6. Spieltag: FC BAYERN - VFL Wolfsburg 2:2

  • Der Enthusiasmus von Schmidt gestern war erfrischend, sowas fehlt hier komplett. Sehe ich Carlo in der PK weiß ich, warum die Spieler so übern Platz schleichen....

    Er hat ja auch vorgestern erst wieder lang und breit ausgeführt, dass JEDER (größere) Trainer irgendwann mal entlassen wird. Das sei Teil des Jobs. Und so unstrittig das ist - wobei z.BSp. Pep noch nie entlassen wurde, soweit ich weiß - so wenig hilft es doch, das immer wieder in PKs zu erwähnen.


    Im Grunde sagt er damit doch quasi:"Bei Real bin ich im zweiten Jahr entlassen worden, bei Chelsea bin ich im zweiten Jahr entlassen worden. Das ist mir so was von egal. Dann bekomme ich eben mein Gehalt ohne Arbeit und geh Angeln. Und die Chinesen oder die Araber oder der italienische Verband werden schon bald wieder bei mir anfragen. Und sie werden mir NOCH MEHR Geld zahlen. - Ihr habt mich ja auch geholt und habt mir auch mehr Geld gezahlt. Wofür? Sagt ihrs mir. Leckt mich!"


    Dass ihm Taktik egal ist, hat er ja schon offen ausgesprochen. Fußball ist viel einfacher! - Fehlte der Satz: "Wichtig ist allein, dass die Kohle stimmt!"

  • Wenn dein eigener Mentor meint, dass dir die Leidenschaft abgekommen ist, dann spricht das eben Bände. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass CA seine ganze Karriere so lethargisch war.
    In Paris hat er zumindest noch regelmässig Kontra gegeben in den Medien auf die Kritik.
    Wahrscheinlich endete seine Karriere mit dem CL-Sieg und Real hätte das Ende sein müssen.

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  • Hypothetisch, ob es auch so gekommen wäre. Aber das war nie und nimmer einer. Schon merkwürdig, dass sich der Videoschiri gar nicht einmischte.

    FC Bayern München

  • Schon merkwürdig, dass sich der Videoschiri gar nicht einmischte.

    Wurde im TV so erklärt, dass man den Elfmeter geben KANN, auch wenn er tendenziell eher keiner war. Dann würde sich der Videoschiri nicht einmischen, weil es viel Auslegungsspielraum gibt.

  • ....ich hoffe die Herren schauen heute mal nach Lüdenscheid....es tut weh das zu sagen ABER DAS IST FUSSBALL!
    Und wenn wir nicht schnell aufwachen dann ist im Winter in jeglicher Hinsicht die Messe gelesen...
    Cham. League Pokal und Meisterschaft....

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  • Es zeichnet sich ab. Mal sehen, wann wir dieses Mal das Kapitel beenden. Und leider nehmen wir dieses Mal wirklich nichts mit, was uns in der Zukunft helfen wird.
    Wir brauchen fast wieder van Gaal, der hier Ordnung ins Spiel bringt, den Umbruch durchzieht und die jungen Spieler taktisch auf Spitzenfussball trimmt.


    ...selbst der passende Co-Trainer fürs Angriffstraining wäre ja wieder zu haben...


    Ja. Eben!
    Gestern fehlte offenbar jedes Tempo, wenn ich dem glauben darf, was der Typ bei Amazon Music erzählt hat.


    Du kannst nur Tempo aufnehmen, wenn du sicher stehst - sonst machst du nur noch schneller Fehler. Die Ballstaffetten durchs Mittelfeld funktionieren ja nur, wenn du wirklich Automatismen drinnen hast und eingespielt bist - wenn deine Spieler ständig laufen und schauen müssen, wo der Nebenmann ist, wird daraus nichts. Die Krux ist das Gesamtkonstrukt. Hilft auch nicht auf einzelne draufzuhauen. Klar macht der Gegner schon immer die Räume eng - aber je mehr wir denen Zeit geben, sich zu formieren - je langsamer der Ball läuft, weil man nicht wirklich eingespielt ist, desto schwieriger wird es für den Einzelnen.

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  • Falls nicht gepostet:


    Spielverlagerung


    Bezeichnend:


    " Dazu kam, dass Bayern gegen den Ball lascher wurde. Ohnehin fehlt es im Münchner Pressing öfter an Kohärenz, weil etwa Aufrückbewegungen nicht mitgegangen werden oder einzelne Mannorientierungen Lücken reißen. Dem Zugriffsverhalten im Angriffsdrittel geht außerdem zuweilen die letzte Aggressivität ab. Diese Problematiken wurden mit nachlassender Grundintensität immer deutlicher.
    So konnte Wolfsburg in der Endphase immer häufiger in freie Räume kommen, verlor weniger Bälle, kam öfter in Strafraumnähe – mit dem logischen Resultat. Nach der Einwechslung von Didavi (73. Minute) erreichten die Wölfe sogar einen Ballbesitzwert von 56%! Dieses Muster gab es schon im Spiel gegen Leverkusen und auch dort ging das für die Bayern nicht gut aus.
    Sebastian Rudy hatte die wenigste Präsenz im Spiel übrigens in der Phase um das 2:2. Da spielte er zehn Minuten lang keinen einzigen Pass. Nicht weil er manngedeckt wurde. Sondern weil der Ball meistens beim Gegner war.
    Auch wenn Ballbesitz keine „Spiele gewinnen“ mag, ist es doch zumindest so, dass fehlender Ballbesitz Spiele verlieren kann."


