Bundestagswahl 2017

  • Es gibt radikale Auswüchse in jeder Partei, aber eine Partei pauschal als radikal zu bezeichnen finde ich unpassend.


    Natürlich sollte das eigene Land an erster Stelle kommen und wie ich schon schrieb, die EU steht für mich nicht für Europa.


    Das war kein Vergleich sondern ein Beispiel, wir in NRW konnten ein Lied davon singen und Berlin will ich erst gar nicht erwähnen.

    Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um anderen zu gefallen.

  • Warum soll die SPD übrigens nicht zuerst mit den Grünen sprechen? Wenn man die Ampel versuchen will, kann man doch erst einmal klären, was die Grünen anzugeben bereit wären.
    Im Bund musste die CDU doch auch erst einmal mit der CSU die Obergrenze abklären, bevor man sich mit FDP und Grünen an einen Tisch setzen kann. Und da handelt es sich sogar um eine Fraktion.


    Was es in Niedersachsen geben wird, wird interessant. Die einen blockieren die Ampel, die anderen Jamaika. Bleibt eigentlich nur eine GroKo, aber so sonderlich gut verstehen sich die beiden Landesverbände ja nicht gerade, oder? Im Übrigen fände ich es zudem sehr scheinheilig, wenn die CDU an Jamaika arbeiten würde. Selbst nimmt man für sich doch auch immer den Regierungsauftrag in Anspruch, wenn man stärkste Partei ist. Man stelle sich mal vor, die SPD würde als zweitstärkste Kraft an einer Regierungsbildung arbeiten. Da wäre die Empörung doch sehr groß.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Warum soll die SPD übrigens nicht zuerst mit den Grünen sprechen? Wenn man die Ampel versuchen will, kann man doch erst einmal klären, was die Grünen anzugeben bereit wären.

    weil die fdp die ampel ausgeschlossen hat. das muss man nicht verstehen, aber man sollte es respektieren.




    Im Übrigen fände ich es zudem sehr scheinheilig, wenn die CDU an Jamaika arbeiten würde. Selbst nimmt man für sich doch auch immer den Regierungsauftrag in Anspruch, wenn man stärkste Partei ist. Man stelle sich mal vor, die SPD würde als zweitstärkste Kraft an einer Regierungsbildung arbeiten. Da wäre die Empörung doch sehr groß.

    deswegen macht ja keiner in der cdu anstalten das zu versuchen.

  • Ach es wurden schon oft Bündnisse ausgeschlossen und am Ende hat man doch verhandelt. Warten wir einfach mal ab, ob die FDP bei der Ampel standhaft bleibt. Besser als Opposition ist das allemal.

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  • Ach es wurden schon oft Bündnisse ausgeschlossen und am Ende hat man doch verhandelt. Warten wir einfach mal ab, ob die FDP bei der Ampel standhaft bleibt. Besser als Opposition ist das allemal.

    Darauf würde ich jede Wette eingehen, dass die FDP da felsenstandfest bleibt...Das ist sie, wenn sie den Wählern gegenüber vor der Wahl ehrlich Koalitionen ausgeschlossen hatte unter Westerwelle und Lindner immer geblieben...Auch wenn andere Parteien und Teile der Medien sich nach der Wahl noch so gespielt darüber empört haben...

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  • sagst du das der spd im bund auch?

    Was soll ich dazu sagen? Wenn Jamaika scheitert, wird die SPD mit der Union reden. Da bin ich mir sicher. Wenn ich das richtig erinnere, hat ja erst einmal nur Schulz Gespräche kategorisch ausgeschlossen und der ist ja ohnehin nur eine Lame Duck. Zumal man auf der anderen Seite auch sagen muss, dass wenn Jamaika nicht zustande kommt, die SPD durchaus ein Druckmittel hat. GroKo ja, aber dann eben nicht mit Merkel. Wenn man dem Buschfunk glauben kann, hat die ja eh keinen Bock auf eine weitere Amtszeit gehabt und wenn sie keine Koalition zustande bringen sollte, wäre es auch für sie eng. Sie wäre nicht die erste Vorsitzende, die entsorgt wird, damit eine Regierung gebildet werden kann und intern regt sich eben Widerstand.


    Ich glaube nicht, dass das passiert, denn dazu sind die Grünen zu geil auf die Macht, aber noch sehe ich die FDP nicht an Bord. Die werden ähnlich skeptisch sein wie die SPD. Drei Amtszeiten von Merkel und drei mal wurden die Koalitionspartner radikal rasiert. Die werden sich das alle teuer bezahlen lassen.


    Bei der CSU muss man auch erst einmal abwarten, wie lang sich Seehofer noch halten kann. Würde ja fast vermuten, dass er noch den Koalitionsvertrag unterschreibt, damit anschließend sein Nachfolger in Bayern dagegen wettern kann, denn der hat ihn ja dann nicht unterzeichnet.

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  • in der tat spannende zeiten. leider auch lähmende, denn das halbe kabinett ist defacto in der opposition. ok, die meisten spd´ler haben in den letzten jahren auch nie verstanden dass sie an der regierung sind.


    also die spd würde eher neuwahlen provozieren als nochmal mit merkel koallieren. weder schulz könnte sich das leisten noch würde das nahles zulassen.

  • neuwahlen
    merkel weg
    nachfolger?...schwer...gutenberg...



    es kann dem lande eigentlich nichts besseres passieren als neuwahlen...
    ich bezweifle stark das die afd dann noch die 5 % schafft...mit denen will ja keiner spielen
    dann gehts au leichter mit der regierungsbildung...

    demokratie ist solange in ordnung wie das ergebnis stimmt...

