Bundestagswahl 2017

  • Bei mir in Chemnitz liegt die AfD gleichauf mit der CDU. Ich finde das erschreckend, aber auch erklärbar. Geh hier mal nach 21 Uhr durch die Straßen. Wir haben vielleicht keinen so hohen Ausländeranteil wie in anderen Gebieten, aber das was wir haben, reicht auch.

    Was heißt das genau, es reicht auch?


    Hier ist fast jeder Dritte Migrant - und ich gehe ständig auf die Straße, zu jeder Tages- und Nachtzeit.


    Was ist los mit Euch in Chemnitz?

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Der einzige, der hier was schönredet, bist Du! Oder was ist der Sinn aus SPD Sicht, festzustellen, dass die CDU auch verloren hat?

    Wieso aus SPD Sicht?? Aus reiner Faktensicht, die GroKo wurde abgewählt und mit beide Parteien.

  • Wird langsam besorgniserregend hier im Fred.


    Aber zum eigentlichen Thema:


    Was würde mit der Parteienlandschaft passieren, wenn das "Flüchtlingsproblem" plötzlich gelöst oder erledigt wäre?
    Die AfD hat, selbst durch Gauland verkündet, keinen Plan für das "Rentenproblem". Und das, obwohl eine Vielzahl ihrer Wähler bereits die Rente erreicht hat.


    Für die FDP steht eine Beseitigung des "Digitalisierungsproblems" ganz oben auf der Liste. Es lebt sich ja so richtig gut, wenn jeder schnelles Internet hat.


    Die Linke sieht das größte (ideologische) Problem in den erzkapitalistischen, ausbeuterischen Großunternehmen (DAX-Konzerne). Die Konzerne, die zwar weniger umsetzen als die Global Player in aller Munde, dafür aber ihre Steuern hier entrichten.


    Die Grünen haben "Findungsprobleme" grundsätzlicher Art, seitdem die Bundesregierung nach Fukushima die Energiewende selbst radikaler eingeleitet hat, als die Grünen es tatsächlich gewollt haben. Und "Frösche über die Strasse tragen" ist halt nichts, was den Bund interessiert.


    Ich selbst bin ja ein bunter Hund, weil ich in nahezu jedem Parteiprogramm etwas finden kann, was ich sachlich und fachlich auch unterstützen könnte. Und da ich dieses Mal Jamaika auch angekreuzt habe, bin ich gespannt, was da kommt und wie es kommt.


    Ganz losgelöst übrigens von Antipathie gegen einzelne Politiker bzw. Personen, wie es hier im Fred ja immer wieder so gnadenlos durchschimmert.


    Danke für die Aufmerksamkeit!

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • du hattest drei stimmen?
    Sauerei, Wahlbetrug
    :D
    Ansonsten Zustimmung zu deinem Beitrag, erkennen da einige Gemeinsamkeiten mit meiner Sicht auf die Parteienlandschaft und deren Inhalten

  • Der Trend in den letzten Jahren geht doch eindeutig dahin, dass es eben nicht mehr die eine bzw. die beiden großen Parteien gibt. Ich persönlich finde es sogar besser, eine Regierung als zwei oder drei Parteien mit starker Opposition zu haben anstatt eines "Alleinherrschers". Klar, Jamaika klingt erst einmal ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber ich sehe darin auch viel Potential, weil das alles drei Parteien sind, die sich gegenseitig sehr gut ergänzen (können!). Dazu die SPD als starken Oppositionsführer und damit nicht mehr die Linke. Wenn die sich zusammenreißen und auf Eitelkeiten etc. verzichten, kann da was sehr Vernünftiges dabei entstehen.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Heißt, es ist ok?

    Keine Ahnung. Kommt letztlich auf die Umstände an.


    Aber es ist doch wihl wenig verwunderlich, wenn ein Ausländer nicht unbedingt jemanden befördern will, der vorher Hetze beetreibt.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Wieso aus SPD Sicht?? Aus reiner Faktensicht, die GroKo wurde abgewählt und mit beide Parteien.

    Das eigentlich faktisch grade nicht. Beide Parteien bilden weiterhin die größten Fraktionen und eine Mehrheit gibt meines Wissens auch noch immer an, die Groko zu wollen.


    Aber Dir ging es doch ganz offensichtlich um den Skandal, dass die Union da an einer Stelle die SPD zum (alleinigen) Verlierer gestempelt hat - und mir ging es darum, dass das zwar opjektiv falsch ist, aber eine gewöhnliche Lesart nach Wahlen.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Du machst es dir sehr einfach, aber der Drops ist mit der EuGH-Urteil keinesfalls gelutscht; da guggst du:


    welt.de/debatte/kommentare/art…der-Fluechtlingslage.html


    Auszug: Dies als Bestätigung für Angela Merkels Flüchtlingspolitik zu deuten, wie es manche bereits versuchen, ist etwas gewagt. Das Urteil ist eher ein Indiz, dass die Rechtslage widersprüchlich ist. Und nur noch mit Mühe mit der Weltlage in Einklang zu bringen.

    Merkels Flüchtlingspolitik stand ja nicht vor Gericht.


    Es ging um Dublin. Und der EuGH hat quasi nebenbei festgestellt, dass die Politik von Ländern wie Deutschland seinerzeit nicht zu beanstanden sei. Das Thema ist durch. Außer du kennst ein Gericht, das noch höher als der EuGH ist. Weiß jetzt nicht, wie eng deine Beziehungen zum Lieben Gott sind...

    Uli. Hass weg!

