Bundestagswahl 2017

  • An Jamaika glaube ich nicht. Bevor das passiert, macht die SPD wieder die Beine breit. Neuwahlen schließe ich auch aus. Dann können sie den Laden ganz dicht machen und gleich der AfD zu dann 20%+ gratulieren, weil denen das perfekt in die Karten spielen würde. Aber auch dazu wird es nicht kommen, weil siehe Begründung zwei Zeilen weiter oben.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • TJa, leider wird nur versucht die AFD zu dämonisieren anstatt zu versuchen die mit Argumenten platt zu machen, das Ergebnis sieht man ja in den Umfragen.

    Die AfD baut auf der islamophoben Haltung und den Umständen der Flüchtlingskrise, das kann im schlimmsten Fall zur Machtergreifung führen. Einer wie Gauland kann über Islam und Flüchtlinge sich auslassen und dabei zu geben, dass er noch nie mit einem deutschen Muslim oder Imam oder einem Flüchtling gesprochen hat. Auf die Differenzierung zwischen den "Verbrechern mit dem Migrationshintergrund" und den verfassungstreuen deutschen Bürgern des islamischen Glaubens verzichtet er, weil die AfD die Massen mobilisieren will. Zweck heilt die Mittel. Der AfD-Klientel wird die Angst vor der "Islamisierung Europas" eingepflanzt, dabei können die AfD-Politiker nicht mal erklären, "Was ist Deutsch?", das juckt aber viele ihre Anhänger nicht. Man braucht Feindbilder, am liebsten groben, damit das Elend der AfD-Philosophie kaschiert wird.

    Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.

  • An Jamaika glaube ich nicht. Bevor das passiert, macht die SPD wieder die Beine breit. Neuwahlen schließe ich auch aus.

    Wieso sollte die SPD Selbstmord begehen und wieder zurück zu Mutti kriechen? Wenn es eine Mehrheit für eine andere Koalition gibt, dann wird die SPD sofort abwinken - Neuwahlen wären dann nicht ihre Schuld. ;)


    Und auf die Regierungsgeilheit von FDP und Grüne kann man sich verlassen...

    MINGA, sonst NIX!

  • Wieso sollte die SPD Selbstmord begehen und wieder zurück zu Mutti kriechen? Wenn es eine Mehrheit für eine andere Koalition gibt, dann wird die SPD sofort abwinken - Neuwahlen wären dann nicht ihre Schuld.


    Und auf die Regierungsgeilheit von FDP und Grüne kann man sich verlassen...

    Aber auch die SPD ist geil auf Ministerposten und Mutti regiert mit denen doch ganz bequem. Man ist sich doch einig. Warum soll sie ein Novum eingehen und auf Jamaika setzen? Die SPD hätte schon mehr als einmal abwinken können, am Ende geben sie sich aber immer staatstragend und koalieren lieber. Das wird auch diesmal nicht anders sein.

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  • Die SPD hätte schon mehr als einmal abwinken können, am Ende geben sie sich aber immer staatstragend und koalieren lieber.

    Die momentanen Bundesminister wären sicher begeistert, weiter im Amt zu bleiben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD-Mitglieder weiter Lust darauf haben, dass ihre Partei den Bach runtergeht und Merkel den Erfolg zugeschrieben bekommt. Da macht die Basis nicht mehr mit.

    MINGA, sonst NIX!

  • Wenn die Sozen die Basis wieder befragen, wäre das denkbar. Fragt sich nur, ob sie das durchhalten, wenn am Ende Neuwahlen anstehen. Will man damit was gewinnen und wenn ja, was?

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • An Neuwahlen glaube ich nicht.


    Solange die etablierten Parteien eine Mehrheit haben erwartet das Volk (zurecht), dass die Kompromisse schließen und mit den Mehrheitsverhältnissen, die bei der Wahl rauskommen, eine Regierung bilden.


    Wenn es für Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün nicht reicht, dann werden sich am Ende entweder die Sozen wieder zu einer Groko bereit erklären oder Grün und Gelb sich für Jamaika zusammenraufen.


    Verweigern sich alle 3 potentiellen Koalitonspartner der Union wird das ihnen schaden und vor allem der Afd nutzen.


    Je stärker die AfD, desto unwahrscheinlicher eine Regierung ohne die Union.

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  • kann mir nicht vorstellen das gelb und grün sich soweit annähern .

    Nach allem was ich bei Özdemir und Lindner in den letzten Wochen rausgehört hab, bin ich überzeugt davon, dass die am Ende des Tages auf einen Nenner kommen werden...Und Schleswig Holstein machts ja gerade vor...

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  • Nach allem was ich bei Özdemir und Lindner in den letzten Wochen rausgehört hab, bin ich überzeugt davon, dass die am Ende des Tages auf einen Nenner kommen werden...

    Die FDP und die Grünen können es sich doch gar nicht leisten, Jamaika zu blockieren. Bei Neuwahlen würde man sie abwatschen, weiter Schwarz-Rot macht sie nur noch kleiner und unbedeutender. Eher werden andere kleinere Parteien sie noch einholen, die wieder mehr auf Kernthemen setzen und nicht mit das große Ganze rumschwafeln.