  • Woher kommt bitte der Name Gutenberg? Zumal der wohl kaum der CDU helfen dürfte. In der CSU schickt sich doch auch eher Söder an, Seehofer zu stürzen. Ich mag mich täuschen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass das die Lage der CSU auf Sicht verbessern dürfte.


    Selbst wenn wir mal davon ausgehen, dass Jamaika aus welchen Gründen auch immer nicht zustande kommt und auch die SPD sich nicht auf eine GroKo mit Merkel einlässt, was würde denn das bedeuten? Neuwahlen?


    Merkel dürfte dann kaum noch einmal für die CDU antreten. Die CSU dürfte bis dahin Söder an der Spitze haben. Große Zuwächse für FDP und Grüne sehe ich nicht und auch bei der SPD dürfte es kritische Stimmen geben, die ihr vorwerfen würden, das Land zu destabilisieren, wenn man es auf Neuwahlen ankommen lassen würde. Bleiben noch Linke und AfD. Würde die AfD davon profitieren? Die zerlegen sich ja gerade selbst, zumal viele Protestwähler dann auch begreifen dürften, was sie mit ihrer Protestwahl angerichtet haben.


    Was würde also bei Neuwahlen rauskommen? Gefühlt würde ich sagen, nichts anderes. Nur eben mit anderen Gesichtern.


    Zumal sich gerade die SPD auch fragen muss, ob Opposition strategisch wirklich klug ist. Es sagt sich immer leicht, dass man sich da erholen könne, aber wie soll das konkret aussehen? Man würde immer links von der LInkspartei übertönt. Es bliebe der SPD also gar nichts anderes übrig als sich mit den Linken zu verständigen und eine Art Linksblock zu bilden. Das wird vielen in der Partei aber nicht gefallen. Und selbst wenn man das schaffen würde, müsste man noch immer die Grünen davon überzeugen und wenn die bis dahin in einer funktionierenden Jamaika-Koalition stecken, haben die gleich gar keinen Grund, ein anderes Experiment zu wagen.


    Von daher bin ich wirklich gespannt, was die SPD in den kommenden Jahren so vorhat. Strategisch stehen die doch keinen Deut besser da als vor der Wahl. Im Gegenteil. Denen fällt doch jetzt auf die Füße, dass sie die letzten 4 Jahre keine rot-rot-grüne Mehrheit genutzt haben. Man kann ja dazu stehen wie man will, aber damit hat man doch gerade die Grünen in die Arme der CDU getrieben und hat jetzt den Salat.

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  • In der Situation, die wir jetzt haben, ist sicher keiner an Neuwahlen interessiert. Entsprechend wird es die auch nicht geben. Die CDU/CSU hat genug andere Probleme und könnte bei Neuwahlen eventuell noch weiter verlieren, die SPD wird dennoch auch dann wohl eher nicht stärkste Partei und die anderen Parteien müssten sich darum kümmern, von der AfD nicht noch weiter abgehängt zu werden. Ich würde im Moment, trotz der internen Probleme der Partei, nicht darauf setzen, dass die AfD dann schwächer sein würde.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Es wäre aber auch denkbar, dass sich die AfD in AfD braun und AfD blau spaltet. Vielleicht sind beide Parteien mit 5% drin, vielleicht sind beide mit 4,5% draußen. Zumal ich zumindest nicht einschätzen möchte, wie die Bevölkerung reagieren würde. Sie haben ihrem Zorn Luft gemacht und nun? Wer hat die Partei denn wirklich aus Überzeugung gewählt? Ich meine mich zu erinnern, dass man von 60% und mehr Protestwählern sprach. Protestieren die erneut? Wenn es zu Neuwahlen käme, dürfte personell einiges anders laufen bei Union und SPD.

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  • Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass zu den 12,6 Prozent der AFD bei der Wahl vor drei Wochen nochmal einige Prozente für die AFD bei Neuwahlen hinzukäme, von vielen Wählern, die bisher noch nicht AFD gewählt haben, aber aus Unverständnis und Ärger über die Neuwahlen die AFD wählten...


    Aber ebenso halte ich Neuwahlen für so gut wie ausgeschlossen, weil die Mehrzahl der Parteien kein Interesse daran haben dürften...Es wird zu Jamaika kommen, da war ich mir vor der Wahl 100 Prozent sicher und da bin ich mir jetzt genauso 100 Prozent sicher...

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  • Ich bin auch Protestwähler. Für mich bedeutet das aber nicht, einer Partei meine Stimme zu geben, die mit genau einem Kernthema populistisch auf Stimmenfang ist und dabei auch noch selbst zugibt, dass zu den vielen anderen wichtigen Themen in Deutschland keine wirklichen Lösungsansätze vorhanden sind, zumindest nicht in einer vertretbaren Breite der Verantwortlichen. Meine Proteststimme bekommt (übrigens schon seit vielen Jahren) eine der Parteien, die man später unter den Sonstigen findet und die garantiert niemandem weh tun.

    You can blow out a candle. But you can't blow out a fire.

  • Ich bin auch Protestwähler. Für mich bedeutet das aber nicht, einer Partei meine Stimme zu geben, die mit genau einem Kernthema populistisch auf Stimmenfang ist und dabei auch noch selbst zugibt, dass zu den vielen anderen wichtigen Themen in Deutschland keine wirklichen Lösungsansätze vorhanden sind, zumindest nicht in einer vertretbaren Breite der Verantwortlichen. Meine Proteststimme bekommt (übrigens schon seit vielen Jahren) eine der Parteien, die man später unter den Sonstigen findet und die garantiert niemandem weh tun.

    Damit ist eine Protestwahl doch absolut sinnlos...... damit kann man auf die großen Parteien keinen Druck ausüben, damit die was ändern und dabei sollte es bei einer Protestwahl doch gehen.....

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