  • Unabhaegnig davon sehe ich KEINEN PLAN. Was macht man denn jetzt mit den vielen Menschen? Ein Integrationskurs, und dann haben wir neue Facharbeiter? Deutsch lernt man ja auch so im Vorruebergehen...statt vom Tellerwaescher zum Millionaer gilt in D jetzt vom Analphabet zum Facharbeiter? Uebrigens, Facharbeiter brauchen wir in Zukunft nicht mehr viele, schon mal was von Industrie 4.0 gehoert? Jep, ab hier wirds komplex, wenn wir in Zukunft nur noch wenige Hochqualifizierte brauchen, dann wirds sicher etwas ungemuetlich...aber wenigstens eine breit angelegte Bildungsreform gibt es ja bereits, denn mit 10 Jahren die Spreu vom Weizen zu trennen hilft ja nur den Kindern der Bildungsbuerger und bringt den Rest, inkl. unserer neuen Mitbuerger, aufs Abstellgleis...was, eine solche Reform gibt es gar nicht, es wurde noch nicht mal darueber diskutiert...upps, mein Fehler...also, wie gesagt, ihr habt KEINEN PLAN, ich wuensche viel Glueck und Spass...druecke aus dem Ausland die Daumen, ihr schafft das...


    Willst du mit mir jetzt ernsthaft die Flüchtlingsdebatte neu führen?


    Es gibt in dem Zusammenhang viele Fragen. Die meisten ungelöst. Ich selbst habe nicht nur keine Antworten. Ich finde auch nicht gut, was damals passiert ist. Schlimm für die vielen Menschen, die sich unter unfassbaren Bedingungen auf einen unmenschlichen Weg gemacht haben. Schlecht für uns, dass wir einen dermaßen großen Zuzug von Menschen haben, die uns zumindest auf Sicht nicht voranbringen, sondern Kosten - und den sozialen Frieden der Menschen in unserem Land gefährden.


    Das alles passt mir also nicht. Nur fürchte ich, dass das kein juristisches oder staatsverfassungsrechtliches Problem ist, sondern ein zivilisatorisches. Wir leisten uns auf relativ engem Raum völlig unterschiedliche Lebensverhältnisse. Das führt unweigerlich zu Migrationsbewegungen. Warte mal ab, was passiert, wenn etwa das Wasser noch knapper wird als jetzt schon!


    Wir haben also genau drei Möglichkeiten:


    1. Wir finden uns mit Völkerwanderungen ab und passen uns an.
    2. Wir gleichen die Verhältnisse in den einzelnen Regionen soweit an, dass der Migrationsdruck abnimmt.
    3. Wir entmenschlichen uns und vertrauen auf die Überlegenheit unserer Waffen.


    Ich habe tatsächlich jedes Verständnis dafür, wenn sich ein Staat seinen Zuzug nach Bedarf aussuchen möchte. Wie dies etwa Kanada praktiziert. Das ist aber eine völlig andere Thematik.

    Uli. Hass weg!

  • Für die FDP steht eine Beseitigung des "Digitalisierungsproblems" ganz oben auf der Liste. Es lebt sich ja so richtig gut, wenn jeder schnelles Internet hat.

    Schnelles Internet ist doch nicht das Hauptthema bei der Digitalisierung, sondern was mit den vielen Menschen geschieht, die durch Digitalisierung und Automatisierung ihre Arbeit verlieren könnten (bzw. werden).

  • solange ein Staat nicht in der Lage sich auch um eigene Probleme zu kümmern, damit meine ich speziell die sozialen Themen bezahlbarer Wohnraum, Altersarmut, gleiche Bildungschancen für alle Kinder, sollte man es wie Kanada praktizieren, denn sonst klafft die Schere immer weiter auseinander


    ich finde persönlich auch ein Job wie zB Polizist sollte wieder attraktiver gestaltet werden , früher wollten das mal viele Kinder werden, heute werden sie wie auch andere Berufe schlecht bezahlt und müssen bei irgendwelchen Auseinandersetzungen den Kopf hinhalten und sind der depp! Wir haben zB am FH muc junge Bpoler aus dem Norden die wurden hierher versetzt, weil es oben im Norden keine freien Stellen gibt - wie kann das sein?? Diese Jungs und Mädels verdienen sowenig , dass sich einer allein keine kleine Whg in FH Nähe mieten kann weil es einfach zu teuer ist und damit meine ich nicht die direkte FH Nähe

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  • sollte man es wie Kanada praktizieren,


    Kanada hat eine einzige Landgrenze. Und zwar zu einem der reichsten Länder der Welt.


    Wer das in Zentraleuropa "wie Kanada praktizieren" möchte, müsste sich schon für Punkt drei entscheiden.

    Uli. Hass weg!

  • Wieso früher ging es doch auch mit den Grenzen , ich brauche zB nicht diesen Schengenmist, natürlich würde es auch für Reisende etwas Wartezeit geben , aber wenn ich nichts zu verbergen habe, dann kein Problem ...

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  • Also ich finde Schengen eine der größten Errungenschaften in Europa!


    Mich persönlich nervt es ungemein, im Grenzgebiet zwischen zwei Ländern wie Deutschland und Österreich nun plötzlich an den Grenzen stets 15-30 Min. im Stau zu stehen und selbst auf Landstraßen ständig kontrolliert zu werden.


    Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob man etwas zu verbergen hat oder nicht. Wer wirklich etwas zu verbergen hat, der fährt doch eh nicht sehenden Auges in diese bekannten Kontrollen. Denn gerade an den Landstraßen bzw. kleineren Grenzübergängen wird ja trotzdem nicht durchgängig kontrolliert, mit ein wenig Geschick kann man also den Kontrollen auch entgehen.