    Entspricht auch Hummels Äußerungen.

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  • http://miasanrot.de/fcbayern-vflwolfsburg-oktoberfest-2017/
    Drei Dinge, die auffielen:
    1. Offensiv kastriert


    Es ist bezeichnend, dass die beiden Innenverteidiger Boateng und Hummels mit Abstand die meisten Ballaktionen in dieser Partie hatten. Gegen das kompakte System der Wolfsburger sah die Münchner Offensivfraktion keinen Stich. In Ballbesitzphasen lief der Ball im berühmten U, bis der Angriff in einem verzweifelten Vertikalball endete.
    Zwar bewegten sich insbesondere Müller und Robben viel, ohne kreative Pässe brachte dies aber alles nichts. Die Bayern agierten ohne jegliche Kreativität und konnten sich in Halbzeit eins keine echte Torchance herausspielen.
    In den zweiten 45 Minuten hatte man mehr Raum, den man nicht nutzte. Die wenigen Möglichkeiten wurden manchmal knapp, meist hingegen fahrig vergeben. Das Mittelfeldduo Vidal und Rudy konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken, der engagierte Kimmich wurde zu selten eingebunden.
    2. Defensiv kaschiert
    Das System der Wolfsburger sah sicherlich vor, aus der geordneten Defensive immer wieder gefährliche Konter zu setzen. Hierzu waren die Gäste jedoch überhaupt nicht in der Lage, weshalb die zuletzt schwache Konterverteidigung der Bayern in diesem Spiel keinem ernsthaften Test unterzogen wurde.
    Eine bemerkenswerte Sicherheit strahlte der Münchner Abwehrverbund dennoch nicht aus, wenn man vom zweikampfstarken Jerome Boateng absieht. Am verletzungsgeplagten Innenverteidiger sind Origi und Co mehrmals humorlos abgeprallt. Ein Boateng in alter Form ist Gold wert, dieses Spiel schürte Hoffnung darauf.
    Leider konnte sich die Abwehr auch nicht durch einen sicheren Rückhalt geschützt fühlen. Sven Ulreich agierte unsicher und musste gefühlt bei jeder Aktion nachfassen, um den Ball zu kontrollieren. Das erste Gegentor passte ins Bild des nervösen Torhüters, der sich mental noch seinen Platz in der Startelf erkämpfen muss.
    Dass man gegen dieses Wolfsburg zwei Gegentore kassieren konnte, ist eine Kunst.
    3. Paris Calling
    Es ist zwar nur Spieltag zwei in der Gruppenphase, doch die CL-Partie gegen Paris ist in aller Munde – aus unschönen Gründen. Im Spiel gegen Wolfsburg gelang es den Bayern, den Aufwärtstrend der letzten Spiele krachend zu widerlegen.
    Ein Unsicherheitsfaktor im Tor, eine grundsätzliche Unruhe in der Defensivarbeit, ein Mittelfeld ohne Verve, eine uninspirierte Offensive – nur ein Ausrutscher oder doch mehr?
    Die Startelf in Paris wird fraglos eine andere sein. Zu sehr spielte sich zum Beispiel James Rodriguez gegen Schalke in den Fokus, zu sehr bewarb sich Franck Ribery gegen Wolfsburg auf einen Bankplatz. Und Thiago tut dieser Mannschaft natürlich immer gut.
    Aber dennoch, wenn man in der kommenden Woche einen ähnlichen Auftritt zeigt, dann dürfte es auf internationaler Bühne so richtig krachen.
    Es braucht nun eine Trotzreaktion und den unbedingten Willen zu beweisen, dass dies nur ein einmaliger Fauxpas war. Wir sind gespannt.

    rot und weiß bis in den Tod

  • wieder viel individualismus und wenig spielkultur in unserm spiel!


    schade! ... dachte eigentlich nach den letzten beiden spielen davor der knoten wäre geplatzt.

    Holt den Henkelpott nach München, Stern des Südens, MIA SAN MIA!

    (Lorin Maazel)

  • Ganz starkes Spiel :whistling:
    Nach einem gefühlten Fortschritt kommen immer zwei Rückschritte. Wohin das in Summe führt kann sich sogar unser KHR (der ja bekanntlich nichts von Mathematik im Fussball hält) leicht ausrechnen.
    Wie war das noch Herr Ancelotti? Mit dem FCB wird man auch mit Händen in der Hosentasche deutscher Meister? Für 99% der Fussballtrainer trifft das wahrscheinlich zu....

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