    MINGA, sonst NIX!

  • Die FDP und die Grünen können es sich doch gar nicht leisten, Jamaika zu blockieren. Bei Neuwahlen würde man sie abwatschen, weiter Schwarz-Rot macht sie nur noch kleiner und unbedeutender. Eher werden andere kleinere Parteien sie noch einholen, die wieder mehr auf Kernthemen setzen und nicht mit das große Ganze rumschwafeln.

    Korrekt.


    Nach der Wahl wird aller Voraussicht nach Merkel einen klaren Regierungsauftrag vom Wähler bekommen haben (wahrscheinlich 10-20 Prozentpunkte mehr als die zweitstärkste Partei)


    Sollten alle 3 potentiellen Koalitionspartner (Rot, Gelb, Grün) sich dem am Ende verweigern, dann werden die bei einer Neuwahl Verluste erleiden.


    Die Verluste würden dann wohl Afd und linke stärken, was wiederum eine neue Groko unausweichlich macht.



    An der Union wird weder Jamaika noch eine neue Groko scheitern.

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  • Die Spannung steigt definitiv. Daran das Angela Merkel unsere Kanzlerin bleibt besteht denke ich kaum Zweifel, was mich persönlich auch sehr freut.
    Die Frage, welche Koalition am Ende rauskommt halte ich für weitaus spannender. Die SPD steckt in einem großen Dilemma, einerseits versuchen sie krampfhaft sich thematisch von der Union abzugrenzen, was ihr meinem Empfinden nach kaum gelingt. Auf der anderen Seite sitzen sie selbst in der Regierung und können nur bedingt die Politik der letzten Jahre angreifen.
    Der SPD würden im Bezug auf Wählerstimmen und der Schärfung eines Profils, vier Jahre in der Opposition sicher gut tun. Ob man zu dieser Einsicht auch bei der SPD gekommen ist, bezweifle ich jedoch stark. Dafür wird der ganze Wahlkampf der SPD-Spitze zu sehr als Juniorpartner der Union geführt. Da scheinen alle Angst um ihren Ministerposten zu haben und ich befürchte, dass das am Ende auch der Grund ist warum die SPD die Groko wieder eingeht.


    Für schwarz-gelb oder schwarz-grün wird es wahrscheinlich auch nicht reichen. Es wird sich also wohl zwischen Groko und Jamaika entscheiden. Ich persönlich bevorzuge eine Jamaika-Regierung unter Angela Merkels Führung.


    Das die AfD in den Umfragewerten weitere Prozentpunkte zulegt sind alle anderen Parteien selbst schuld. Es wäre ein leichtes die AfD argumentativ vorzuführen, man muss ihr nur genug Redezeit geben, dann entlarvt sich die AfD ganz von selbst.
    Man kann natürlich klar machen was man von Rechten hält, aber es wäre doch einfach der AfD mit Fakten, Argumenten und ein paar tiefer gehenden Fragen zum eigenen Parteiprogramm bloß zustellen. Aktuell gelingt es der AfD doch wunderbar sich nicht mit einem breiten Themenspektrum präsentieren zu müssen, sondern durch Stammtischparolen die Protestwähler auf ihre Seite zu ziehen. Würden die wegfallen und der AfD nur noch die wirklich überzeugten Rechten als Wähler bleiben, würde sie ganz schnell den Gang der NPD gehen.

  • Sehe ich ähnlich. Bis auf die Sache mit der AfD. Es gibt eben diesen Sumpf, der bereit ist, sein Kreuz rechts von der Union zu setzen. Und wenn da eine Partei ist, der es einen Hauch mehr gelingt, sich einen bürgerlichen Anstrich zu verpassen als etwa die NPD, dann hat sie locker das Potenzial, über zehn Prozent zu kommen. Wie sich die übrigen Parteien ihr gegenüber verhalten, ist da vergleichsweise unerheblich.


    Da weder R2G noch Schwarz-Grün realistisch sind, bin ich ebenfalls für Jamaika. Die Debatten-Kultur, eh schon nicht besonders ausgeprägt bei uns, verelendet unter der GroKo. Kann da "Das Hohe Haus" von Roger Willemsen (+) nur empfehlen.


    Die SPD hat einmal mehr die Chance vertan, ihr Problem mit der LINKEN zu lösen. Halbherzige Distanzierung nimmt ihr kein Mensch ab. Aber um auf der anderen Seite Wechsel-Sehnsüchte zu schüren, bräuchte es den Mut, sich endlich klar zu der Partei zu bekennen!


    So setzt die SPD, wie eigentlich schon seit Jahrzehnten, weiter darauf, dass die LINKE sich irgendwann selbst erledigt. Das kann passieren. Muss es aber nicht. Dabei läuft den Sozialdemokraten die Zeit davon. Und ich bin mir nicht sicher, ob diese einst so stolze Partei das überhaupt realisiert.

    Uli. Hass weg!