dahin verändert. Hängt ja auch stark von Dingen ab, die die Politik gar nicht in der Hand hat.


    Es gibt in Deutschland einen nicht zu vernachlässigenden Bodensatz an Menschen, die entweder Rassisten sind oder aber mit Rassisten kein Problem haben. NPD, DVU und wie die alle heißen haben es nie geschafft, diese Gruppe vollständig für sich zu erschließen. Die AfD schafft das ziemlich gut. Durchaus möglich, dass da noch ein paar dazukommen, die die AfD immer noch für eine "normale" konservative oder Protestpartei halten.


    Eines der Probleme der AfD ist, dass der angesprochene Bodensatz dauerhaft rassistisch und nationalistisch bedient werden will. Das zwingt sie auf einen Kurs, der nicht wenigen irgendwann unheimlich wird. Ob die AfD dann verschwindet, sich marginalisiert oder in etwa dort verharrt, wo sie jetzt steht, ist schwer vorherzusagen. Aber es ist zumindest extrem unwahrscheinlich, dass sie noch weiter nennenswert wächst.

    Uli. Hass weg!

  • Das ist ja der Punkt. Erst waren es die Eurokritiker und dann kamen die Flüchtlinge. Irgendwann verläuft sich das Thema eben wieder. Zumal ein nicht geringer Teil einfach Protestwähler sind, die vorher bei den Linken ihr Kreuz machten.


    Los wird man sie sicher nicht mehr, aber ich gehe stark davon aus, dass die bereits ihr Maximum erreicht haben. Schlimm, dass sie durch den Rechtspopulismus auf 16% kommen, aber mit was wollen die noch weiter wachsen? Unzufriedenheit mit der politischen Klasse? Viel Spaß dabei. Irgendwann wird die Leier auch langweilig und die Leute machen ihr Kreuz bei den Parteien, die konkrete (!) Lösungen versprechen und nicht nur Phrasen.


    Interessant wird allerdings die Sachsenwahl 2019. Da scheint man die CDU als stärkste Kraft abgelöst zu haben. Einen Koalitionspartner wird man trotzdem nicht finden.

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  • Natürlich. Die AfD und die Blauen zusammen, das ist ja was völlig anderes. Die blauen sind im nicht messbaren Bereich.

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  • Wer sind denn die Blauen? 1860?


    Eigentlich müsste man die letzten Beiträge mal speichern, denn ihr werdet euch noch wundern wie die Ergebnisse der nächsten Wahlen aussehen. Den Anfang mach dann die Landtagswahl in Bayern. Da rummst es zuerst richtig.

    "Kriminelle haben im Fußball nichts zu suchen."
    (Uli Hoeneß)


    Dann halt dich auch dran
    :!::!::!: