BBL Saison 2017 / 2018

    • Hab mir gerade nur den Zusammenschnitt angeschaut. Frankfurt hat sich da mit ein paar Glückswürfen am Leben gehalten zu Beginn, dann einen deutlichen Vorsprung herausgespielt (warum eigentlich?) und dann haben wir das 4. Viertel dominiert.

      Im Pokalfinale gegen Alba (und auch schon bei vielen Spielen vorher) wurde das hochgelobt, dass wir am Ende Crunchtime Härte haben und Spiele noch drehen können. War es heute nicht genau so?

      Für mich hat unser Team diese Saison sehr stark begonnen. Das lag an unserer individuellen Stärke und daran, dass wir einen großen Teil unseres Teams halten konnten. Inzwischen sind wir nicht mehr so dominant und das liegt für mich daran, dass wir nicht in der Lage waren uns über die Saison weiter zu entwickeln. Auch merkt man, dass mit Macvan ein Big Men fehlt und Zirbes versagt.

      Warum Spieler gegen uns ihre besten Spiele abliefern? Vielleicht weil ein Spiel gegen Bayern eben die größte Bühne darstellt und Spieler da 150% motiviert sind. Scrubb (19,5) und Webster (15,7) sind die Top Scorer bei Frankfurt. Das die auch heute ihre Klasse gezeigt haben wundert mich nicht.

      Wer hat den diese Saison so in Frankfurt verloren: Bayreuth, Oldenburg, Alba!!!

      Das Spiel war schwer. Auch unter dem Aspekt, dass Frankfurt noch um die Playoffs kämpft. Sieht man auch gut daran, dass Frankfurt heute den jungen Spielern kaum Spielzeit gegeben hat. Bonga spielt diese Saison im Schnitt 22 Minuten, heute nur 8 Minuten.

      Ich bin der Meinung, dass wir diese Saison sehr stark begonnen haben und leider keinen Schritt nach vorne gemacht haben, sondern im Vergleich mit anderen Teams deutlich an Boden verloren haben. In den Playoffs wird anders gespielt und wir werden noch harte Spiele sehen - egal gegen wen. ALBA hat sich grandios weiter entwickelt. Und so ist es auch bei anderen Teams. Die Playoffs werden hart. Und wer Angst vor Bamberg hat, der unterschätzt die anderen Teams. Unser Schön-Wetter-Basketball wird in den Playoffs zerlegt werden, wie er uns im EC genommen wurde.
    • Nur mit Schönwetter Basketball kommt man auch nicht in ein EC Halbfinale. Zum Ende von Dordevics Zeit hatte man halt den Eindruck, dass sich die Gegner gut auf den Bayern Stil eingestellt, ihn quasi entschlüsselt hatten, und es an den nötigen Nachjustierungen unsererseits mangelte.

      Der Anfang des Spiels gegen Frankfurt war ok, dann kam ein Einbruch und gegen Ende hin hat man vor allem mit Moral, Ehrgeiz und einem gewissen Coaching gewonnen. Ich trau es mich ja fast nicht zu schreiben: Aber ein Teil des Sieges geht auch auf die Kappe des Coaches. Im in game coaching kann der aufmerksame Beobachter schon ein erweitertes Repertoire feststellen.

      Ob das dann alles mit Coach Dordevic schlechter oder besser gelaufen wäre, ist müßig zu diskutieren, weil wir es nie erfahren werden. Mich hat der Satz von Barthel aufhorchen lassen, dass man erst wieder "back in shape" kommen müsse. Da scheint Radonjic andere Vorstellungen von der Fitness seiner Spieler zu haben. Ich denke ohnehin nicht, dass wir uns in den kommenden Wochen auf "Hurra" Basketball dank des neuen Coaches freuen dürfen. Wir haben jetzt erstmal leichtere Gegner und können die für eine zweite Saisonvorbereitung nutzen, in der viel trainiert werden wird. Ob es dann bis zu den Play Offs reicht, werden wir sehen.
    • Das Barthel Interview ist mir auch aufgefallen.
      Beim Verweis auf die Form "back in Shape" habe ich aufgehorcht – er hat sich aber bemüht das gleich danach wieder zu relativieren, weil er recht autenthisch ratlos gesagt hat, "das Training ist genauso strukturiert wie vorher..." Da könnte man auch interpretieren, dass Barthel selbst nicht wirklich versteht warum ein anderer Coach nötig war/ist...

      Grundsätzlich verstehe ich das mit der Fitness aber nicht: Mittels Analysemethoden und Dingen wie z.B. Laktattests lässt sich doch ganz neutral feststellen, wie es um die Fitness der Spieler bestellt ist? Ich dachte dieser Bereich ist einer der wenigen wo man mit empirischen Daten arbeiten kann.
      Oder ist das auf dem Level dann doch wieder eine Frage der Einschätzung (Sie "wirken" nicht fit?)


      Abgesehen davon ist es einfach nur deprimierend wie sich die katastrophale Dreier-Quote mittlerweile manifestiert hat (ist das ein Indiz für die Fitness?). Wenn sich das nicht eklatant wandelt, wird das eine kurze Post-Season!
    • Schaumberger_W schrieb:

      Abgesehen davon ist es einfach nur deprimierend wie sich die katastrophale Dreier-Quote mittlerweile manifestiert hat
      Das ist ein taktischer Kniff. Wir wiegen unsere Gegner über drei Viertel in der falschen Sicherheit, dass wir von der 3er-Linie nichts treffen werden. Sie sinken ab und lassen unsere Spieler außen frei stehen. Dann schlagen wir in der Crunchtime eiskalt zu.. Hat gestern doch auch hervorragend funktioniert.
    • Schaumberger_W schrieb:

      Grundsätzlich verstehe ich das mit der Fitness aber nicht: Mittels Analysemethoden und Dingen wie z.B. Laktattests lässt sich doch ganz neutral feststellen, wie es um die Fitness der Spieler bestellt ist? Ich dachte dieser Bereich ist einer der wenigen wo man mit empirischen Daten arbeiten kann.

      Oder ist das auf dem Level dann doch wieder eine Frage der Einschätzung (Sie "wirken" nicht fit?)

      Man muss halt auch sehen, dass die Spieler gerade aus der Saisonphase mit den meisten Spielen gekommen sind, als der Trainer gewechselt wurde. Wenn Du 3x die Woche spielst und Reise Stress hast, lässt Du als Coach sicher nicht mehr viel trainieren. Das wirkt sich dann auf jeden Spieler anders aus. Der eine geht trotzdem noch ins GYM oder laufen, ein Nowitzki schaut sich während der gesamten Saison keinen Burger von innen an und andere hätten in der Phase schon wieder 10kg zugenommen... :whistling: